Test Apple iPad Mini Retina Tablet

Daniel Schmidt , 25.11.2013

Kleiner Pixelriese. Mit der Neuauflage des kleinen iPads bekommt nun auch dieses ein Retina-Display spendiert, wird jedoch auch dicker als sein Vorgänger. Ebenso erhält das Mini den 64 Bit A7-Prozessor und steht damit dem großen Bruder in nichts nach. Oder etwa doch...?

Mit dem iPad Mini Retina offeriert Apple seine erste Überarbeitung des hauseigenen 7,9-Zoll-Tablets. Während der Vorgänger mit keinen echten Highlights aufwarten konnte, preschen die Kalifornier nun nach vorne und spendieren ihrem kleinen Tablet ein umfassendes Upgrade. Im Mini Retina hält der aktuelle Apple A7-Prozessor Einzug und steigert damit die Performance des Gerätes enorm. Wie der Name schon verrät, setzen die Kalifornier nun auch in diesem Tablet auf ein Retina-Display, welches mit 2.048 x 1.536 Bildpunkten auflöst und sich damit an die Spitze der sieben bis acht Zoll-Geräte in puncto Pixeldichte setzt. Auch beim neuen Mini offeriert Apple eine Akkulaufzeit von bis zu zehn Stunden, trotz des neuen Displays. Dies hat jedoch auch seinen Preis, denn das Mini musste ein bisschen wachsen, um den größeren Energiespeicher beherbergen zu können. Bei der möglichen Speicherausstattung sind nun 16, 32, 64 und 128 GB wählbar. Die kleinste Variante ist ab 389 Euro zu haben und damit rund 60 Euro teurer als der Vorgänger. Jede weitere Speicherverdopplung kostet 90 Euro zusätzlich. Wer zudem noch mobil ins Internet gelangen möchte, muss weitere 90 Euro auf den Tisch legen. Das Spitzenmodell kommt somit auf einen stolzen Preis von 779 Euro. Wir begnügen uns im Test mit der 16 GB Variante ohne LTE.

Dennoch haben die Konkurrenz-Modelle keinen Grund vor Ehrfurcht zu erstarren. Denn auch Tablets wie das Amazon Kindle Fire HDX 7 oder das Google Nexus 7 (2013) setzen auf hohe Panelauflösungen und leistungsstarke SoCs. Wie sich Apple iPad Mini Retina im Test schlägt und ob es tatsächlich ein kleines iPad Air ist, lesen Sie im folgenden Testbericht.

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

Das Display wird durch eine Glasabdeckung geschützt.
Das Display wird durch eine Glasabdeckung geschützt.
Der Aluminium-Unibody ist hervorragend verarbeitet und liegt gut in der Hand.
Der Aluminium-Unibody ist hervorragend verarbeitet und liegt gut in der Hand.

Das Apple iPad Mini Retina misst 200 x 134,7 x 7,5 Millimeter (Länge x Breite x Höhe) und hat damit beinahe die gleichen Abmaße wie sein Vorgänger. Das erste Mini war jedoch etwas schlanker und lediglich 7,2 mm dick. Außerdem wiegt das neue Gerät mit 328 Gramm rund 20 g mehr. Der größere Akku benötigt nicht nur etwas mehr Platz, sondern erhöht auch das Gewicht.

Ansonsten könnte man meinen, einen kleineren Zwilling des iPad Air vor sich liegen zu haben. Das Unibody-Gehäuse besteht ebenfalls aus Aluminium und ist erstklassig verarbeitet. Das Material ist ein echter Handschmeichler, jedoch auch anfällig gegenüber Fingerabdrücken. Die gesamte Front wird durch eine Glasabdeckung geschützt. Die Spaltmaße zwischen dem Glas und dem Aluminium-Gehäuse sind schmal und absolut gleichmäßig. Die von Apple angepriesene fettabweisende Beschichtung des Touchscreens ist nicht besser als bei anderen Tablets. Um den gelegentlichen Einsatz eines Putztuches wird niemand herumkommen.

Auch die Verwindungssteifheit des iPads ist prima. Selbst unter relativ viel Kraftaufwand lässt sich das Gerät nicht verformen. Ein Knarzen konnten wir dem Tablet nicht entlocken. Die Druckempfindlichkeit ist nur minimal. Man muss schon sehr kräftig auf die Rückseite drücken, um eine kleine Wellenbildung auf dem Screen sichtbar zu machen.

In summa überzeugt das iPad Mini Retina vollends in puncto Verarbeitung. Genauso wie das iPad Air ist es in den Farben „Spacegrau“ und „Silber“ erhältlich.

