Notebookcheck

Test Lenovo Ideapad 720S-15IKB (i7-7700HQ, GTX 1050 Ti Max-Q, SSD 512 GB) Laptop

Multimedia-Sonderling. Lenovo bestückt seinen ersten 15-Zöller aus der 700er Serie mit exotischer Hardware wie einem auf 35 W TDP reduzierten i7-7700HQ und 1050 Ti Max-Q. Der Kandidat bringt viele gute Eigenschaften wie einen tollen Bildschirm und lange Akkulaufzeiten mit, aber das sprichwörtliche Haar in der Suppe könnte für einige Interessenten zum KO-Kriterium mutieren.

Beim neuen Lenovo Ideapad 720S-15IKB handelt es sich um ein flaches und leichtes Multimedia-Notebook im in dieser Klasse beliebten 15,6-Zoll-Format. Subnotebooks der 700er Serie waren in der Vergangenheit bereits häufiger Gast in unserer Redaktion, da es sich beim Testgerät aber um den ersten 15-Zöller der Reihe handelt, gibt es keinen direkten Vorgänger. Bei einem großen Berliner Preisvergleich konnten wir zum Testzeitpunkt neben der getesteten Varianten mit Intel Core i7-7700HQ, 16 GB RAM, Nvidia GeForce GTX 1050 Ti Max-Q, 512-Gigabyte-SSD und Full-HD-IPS Display (81AC001A) für Preise ab etwa 1.350 € nur noch ein weiteres Modell ausfindig machen. Dieses trägt die Bezeichnung 81AC001N und ist schon für weniger als 1.100 € zu haben, bringt mit dem Intel Core i5-7300HQ (kein Hyper-Threading), 8 GB Hauptspeicher und 256-Gigabyte-SSD bei ansonsten identischer Ausstattung aber auch etwas weniger Leistung mit.

Eine Nvidia GeForce GTX 1050 Ti ist in einem Multimedia-Notebook für sich gesehen noch keine Besonderheit. Lenovo hat sich hier aber für die effizienzoptimierte Max-Q-Variante entschieden. Die Vor-und Nachteile der Max-Q-Grafikkarten haben wir im letzten Jahr in einem Spezialartikel näher beleuchtet.

Bei der Auswahl der Vergleichsnotebooks für diesen Test haben wir uns aus unserer Liste der besten getesteten Multimedia-Notebooks bedient und dabei vor allem auf eine identische Bildschirmdiagonale und eine ähnliche Preislage geachtet. Mit ins Rennen gehen diesmal:

Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE (IdeaPad 720 Serie)
Grafikkarte
NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti Max-Q - 4096 MB, Kerntakt: 1152 - 1291 MHz, Speichertakt: 7000 MHz, GDDR5, ForceWare 385.54, Nvidia Optimus
Hauptspeicher
16384 MB 
, DDR4, 2400 MHz, Dual-Channel, beide Bänke belegt
Bildschirm
15.6 Zoll 16:9, 1920 x 1080 Pixel 141 PPI, Chi Mei CMN15E8 / N156HCE-EN1 CMN, IPS, spiegelnd: nein
Mainboard
Intel HM175 (Skylake PCH-H)
Massenspeicher
Samsung SSD PM981 MZVLB512HAJQ, 512 GB 
Soundkarte
Intel Skylake PCH-H High Definition Audio Controller
Anschlüsse
2 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 Thunderbolt, Audio Anschlüsse: Audio in/out kombiniert, 3,5 mm Klinke, Card Reader: microSD, 1 Fingerprint Reader, Helligkeitssensor
Netzwerk
Intel Dual Band Wireless-AC 8265 (a/b/g/n/ac), Bluetooth 4.2
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 17.95 x 358.8 x 243.5
Akku
79 Wh Lithium-Polymer, 4 Zellen
Betriebssystem
Microsoft Windows 10 Home 64 Bit
Kamera
Webcam: HD 720p
Sonstiges
Lautsprecher: stereo, unten, Tastatur: Chiclet, Tastatur-Beleuchtung: nein, 24 Monate Garantie
Gewicht
1.9 kg, Netzteil: 337 g
Preis
1450 EUR

 

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Das Gehäuse des Lenovo 720S: Schlicht, funktional, solide

Das flache, nach vorne hin keilförmig zulaufende Gehäuse macht bereits auf den ersten Blick einen hochwertigen und repräsentativen Eindruck. Laut Lenovo bestehe das Gehäuse aus Aluminium. Fingerabdrücke fallen auf den mattgrau schimmernden, griffigen Oberflächen nicht sehr auf. In Schwarz ist nur der schmale Displayrahmen gehalten. Vom Design her ist Schlichtheit angesagt, optische Akzente wie das typische Lenovo-Scharnier, das silberne Lenovo-Logo auf der Rückseite sowie der die Base umlaufenden, glänzenden Zierrahmen sind rar gesät.

Auch mit etwas mehr Krafteinsatz lässt sich die Base nur sehr geringfügig aus der Form bringen und bleibt dabei bis auf ein minimales Knistern stumm. Leichter lässt sich naturgemäß der Deckel verwinden, aber auch hier sorgt die Metallrückseite für eine relativ gute Steifigkeit sowie weitestgehende Druckresistenz. Eigenhändiges Öffnen ist problemlos möglich. Abgesehen von den etwas scharfen umlaufenden Kanten der Base gibt es an Ergonomie und Verarbeitung kaum etwas auszusetzen. Zwar fallen nicht alle Spaltmaße völlig gleichmäßig aus und Kanten stehen teilweise minimal über, alles in allem macht das Testgerät aber einen soliden und sauber verarbeiteten Eindruck.

Wie der Größenvergleich zeigt, verfügt das Lenovo Ideapad 720S-15IKB über für ein 15,6-Zoll-Notebook dieser Klasse typische Abmessungen. Da das auch für die anderen Laptops im Test geht, bleiben die Unterschiede in der Breite, Höhe und Tiefe im Rahmen weniger Millimeter, und auch das Gewicht bewegt sich immer zwischen rund 1,9 und 2 kg. Am meisten Stellfläche nimmt das Asus ZenBook Pro in Beschlag, dicht gefolgt vom ebenfalls relativ tiefen HP Spectre. Insgesamt am kompaktesten kommt das Dell XPS 15 2018 daher, das mit einer Bauhöhe von nur 17 mm gleichzeitig das dünnste Notebook im Test darstellt.

Größenvergleich

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Ausstattung: Wenige Ports und Adapterzwang

Eine offensichtliche Schwäche des Lenovo-Laptops ist die Armut an Anschlüssen bzw. Steckplätzen, was die Abhängigkeit vom Funk erhöht. Besonders sauer ist uns aufgestoßen, dass ein externes Display nur mithilfe eines nicht mitgelieferten USB-Typ-C-DisplayPort-Adapters Anschluss findet (DisplayPort 1.2). Wird mehr als ein USB-Typ-A-Port gleichzeitig benötigt, ist man ebenfalls auf den Einsatz von natürlich ebenfalls nicht mitgelieferten Adaptern gezwungen. Ein Kartenleser ist zwar vorhanden, nimmt aber nur microSD-Karten auf. Auch Thunderbolt ist als USB Typ C ausgeführt.

Das alles ist etwas ärgerlich, weil vergleichbar flache und leichte Konkurrenten wie zum Beispiel die anderen Notebooks in diesem Test eine deutlich größere Anschlussvielfalt mitbringen, zumindest ein separater DisplayPort-oder HDMI-Ausgang gehört bei einem Gerät dieser Klasse und Preislage eigentlich zur Grundausstattung. Immerhin liegen die Ports bis auf den Audioanschluss ergonomisch günstig ganz hinten, sodass bei der Benutzung einer externen Maus keine Kabel und Sticks im Wege sind.

