Notebookcheck

Test HP ProBook 450 G4 Y8B60EA Laptop

Benjamin Herzig, Stefanie Voigt, 15.12.2016

Unwürdiges Display. Im Business-Bereich ist HP mit seinen ProBooks der 400er-Serie einer der ersten Hersteller mit Kaby Lake. Warum das 15,6-Zoll-Modell trotz vieler guter Eigenschaften nicht überzeugen kann, lesen Sie in unserem ausführlichen Testbericht.

Kaby Lake steht gerade erst am Anfang seines Lebenszyklus. Ganz typisch hat Intel dabei die Prozessoren für den Privatkundenmarkt zuerst auf den Markt gebracht, während sich Geschäftskunden noch bis Anfang 2017 gedulden müssen. Doch es gibt eine Ausnahme: Kleinunternehmen, die nicht auf Enterprise Features wie vPro angewiesen sind, können schon zugreifen. Ein Beispiel für ein Gerät, das auf diesen Markt abzielt, ist unser heutiges Testgerät, das HP ProBook 450 G4, HPs erstes 15-Zoll-Laptop im Geschäftskunden-Bereich mit Kaby Lake.

Die ProBook-400er-Serie wurde mit Kaby Lake komplett überarbeitet und besteht aktuell aus vier verschiedenen Modellen. Alle vier Modelle – ProBook 430 G4, 440 G4, 450 G4 und 470 G4 – befinden sich aktuell bei uns im Test. Die 400er-Serie ist unterhalb der ProBook-600er-Serie platziert als günstigste ProBook Serie von HP. Was die Konkurrenz angeht, sieht es mit Kaby Lake aktuell noch mau ist: Lenovo hat das ThinkPad E570 schon angekündigt, verfügbar ist dieses in Deutschland bisher noch nicht. Dells Latitude 3000er-Serie wurde ebenfalls noch nicht aktualisiert. Als Vergleichsgeräte zum ProBook 450 G4 nehmen wir daher die Vorgängermodelle ThinkPad E560 und Latitude 3570. Außerdem die teureren Enterprise-Geräte Thinkpad L560 und Latitude E5570.

Unser Testmodell Y8B60EA entspricht der teuersten Konfiguration, die aktuell auf dem deutschen Markt erhältlich ist, es kostet momentan mindestens 959 Euro. In der Grundkonfiguration kostet das Probook 450 G4 aktuell 578 Euro.

HP ProBook 450 G4 Y8B60EA (ProBook 450 Serie)
Grafikkarte
NVIDIA GeForce 930MX - 2048 MB, DDR3, 10.18.13.6871
Hauptspeicher
8192 MB 
, DDR4-2133, 1 von 2 Speicherbänken belegt, max. 32 GB RAM
Bildschirm
15.6 Zoll 16:9, 1920 x 1080 Pixel 141 PPI, Chi Mei CMN15C4, TN LED, spiegelnd: nein
Mainboard
Intel Kaby Lake-U Premium PCH
Massenspeicher
SanDisk SD8SNAT256G1002, 256 GB 
, Zusätzliche HDD: Toshiba MQ01ABD100 1 TB SSD
Soundkarte
Conexant
Anschlüsse
2 USB 2.0, 2 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 VGA, 1 HDMI, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: 3.5mm Audio-Combo, Card Reader: 3-in-1 SD, 1 Fingerprint Reader
Netzwerk
Realtek RTL8168/8111 Gigabit-LAN (10/100/1000/2500/5000MBit/s), Intel Dual Band Wireless-AC 7265 (a/b/g/h/n = Wi-Fi 4/ac = Wi-Fi 5), Bluetooth 4.2
Optisches Laufwerk
DVD +/- RW Double Layer
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 24 x 382 x 263
Akku
45 Wh Lithium-Ion
Betriebssystem
Microsoft Windows 10 Pro 64 Bit
Kamera
Webcam: 720p
Sonstiges
Lautsprecher: Stereo, Tastatur: 6-Row Chiclet Full-Size Tastatur mit Numblock, Tastatur-Beleuchtung: nein, 12 Monate Garantie
Gewicht
2.04 kg, Netzteil: 352 g
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Gehäuse

das ProBook 450 G4
das ProBook 450 G4

Das ProBook 450 G4 ist anhand des Designs sofort als Laptop von HP identifizierbar: Das Gehäuse ist komplett in einem silber-grauen Farbton gehalten, mit Ausnahme des schwarzen Displayrahmens und der Tastatur, die ebenfalls in Schwarz gehalten ist. Basiseinheit und Displaydeckel haben abgerundete Ecken und Kanten. Im Vergleich zum Vorgänger lässt sich vor allem im Bereich der Scharniere eine Änderung feststellen: Bei diesem saßen die Scharniere und der Deckel noch auf der Basis, beim 450 G4 dagegen sind die Scharniere in Drop-Down-Bauweise ausgeführt, der Bildschirm befindet sich im geöffneten Zustand also hinter der Basiseinheit.

Von den Materialien her setzt HP vor allem auf Kunststoff. Ausgenommen davon ist die Handballenauflage, die aus einer gebürsteten Metalloberfläche besteht. Der Kunststoff, aus dem die Basis und der Displaydeckel besteht, ist nicht gummiert oder lackiert, er fühlt sich relativ hochwertig an und nicht direkt billig, wie es bei günstigeren Notebooks oft der Fall ist. Was die Stabilität angeht, so lässt sich der Displaydeckel mit Zug und Gegenzug einfach verbiegen. Übt man auf den Displayrücken punktuell Druck aus, so überträgt sich dieser sehr schnell auf das Display.

Besser sieht es aus, wenn man sich der Basiseinheit zuwendet: Diese lässt sich fast gar nicht verwinden, vermutlich dank der Metall-Handballenauflage. Die Handballenauflage gibt auch kaum nach, lediglich in der Mitte bei stärkerem Druck. Die Unterseite der Basiseinheit lässt sich lediglich am DVD-Laufwerk etwas eindrücken - eine typische Schwachstelle, die allerdings in der Praxis wenige Probleme machen sollte. Von der sonstigen Verarbeitung her ist das Gehäuse einwandfrei, auffällige Spalte oder gar scharfe Kanten gibt es nicht.

Die Scharniere sind von außen in Kunststoff-Optik gehalten. Sie lassen einhändiges Öffnen zu, haben aber auch minimal Spiel, sodass das Display in einer ruckeligen Umgebung (zum Beispiel im Zug) etwas wackelt. Leider ist der maximale Öffnungswinkel sehr eingeschränkt, nur etwa 120 ° ist ziemlich wenig für ein Business Laptop.

max. Öffnungswinkel
max. Öffnungswinkel
Blick in den Innenraum
Displaydeckel von hinten
von der rechten Seite
Displaydeckel von vorne-seitlich
Unterseite der Basiseinheit
Nummernblock
720p-Webcam

Das ProBook 450 G4 ist das leichteste Gerät im Testfeld, allerdings liegt es hier nur geringfügig unterhalb des eigenen Vorgängers und der Konkurrenz von Dell. Nur die Lenovo ThinkPads sind im Vergleich deutlich schwerer mit 2,4 kg. Dafür ist das ProBook das größte Gerät im Testfeld. Zumindest ist es aber nicht das dickste Modell, hier sind wiederum die ThinkPads etwas "kräftiger".

Zusammenfassend kann man sagen, dass HP durchaus ein Gehäuse abliefert, das dem Preis des ProBook 450 G4 angemessen ist. Allerdings eher dem Startpreis von knapp 600 Euro, hier ist das ProBook deutlich besser als viele Privatkunden-Notebooks. Wer mehr Qualität im Bereich Gehäuse will, kann sich auch Richtung Probook-600er-Serie orientieren, hier fehlt allerdings auch noch das passende Kaby-Lake-Pendant.