Ausstattung

Wie wir testen - Ausstattung

Die Anschlussausstattung des iPad Mini Retina unterscheidet sich weder im Vergleich zum Vorgänger noch zum großen Bruder und ist gewohnt übersichtlich. Der Lightning-Port ist weiterhin die zentrale Schnittstelle des Tablet und ist im Grunde ein erweiterter USB-2.0-Anschluss, welcher jedoch auch Audio- und Firewire-Signale verarbeiten kann. Zwar wären eine richtige USB-Schnittstelle oder eine Speichererweiterung mittels MicroSD-Slot weiterhin wünschenswert, doch Apple hält an seiner Politik fest und verzichtet auf diese Features.

Der obligatorische Kopfhörerausgang ist ebenfalls verbaut. Der auf der rechten Seite integrierte Seitenschalter ist in den Einstellungen konfigurierbar und ermöglicht wahlweise eine Nutzung als Rotation-Lock oder Stummtaste.

Kopfseite: Power, Mikrofon, Audio
Kopfseite: Power, Mikrofon, Audio
linke Seite
linke Seite
Fußseite: Lightning-Port, flankiert von Stereolautsprechern
Fußseite: Lightning-Port, flankiert von Stereolautsprechern
Rechts: Lautstärkewippe, Seitenschalter
Rechts: Lautstärkewippe, Seitenschalter

Software

Als Betriebssystem installiert Apple das hauseigene iOS in der Version 7.0, welches in den Tests zum iPhone 5S sowie 5c und dem iPad Air näher beleuchtet wird. Nach dem ersten Start wurde direkt eine neue Bugfix-Version (7.0.4) angeboten, welche während des gesamten Testzeitraumes benutzt wurde. Der Browser-Bug während des WLAN-Tests, welcher sich im Review zum iPad Air bemerkbar gemacht hatte, besteht leider auch in der neuen Version noch.

Das optisch stark überarbeitete Betriebssystem wirkt auf dem hochauflösenden iPad Mini Retina deutlich harmonischer und nicht so bunt wie auf den iPhones. Außerdem offeriert Apple nun seine Office Apps kostenlos für das Tablet.

Der Start-Screen des iPad Mini Retina.
Der Start-Screen des iPad Mini Retina.
16 GB Speicher sind schnell gefüllt.
16 GB Speicher sind schnell gefüllt.
Als Betriebssystem kommt iOS 7.0.4 zum Einsatz.
Als Betriebssystem kommt iOS 7.0.4 zum Einsatz.

Kommunikation

Mit dem Internet verbindet sich das Apple iPad Mini Retina mittels des integrierten WLAN-Moduls. Dieses unterstützt die IEEE-802.11-Standards a/b/g/n und funkt in den Frequenzbereichen mit 2,4 sowie 5,0 GHz. Die Verbindungsqualität ist auch etwa 20 Meter vom Router (Fritz!Box 6360) entfernt noch recht gut. Internetseiten werden in einer ordentlichen Geschwindigkeit aufgebaut, eine Verzögerung ist jedoch spürbar. Den neuen ac-Standard unterstützt das Tablet leider nicht. Genauso wenig gibt es einen NFC-Chip. Bluetooth ist in der Version 4.0 installiert.

Optional kann das Gerät auch mit einem WWAN-Modem erworben werden, welches neben HSPA+ auch den schnellen Datenstandard LTE unterstützt. Letzterer greift auf ein breites Frequenzspektrum zurück, unterstützt aber nicht die Spezifikationen für Cat. 4 LTE.

Die Telefonie-Eigenschaften über VoIP sind auch beim iPad Mini gut. Bei der Klangqualität gibt es aufgrund der beiden Mikrofone nichts zu bemängeln. Die Webcam (1,2 MP, 1.280 x 960 Pixel) verrichtet ihre Dienste ordentlich, wirkt auf dem hochauflösenden Panel aber etwas grobpixelig. Bei schlechten Lichtverhältnissen stößt die Optik zudem schnell an ihre Grenzen und rauscht stark. Dennoch kann das Gerät in summa mit seinen Kommunikationseigenschaften überzeugen.

Kameras & Multimedia

Im iPad Mini Retina kommen die gleichen Optiken zum Einsatz, wie im iPad Air. Als Webcam dient eine 1,2 MP (1.280 x 960 Pixel) Kamera, welche sich gut für die Videotelefonie eignet. Auf der Rückseite befindet sich eine iSight-Kamera mit 5 MP (2.592 x 1.936 Pixel). Diese ist bei guten Lichtverhältnissen auch für den einen oder anderen Schnappschuss zu gebrauchen, hat bei schlechten Lichtbedingungen jedoch arg mit Bildrauschen zu kämpfen. Da es kein Hilfslicht oder Blitz gibt, sind Aufnahmen in einer dunklen Umgebung ausgeschlossen. Videos nimmt die Haupt-Optik in 1.080p auf. Dies funktioniert recht gut, aber man benötigt eine ruhige Hand und schnelle Schwenks sollten vermieden werden.