Linke Seite: Strom, Akkustatusanzeige, USB 3.1 Typ C mit DisplayPort 1.2 und Thunderbolt, Novo-Taste, Audio in/out
Linke Seite: Strom, Akkustatusanzeige, USB 3.1 Typ C mit DisplayPort 1.2 und Thunderbolt, Novo-Taste, Audio in/out
Rechte Seite: Steckplatz für microSD/SDHC/SDXC, USB 3.1 Gen1 Typ C, USB 3.0 Typ A
Rechte Seite: Steckplatz für microSD/SDHC/SDXC, USB 3.1 Gen1 Typ C, USB 3.0 Typ A

SDCardreader

Die Speicherkarten-Kopiertests absolvieren wir wie immer mit unserer Referenz-Speicherkarte Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II. Über eine rasante PCI Express-Anbindung verfügen im Testfeld nur die Laptops von HP und Dell, während das Testgerät ebenso wie das Asus ZenBook Pro noch auf USB 3.0 setzt. Das sich ergebende Kopiertempo unseres Lenovo-Notebooks reicht aber aus, um etwa auch größere Mengen an Fotos ohne ausufernde Wartezeiten zu übertragen. 

SDCardreader Transfer Speed
average JPG Copy Test (av. of 3 runs)
HP Spectre x360 15t-bl100
  (Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II)
157.5 MB/s ∼100% +104%
Dell XPS 15 2018 i5 FHD 97Wh
 
123 MB/s ∼78% +60%
Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE
  (Toshiba Exceria Pro M501)
77.1 MB/s ∼49%
Asus Zenbook Pro UX550VE-DB71T
  (Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II)
75.24 MB/s ∼48% -2%
Durchschnitt der Klasse Multimedia
  (11.2 - 178, n=143)
55 MB/s ∼35% -29%
maximum AS SSD Seq Read Test (1GB)
HP Spectre x360 15t-bl100
  (Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II)
217.6 MB/s ∼100% +156%
Dell XPS 15 2018 i5 FHD 97Wh
 
199.7 MB/s ∼92% +135%
Asus Zenbook Pro UX550VE-DB71T
  (Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II)
93.96 MB/s ∼43% +11%
Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE
  (Toshiba Exceria Pro M501)
85 MB/s ∼39%
Durchschnitt der Klasse Multimedia
  (10.2 - 253, n=140)
72.5 MB/s ∼33% -15%

Kommunikation

in Sachen Funk hat Lenovo sich für das nicht mehr ganz neue, dafür aber bewährte Modul Intel Wireless-AC 8265 entschieden, das Bluetooth 4.2 integriert und dank MIMO-2x2-Antennentechnik eine theoretische Bruttodatenrate von 867 MBit/s erreicht. Berücksichtigt man den üblichen Overhead von etwa 200 MBit/s, bleibt das Ideapad 720 S ausgerechnet beim wichtigen Empfangen deutlich hinter den Erwartungen zurück. Wie es besser geht, zeigt zumindest beim Empfangen das Asus ZenBook Pro, welches aber wiederum beim Senden den letzten Platz im Testfeld belegt. Der Datendurchsatz des HP Spectre X360 beim Empfangen dürfte sich nicht wie angegeben auf 62,3 MBit/s, sondern auf 623 MBit/s belaufen. Unsere WLAN-Tests führen wir wie immer mit unserem Referenzrouter Linksys EA8500 durch.

Networking
iperf3 Client (receive) TCP 1 m 4M x10
Asus Zenbook Pro UX550VE-DB71T
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
630 MBit/s ∼100% +29%
Dell XPS 15 2018 i5 FHD 97Wh
Killer Wireless-n/a/ac 1535 Wireless Network Adapter
542 MBit/s ∼86% +11%
Durchschnitt der Klasse Multimedia
  (44 - 949, n=101)
497 MBit/s ∼79% +2%
Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
487 MBit/s ∼77%
HP Spectre x360 15t-bl100
Intel 8265 Tri-Band WiFi (Oak Peak) Network Adapter
62.3 MBit/s ∼10% -87%
iperf3 Client (transmit) TCP 1 m 4M x10
HP Spectre x360 15t-bl100
Intel 8265 Tri-Band WiFi (Oak Peak) Network Adapter
664 MBit/s ∼100% +18%
Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
564 MBit/s ∼85%
Dell XPS 15 2018 i5 FHD 97Wh
Killer Wireless-n/a/ac 1535 Wireless Network Adapter
539 MBit/s ∼81% -4%
Durchschnitt der Klasse Multimedia
  (46.1 - 949, n=101)
464 MBit/s ∼70% -18%
Asus Zenbook Pro UX550VE-DB71T
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
453 MBit/s ∼68% -20%

Sicherheit

Das Lenovo 720 S bringt ein aktuelles Trusted Plattform Modjul (TPM) der Version 2.0 sowie einen unter der rechten Enter-Taste platzierten Fingerabdruck-Sensor mit, der sich mithilfe von Windows Hello zügig einrichten ließ und den Laptop schnell und zuverlässig entsperrt. Mangels Windows 10 pro müssen Käufer auf die Bitlocker-Festplattenverschlüsselung verzichten. Auf einen Kensington-Steckplatz hat der Hersteller verzichtet.

Zubehör

Im Karton finden sich neben dem obligatorischen Netzteil nur noch die üblichen Einrichtungs-und Bedienungshinweise sowie Garantieunterlagen. Speziell für das Testgerät entworfenes Zubehör hat Lenovo nicht im Angebot.

Wartung

Obwohl eine Wartungsklappe fehlt und auch der Akku nicht von außen entnommen werden kann, stehen eigenen Wartungsarbeiten lediglich zehn Torx-Schrauben im Wege, die die augenscheinlich einfach zu entfernende Bodenplatte sichern. Dabei ist zu beachten, dass derartige Eingriffe den Verlust von Garantie und Gewährleistung nach sich ziehen können. Da es sich bei unserem Testsample um ein Shopgerät handelt, haben wir auf das Öffnen verzichtet. Die beiden Speicherbänke sind mit jeweils 8 GB voll belegt, wobei eine Erweiterung auch kaum Sinn machen würde.

Garantie

Im Kaufpreis enthalten ist eine zweijährige Bring-in-Garantie („Depot“). Lenovo bietet kostenpflichtige Garantieerweiterungen an. Welche das konkret für dieses Gerät sind, konnten wir nicht ermitteln, da wir die Seriennummer nicht ausfindig machen konnten. Zumeist lässt sich die Basis-Herstellergarantie auf drei Jahre verlängern (34,51 €) oder in eine zwei- oder dreijährige Vor-Ort-Garantie umwandeln (35,70 / 59,50 €).

Ideapad-720S-Eingabegeräte: Guter Standard ohne Überraschungen

Tastatur

Von der Breite her fehlt der in die Base versenkten Tastatur im Vergleich zu einem Standard-Desktop-Keyboard rund ein halber Zentimeter, spürbarer ist die im Verhältnis deutlich reduzierte Breite des Nummernblocks, die vor allem Menschen mit großen Händen Probleme bereiten könnte. Da die Cursortasten mit in die unterste Reihe gewandert sind, weisen Tasten wie STRG und ALT nur die Größe normaler Buchstabentasten auf. Ansonsten ist im Wesentlichen alles da, wo man es erwartet.

Die Tasten sind flach, gut ablesbar und verfügen über einen kurzem Hub sowie einen gut wahrnehmbaren, wenn auch nicht eben knackigen Druckpunkt. Tastengrößen und -abstände sollten 10-Finger-Akrobaten nicht im Wege stehen. Vielschreiber, die einen eher harten, nur dezent abgefederten Anschlag bevorzugen, kommen hier sicher auf ihre Kosten. Gut gefällt uns auch die in zwei Stufen dimmbare, gleichmäßige und ausreichend helle Tastaturbeleuchtung. Eindrücken lässt sich das Keyboard auch in der Mitte mit realistischem Kraftaufwand nicht. Da speziell die Leertaste bei Betätigung deutlich auf sich aufmerksam macht, ist die Verwendung in lärmsensiblen Umgebungen eingeschränkt. Wenn man sich beim Schreiben aber etwas zurückhält und nicht mit Kraft in die Tasten haut, lässt sich durchaus ein akzeptables Geräuschniveau erreichen.