Größenvergleich

377 mm 256 mm 30.85 mm 2.4 kg382 mm 263 mm 24 mm 2 kg377 mm 256 mm 27.1 mm 2.4 kg380 mm 260 mm 23.25 mm 2.1 kg378 mm 264.3 mm 24.8 mm 2.1 kg377 mm 256 mm 24 mm 2.1 kg

Ausstattung

Das Testgerät verfügt über einen ausgewogenen Mix an verschiedenen Anschlüssen. Erfreulicherweise verbaut HP einen USB-Typ-C-Anschluss. Wie bei Typ C so oft der Fall kann man zunächst etwas verwirrt sein im Bezug auf die Fähigkeiten des Anschlusses. HP selbst nennt in seinen Spezifikationen lediglich USB 3.0, im Test hat sich herausgestellt, dass das auch alles ist, was der Anschluss beherrscht. Das Gerät kann weder geladen werden, noch kann darüber ein Monitor angeschlossen werden.

Durch die Anwesenheit von HDMI und VGA lässt sich das aber relativ gut verkraften, auch wenn die Abwesenheit von Displayport bedeutet, dass man externe 4K-Monitore mit maximal 30 Hz betreiben kann.

Zur Anschlusspositionierung ist zu sagen, dass die Anschlüsse auf beiden Seiten ziemlich eng beieinander liegen. Für Mausnutzer wird es insbesondere auf der linken Seite schwierig, sollte man den USB-Typ-C-Anschluss oder HDMI nutzen wollen. Auf der rechten Seite liegen die Anschlüsse weiter hinten, da das integrierte DVD-Laufwerk den Platz weiter vorne beansprucht.

links: Netzanschluss, VGA, HDMI, USB 3.0, USB 3.0 Typ C, SD-Kartenleser
links: Netzanschluss, VGA, HDMI, USB 3.0, USB 3.0 Typ C, SD-Kartenleser
rechts: optisches Laufwerk, 3,5-mm-Audio, 2x USB 2.0, Ethernet, Kensington Lock
rechts: optisches Laufwerk, 3,5-mm-Audio, 2x USB 2.0, Ethernet, Kensington Lock

SDCardreader

HP setzt im ProBook einen SD-Kartenleser ein, der nicht zu den schnellsten Modellen, aber auch nicht zu den langsamsten SD-Kartenlesern gehört. Im Benchmark, der mit einer Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II Referenz-Speicherkarte durchgeführt wurde, erreicht das Testgerät ein Ergebnis, das etwa auf einem Level mit dem Thinkpad E560 liegt. Das Dell Latitude 3570 fällt mit seinem sehr langsamen Reader dagegen deutlich ab.

Der SD-Kartenleser nimmt die SD-Karte vollständig auf, was heutzutage oft nicht der Fall ist. Damit eignet er sich auch gut für eine dauerhafte Speichererweiterung.

SDCardreader Transfer Speed
average JPG Copy Test (av. of 3 runs)
HP ProBook 450 G4 Y8B60EA
 
72.7 MB/s ∼100%
Lenovo ThinkPad E560-20EWS00000
 
66.3 MB/s ∼91% -9%
Dell Latitude 15-3570
 
22.24 MB/s ∼31% -69%
maximum AS SSD Seq Read Test (1GB)
HP ProBook 450 G4 Y8B60EA
 
89 MB/s ∼100%
Lenovo ThinkPad E560-20EWS00000
 
85.6 MB/s ∼96% -4%
Dell Latitude 15-3570
 
24.15 MB/s ∼27% -73%

Kommunikation

Das ProBook wird mit dem Intel-WiFi-Modul 7265 (2x2, AC) ausgeliefert. Das ist etwas überraschend, ist dieses Modul doch eigentlich eine Lösung, die schon mit der Broadwell Generation der Intel CPUs eingeführt wurde. Aktuell ist eigentlich die Intel Wireless 8265. Hier könnte man vermuten, dass HP noch Restbestände des alten Moduls auf Lager hatte und diese irgendwie loswerden wollte.

Ein größerer Grund zur Beanstandung ist das allerdings nicht. Nur weil die Karte etwas älter ist, heißt das nicht, dass sie ihren Job nicht gut macht. Sie liegt im iperf Benchmark etwa auf dem Niveau des neueren 8260 Moduls; der 1x1 Karte 3165 oder der günstigen Atheros-WLAN-Karte im Latitude 3470 ist die 7265 weit überlegen. Auch abseits des Benchmarks macht die Karte einen guten Eindruck, auffällige Instabilitäten gab es nicht zu beobachten.

Neben dem WLAN-Modul von Intel verbaut HP noch ein Gigabit-Ethernet-Modul von Realtek für eine kabelgebundene Verbindung. Auch dieses funktioniert einwandfrei.

HP verbaut eine HD-Webcam und zwei Mikrofone, die neben der Webcam sitzen. Sowohl die Webcam als auch die Mikrofone liefern eine unterdurchschnittliche Vorstellung ab, ein typisches Bild für die meisten Notebooks.

Networking
iperf Server (receive) TCP 1 m
Xiaomi Mi Notebook Air 13.3 2016
Intel Dual Band Wireless-AC 8260
634 MBit/s ∼100% +7%
HP ProBook 450 G4 Y8B60EA
Intel Dual Band Wireless-AC 7265
595 MBit/s ∼94%
Lenovo Ideapad 310-15IKB
Intel Dual Band Wireless-AC 3165
321 MBit/s ∼51% -46%
Dell Latitude 14 3470
Atheros AR5BWB222 Wireless Network Adapter
165 MBit/s ∼26% -72%
iperf Client (transmit) TCP 1 m
HP ProBook 450 G4 Y8B60EA
Intel Dual Band Wireless-AC 7265
535 MBit/s ∼100%
Xiaomi Mi Notebook Air 13.3 2016
Intel Dual Band Wireless-AC 8260
510 MBit/s ∼95% -5%
Lenovo Ideapad 310-15IKB
Intel Dual Band Wireless-AC 3165
285 MBit/s ∼53% -47%
Dell Latitude 14 3470
Atheros AR5BWB222 Wireless Network Adapter
143 MBit/s ∼27% -73%

Sicherheit

Swipe-Fingerprint-Sensor
Swipe-Fingerprint-Sensor

Als Business-Gerät verfügt das Probook 450 G4 über eine Reihe an Sicherheits-Features. Zu nennen wäre da natürlich der in der Handballenauflage integrierte Fingerprint-Sensor. Dabei handelt es sich noch um einen sogenannten Swipe Reader, man muss also den Finger über den Reader ziehen. Bei moderneren, teureren sogenannten "Touch Readern" muss man einfach nur den Finger auf den Reader legen, um das System zu entriegeln. Im Test hat der verbaute Reader wenig zuverlässig gearbeitet, nach dem Aufwachen funktionierte er oft schlicht einfach nicht. Außerdem fehlte eine Status-LED, die anzeigt, wenn der Reader bereit zum Einscannen ist.

Des Weiteren sind im BIOS verschiedene Sicherheits-Features verfügbar. Beispielsweise bietet das Probook 450 G4 TPM 2.0 und verschiedene BIOS-Passwörter, mit denen sich das Gerät sichern lässt. Auch scheint Computrace, ein Diebstahlschutz von Absolute, im BIOS als Option verfügbar zu sein. Zuletzt ist noch der vorhandene Kensington-Lock-Slot zu erwähnen.