Apple iPad mini Retina (iSight, außen)
Apple iPad mini Retina (iSight, außen)
Apple iPad mini Retina (Webcam, außen)
Apple iPad mini Retina (Webcam, außen)
Canon EOS 450D (Referenz)
Canon EOS 450D (Referenz)
Apple iPad mini Retina (iSight, innen)
Apple iPad mini Retina (iSight, innen)
Apple iPad mini Retina (Webcam, innen)
Apple iPad mini Retina (Webcam, innen)
Canon EOS 450D (Referenz, innen, ohne Blitz)
Canon EOS 450D (Referenz, innen, ohne Blitz)

Zubehör

Das mitgelieferte Zubehör des iPad Mini Retina ist gewohnt übersichtlich gehalten. Neben einem modularen Netzteil mit einer Nennleistung von 10 Watt liegt ein Lightning-auf-USB-Kabel bei, welches zum Laden des Tablets genutzt werden kann sowie zum Datentransfer mit einem Computer. Damit erschöpft sich der Lieferumfang jedoch auch schon.

Optional können im Apple Store oder über diverse Drittzulieferer verschiedenste Accessoires erworben werden. Diese reichen vom Smart-Cover (ab 39 Euro) bis zum externen Lautsprecher (ab 50 Euro).

Garantie

Als Standard-Garantie offeriert Apple auf das iPad Mini Retina lediglich zwölf Monate. Diese lässt sich mit dem Paket Apple Care+ (99 Euro) auf zwei Jahre erweitern, wird jedoch stark eingeschränkt und kann im Schadensfall weitere Folgekosten verursachen. Beim Vorgänger kostete der Service noch 19 Euro weniger.

Eingabegeräte & Bedienung

Die virtuelle Tastatur des iPad Mini Retina unterscheidet sich nicht von der des iPad Air. Generell hat sich hier in den vergangenen Jahren nicht viel getan und so werden gerade Android- und Windows-Anwender ein paar hilfreiche Doppelbelegungen oder Eingabeerleichterungen vermissen. Im Hochformat messen die QWERTZ-Tasten 7 x 9 mm (Breite x Höhe) und sind damit deutlich kleiner als beim großen Bruder. Wer längere Texte schreiben möchte, wird schnell ins Querformat wechseln. Dort sind die Tasten mit 11 x 12 mm größer, dafür ist jedoch auch weniger vom Bildschirm sichtbar. Im Vergleich zu den Konkurrenten mit Android oder Windows bleibt aber deutlich mehr Content einsehbar.

Der kapazitive Touchscreen erkennt bis zu zehn Eingaben gleichzeitig und arbeitet sehr präzise und reaktionsschnell. Die Gleiteigenschaften geben keinen Anlass zur Kritik. Es handelt sich hierbei um ein richtig gutes Eingabegerät.

Im Hochformat bleibt viel Content sichtbar.
Im Hochformat bleibt viel Content sichtbar.
Im Querformat sind die Tasten größer.
Im Querformat sind die Tasten größer.

Display

Wie wir testen - Display

Das Retina-Display hält Einzug in das iPad Mini.
Das Retina-Display hält Einzug in das iPad Mini.

Im Apple iPad Mini Retina kommt nun auch das hochauflösende Retina-Display zum Einsatz, wie der Name bereits vermuten lässt. Das Panel löst mit 2.048 x 1.536 Bildpunkten auf, was einem Seitenverhältnis von 4:3 entspricht. Dies sorgt bei einer Displaydiagonale von 7,9 Zoll für eine Pixeldichte von beachtlichen 324 PPI. Es liegt damit auf Augenhöhe mit den Konkurrenten von Google und Amazon (beide 323 PPI), welche jedoch etwas kleiner sind und eine erweiterte Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.200 Pixel) bieten.

Das Seitenverhältnis des iPad Mini ist vor allem bei der Betrachtung von Fotos vom Vorteil und auch Webseiten können im Querformat deutlich mehr Inhalt darstellen als das Nexus 7 oder das HDX 7, welche beide über ein Seitenverhältnis von 16:10 verfügen. Die Kontrahenten ermöglichen dafür aber eine nahezu randlose Wiedergabe von Filmen über die gesamte Panelfläche, während beim Apple-Tablet dicke Ränder nötig sind, um das Format korrekt darstellen zu können. Dies führt dazu, dass lediglich etwa 60 % des Displays genutzt werden, der Rest bleibt schwarz.