Touchpad

Lenovo hat den zur Verfügung stehenden Platz gut ausgenutzt und dem Clickpad ohne abgesetzte Tasten eine angenehm große, völlig glatte Oberfläche spendiert, die leicht versenkt und von einem schmalen silbernen Rahmen umrandet ist. Mit trockenen und leicht feuchten Fingern weist es gute Gleiteigenschaften auf, während stärker verschwitzte Finger unangenehm auf der Oberfläche kleben und bei Streichbewegungen gerne ins Stottern geraten. Gesten mit bis zu vier Fingern lassen sich detailliert und komfortabel über die Windows-10-Bordmittel konfigurieren.

Ansprechverhalten und Präzision bieten keinen Anlass zur Klage. Der Mauszeiger lässt sich mit etwas Mühe pixelgenau bewegen, und auch schnelle Streichbewegungen werden nachvollzogen. Fährt man wild mit dem Finger auf dem Touchpad herum, hat der Zeiger aber teilweise (!) Schwierigkeiten, die Bewegungen korrekt nachzuvollziehen. In der täglichen Praxis dürfte sich das kaum bemerkbar machen, tritt in dieser Form jedoch bei den meisten anderen Touchpads nicht auf. Drag & Drop per Doppeltipp funktionierte in den meisten Fällen problemlos. Gut haben uns die kurzhubigen, dafür aber mit dezentem akustischem Feedback und einem knackigen Druckpunkt glänzenden Ersatz-Maustasten gefallen.

Display: Hell, kontrastreich, blickwinkelstabil

Subpixel-Raster
Subpixel-Raster

Mit seiner immer noch sehr guten Maximalhelligkeit von 332 cd/m2 sticht das matte Full-HD-IPS-Panel im 15,6-Zoll-Format (141 ppi) des Ideapad 720S mittlerweile nicht mehr aus der Masse der höherpreisigen Multimedia-Notebooks heraus; das kann im Testfeld nur das mit 413 cd/m2 immer noch ungewöhnlich helle Dell XPS 15 2018 für sich in Anspruch nehmen, während die 288 cd/m2 des Asus ZenBook Pro inzwischen nur noch als durchschnittlich gelten können. Alternative Bildschirme bietet der Hersteller in der Reihe nicht an. Auf den Lenovo-Seiten ist zwar von Varianten mit Touchscreen die Rede, für den deutschen Markt scheinen diese aber nicht vorgesehen zu sein. 

Mit 83 % fällt die gemessene Ausleuchtung leicht unterdurchschnittlich aus, deutlich besser macht es unter den Konkurrenten in diesem Test aber auch nur das HP Spectre. In einem abgedunkelten Raum sieht ein völlig schwarzes Bild recht scheckig aus. Besonders am oberen und unteren Rand zeigen sich deutliche Ansätze von Screen Bleeding, die etwa bei der Wiedergabe von Filmen mit schwarzen Balken schon auffallen können, bei normalen Bildschirminhalten aber nicht zu sehen sind.

318
cd/m²
322
cd/m²
296
cd/m²
303
cd/m²
332
cd/m²
277
cd/m²
283
cd/m²
305
cd/m²
276
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 332 cd/m² Durchschnitt: 301.3 cd/m² Minimum: 3.16 cd/m²
Ausleuchtung: 83 %
Helligkeit Akku: 332 cd/m²
Kontrast: 1145:1 (Schwarzwert: 0.29 cd/m²)
ΔE Color 3.73 | 0.4-29.43 Ø6.3, calibrated: 2
ΔE Greyscale 3.96 | 0.64-98 Ø6.5
89% sRGB (Argyll 3D) 58% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.4
Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE
Chi Mei CMN15E8 / N156HCE-EN1 CMN, , 1920x1080, 15.6
Dell XPS 15 2018 i5 FHD 97Wh
Sharp SHP149A LQ156M1, , 1920x1080, 15.6
HP Spectre x360 15t-bl100
BOE06C3, , 3840x2160, 15.6
Asus Zenbook Pro UX550VE-DB71T
N156HCE-EN1 (CMN15E8), , 1920x1080, 15.6
Response Times
-53%
-45%
-19%
Response Time Grey 50% / Grey 80% *
34 (15, 19)
49 (25, 40)
-44%
41.2 (23.2, 18)
-21%
43.2 (20.4, 22.8)
-27%
Response Time Black / White *
25 (14, 11)
30 (16, 14)
-20%
29.6 (16.4, 13.2)
-18%
32.8 (18, 14.8)
-31%
PWM Frequency
25000 (40)
961 (10)
-96%
1000
-96%
25510 (29)
2%
Bildschirm
16%
-7%
-27%
Helligkeit Bildmitte
332
413
24%
338.7
2%
288.2
-13%
Brightness
301
378
26%
325
8%
266
-12%
Brightness Distribution
83
86
4%
91
10%
75
-10%
Schwarzwert *
0.29
0.29
-0%
0.28
3%
0.3
-3%
Kontrast
1145
1424
24%
1210
6%
961
-16%
DeltaE Colorchecker *
3.73
2.44
35%
4.9
-31%
5.5
-47%
Colorchecker DeltaE2000 max. *
6.6
4.46
32%
8.7
-32%
11.3
-71%
Colorchecker DeltaE2000 calibrated *
2
2.48
-24%
DeltaE Graustufen *
3.96
2.48
37%
5.5
-39%
7.9
-99%
Gamma
2.4 92%
2.43 91%
2.08 106%
2.09 105%
CCT
6921 94%
7006 93%
7498 87%
6559 99%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
58
62
7%
63.5
9%
58.5
1%
Color Space (Percent of sRGB)
89
96
8%
86.92
-2%
90
1%
Durchschnitt gesamt (Programm / Settings)
-19% / 1%
-26% / -15%
-23% / -25%

* ... kleinere Werte sind besser

In früheren Zeiten haben wir uns über Schwarzwerte im Bereich von 0,3 cd/m2 noch gefreut, aber auch dieser schon angenehm niedrige Wert ist inzwischen zur Normalität geworden, wie man auch den in dieser Disziplin nahezu identischen Ergebnissen der am Test beteiligten Laptops ansehen kann. Da sich der Kontrast aus dem Verhältnis des Schwarzwertes zur maximalen Helligkeit berechnet, kann hier das hellste Notebook im Test in Gestalt des Dell XPS 15 den Sieg davon tragen, während das relativ dunkle ZenBook Pro folgerichtig den letzten Platz belegt. Das oben angesprochene Schwarzbild wirkt bei normalem Umgebungslicht durchaus satt.

Wenn man im Hinterkopf behält, dass Farbabweichungen von Delta-E 3 oder weniger vom menschlichen Auge nicht mehr wahrgenommen werden können, schlägt sich unser Lenovo-Notebook mit Ergebnissen von Delta-E 3,73 (ColorChecker) und Delta-E 3,96 (Graustufen) schon mal ziemlich gut und wird im Testfeld nur vom in dieser Hinsicht bereits im Auslieferungszustand nahezu perfekten Dell XPS 15 2018 getoppt.

Nach erfolgter Kalibrierung und Profilierung (Farbprofil ist im Kasten verlinkten) mithilfe eines Farbspektrometers gelingt die Farbdarstellung sogar noch etwas genauer. Das Einzige, was ambitionierter Bildbearbeitung im Hobbybereich im Wege steht, ist die zu geringe Farbraumabdeckung, die nur 58 % des Profi-Farbraums AdobeRGB und 89 % des erheblich kleineren Standard-Farbraums sRGB beträgt. Deutlich näher kommt diesem Ziel wieder einmal das Dell, das immerhin 96 % sRGB schafft.

CalMAN Graustufen (unprofiliert)
CalMAN Graustufen (unprofiliert)
CalMAN ColorChecker (unprofiliert)
CalMAN ColorChecker (unprofiliert)
CalMAN Farbsättigung (unprofiliert)
CalMAN Farbsättigung (unprofiliert)
CalMAN Graustufen (profiliert)
CalMAN Graustufen (profiliert)
CalMAN ColorChecker (profiliert)
CalMAN ColorChecker (profiliert)
CalMAN Farbsättigung (profiliert)
CalMAN Farbsättigung (profiliert)
vs. AdobeRGB
vs. AdobeRGB
vs. sRGB
vs. sRGB

Dank mattem Screen und sehr guter Leuchtkraft sind für den Außeneinsatz schon einmal die besten Voraussetzungen gegeben. Unseren Test haben wir am frühen Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein und damit unter verschärften Bedingungen durchgeführt. Richtet man das Dispay direkt auf die Sonne (linkes Foto), ist kaum noch etwas vom Bildschirminhalt zu erkennen. Das rechte Bild stellt ein Best-Case-Szenario mit einem Hauseingang im Rücken dar. Bei bedecktem Himmel sollte ergonomisches Arbeiten an jedem Standort möglich sein, solange der Bildschirm nicht direkt auf helle Flächen wie den Himmel gerichtet ist.