Zubehör

HP legt beim ProBook keinerlei Zubehör bei. Da das Gerät über keinen dedizierten Docking-Anschluss verfügt, gibt es auch optional keine gerätespezifischen Docks. Lediglich USB-Docks sind möglich. Bei USB-Typ-C-Docks ist zu beachten, dass die Docks das Gerät nicht laden können und auch kein natives DisplayPort-Video-Signal hätten.

Wartung

Um an die Komponenten des Testgeräts zu gelangen, ist die große Wartungsklappe an der Unterseite zu öffnen. Dafür ist es notwendig, sowohl eine Schraube zu öffnen als auch mehrere Clips zu lösen.

Hat man dieses Hindernis überwunden, dann erhält man Zugang zu verschiedenen Komponenten: die beiden RAM-Slots, von denen einer belegt ist, die 2,5-Zoll-Festplatte sowie die 2280-M.2-SSD und auch die Netzwerkkarte. Möchte man das DVD-Laufwerk tauschen, muss man auch die Wartungsklappe abnehmen - die zu lösende Schraube sitzt nämlich darunter.

Das ProBook bietet somit die grundsätzlichen Wartungsmöglichkeiten, die man von einem Business-Gerät auch erwarten kann. Schwierig wird es hingegen, wenn man den Lüfter reinigen, die Wärmeleitpaste austauschen oder den Akku wechseln möchte, dafür ist eine weitgehende Demontage der Base Unit vonnöten. Möchte man diese Operationen angehen, dann sollte man sich am besten das Service-Manual zu Gemüte führen.

Blick auf die "Innereien" des ProBook 450 G4
Blick auf die "Innereien" des ProBook 450 G4

Garantie

Standardmäßig verfügt das Modell Probook 450 G4 über 1 Jahr Garantie, was 1 Jahr Garantie auf den integrierten Akku mit einschließt. Für etwa 130 Euro kann man bei HP die Garantie auf 3 Jahre mit Vor-Ort-Service verlängern.

Eingabegeräte

Tastatur

Das ProBook 450 G4 kommt mit einer Tastatur in voller Breite, also mit dediziertem Nummern-Block, daher. Das ist heutzutage bei vielen 15,6-Zoll-Notebooks so üblich, hat allerdings auch zur Folge, dass die Tastatur insgesamt nach links verschoben ist. Ob man sich daran stört oder nicht, ist Geschmackssache – die einen Nutzer verfluchen den Nummernblock, die anderen lieben ihn.

Die Tastatur ist in einem 6-reihigen Layout ausgeführt, und die Tasten sind im "Chiclet"-Stil gehalten. Fast alle Tasten haben ihre volle Größe, anzumerken sind lediglich die linke Shift-Taste, die leider etwas kleiner ausfällt, sowie die Pfeiltasten. Die sind bei allen HP Laptops ein leidiges Thema, denn die vertikalen Pfeiltasten sind auch hier sehr klein und zusammengequetscht.

Vom Tippgefühl her ist die Tastatur ordentlich: nicht zu weich, nicht zu hart, angemessener Hub. Vieltipper werden mit der Tastatur gut zurechtkommen, auch wenn höherklassige Business-Geräte oft mit noch besseren Klaviaturen ausgestattet sind. Diese haben auch oft eine Tastaturbeleuchtung von unten, die dem ProBook fehlt.

6-reihige Chiclet-Tastatur mit Numblock
6-reihige Chiclet-Tastatur mit Numblock

Touchpad

Das TouchPad des Testgeräts ist verhältnismäßig groß, vor allem in der Horizontalen. Es handelt sich um ein sogenanntes ClickPad, also ein TouchPad, das über eine in die Oberfläche integrierte Klick-Mechanik verfügt. Damit unterscheidet sich das ProBook 450 G4 an dieser Stelle von seinem Vorgänger 450 G3; dieser hatte noch ein TouchPad mit dedizierten Tasten verbaut. Damit ist es dem neueren Modell in dieser Hinsicht überlegen: Zwar ist hier auf jeden Fall nicht die schlechteste Klick-Mechanik aller Zeiten verbaut, an die Präzision von dedizierten Tasten reicht diese allerdings nicht heran. Es gibt einen spürbaren Qualitätsunterschied zu hochwertigeren ClickPads, bei denen der Klick etwas definierter ist und die Oberfläche zudem nicht so wackelt, wie es beim Testgerät der Fall ist.

Die Oberfläche des Touchpads besteht aus Kunststoff. Auch das steht im Kontrast zu vielen teuren Notebooks, bei denen oftmals Glas verwendet wird. Die Oberfläche ist etwas aufgeraut, der Widerstand ist dennoch gering genug, als dass der Finger relativ gut auf der Oberfläche gleiten kann. Das Touchpad entspricht Microsofts Präzions-Touchpad-Standard. Deshalb überrascht es kaum, das Scrolling, Gesten und Zoomen mit dem Touchpad einwandfrei funktioniert - fast so, als ob man einen modernen Touchscreen nutzt. Hier könnte es Microsoft vielleicht endlich gelingen, einen Touchpad-Standard zu etablieren, der den Mac Touchpads schon fast nahekommt. Gerade wenn man die verbesserten Treiber mit einem Glass-Touchpad verbindet. Das ist hier nicht der Fall, dennoch kann man über die Funktionsweise des TouchPads nichts Negatives sagen. Lediglich die Haptik ist nicht ganz auf Top-Niveau.

Einen Trackpoint-artigen Pointing-Stick bietet das ProBook nicht. Das ist bei günstigen Business-Geräten zwar auch nicht unbedingt zu erwarten, schön wäre es aber dennoch.

großes Kunststoff-ClickPad
großes Kunststoff-ClickPad

Display

Pixelraster
Pixelraster

Kommen wir zum größten Schwachpunkt des ProBook 450 G4, zum Display. Der Hersteller bietet das Probook 450 G4 mit drei verschiedenen 15,6-Zoll-Display-Optionen an: HD (1.366 x 768) ohne Touch, HD mit Touch oder FHD (1.920 x 1.080) ohne Touch. Die Display-Optionen ohne Touch sind jeweils matt, der Touchscreen ist dagegen glänzend. In unserem Modell ist die wohl nominell beste Option verbaut: das FHD-Display. Leider teilt sich dieses eine ganz entscheidende Schwäche mit den HD-Optionen: Alle verbauten Displays basieren auf der veralteten TN-Technologie.

Die Helligkeitswerte des Displays kann man gerade noch so als akzeptabel bezeichnen: maximal 220 cd/m² und durchschnittlich 200 cd/m², damit bewegt man sich schon deutlich im unteren Bereich für heutige Displays. Die Ausleuchtung ist mit 77 % auch suboptimal, subjektiv sind allerdings keine Abschattungen aufgefallen. Genauso wenig zeigt das Display Backlight Bleeding, das ist bei TN-Displays allerdings auch normal. Mit einer Pulsweitenmodulation von 50 Hz bei weniger als 40 % Helligkeit ist das Display für empfindliche Personen in dunklen Räumen kaum benutzbar.

Im Vergleich mit den Konkurrenzgeräten haben die beiden Dell Geräte das Nachsehen, da sie nicht nur auch mit TN-Displays, sondern ebenso mit niedriger aufgelösten HD-Displays ausgestattet sind. Die beiden Lenovo ThinkPads haben dank FHD-IPS-Display dagegen deutlich die Nase vorn in allen Kategorien, mit Ausnahme des Farbraums.