Reaktionszeiten (Response Times) des Displays

Die Reaktionszeiten (Response Times) beschreiben wie schnell zwischen zwei Farben eines Pixels umgeschaltet werden kann. Langsame Response Times können zu einer verschwommenen Darstellung, Schlieren und Geisterbilder führen. Besonders bei schnellen 3D-Spielen sind kurze Umschaltzeiten wichtig.
       Reaktionszeiten Schwarz zu Weiss
25 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 14 ms steigend
↘ 11 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind mittelmäßig und dadurch für Spieler eventuell zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.8 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 40 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten durchschnittlich (25.7 ms).
       Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau
34 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 15 ms steigend
↘ 19 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.9 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 23 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten besser als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (41.1 ms).

Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)

Eine günstige Methode um die Helligkeit eines Bildschirms zu steuern, ist die Beleuchtung periodisch ein- und auszuschalten. Dies nennt sich PWM (Pulsweitenmodulation) Diese Umschaltung sollte mit einer hohen Frequenz stattfinden damit das menschliche Auge kein Flimmern wahrnimmt. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, kann dies zu Ermüdungserscheinungen, Augenbrennen, Kopfweh und auch sichtbaren Flackern führen.
Flackern / PWM festgestellt 25000 Hz ≤ 40 % Helligkeit

Das Display flackert mit 25000 Hz (höchstwahrscheinlich durch Pulsweitenmodulation PWM) bei einer eingestellten Helligkeit von 40 % und darunter. Darüber sollte es zu keinem Flackern kommen.

Die Frequenz von 25000 Hz ist sehr hoch und sollte daher auch bei empfindlichen Personen zu keinen Problemen führen.

Im Vergleich: 53 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 8872 (Minimum 43, Maximum 142900) Hz.

IPS-Panels bieten stets eine den in der Regel nur noch in sehr günstigen Notebooks vertretenen TN-Panels deutlich überlegene Blickwinkelstabilität. Unterschiede innerhalb der IPS-Klasse definieren sich im Wesentlichen daraus, ob und in welchem Maße Helligkeit und Kontrast bei kleiner werdenden Einblickwinkeln in Mitleidenschaft gezogen werden. Da diese Phänomene beim Chi-Mei Panel des Testgerätes erst bei relativ flachen Blickwinkeln auftreten und nur schwach ausgeprägt sind, liegt hier eine für IPS-Verhältnisse leicht überdurchschnittliche Blickwinkelstabilität vor.

Leistung des Lenovo Ideapad 720S: Trotz Drosselung schnell genug

Prozessor

Beim Intel Core i7-7700HQ handelt es sich um einen schnellen, der verflossenen Kaby-Lake-Architektur entstammenden Quadcore-Prozessor mit Hyper-Threading und einem Basistakt von 2,8 GHz, der per Turbo auf 3,8 GHz gesteigert werden kann. Diese CPU ist vor allem in unzähligen Gaming-Notebooks der verflossenen Generation zu finden, dort ist aber die Standard-TDP von 45 Watt konfiguriert, während das Exemplar im Testgerät auf 35 Watt limitiert und dadurch in der Performance beschnitten ist. Wenn wir die erweiterten Einstellungsmöglichkeiten in den Energieoptionen korrekt interpretieren, liegt der Basistakt bei 35 W TDP bei 1,7 GHz, während er bei einer weiteren möglichen Reduzierung auf 25 W wieder auf 2,8 GHz ansteigen soll, was sicher nicht nur uns etwas widersinnig erscheint.

Integriert ist die CPU-Grafik Intel HD Graphics 630 sowie ein mit DDR4-RAM kompatibler Speichercontroller. Trotz der Limitierung sollte die Performance der CPU auch für fordernde Programme und exzessives Multitasking ausreichen und auch beim Zocken nur selten den Flaschenhals bilden. Diese Rolle bleibt der GeForce GTX 1050 Ti Max-Q vorbehalten.

 
0102030405060708090100110120130140150160170180190200210220230240250260270280290300310320330340350360370380390400410420430440450460470480490500510520530540550560570580590600610620630640650660670680690Tooltip
Cinebench R15 CPU Multi 64 Bit

Da wir in unserer Datenbank nicht nach verschiedenen TDP-Konfigurationen unterscheiden, machte zur Einschätzung der Performance auch ein Vergleich mit anderen CPU-Modellen Sinn. Der 7700HQ im Testgerät gehört erwartungsgemäß zu den langsamsten von uns bisher getesteten Prozessoren dieses Typs, wird aber von den schnellsten im Multicore-Benchmark des Cinebench R15 nur um 9 % übertroffen. Diese Aussage gilt freilich nur für den jeweils ersten Durchlauf des Benchmarks. Hier entspricht die Performance in etwa der des etwas niedriger taktenden Skylake-Vorgängers i7-6700HQ (4x 2,6 - 3,5 GHz, Hyper-Threading, TDP 45 W). 

Mithilfe unserer Cinebench-R15-Schleife ermitteln wir, wie sich die Performance unter noch realistischer Dauerlast entwickelt. Bereits nach dem ersten Durchlauf sinkt der Score von 682 auf 628 Punkte ab und stabilisiert sich für einige weitere Durchläufe in etwa auf diesem Niveau. Nach der siebten Runde geht es dann weiter bergab, bevor nach einer kurzen Erholungsphase und einigen weiteren Durchgängen mit 561 Punkten der Tiefpunkt unseres Testzyklus erreicht wird, was gegenüber dem Ursprungswert eine Einbuße von rund 18 % ausmacht. Taktreduzierungen in diesem Ausmaß sind bei einem Intel Core i7-7700HQ mit 45 Watt TDP eher die Ausnahme. Abseits vom Stromnetz verringert sich der Cinebench-Score nicht bzw. nur im Bereich der Fehlertoleranz.

Cinebench R15
CPU Single 64Bit
Dell XPS 15 2018 i5 FHD 97Wh
Intel Core i5-8300H
167 Points ∼100% +4%
Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE
Intel Core i7-7700HQ
161 Points ∼96%
Durchschnittliche Intel Core i7-7700HQ
  (120 - 162, n=110)
155 Points ∼93% -4%
HP Spectre x360 15t-bl100
Intel Core i7-8550U
154 Points ∼92% -4%
Asus Zenbook Pro UX550VE-DB71T
Intel Core i7-7700HQ
153 Points ∼92% -5%
Durchschnitt der Klasse Multimedia
  (36 - 191, n=324)
123 Points ∼74% -24%
CPU Multi 64Bit
Dell XPS 15 2018 i5 FHD 97Wh
Intel Core i5-8300H
840 Points ∼100% +23%
Asus Zenbook Pro UX550VE-DB71T
Intel Core i7-7700HQ
736 Points ∼88% +8%
Durchschnittliche Intel Core i7-7700HQ
  (603 - 747, n=111)
726 Points ∼86% +6%
Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE
Intel Core i7-7700HQ
683 Points ∼81%
HP Spectre x360 15t-bl100
Intel Core i7-8550U
519 Points ∼62% -24%
Durchschnitt der Klasse Multimedia
  (73 - 1550, n=334)
443 Points ∼53% -35%
Cinebench R10 Shading 32Bit
6451
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
66.9 fps
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
161 Points
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
683 Points
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
98.1 fps
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
99.6 %
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System Performance

Die gemessene System-Performance des Lenovo Ideapad 720S-15 IKB liegt Laut PCMark 8 deutlich über dem Klassendurchschnitt und bewegt sich trotz unterschiedlicher Kernkomponenten mit allen Notebooks im Test mit Ausnahme des HP auf einem Niveau. Das doch recht deutlich schlechtere Abschneiden des Spectre dürfte darauf zurückzuführen sein, dass sich der Benchmark bei diesem Gerät nur auf der integrierten Prozessorgrafik statt auf der dedizierten Grafikkarte durchführen ließ.

Ein etwas differenzierteres Bild zeigt der PCMark 10, wo unser Lenovo 720 S wahrscheinlich wegen der TDP-Limitierung der CPU leicht hinter die Laptops von Asus und Dell zurückfällt. In der Praxis ließ sich das Lenovo jederzeit völlig flüssig und mit nur sehr geringen Warte- und Ladezeiten bedienen. Dank der acht Threads stellt auch ausuferndes Multitasking kein Problem dar.

PCMark 8
Work Score Accelerated v2
Dell XPS 15 2018 i5 FHD 97Wh
GeForce GTX 1050 (Notebook), 8300H, Lite-On CA3-8D256-Q11
5271 Points ∼100% +4%
Asus Zenbook Pro UX550VE-DB71T
GeForce GTX 1050 Ti (Notebook), 7700HQ, Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP
5141 Points ∼98% +2%
Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE
GeForce GTX 1050 Ti Max-Q, 7700HQ, Samsung SSD PM981 MZVLB512HAJQ
5058 Points ∼96%
Durchschnittliche Intel Core i7-7700HQ, NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti Max-Q
 
5058 Points ∼96% 0%
HP Spectre x360 15t-bl100
GeForce MX150, 8550U, Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP
4217 Points ∼80% -17%
Durchschnitt der Klasse Multimedia
  (2213 - 5343, n=242)
4209 Points ∼80% -17%
Home Score Accelerated v2
Asus Zenbook Pro UX550VE-DB71T
GeForce GTX 1050 Ti (Notebook), 7700HQ, Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP
4184 Points ∼100% +2%
Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE
GeForce GTX 1050 Ti Max-Q, 7700HQ, Samsung SSD PM981 MZVLB512HAJQ
4118 Points ∼98%
Durchschnittliche Intel Core i7-7700HQ, NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti Max-Q
 
4118 Points ∼98% 0%
Dell XPS 15 2018 i5 FHD 97Wh
GeForce GTX 1050 (Notebook), 8300H, Lite-On CA3-8D256-Q11
4030 Points ∼96% -2%
HP Spectre x360 15t-bl100
GeForce MX150, 8550U, Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP
3457 Points ∼83% -16%
Durchschnitt der Klasse Multimedia
  (1740 - 4693, n=261)
3332 Points ∼80% -19%
PCMark 10 - Score
Asus Zenbook Pro UX550VE-DB71T
GeForce GTX 1050 Ti (Notebook), 7700HQ, Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP
4552 Points ∼100% +6%
Dell XPS 15 2018 i5 FHD 97Wh
GeForce GTX 1050 (Notebook), 8300H, Lite-On CA3-8D256-Q11
4479 Points ∼98% +5%
Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE
GeForce GTX 1050 Ti Max-Q, 7700HQ, Samsung SSD PM981 MZVLB512HAJQ
4276 Points ∼94%
Durchschnittliche Intel Core i7-7700HQ, NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti Max-Q
 
4276 Points ∼94% 0%
Durchschnitt der Klasse Multimedia
  (2046 - 5358, n=59)
3740 Points ∼82% -13%
HP Spectre x360 15t-bl100
GeForce MX150, 8550U, Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP
3673 Points ∼81% -14%
PCMark 8 Home Score Accelerated v2
4118 Punkte
PCMark 8 Work Score Accelerated v2
5058 Punkte
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Massenspeicher

Die CrystalDiskMark-3-Messwerte der über PCIe angebundenen NVMe-SSD in Gestalt der Samsung SSD PM981 fallen in nahezu jeder Einzeldisziplin sehr gut und beim sequenziellen Lesen und Schreiben sogar spitzenmäßig aus. Stets abgeschlagen bleibt das gleichwohl überhaupt nicht langsame Lite-On-Laufwerk im Dell XPS 15.

Geht es um das Lesen und Schreiben kleiner, verteilter Blöcke (Read 4K / Read 4K QD32), hat die Samsung-PM961-SSD im HP-Convertible die Nase vorn. Auffällig sind noch die teilweise deutlichen Performance-Abweichungen im Vergleich mit einer (fiktiven) durchschnittlichen Samsung-PM981-SSD.

Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE
Samsung SSD PM981 MZVLB512HAJQ
Dell XPS 15 2018 i5 FHD 97Wh
Lite-On CA3-8D256-Q11
HP Spectre x360 15t-bl100
Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP
Asus Zenbook Pro UX550VE-DB71T
Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP
Durchschnittliche Samsung SSD PM981 MZVLB512HAJQ
 
CrystalDiskMark 3.0
-35%
12%
2%
Write 4k QD32
275.9
249.1
-10%
547.1
98%
427 (265 - 706, n=10)
55%
Read 4k QD32
310.7
233.8
-25%
644.9
108%
386 (311 - 447, n=10)
24%
Write 4k
101
89.44
-11%
155.2
54%
134 (101 - 161, n=10)
33%
Read 4k
55.34
40.64
-27%
58.85
6%
62 (55.3 - 66.9, n=10)
12%
Write 512
1932
483.4
-75%
1118
-42%
1488 (565 - 1932, n=10)
-23%
Read 512
1840
1171
-36%
849.1
-54%
1128 (419 - 1840, n=10)
-39%
Write Seq
2100
613
-71%
1476
-30%
1541 (924 - 2100, n=10)
-27%
Read Seq
2381
1706
-28%
1248
-48%
1984 (922 - 2588, n=10)
-17%
CrystalDiskMark 5.2 / 6
-32%
-15%
-28%
97%
Write 4K
139.3
89.39
-36%
174.1
25%
145.6
5%
126 (95.3 - 155, n=20)
-10%
Read 4K
46.78
44.64
-5%
48.07
3%
46.45
-1%
266 (29.5 - 4505, n=20)
469%
Write Seq
2125
829.9
-61%
1444
-32%
1114
-48%
1351 (112 - 2125, n=20)
-36%
Read Seq
2354
1774
-25%
1008
-57%
785
-67%
1516 (501 - 2354, n=20)
-36%
Durchschnitt gesamt (Programm / Settings)
-34% / -34%
-2% / 3%
-28% / -28%
50% / 34%
Samsung SSD PM981 MZVLB512HAJQ
Sequential Read: 2381 MB/s
Sequential Write: 2100 MB/s
512K Read: 1840 MB/s
512K Write: 1932 MB/s
4K Read: 55.34 MB/s
4K Write: 101 MB/s
4K QD32 Read: 310.7 MB/s
4K QD32 Write: 275.9 MB/s

Grafikkarte

Wie eingangs erwähnt, hat Lenovo sich für die statt auf reine Performance für die auf Effizienz ausgelegte Max-Q-Variante der Nvidia GeForce GTX 1050 Ti entschieden. Was es mit Max-Q auf sich hat, haben wir in einem Spezialartikel ausführlich beleuchtet. Bei der GTX 1050 Ti (Max-Q) handelt es sich um eine Grafikkarte der oberen Mittelklasse, die auf der im Januar 2018 vorgestellten Pascal-Architektur basiert. Der verwendete GP107-Chip bietet unter anderem Unterstützung für DirectX 12_1, Displayport 1.4 (ready), HDMI 2.0b und HDR. Der mit effektiv 7.000 MHz taktende GDDR5-Grafikspeicher ist über einen 128 Bit breiten Bus angebunden und hat eine Kapazität von 4 GB.

Orientieren wir uns an der Einfachheit halber an der GTX 1050 Ti im Asus ZenBook Pro, ergibt sich laut 3DMark 11 eine für Max-Q-Grafikkarten durchaus typische Leistungseinbuße von 10 %. Gleichwohl kann sich die Karte im Testgerät noch einen Vorsprung von 7 % auf die GeForce GTX 1050 (ohne Ti) herausarbeiten und rechnet 82 % schneller als das HP Spectre mit Nvidia GeForce MX150. Damit liegt die Performance nahezu auf Augenhöhe mit der einer durchschnittlichen GPU dieses Typs. Im Akkubetrieb reduziert sich der Gesamtscore des Fire-Strike-Benchmarks (3DMark 13) um rund 1.000 Punkte.  