226
cd/m²
205
cd/m²
198
cd/m²
203
cd/m²
214
cd/m²
180
cd/m²
201
cd/m²
206
cd/m²
175
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Chi Mei CMN15C4
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 226 cd/m² Durchschnitt: 200.9 cd/m² Minimum: 10 cd/m²
Ausleuchtung: 77 %
Helligkeit Akku: 214 cd/m²
Kontrast: 498:1 (Schwarzwert: 0.43 cd/m²)
ΔE Color 10.68 | 0.6-29.43 Ø6
ΔE Greyscale 11.32 | 0.64-98 Ø6.2
59% sRGB (Argyll 3D) 38% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.26
HP ProBook 450 G4 Y8B60EA
Chi Mei CMN15C4, , 1920x1080, 15.6
Lenovo ThinkPad E560-20EWS00000
Lenovo LP156WF6-SPK2, , 1920x1080, 15.6
Lenovo ThinkPad L560-20F10026GE
LG LP156WF6-SPK1, , 1920x1080, 15.6
Dell Latitude 15-3570
LG Philips LGD04AF / 156WHU, , 1366x768, 15.6
Dell Latitude 15 E5570
LG Philips 156WHU, , 1366x768, 15.6
HP ProBook 450 G3
AU Optronics, , 1920x1080, 15.6
Response Times
25%
15%
2%
9%
13%
Response Time Grey 50% / Grey 80% *
51 (23, 28)
38.4 (13.2, 25.2)
25%
39.2 (18.8, 20.4)
23%
37 (13, 24)
27%
47 (22, 25)
8%
41.2 (22.4, 18.8)
19%
Response Time Black / White *
30 (10, 20)
22.4 (6.4, 16)
25%
28 (12.4, 15.6)
7%
37 (20, 17)
-23%
27 (10, 17)
10%
28 (10, 18)
7%
PWM Frequency
50 (40)
Bildschirm
27%
22%
-11%
2%
5%
Helligkeit Bildmitte
214
257
20%
262
22%
202
-6%
228
7%
211
-1%
Brightness
201
234
16%
250
24%
211
5%
236
17%
214
6%
Brightness Distribution
77
83
8%
92
19%
88
14%
90
17%
91
18%
Schwarzwert *
0.43
0.27
37%
0.29
33%
0.62
-44%
0.56
-30%
0.43
-0%
Kontrast
498
952
91%
903
81%
326
-35%
407
-18%
491
-1%
DeltaE Colorchecker *
10.68
7.16
33%
8.49
21%
12.35
-16%
10.02
6%
9.25
13%
Colorchecker DeltaE2000 max. *
18.07
17.99
-0%
19.9
-10%
15.93
12%
DeltaE Graustufen *
11.32
6.28
45%
8.11
28%
13.46
-19%
10.66
6%
9.83
13%
Gamma
2.26 97%
2.44 90%
2.37 93%
2.44 90%
2.48 89%
2.82 78%
CCT
12204 53%
6806 96%
6300 103%
15217 43%
11800 55%
10890 60%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
38
36.6
-4%
37.07
-2%
39
3%
39
3%
36.4
-4%
Color Space (Percent of sRGB)
59
57.3
-3%
57.94
-2%
61
3%
61
3%
57.3
-3%
Durchschnitt gesamt (Programm / Settings)
26% / 27%
19% / 21%
-5% / -8%
6% / 3%
9% / 6%

* ... kleinere Werte sind besser

sRGB: 59 %
sRGB: 59 %
AdobeRGB: 38 %
AdobeRGB: 38 %

Das Panel bietet einen schwachen Kontrast von knapp 500:1. Schwarz wirkt nicht wie Schwarz, sondern wie ein dunkles Grau. Subjektiv kann die Bildqualität auf jeden Fall nicht überzeugen - das Bild wirkt lasch und trotz einigermaßen hoher Auflösung zudem nicht ganz scharf.

Ab Werk hat das Display einen starken Blaustich. Dieser lässt sich mit einer Kalibrierung beseitigen. Doch auch mit Kalibrierung sollte man Bildbearbeitung lieber schnell vergessen: Mit lediglich 59 % sRGB ist das Display dafür viel zu farbschwach. Dieses Display ist wirklich nur für Anspruchslose geeignet.

Outdoor-Nutzung (bewölkt)
Outdoor-Nutzung (bewölkt)

Dank der matten Oberfläche lässt sich das Display auch draußen verwenden. Das gilt allerdings nur, so lange es bewölkt ist. Ansonsten ist das Display leider ein wenig zu dunkel - 200 cd/m² sind einfach nicht genug für die sorglose Nutzung im Freien. Auch in anderen, hellen Umgebungen (z. B. im Zug) könnte man mit dem Display Probleme haben, wenn die Sonne rauskommt.

Saturierung
Saturierung
Grauwerte
Grauwerte
Farben
Farben

Reaktionszeiten (Response Times) des Displays

Die Reaktionszeiten (Response Times) beschreiben wie schnell zwischen zwei Farben eines Pixels umgeschaltet werden kann. Langsame Response Times können zu einer verschwommenen Darstellung, Schlieren und Geisterbilder führen. Besonders bei schnellen 3D-Spielen sind kurze Umschaltzeiten wichtig.
       Reaktionszeiten Schwarz zu Weiss
30 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 10 ms steigend
↘ 20 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.8 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 73 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten schlechter als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (24.9 ms).
       Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau
51 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 23 ms steigend
↘ 28 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.9 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 85 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten schlechter als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (39.6 ms).

Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)

Eine günstige Methode um die Helligkeit eines Bildschirms zu steuern, ist die Beleuchtung periodisch ein- und auszuschalten. Dies nennt sich PWM (Pulsweitenmodulation) Diese Umschaltung sollte mit einer hohen Frequenz stattfinden damit das menschliche Auge kein Flimmern wahrnimmt. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, kann dies zu Ermüdungserscheinungen, Augenbrennen, Kopfweh und auch sichtbaren Flackern führen.
Flackern / PWM festgestellt 50 Hz ≤ 40 % Helligkeit

Das Display flackert mit 50 Hz (höchstwahrscheinlich durch Pulsweitenmodulation PWM) bei einer eingestellten Helligkeit von 40 % und darunter. Darüber sollte es zu keinem Flackern kommen.

Die Frequenz von 50 Hz ist sehr gering und daher kann es bei allen Usern zu sichtbaren Flackern, brennenden Augen oder Kopfweh kommen.

Im Vergleich: 51 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 9266 (Minimum 43, Maximum 142900) Hz.

Typisch für ein TN-Display sind die Blickwinkel miserabel, es handelt sich um ein TN-Display der schlechtesten Sorte. Selbst sehr günstige IPS-Panels sind meilenweit besser, schon bei geringfügiger Abweichung invertieren die Farben.

Blickwinkel HP ProBook 450 G4
Blickwinkel HP ProBook 450 G4

Leistung

Über mangelnde Konfigurationsvielfalt kann man sich beim Testgerät sicherlich nicht beschweren: Aktuell gibt es neun Konfigurationen in Deutschland. Die günstigste kostet etwa 600 Euro, die teuerste Konfiguration, die unserem Testgerät entspricht, kostet mindestens 985 Euro. Damit befindet man sich noch nicht ganz im High-End-Bereich des Laptop-Marktes, aber man kann auf jeden Fall von gehobener Mittelklasse sprechen.

Bei den CPUs ist man aktuell auf zwei Modelle eingeschränkt, mehr Auswahl gibt es vermutlich erst 2017. Erhältlich sind der i5-7200U sowie der einzige bisher verfügbar i7-Prozessor der Kaby-Lake-Generation, der i7-7500U. Von der GPU her hat man die Wahl zwischen der integrierten Intel HD 620 sowie einer dedizierten GPU von Nvidia, der GeForce 930MX.