3DMark 11 - 1280x720 Performance GPU
Asus Zenbook Pro UX550VE-DB71T
NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti (Notebook), Intel Core i7-7700HQ
9240 Points ∼100% +11%
Durchschnittliche NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti Max-Q
  (8317 - 9079, n=2)
8698 Points ∼94% +5%
Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE
NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti Max-Q, Intel Core i7-7700HQ
8317 Points ∼90%
Dell XPS 15 2018 i5 FHD 97Wh
NVIDIA GeForce GTX 1050 (Notebook), Intel Core i5-8300H
7790 Points ∼84% -6%
HP Spectre x360 15t-bl100
NVIDIA GeForce MX150, Intel Core i7-8550U
4564 Points ∼49% -45%
Durchschnitt der Klasse Multimedia
  (352 - 15256, n=592)
2696 Points ∼29% -68%
3DMark
1920x1080 Fire Strike Graphics
Asus Zenbook Pro UX550VE-DB71T
NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti (Notebook), Intel Core i7-7700HQ
7457 Points ∼100% +7%
Durchschnittliche NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti Max-Q
  (6957 - 7428, n=2)
7193 Points ∼96% +3%
Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE
NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti Max-Q, Intel Core i7-7700HQ
6957 Points ∼93%
Dell XPS 15 2018 i5 FHD 97Wh
NVIDIA GeForce GTX 1050 (Notebook), Intel Core i5-8300H
6216 Points ∼83% -11%
HP Spectre x360 15t-bl100
NVIDIA GeForce MX150, Intel Core i7-8550U
3563 Points ∼48% -49%
Durchschnitt der Klasse Multimedia
  (337 - 11850, n=369)
2583 Points ∼35% -63%
1280x720 Cloud Gate Standard Graphics
Asus Zenbook Pro UX550VE-DB71T
NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti (Notebook), Intel Core i7-7700HQ
48597 Points ∼100% +4%
Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE
NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti Max-Q, Intel Core i7-7700HQ
46952 Points ∼97%
Durchschnittliche NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti Max-Q
 
46952 Points ∼97% 0%
Dell XPS 15 2018 i5 FHD 97Wh
NVIDIA GeForce GTX 1050 (Notebook), Intel Core i5-8300H
39896 Points ∼82% -15%
HP Spectre x360 15t-bl100
NVIDIA GeForce MX150, Intel Core i7-8550U
20470 Points ∼42% -56%
Durchschnitt der Klasse Multimedia
  (2468 - 77755, n=372)
15419 Points ∼32% -67%
3DMark 06 Standard
26796 Punkte
3DMark Vantage P Result
24827 Punkte
3DMark 11 Performance
8250 Punkte
3DMark Ice Storm Standard Score
78235 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
20755 Punkte
3DMark Fire Strike Score
6175 Punkte
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Gaming Performance

Wie schnell die GTX 1050 Ti in der Praxis tatsächlich rechnet, hängt stark von der Kühlung des jeweiligen Laptops ab. In der Regel reicht die Leistung auch bei aktuellen Spielen mindestens für Full-HD und hohe Details, die topaktuellen Titel The Crew 2 und Far Cry 5 erreichen auch im maximalen Preset noch gerade so spielbare Frameraten von um die 40, während die Max-Q-GPU in Star Wars Battlefront 2 schon im hohen Preset nur noch 34 FPS schafft. Die konkret am Testgerät gemessenen FPS einiger Spiele in unterschiedlichen Voreinstellungen können der kleinen Tabelle unter diesem Absatz entnommen werden.

Rise of the Tomb Raider
1920x1080 High Preset AA:FX AF:4x
Durchschnittliche NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti Max-Q
  (38.8 - 47.3, n=2)
43.1 fps ∼100% +11%
Dell XPS 15 2018 i5 FHD 97Wh
GeForce GTX 1050 (Notebook), 8300H, Lite-On CA3-8D256-Q11
40.6 fps ∼94% +5%
Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE
GeForce GTX 1050 Ti Max-Q, 7700HQ, Samsung SSD PM981 MZVLB512HAJQ
38.8 fps ∼90%
Durchschnitt der Klasse Multimedia
  (2.5 - 74.5, n=86)
24.2 fps ∼56% -38%
HP Spectre x360 15t-bl100
GeForce MX150, 8550U, Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP
23.1 fps ∼54% -40%
1366x768 Medium Preset AF:2x
Dell XPS 15 2018 i5 FHD 97Wh
GeForce GTX 1050 (Notebook), 8300H, Lite-On CA3-8D256-Q11
73.2 fps ∼100% +8%
Durchschnittliche NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti Max-Q
  (67.6 - 73.6, n=2)
70.6 fps ∼96% +4%
Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE
GeForce GTX 1050 Ti Max-Q, 7700HQ, Samsung SSD PM981 MZVLB512HAJQ
67.6 fps ∼92%
HP Spectre x360 15t-bl100
GeForce MX150, 8550U, Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP
40.8 (min: 23, max: 17.6) fps ∼56% -40%
Durchschnitt der Klasse Multimedia
  (5.3 - 111, n=96)
33.8 fps ∼46% -50%
Farming Simulator 17
1920x1080 Very High Preset AA:4xMS AF:4x
Durchschnittliche NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti Max-Q
 
105 fps ∼100% 0%
Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE
GeForce GTX 1050 Ti Max-Q, 7700HQ, Samsung SSD PM981 MZVLB512HAJQ
104.6 fps ∼100%
Durchschnitt der Klasse Multimedia
  (10 - 105, n=15)
28 fps ∼27% -73%
1920x1080 High Preset AA:2xMS AF:2x
Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE
GeForce GTX 1050 Ti Max-Q, 7700HQ, Samsung SSD PM981 MZVLB512HAJQ
137.3 fps ∼100%
Durchschnittliche NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti Max-Q
 
137 fps ∼100% 0%
Durchschnitt der Klasse Multimedia
  (6.3 - 137, n=22)
40.7 fps ∼30% -70%
Ghost Recon Wildlands
1920x1080 Ultra Preset AA:T AF:16x
Durchschnittliche NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti Max-Q
  (19.1 - 23.4, n=2)
21.3 fps ∼100% +12%
Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE
GeForce GTX 1050 Ti Max-Q, 7700HQ, Samsung SSD PM981 MZVLB512HAJQ
19.1 fps ∼90%
Durchschnitt der Klasse Multimedia
  (2.8 - 35.7, n=12)
18.3 fps ∼86% -4%
1920x1080 High Preset AA:T AF:4x
Durchschnittliche NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti Max-Q
  (35.3 - 40, n=2)
37.7 fps ∼100% +7%
Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE
GeForce GTX 1050 Ti Max-Q, 7700HQ, Samsung SSD PM981 MZVLB512HAJQ
35.3 fps ∼94%
Durchschnitt der Klasse Multimedia
  (12.4 - 62.9, n=12)
35.2 fps ∼93% 0%
min. mittel hoch max.
Rise of the Tomb Raider (2016) 118.367.638.831.7fps
Farming Simulator 17 (2016) 137.3104.6fps
Ghost Recon Wildlands (2017) 39.335.319.1fps

Emissionen: Leise trotz hoher Temperaturen

Geräuschemissionen

Wir gehen mal davon aus, dass Lenovo sich für die Max-Q-Variante der 1050 Ti und die reduzierte Prozessor-TDP entschieden hat, um Thermik und Geräuschkulisse im Zaum zu halten. Unsere entsprechenden Tests führt der Autor wie immer in einem ruhigen Einzelbüro mit laufendem PC durch, voreingestellt ist hierbei der Energiesparplan „Ausbalanciert“. Auch im Idle-Betrieb ohne laufende Programme und ohne jede Benutzerinteraktion springt der Lüfter ab und zu an, ist auf niedrigen Drehstufen aber nur aus unmittelbarer Nähe aus den Umgebungsgeräuschen herauszuhören. Ein Durchlauf des Browser-Benchmarks Kraken 1.1 vermochte daran nichts zu ändern.