Was die Speichermedien angeht bietet das ProBook 450 G4 eine große Vielfalt: Das günstigste Modell ist ausschließlich mit einer 256-GB-SSD ausgestattet, andere Modelle mit 500-GB-Festplatten. Im oberen Preisbereich ist sowohl eine 256-GB- als auch eine 500-GB-HDD verbaut, das teuerste Modell hat statt der 500-GB- eine 1-TB-HDD im Gepäck.

Die günstigsten Konfigurationen kommen mit lediglich 4 GB RAM daher, die teuersten dagegen mit 8 GB. Es handelt sich um DDR4-2133-Speicher, und ein Speicherslot ist frei. Maximal kann der Speicher wohl auf bis zu 32 GB aufgerüstet werden, indem man teure 16-GB-Module einbaut.

HWInfo
HWInfo
CPU-Z
CPU-Z
GPU-Z Intel HD 620
GPU-Z Intel HD 620
LatencyMon
LatencyMon

Prozessor

Da es sich, wie schon erwähnt, um das Topmodell handelt, ist selbstverständlich der Core i7-7500U verbaut. Bei diesem handelt es sich um eine CPU mit einer TDP von 15 W, also eine Low-Voltage-CPU. Diese CPU-Klasse war früher vor allem für Ultrabooks gedacht, wird jedoch mittlerweile standardmäßig bei den meisten Laptops verbaut. Der i7-7500U ist ein Dual-Core-Prozessor und verfügt über Hyper-Threading sowie Intel Turboboost. Der Grundtakt der CPU liegt bei 2,7 GHz, maximal kann sie mit bis zu 3,5 GHz arbeiten.  

Im Cinebench Test kann das System den vollen Turbo von 3,4 GHz (Multi-Core) für etwa eine Minute vollständig ausnutzen. Dabei überschreitet die CPU die TDP-Schwelle von 15 W. Nach einer Minute sinkt der Takt auf 3,2 GHz, da die TDP-Limitierung auf 15 W jetzt in Effekt tritt. Es handelt sich nicht um Throttling, da der Grundtakt von 2,7 GHz niemals unterschritten wird, sondern um ganz normales Verhalten bei 15-W-i7-CPUs. Dieses kann lediglich durch eine Anhebung der TDP auf 25 W umgangen werden - durch diese Maßnahme könnte die CPU die vorhandenen Reserven ideal ausnutzen. Temperaturbedingtes Throttling liegt nicht vor. Im Single-Core-Test, bei dem die CPU sowieso bei weniger als 15 W bleibt, kann der Maximaltakt von 3,5 GHz dauerhaft gehalten werden.

Auch so überzeugt der i7-7500U von der Geschwindigkeit her durchaus. Im Vergleich zu den älteren Konkurrenzgeräten, die alle noch mit Skylake ausgestattet sind, kann das System insbesondere im Single-Core-Test davonziehen, aber auch im Multi-Core-Test liegt es immer noch 10 % vor dem Core i7-6500U und 18 % vor dem Core i5-6200U.

Im Akkubetrieb erreichte das Testgerät nur 299 Punkte im Multi-Core-Test. Damit ist eine deutliche Leistungsreduzierung im Akkubetrieb festzustellen. Tatsächlich scheint der Turbo deaktiviert zu sein, die CPU verbleibt in diesem Fall bei 2,7 GHz.

Cinebench R15
CPU Single 64Bit
HP ProBook 450 G4 Y8B60EA
Intel Core i7-7500U
146 Points ∼67%
Lenovo ThinkPad E560-20EWS00000
Intel Core i7-6500U
124 Points ∼57% -15%
Dell Latitude 15 E5570
Intel Core i5-6300U
124 Points ∼57% -15%
Lenovo ThinkPad L560-20F10026GE
Intel Core i5-6200U
116 Points ∼53% -21%
Dell Latitude 15-3570
Intel Core i5-6200U
116 Points ∼53% -21%
CPU Multi 64Bit
HP ProBook 450 G4 Y8B60EA
Intel Core i7-7500U
355 Points ∼8%
Lenovo ThinkPad E560-20EWS00000
Intel Core i7-6500U
319 Points ∼7% -10%
Dell Latitude 15 E5570
Intel Core i5-6300U
310 Points ∼7% -13%
Lenovo ThinkPad L560-20F10026GE
Intel Core i5-6200U
290 Points ∼7% -18%
Dell Latitude 15-3570
Intel Core i5-6200U
290 Points ∼7% -18%
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
47.19 fps
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
99.6 %
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
355 Points
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
146 Points
Hilfe

System Performance

Im PCMark 8 Test kann sich das ProBook im Work-Test an die Spitze setzten, im Home-Test fällt es aber interessanterweise zurück. Die einzige Konstante in beiden Benchmarks: Das nur mit einer HDD ausgestattete L560 ist das Schlusslicht.

An der gefühlten Arbeitsgeschwindigkeit gibt es nichts zu bemängeln: Das System fühlt sich immer schnell an, Denkpausen gibt es kaum.

PCMark 8
Work Score Accelerated v2
HP ProBook 450 G4 Y8B60EA
GeForce 930MX, 7500U, SanDisk SD8SNAT256G1002
4725 Points ∼73%
Lenovo ThinkPad E560-20EWS00000
Radeon R7 M370, 6500U, Samsung CM871 MZ7LF192HCGS
4650 Points ∼71% -2%
Dell Latitude 15-3570
HD Graphics 520, 6200U, Samsung CM871 MZNLF128HCHP
4477 Points ∼69% -5%
Dell Latitude 15 E5570
HD Graphics 520, 6300U, Samsung SSD PM871 MZ7LN128HCHP
4301 Points ∼66% -9%
Lenovo ThinkPad L560-20F10026GE
HD Graphics 520, 6200U, WDC Slim WD10SPCX-21KHST0
3861 Points ∼59% -18%
Home Score Accelerated v2
Lenovo ThinkPad E560-20EWS00000
Radeon R7 M370, 6500U, Samsung CM871 MZ7LF192HCGS
3595 Points ∼59% +14%
Dell Latitude 15-3570
HD Graphics 520, 6200U, Samsung CM871 MZNLF128HCHP
3337 Points ∼55% +6%
Dell Latitude 15 E5570
HD Graphics 520, 6300U, Samsung SSD PM871 MZ7LN128HCHP
3282 Points ∼54% +4%
HP ProBook 450 G4 Y8B60EA
GeForce 930MX, 7500U, SanDisk SD8SNAT256G1002
3163 Points ∼52%
Lenovo ThinkPad L560-20F10026GE
HD Graphics 520, 6200U, WDC Slim WD10SPCX-21KHST0
2886 Points ∼47% -9%
PCMark 8 Home Score Accelerated v2
3163 Punkte
PCMark 8 Work Score Accelerated v2
4725 Punkte
Hilfe

Massenspeicher

HDTune-Toshiba-Festplatte mit 1 TB
HDTune-Toshiba-Festplatte mit 1 TB

HP verbaut zwei Speichermedien: einmal eine 256-GB-SSD von SanDisk mit der Modellnummer SD8SNAT256G1002 sowie eine Festplatte von Toshiba (MQ01ABD100) mit einer Kapazität von einem Terrabyte. Da die SSD das hauptsächliche Speichermedium ist, da das Betriebssystem auf dem Flash-Speicher liegt, werden wir zur Festplatte nicht viel sagen. Rechts befindet sich ein Screenshot des HDTune Bechmarks zur HDD.