Nach Aktivierung unseres Stresstests (Prime95 + FurMark) setzte nach wenigen Sekunden eine stufenlose Steigerung der Drehzahl ein, die nach vielleicht zehn weiteren Sekunden ihr Maximum erreichte. Hier hat man es dann mit einem aus einem Abstand von einem halben Meter deutlich vernehmbaren, im Hinblick auf seinen gutmütigen Charakter und das Fehlen von lästigen Nebengeräuschen aber kaum störenden Rauschen zu tun, das auch aus mehreren Metern Entfernung noch wahrnehmbar ist. Für ein leistungsfähiges Multimedia-Notebook mit Hyper-Threading-Quadcore ist das Lenovo 720S in der Tat angenehm leise unterwegs. 

Lautstärkediagramm

Idle
30.3 / 30.3 / 30.3 dB(A)
Last
39.3 / 39.6 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   Audix TM1, Arta (aus 15 cm gemessen)   Umgebungsgeräusche: 30.3 dB(A)
dB(A) 0102030405060708090Deep BassMiddle BassHigh BassLower RangeMidsHigher MidsLower HighsMid HighsUpper HighsSuper Highs2033.528.832.931.633.52532.730.73732.232.73137.83232.530.237.84032.731.230.929.132.75032.132.63229.832.16333.731.929.328.133.78027.12725.926.627.110026.826.527.225.626.812527.527.124.12527.516024.926.123.724.324.920025.72622.722.625.725026.126.92221.526.131528.92921.320.728.940026.526.720.22026.55002727.719.718.82763027.127.618.718.127.180027.728.81818.127.7100029.229.117.917.629.212502828.517.617.22816002828.417.517.428200028.12817.417.428.1250027.928.317.317.327.9315028.829.217.717.428.8400028.128.517.817.828.1500025.425.3181825.4630023.924.218.418.123.9800022.422.318.518.322.41000020.620.318.718.620.61250020.819.418.918.720.81600023.719.619.219.123.7SPL39.339.630.430.239.3N3.13.11.21.23.1median 27Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGEmedian 27.1median 18.7median 18.3median 27Delta22.321.42hearing rangehide median Fan Noise

Temperatur

Stresstest Beginn
Stresstest Beginn
Stresstest nach 1 Stunde
Stresstest nach 1 Stunde

Unter maximaler Dauerlast kann es an der Unterseite im Bereich der CPU beim Betrieb auf dem Schoß bereits zu sehr unangenehmen Temperaturen von fast 60 °C kommen, oben in der Mitte der Tastatur sind es immer noch 46 °C. Da hätten wir uns von der Drosselung der CPU-TDP und der Max-Q-Grafikkarte ehrlich gesagt mehr erwartet. Führt man sich vor Augen, dass die Prozessor-Temperaturen bereits kurz nach Beginn unseres Stresstests bis zu 96 °C erklommen, liegt die Vermutung nahe, dass die TDP vielleicht gar nicht freiwillig reduziert wurde, aber das ist Spekulation. Im Endeffekt ist das Kühlsystem zwar angenehm leise, aber leider eben auch nicht besonders effizient. Gut: im Idle sind die Temperaturen kein Thema, und auch unter Last kommt der Bereich der Handballenauflage nicht über mollige 34 °C hinaus. 

Zu Beginn unseres Stresstests mit Prime95 + FurMark arbeiten alle Kerne noch im hohen Turbo-Bereich und erreichen bis zu 3,8 GHz, hier treten dann auch die oben angesprochenen hohen Kerntemperaturen von bis zu 96 °C auf. Innerhalb von achteinhalb Minuten sinken die Takte bereits auf rund 2 GHz ab. Nach einer guten Stunde konnten zumeist nur noch 1,6 GHz gehalten werden, womit in diesem praxisfernen Szenario im Hinblick auf den Basistakt von 2,8 GHz massives Throttling vorliegt. Einfacher hatte es die Grafikkarte, die ihre Basisfrequenz von 1.151 MHz nur selten minimal unterschritt, dabei aber auch mehr als 90 °C heiß wurde.

Max. Last
 48.4 °C54.5 °C50.4 °C 
 38.8 °C46.2 °C41 °C 
 30.9 °C30 °C31.8 °C 
Maximal: 54.5 °C
Durchschnitt: 41.3 °C
42.4 °C59.3 °C41 °C
36 °C43 °C36 °C
31.4 °C34.2 °C33 °C
Maximal: 59.3 °C
Durchschnitt: 39.6 °C
Netzteil (max.)  50.1 °C | Raumtemperatur 22.6 °C | FIRT 550-Pocket
Wärmeentwicklung Oberseite (Leerlauf)
Wärmeentwicklung Oberseite (Leerlauf)
Wärmeentwicklung Unterseite (Leerlauf)
Wärmeentwicklung Unterseite (Leerlauf)
Wärmeentwicklung Oberseite (Last)
Wärmeentwicklung Oberseite (Last)
Wärmeentwicklung Unterseite (Last)
Wärmeentwicklung Unterseite (Last)

Lautsprecher

Die beiden kleinen, nach unten gerichteten Speaker ermöglichen eine ordentliche Maximallautstärke, die für die Beschallung von kleinen bis mittleren Räumen ausreicht. Durch die relativ starke Kompression klingt der Sound deutlich gequetscht und etwas unnatürlich. Auch bei höchster Lautstärke kommt es nur selten zu Verzerrungen, und von lästigen Lautstärkeschwankungen bleibt man vollständig verschont. Bei einigen Titeln kann die Wiedergabe etwas schrill klingen, echte Bässe sind mangels Volumen ohnehin Fehlanzeige, dafür punktet das Soundsystem mit einer guten Dynamik und sogar etwas Räumlichkeit.

Sobald wie etwa bei Metal mehrere Instrumente mit hohen Pegeln gleichzeitig zum Einsatz kommen, neigt der Sound zum Vermatschen. Bei reduzierter Lautstärke kommen die genannten Negativpunkte weniger zur Geltung. Alles in allem haben wir es hier mit einem für die Klasse und Preislage noch akzeptablen Sound-System zu tun.

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Mit der Einschätzung des Stromverbrauchs haben wir es hier im Hinblick auf die ungewöhnliche Kombination nicht unbedingt häufig vertretener Kernkomponenten (TDP-reduzierte CPU, Max-Q-Grafikkarte) besonders schwer. Da ein Vergleich innerhalb des Testfelds kaum einen Sinn macht, haben wir in unserer Datenbank nach gleich großen Vergleichsgeräten mit einem herkömmlichen Intel Core i7-7700HQ und der Standardversion der Nvidia GeForce GTX 1050 Ti ohne Max-Q gesucht. Schließlich sollen die Limitierungen der Chips unter anderem auch den Energieverbrauch senken.

Gefunden haben wir lediglich drei Multimedia-Laptops, die sich in den Idle-Lastzuständen bis auf wenige Ausnahmen etwas oder deutlich mehr Strom genehmigen als das Lenovo Ideapad 720S-15 IKB. Bei durchschnittlicher Last (Load avg) langt unser Testgerät mit minimalem Vorsprung am meisten hin, greift unter voller Last (Load max) aber wieder zur Sparsamkeitskrone. Im häufig auftretenden Lastzustand Idle avg zählt unser Lenovo zum sparsamsten Viertel aller Multimedia-Notebooks in unserer Datenbank.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.26 / 0.7 Watt
Idledarkmidlight 3.7 / 8 / 9.8 Watt
Last midlight 85 / 92.4 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Metrahit Energy
Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE
7700HQ, GeForce GTX 1050 Ti Max-Q, Samsung SSD PM981 MZVLB512HAJQ, IPS, 1920x1080, 15.6
Dell XPS 15 2018 i5 FHD 97Wh
8300H, GeForce GTX 1050 (Notebook), Lite-On CA3-8D256-Q11, LED IGZO IPS InfinityEdge, 1920x1080, 15.6
HP Spectre x360 15t-bl100
8550U, GeForce MX150, Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP, IPS, 3840x2160, 15.6
Asus Zenbook Pro UX550VE-DB71T
7700HQ, GeForce GTX 1050 Ti (Notebook), Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP, IPS, 1920x1080, 15.6
Durchschnittliche NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti Max-Q
 