Bei der SSD handelt es sich um eine SATA-III-SSD. In den Spezifikationen des ProBooks wird NVMe nicht erwähnt, daher ist davon auszugehen, dass das ProBook diesen Standard auch nicht beherrscht, dasselbe gilt für die Konkurrenzgeräte aber auch. Im AS-SSD-Benchmark schneidet die SSD mittelmäßig ab: Zwar ist sie schneller als die sehr langsame Samsung CM871 SSDs im ThinkPad E560 und Latitude 3570; die PM871, die eigentlich nicht zu den schnellsten SSDs gehört, ist aber schon deutlich schneller. NVMe SSDs muss man da gar nicht erst ins Feld führen, diese sind natürlich nochmal deutlich flinker.

HP ProBook 450 G4 Y8B60EA
SanDisk SD8SNAT256G1002
Lenovo ThinkPad E560-20EWS00000
Samsung CM871 MZ7LF192HCGS
Dell Latitude 15-3570
Samsung CM871 MZNLF128HCHP
Dell Latitude 15 E5570
Samsung SSD PM871 MZ7LN128HCHP
AS SSD
-27%
-35%
26%
Access Time Write *
0.159
0.112
30%
0.188
-18%
0.07
56%
Access Time Read *
0.141
0.171
-21%
0.14
1%
0.114
19%
4K-64 Write
195.5
33.55
-83%
19.37
-90%
82.71
-58%
4K-64 Read
137.12
83.88
-39%
81.84
-40%
356.09
160%
4K Write
73.41
34.46
-53%
21.57
-71%
91.11
24%
4K Read
17.96
17.2
-4%
17.25
-4%
29.68
65%
Seq Write
315.86
161.97
-49%
130.02
-59%
146.2
-54%
Seq Read
493.84
497.13
1%
489.1
-1%
488.47
-1%

* ... kleinere Werte sind besser

SanDisk SD8SNAT256G1002
CDM 5/6 Read Seq Q32T1: 542.2 MB/s
CDM 5/6 Write Seq Q32T1: 347.1 MB/s
CDM 5/6 Read 4K Q32T1: 139 MB/s
CDM 5/6 Write 4K Q32T1: 258.9 MB/s
CDM 5 Read Seq: 362.2 MB/s
CDM 5 Write Seq: 328.4 MB/s
CDM 5/6 Read 4K: 18.53 MB/s
CDM 5/6 Write 4K: 76.41 MB/s

Grafikkarte

GPU-Z Nvidia GeForce 930MX
GPU-Z Nvidia GeForce 930MX

Genau wie beim Storage verbaut HP zweierlei Grafikkarten: Einmal die iGPU Intel HD 620, die standardmäßig bei allen U-CPUs der Kaby-Lake-Generation dabei ist. Diese ist im Optimus-Verbund mit der dedizierten GeForce 930MX verbaut, die 2-GB-DDR3-Speicher mit sich führt.

Bei der 930MX handelt es sich um eine Grafiklösung der unteren Mittelklasse. Wie sich im 3DMark Benchmark zeigt, ist sie deutlich schneller als die integrierte Intel HD 520 GPU der Skylake Generation, dasselbe kann man auch im Vergleich zur neueren HD 620 sagen. Die AMD Radeon R7 M370 im ThinkPad E560 ist aber geringfügig schneller.

Anders als bei der CPU lässt sich beim Grafikchip keine Leistungsreduzierung im Akkubetrieb feststellen.

3DMark 11 - 1280x720 Performance GPU
Lenovo ThinkPad E560-20EWS00000
AMD Radeon R7 M370, Intel Core i7-6500U
2522 Points ∼5% +21%
HP ProBook 450 G4 Y8B60EA
NVIDIA GeForce 930MX, Intel Core i7-7500U
2092 Points ∼4%
Dell Latitude 15 E5570
Intel HD Graphics 520, Intel Core i5-6300U
1296 Points ∼3% -38%
Dell Latitude 15-3570
Intel HD Graphics 520, Intel Core i5-6200U
1273 Points ∼2% -39%
Lenovo ThinkPad L560-20F10026GE
Intel HD Graphics 520, Intel Core i5-6200U
1225 Points ∼2% -41%
HP ProBook 450 G3
Intel HD Graphics 520, Intel Core i5-6200U
1165 Points ∼2% -44%
3DMark
1920x1080 Fire Strike Graphics
Lenovo ThinkPad E560-20EWS00000
AMD Radeon R7 M370, Intel Core i7-6500U
1760 Points ∼4% +8%
HP ProBook 450 G4 Y8B60EA
NVIDIA GeForce 930MX, Intel Core i7-7500U
1637 Points ∼4%
Dell Latitude 15 E5570
Intel HD Graphics 520, Intel Core i5-6300U
762 Points ∼2% -53%
Lenovo ThinkPad L560-20F10026GE
Intel HD Graphics 520, Intel Core i5-6200U
652 Points ∼2% -60%
HP ProBook 450 G3
Intel HD Graphics 520, Intel Core i5-6200U
608 Points ∼1% -63%
1280x720 Cloud Gate Standard Graphics
Lenovo ThinkPad E560-20EWS00000
AMD Radeon R7 M370, Intel Core i7-6500U
10288 Points ∼6% +13%
HP ProBook 450 G4 Y8B60EA
NVIDIA GeForce 930MX, Intel Core i7-7500U
9122 Points ∼5%
Dell Latitude 15 E5570
Intel HD Graphics 520, Intel Core i5-6300U
6586 Points ∼4% -28%
Lenovo ThinkPad L560-20F10026GE
Intel HD Graphics 520, Intel Core i5-6200U
6126 Points ∼3% -33%
Dell Latitude 15-3570
Intel HD Graphics 520, Intel Core i5-6200U
5909 Points ∼3% -35%
HP ProBook 450 G3
Intel HD Graphics 520, Intel Core i5-6200U
5800 Points ∼3% -36%
3DMark 11 Performance
2248 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
6908 Punkte
3DMark Fire Strike Score
1454 Punkte
Hilfe

Gaming Performance

Wie schon erwähnt: Die 930MX ist eine GPU der unteren Mittelklasse. Dementsprechend ist sie auch ungeeignet dafür, die modernsten Titel in hoher Auflösung und Qualität darzustellen. Ältere Spiele sind dagegen teilweise auch mit mittleren Details und sogar der FHD-Auflösung möglich, die GPU ist auf jeden Fall deutlich spieletauglicher als die Intel HD 620.

Ein Spielchen nach der Arbeit sollte mit dem ProBook 450 G4 schon möglich sein - allerdings eher ein älteres Strategiespiel. Wer den neuesten Shooter spielen möchte, sollte sich lieber in einer anderen Kategorie an Notebooks umgucken.

min. mittel hoch max.
BioShock Infinite (2013) 94.78 51.19 41.77 14.42 fps
Company of Heroes 2 (2013) 37.29 29.32 17.58 fps
Rise of the Tomb Raider (2016) 35.28 19.58 fps

Emissionen

Geräuschemissionen

Das Probook 450 G4 ist ein überaus leises Gerät - wenn man es rein nach dem Lüfter beurteilt. Leider hat es auch eine Festplatte verbaut, die selbst im Idle ein dauerhaftes Rauschen erzeugt. Wäre dieses nicht vorhanden, könnte das Notebook fast lautlos laufen.

Das Ergebnis von 38.9 dB(A) im Last-Test ist sehr gut vertretbar. Zwar ist der Lüfter gut hörbar in diesem Fall, aber noch nicht störend.

dB(A) 0102030405060708090Deep BassMiddle BassHigh BassLower RangeMidsHigher MidsLower HighsMid HighsUpper HighsSuper Highs2043.539.240.242.832.843.52539.440.439.736.535.339.43136.734.433.633.332.436.74035.231.932.43532.135.25032.631.231.9333332.66332.330.630.831.43332.38032.231.330.63129.632.210033.232.532.432.628.633.212528.127.627.427.126.928.116031.52929.730.225.731.520027.926.42626.526.427.925027.426.425.225.723.527.43152726.225.225.923.82740025.624.923.924.32225.650026.125.12323.421.526.163025.825.322.722.521.425.880027.32722.122.420.827.3100028.728.720.921.319.928.7125028.328.520.220.919.228.3160030.630.820.8211930.620003131.319.519.918.731250027.127.319.119.618.627.1315024.324.418.919.218.424.340002222.118.819.218.522500020.820.818.618.818.320.8630019.519.618.418.818.319.5800019.118.918.618.818.319.11000018.818.718.318.418.218.81250019.118.419.8191819.11600019.918.618.418.818.119.9SPL38.938.932.63331.638.9N32.91.91.91.73median 27median 26.2median 20.8median 21median 19.2median 27Delta2.73.53.232.62.7hearing rangehide median Fan NoiseHP ProBook 450 G4 Y8B60EA

Lautstärkediagramm

Idle
32.6 / 32.6 / 33 dB(A)
DVD
37.8 / dB(A)
Last
38.9 / 38.9 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   Audix TM1, Arta (aus 15 cm gemessen)   Umgebungsgeräusche: 31.6 dB(A)

Temperatur

Stresstest mit Prime95 und Furmark
Stresstest mit Prime95 und Furmark

In der normalen Nutzung bleibt das Testgerät immer kühl. Das verwundert kaum angesichts der sparsamen Hardware. Im Last-Test wird lediglich die linke obere Ecke bzw. der linke Bereich der Tastatur etwas wärmer. 46 °C wird maximal an der Unterseite erreicht, das kann man zwar schon als unangenehm bezeichnen, aber es ist noch nicht bedenklich. Zumal es, wie gesagt, nur im wenig praxisrelevanten Stresstest erreicht wird.

Für diesen Stresstest lassen wir FurMark und Prime95 für eine längere Zeit nebeneinander laufen. Dabei ist festzustellen, das HP jedwedes Throttling vermeiden kann: Zwar taktet die CPU von Anfang an mit ihrem Grundtakt von 3,1 GHz, dieser kann aber konstant gehalten werden und wird zu keinem Zeitpunkt unterschritten. Die Temperaturen an der CPU erreichen dabei maximal 99 °C, was sehr nahe an der Notabschaltung liegt. Hier hat sich HP für höhere Temperaturen entschieden statt für Throttling. Zu erwähnen ist, dass der Lüfter relativ leise arbeitet bei Last. Wenn dieser schneller laufen würde, dann könnte das System vermutlich kühler laufen. Ein direkt nach Ende des Stresstests durchgeführter Cinebench Test führte zu einem niedrigeren Ergebnis von 336 Punkten, da die CPU bei 3,1 GHz bleibt. Nachdem das System nach ein paar Minuten runtergekühlt ist, kann es in einem weiteren Cinebench Durchlauf am Anfang wieder ganz normal mit 3,4 GHz takten und erreicht mit 350 Punkten erneut etwa das normale Ergebnis.

Max. Last
 41.4 °C30.5 °C24 °C 
 41 °C44.3 °C23.2 °C 
 24.6 °C23.5 °C23.4 °C 
Maximal: 44.3 °C
Durchschnitt: 30.7 °C
23.5 °C26.7 °C46.3 °C
23.4 °C34.4 °C40 °C
23.5 °C24 °C24.4 °C
Maximal: 46.3 °C
Durchschnitt: 29.6 °C
Netzteil (max.)  44.1 °C | Raumtemperatur 21.5 °C | FIRT 550-Pocket
(+) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 30.7 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Office v7 auf 29.5 °C.
(±) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 44.3 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 34 °C (von 21.2 bis 62.5 °C für die Klasse Office v7).
(-) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 46.3 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 36.5 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 25.6 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 29.5 °C.
(+) Die Handballen und der Touchpad-Bereich sind mit gemessenen 24.7 °C kühler als die typische Hauttemperatur und fühlen sich dadurch kühl an.
(+) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 28.1 °C (+3.4 °C).
Tastaturbereich Idle
Tastaturbereich Idle
Unterseite Idle
Unterseite Idle
Tastaturbereich Last
Tastaturbereich Last
Unterseite Last
Unterseite Last

Lautsprecher

Die Lautsprecher geben einen für Notebook-Lautsprecher typischen Sound aus: kein Bass, wenig Volumen, eher blechern. Für die Not sind sie ausreichend, wenn man guten Sound will, sollte man auf jeden Fall Gebrauch von einer externen Soundanlage oder Kopfhörern machen.

dB(A) 0102030405060708090Deep BassMiddle BassHigh BassLower RangeMidsHigher MidsLower HighsMid HighsUpper HighsSuper Highs204132.8412538.535.338.53136.832.436.84037.532.137.550383338633933398039.829.639.810039.128.639.11254226.94216043.125.743.120045.526.445.525048.123.548.131556.823.856.840059.72259.750060.221.560.263061.621.461.680060.220.860.2100064.219.964.2125064.619.264.6160060.91960.9200064.218.764.2250069.718.669.7315062.618.462.6400066.618.566.6500071.618.371.6630071.318.371.3800067.918.367.91000069.318.269.31250063.11863.11600054.618.154.6SPL7931.679N43.61.743.6median 61.6median 19.2median 61.6Delta5.62.65.635.335.132.931.831.83236.535.132.428.93328.936.328.848.32761.52752.924.860.92462.822.763.32269.521.267.82174.82075.919.472.718.97117.770.117.86917.671.817.668.117.671.417.673.717.670.417.571.617.671.617.669.617.459.717.583.630.662.51.5median 69.6median 17.84.62.4hearing rangehide median Pink NoiseHP ProBook 450 G4 Y8B60EAApple MacBook 12 (Early 2016) 1.1 GHz
HP ProBook 450 G4 Y8B60EA Audio Analyse

(±) | Mittelmäßig laut spielende Lautsprecher (72 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(-) | kaum Bass - 15.8% niedriger als der Median
(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (7.2% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(+) | ausgeglichene Mitten, vom Median nur 1.7% abweichend
(+) | lineare Mitten (5.2% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(±) | zu hohe Hochtöne, vom Median nur 6.9% abweichend
(±) | durchschnittlich lineare Hochtöne (9% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(±) | hörbarer Bereich ist durchschnittlich linear (16.9% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 21% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 7% vergleichbar, 72% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 8%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 51%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 23% aller getesteten Geräte waren besser, 7% vergleichbar, 70% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.1 GHz Audio Analyse

(+) | Die Lautsprecher können relativ laut spielen (83.6 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(±) | abgesenkter Bass - 11.3% geringer als der Median
(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (14.2% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(+) | ausgeglichene Mitten, vom Median nur 2.4% abweichend
(+) | lineare Mitten (5.5% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(+) | ausgeglichene Hochtöne, vom Median nur 2% abweichend
(+) | sehr lineare Hochtöne (4.5% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(+) | hörbarer Bereich ist sehr linear (9.3% Abstand zum Median
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 1% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 1% vergleichbar, 97% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 8%, durchschnittlich ist 20%, das schlechteste Gerät hat 50%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 1% aller getesteten Geräte waren besser, 1% vergleichbar, 98% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Frequenzdiagramm im Vergleich (Checkboxen oben an-/abwählbar!)