Durchschnitt der Klasse Multimedia
 
Stromverbrauch
13%
-59%
-13%
-38%
-76%
Idle min *
3.7
2.9
22%
11.6
-214%
6.3
-70%
6.59 (3.7 - 9.48, n=2)
-78%
11.8 (2.6 - 101, n=895)
-219%
Idle avg *
8
5.8
27%
13.8
-73%
7.9
1%
12.1 (8 - 16.1, n=2)
-51%
16.4 (4.2 - 122, n=895)
-105%
Idle max *
9.8
7.5
23%
14.2
-45%
8.1
17%
13.4 (9.8 - 16.9, n=2)
-37%
19.9 (4.7 - 181, n=895)
-103%
Last avg *
85
77.5
9%
67.9
20%
84.9
-0%
87.9 (85 - 90.8, n=2)
-3%
59.7 (18.5 - 164, n=874)
30%
Last max *
92.4
107
-16%
76.9
17%
102.4
-11%
113 (92.4 - 134, n=2)
-22%
77.5 (20.1 - 329, n=879)
16%
Witcher 3 ultra *
84
59.04
96.3

* ... kleinere Werte sind besser

Akkulaufzeit

Lenovo setzt auf einen starken 79-Wh-Akku, der in Kombination mit dem relativ niedrigen Energieverbrauch für viel Ausdauer sorgt. Da das HP Spectre X360 und das Asus ZenBook Pro über ähnliche Akkukapazitäten verfügen und daher zumindest in diesem sowie beim Kriterium der Bildschirmgröße Vergleichbarkeit besteht, konzentrieren wir uns auf diese beiden Mitbewerber. Unser Dell mit seinem gigantischen 97-Wh-Stromspeicher kann zumindest im WLAN-Test von seiner höheren Akkukapazität profitieren, bleibt beim Vergleich aber außen vor.

In der WLAN-Teildisziplinen setzt sich unser Ideapad mit leichtem Vorsprung an die Spitze und muss sich beim Last-Test nur dem HP geschlagen geben. Nahezu zehn Stunden im praxisnahen WLAN-Test bei auf 150 cd/m2 reduzierter Helligkeit sollten die meisten Nutzer sicher über den Tag bringen.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
22h 36min
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3
9h 48min
Big Buck Bunny H.264 1080p
11h 05min
Last (volle Helligkeit)
1h 42min
Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE
7700HQ, GeForce GTX 1050 Ti Max-Q, 79 Wh
Dell XPS 15 2018 i5 FHD 97Wh
8300H, GeForce GTX 1050 (Notebook), 97 Wh
HP Spectre x360 15t-bl100
8550U, GeForce MX150, 79.2 Wh
Asus Zenbook Pro UX550VE-DB71T
7700HQ, GeForce GTX 1050 Ti (Notebook), 73 Wh
Durchschnitt der Klasse Multimedia
 
Akkulaufzeit
36%
-4%
-22%
-44%
Idle
1356
934
-31%
1023
-25%
389 (73 - 1810, n=857)
-71%
H.264
665
344 (114 - 915, n=90)
-48%
WLAN
588
942
60%
511
-13%
532
-10%
348 (96 - 942, n=209)
-41%
Last
102
114
12%
136
33%
70
-31%
84.5 (32 - 238, n=858)
-17%
Witcher 3 ultra
62
77.5 (62 - 94, n=8)

Fazit

Pro

+ solides, repräsentatives Gehäuse
+ TPM 2.0
+ guter Fingerabdruck-Scanner
+ gute Tastatur
+ helles, kontrastreiches Display
+ gute Farbtreue ab Werk
+ rasante SSD
+ leise
+ sparsam
+ sehr ausdauernd

Contra

- wenige Ports / Adapterzwang
- kein dedizierter Bildausgang
- nur 1x USB 3.0 Typ A
- WLAN-Performance suboptimal
- Screen Bleeding
- schlechte CPU-Turbo-Ausnutzung unter Dauerlast
- massives Throttling im Stresstest
- ineffiziente Kühlung

Auch nach einigen Wochen mit dem Lenovo Ideapad 720S-15IKB finden wir dessen gleichwohl durchaus sinnvolle Hardwareausstattung immer noch etwas merkwürdig. Ein auf 35 W TDP reduzierter i7-7700HQ hat Seltenheitswert, und wir fragen uns im Hinblick auf die problematische Thermik, ob die CPU nicht nur aus der Not heraus gedrosselt wurde. Die Performance des Prozessors reicht aber trotzdem locker auch für anspruchsvolle Anwendungen und intensives Multitasking aus und überlässt die Rolle des Flaschenhalses bei aufwändigen Games der ebenfalls leicht leistungsreduzierten Max-Q-Version der Nvidia GeForce 1050 Ti.

Die sowohl für diese Klasse als auch im direkten Vergleich mit den anderen Notebooks in diesem Test ungewöhnlich dürftige Ausstattung mit Anschlüssen, die viele Nutzer zum ständigen Mitführen separat zu erwerbender Adapter zwingt, stellt zweifellos für viele Interessenten ein KO-Kriterium dar. Insbesondere das Fehlen eines separaten HDMI- und/oder DisplayPort-Anschlusses stößt bei uns auf Unverständnis, zumal ausreichend Platz vorhanden ist. Da fallen die suboptimale Performance beim WLAN-Empfang und das nur bei dunklen Bildinhalten sichtbare Screen-Bleeding deutlich weniger ins Gewicht.

Eine Kaufempfehlung bleibt dem in den meisten anderen Aspekten überzeugenden Lenovo Ideapad 720S-15IKB wegen der problematischen Thermik und vor allem wegen der Armut an physischen Anschlüssen verwehrt.

Auf der Habenseite stehen das schlichte, dafür aber solide und ergonomische Gehäuse, die aktuelle Sicherheitsausstattung, das gelungene Display und nicht zuletzt der sparsame und leise Betrieb sowie die angenehm langen, Reserven gewährenden Akkulaufzeiten. Obwohl wir das Lenovo Ideapad insgesamt gelungen finden, was sich auch daran zeigt, dass es mit einer Gesamtwertung von 87 % nur knapp an einem „Sehr gut“ vorbeischrammt, können wir uns insbesondere im Hinblick auf die Anschluss-Problematik nicht zu einer allgemeinen Kaufempfehlung durchringen. Interessenten, die hauptsächlich auf Funk setzen, aus anderen Gründen mit den vorhandenen Ports auskommen oder denen es nichts ausmacht, Adapter zu verwenden und zusätzlich mit sich zu führen, können hingegen durchaus zuschlagen.

Lenovo Ideapad 720S-15IKB 81AC001AGE - 22.08.2018 v6
Sven Kloevekorn

Gehäuse
86 / 98 → 88%
Tastatur
84%
Pointing Device
79%
Konnektivität
48 / 81 → 59%
Gewicht
64 / 20-67 → 94%
Akkulaufzeit
92%
Display
89%
Leistung Spiele
89 / 85 → 100%
Leistung Anwendungen
91 / 92 → 99%
Temperatur
85%
Lautstärke
90 / 95 → 95%
Audio
63%
Kamera
51 / 85 → 60%
Durchschnitt
78%
87%
Multimedia - gewichteter Durchschnitt
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Autor: Sven Kloevekorn, 23.08.2018 (Update: 28.08.2018)
Sven Kloevekorn
Sven Kloevekorn - Editor
Als echter Heimcomputer-Veteran habe ich mir schon mit 14 Jahren meinen ersten Commodore VC 20 zugelegt, weitere Stationen waren der legendäre C64, ein Amiga 500 und schließlich nach einer längeren Pause 1998 der erste PC. Meine Leidenschaft gilt gepflegter Technik jeder Art mit Schwerpunkten auf den Themen PCs / Notebooks, Smartphones, Tablets und vor allem Digitale Fotografie, mit der ich mir neben dem einen oder anderen PC-Game am liebsten die Zeit vertreibe.