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Beim Stromverbrauch sind die Vergleichsgeräte ohne dedizierte GPU vor allem unter Last deutlich stromsparender. Dabei schneiden die Dell Latitudes am besten ab, vermutlich dank dem niedriger aufgelösten Display. Das mit einer AMD GPU ausgestattete ThinkPad E560 hingegen frisst unter Last am meisten Strom.

Anders sieht es beim Idle-Test aus: Hier gewinnt das ProBook 450 G4 beim Durchschnittswert, beim Maximalwert liegt es dagegen oberhalb der Konkurrenz.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.19 / 0.52 Watt
Idledarkmidlight 3.8 / 6.6 / 11.3 Watt
Last midlight 38 / 45 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Metrahit Energy
HP ProBook 450 G4 Y8B60EA
7500U, GeForce 930MX, SanDisk SD8SNAT256G1002, TN LED, 1920x1080, 15.6
Lenovo ThinkPad E560-20EWS00000
6500U, Radeon R7 M370, Samsung CM871 MZ7LF192HCGS, IPS-Panel, 1920x1080, 15.6
Lenovo ThinkPad L560-20F10026GE
6200U, HD Graphics 520, WDC Slim WD10SPCX-21KHST0, AH-IPS, 1920x1080, 15.6
Dell Latitude 15-3570
6200U, HD Graphics 520, Samsung CM871 MZNLF128HCHP, TN LED, 1366x768, 15.6
Dell Latitude 15 E5570
6300U, HD Graphics 520, Samsung SSD PM871 MZ7LN128HCHP, TN LED, 1366x768, 15.6
Stromverbrauch
-15%
5%
13%
10%
Idle min *
3.8
4.2
-11%
5
-32%
4.9
-29%
4.5
-18%
Idle avg *
6.6
7.5
-14%
7.9
-20%
7.2
-9%
7.6
-15%
Idle max *
11.3
8.2
27%
8.6
24%
7.5
34%
8.7
23%
Last avg *
38
49.6
-31%
27.5
28%
25.4
33%
28.5
25%
Last max *
45
65.8
-46%
33.7
25%
28
38%
29.2
35%

* ... kleinere Werte sind besser

Akkulaufzeit

HP verbaut einen Akku mit einer Kapazität von 45 Wattstunden. Es handelt sich um einen Lithium-Ionen-Akku, der intern verbaut ist und somit nicht erweiterbar oder einfach austauschbar. Beim Vorgänger konnte man den Akku noch tauschen.

Im WLAN-1.3-Test (150 cd/m², WLAN an, Ausbalanciert, automatisches Laden von verschiedenen Internet-Seiten) erreicht das ProBook einen Wert von 8 Stunden und 33 Minuten. Das ist, in Anbetracht der Akkukapazität ein guter Wert. Im Idle- und im Last-Test erreicht es ebenso relativ gute Werte. Deutlich überlegen sind jedoch die beiden Latitudes von Dell, die jeweils auch deutlich größere Akkus beinhalten.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
12h 26min
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3 (Edge)
8h 33min
Last (volle Helligkeit)
2h 03min
HP ProBook 450 G4 Y8B60EA
7500U, GeForce 930MX, 45 Wh
Lenovo ThinkPad E560-20EWS00000
6500U, Radeon R7 M370, 48 Wh
Lenovo ThinkPad L560-20F10026GE
6200U, HD Graphics 520, 48 Wh
Dell Latitude 15-3570
6200U, HD Graphics 520, 65 Wh
Dell Latitude 15 E5570
6300U, HD Graphics 520, 62 Wh
Akkulaufzeit
-10%
-13%
24%
37%
Idle
746
884
18%
698
-6%
1024
37%
1231
65%
WLAN
513
342
-33%
406
-21%
542
6%
632
23%
Last
123
104
-15%
109
-11%
157
28%
151
23%
H.264
413
277
571

Fazit

Pro

+ Gutes Gehäuse
+ Angenehme Tastatur
+ Precision-TouchPad
+ Gute Performance
+ Viele Anschlüsse
+ Lange Akkulaufzeit

Contra

- Hohe Temperaturen im Stresstest
- FingerPrint-Sensor sehr unzuverlässig
- Unterirdisches TN-Display
- Kein Dockingport
- TrackPoint fehlt
Im Test: HP ProBook 450 G4
Im Test: HP ProBook 450 G4

Das ProBook 450 G4 ist eigentlich ein solides Gerät: Das Gehäuse ist ordentlich und hat kaum Schwächen, die Handballenauflage aus Metall besitzt eine gute Haptik, und das Gerät bietet eine sehr solide Auswahl an Anschlüssen, sogar inklusive USB Typ-C. Zwar kann dieser Anschluss außer USB nichts, aber die grundlegende Zukunftssicherheit ist gegeben. Der Prozessor bietet eine gute Leistung, die Tastatur taugt zum Arbeiten, und das TouchPad entspricht dem Precision-Standard. Schlussendlich ist die gute Akkulaufzeit zu erwähnen, die durchaus zum mobilen Arbeiten einlädt.

Leider wiegt all das nicht die entscheidende Schwäche des Gerätes auf: das unterirdische Display. Für einen Preis von 600 Euro könnte man dieses vielleicht noch rechtfertigen, aber für fast 1.000 Euro ist es einfach inakzeptabel. Dazu kommen noch andere Schwächen: Der Fingerprint-Sensor arbeitet sehr unzuverlässig, und der Prozessor wird unter Last sehr heiß. Hier sollte HP den Lüfter lieber bei etwas höherer Umdrehungszahl laufen lassen.

Schade: Der Hersteller ruiniert ein eigentlich relativ rundes Paket mit einem Display, das man zu dem Preis einfach nicht akzeptieren kann.

Noch ist das ProBook zumindest vom Prozessor her im Business-Bereich ein wenig außer Konkurrenz, das wird sich aber bald ändern: Das ThinkPad E570 ist schon angekündigt, dieses wird mit IPS-Display und GeForce 950M ein interessantes Vergleichsgerät. Die anderen Konkurrenzgeräte werden wohl Anfang des Jahres 2017 folgen. 

HP ProBook 450 G4 Y8B60EA - 14.12.2016 v6(old)
Benjamin Herzig

Gehäuse
82 / 98 → 84%
Tastatur
81%
Pointing Device
92%
Konnektivität
54 / 80 → 68%
Gewicht
63 / 20-67 → 91%
Akkulaufzeit
91%
Display
74%
Leistung Spiele
64 / 68 → 94%
Leistung Anwendungen
87 / 92 → 94%
Temperatur
88%
Lautstärke
86%
Audio
50%
Kamera
45 / 85 → 53%
Durchschnitt
74%
82%
Office - gewichteter Durchschnitt
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Autor: Benjamin Herzig, 15.12.2016 (Update: 15.05.2018)
Benjamin Herzig
Benjamin Herzig - Editor
Ab 2010 habe ich mich mehr und mehr mit Technologie beschäftigt, insbesondere Notebooks haben es mir seitdem angetan. Klar, dass ich sehr schnell auf die detaillierten Tests von Notebookcheck stieß. Mit der Zeit habe ich mehr und mehr über Notebooks gelernt und angefangen, in Foren und Blog-Seiten kleine Reviews zu Notebooks zu schreiben. Um während des Studiums Geld dazu zu verdienen habe ich mein Hobby dann zum Beruf gemacht und stieß 2016 zum Team von Notebookcheck hinzu, mein persönliches Interesse liegt insbesondere bei Business-Notebooks.