Die Helligkeit des Screens ist sehr gut und beträgt maximale 416 cd/m². Die Ausleuchtung ist mit 89 Prozent sehr gleichmäßig. Dies kann das Amazon HDX 7 (max. 447 cd/m², 91 %) noch etwas besser, das Nexus 7 erstrahlt sogar deutlich heller und erreicht 549 cd/m². Lichthöfe konnten wir beim iPad Mini keine feststellen.

400
cd/m²
404
cd/m²
370
cd/m²
414
cd/m²
411
cd/m²
378
cd/m²
416
cd/m²
409
cd/m²
384
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Infos
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 416 cd/m²
Durchschnitt: 398.4 cd/m²
Ausleuchtung: 89 %
Helligkeit Akku: 411 cd/m²
Schwarzwert: 0.54 cd/m²
Kontrast: 761:1

Der Kontrast des iPad Mini Retina ist mit 761:1 recht gut. Der Schwarzwert in Höhe von 0,54 cd/m² ist leicht erhöht. Schwarz wirkt nicht tiefschwarz, sondern eher wie ein dunkles Anthrazit. In der Praxis fällt dieses Manko jedoch kaum auf, außerdem sind das Nexus 7 (1,07 cd/m², 513:1) und das Amazon HDX 7 (0,7 cd/m², 668:1) teilweise sichtbar schlechter. Bei Googles Tablet mag man gar nicht mehr von einem Schwarzwert sprechen.

Bei der Farbwiedergabe ist das iPad Mini, laut den Kollegen von DisplayMate, leider nur unterdurchschnittlich. Anders als das iPad Air, welches nahezu 100 % des sRGB-Farbraumes bedienen kann, deckt das Testgerät nur 63 Prozent desselben Farbraumes ab. Die Kalibrierung der Graustufen ist vorbildlich und lässt keine Wünsche offen. Anders sieht es da schon bei der Farbtreue aus, hier gibt es in fast allen Nuancen deutliche Abweichungen. Die Farben wirken dadurch etwas zu dumpf. Die Sättigung ist wiederum besser, nur Blau weicht mit einem dE von 18 deutlich ab. Hier zeigt sich klar, dass ein Retina-Display nicht gleich ein Retina-Display ist, auch wenn beide Panels von Apple stammen.

Graustufen (Zielfarbraum sRGB)
Graustufen (Zielfarbraum sRGB)
Farbtreue (Zielfarbraum sRGB)
Farbtreue (Zielfarbraum sRGB)
Farbsättigung (Zielfarbraum sRGB)
Farbsättigung (Zielfarbraum sRGB)
Mischfarben (Zielfarbraum sRGB)
Mischfarben (Zielfarbraum sRGB)
Mischfarben (Zielfarbraum Adobe RGB)
Mischfarben (Zielfarbraum Adobe RGB)
Farbraumabdeckung des iPad Mini Retina (Quelle: DisplayMate)
Farbraumabdeckung des iPad Mini Retina (Quelle: DisplayMate)

Im Außeneinsatz macht das iPad Mini Retina eine gute Figur. Die hohe Leuchtkraft und der satte Kontrast ermöglichen auch bei hellem Umgebungslicht, dass der Displayinhalt gut abgelesen werden kann. Lediglich die spiegelnde Oberfläche macht es im direkten Sonnenlicht schwierig etwas zu erkennen.

Das iPad Mini bei bewölktem Himmel.
Das iPad Mini bei bewölktem Himmel.
Bei flachen Betrachtungswinkeln entstehen Reflexionen zwischen Display und Glas.
Bei flachen Betrachtungswinkeln entstehen Reflexionen zwischen Display und Glas.

Die Blickwinkelstabilität des iPad Mini Retina ist aufgrund der verwendeten IPS-Technologie eigentlich sehr gut. Jedoch kann es bei hellem Umgebungslicht dazu kommen, dass die spiegelnde Oberfläche den möglichen Betrachtungswinkel stark verkleinert. Außerdem wird wie beim iPad Air bei flachen Winkeln ein Abstand zwischen der Glasoberfläche und dem Panel sichtbar und es entstehen unschöne Reflexionen. In der Praxis fällt dieser Effekt jedoch nur sehr selten störend auf.

Blickwinkel des iPad Mini Retina
Blickwinkel des iPad Mini Retina

Leistung

Wie wir testen - Leistung

Setzte Apple im ersten iPad Mini (Apple A5) noch auf einen bereits veralteten SoC, wird in der Neuauflage das aktuelle Flaggschiff verbaut. Der 64 Bit Apple A7-Prozessor verfügt über zwei Kerne und einen M7-Koprozessor. Jeder Kern taktet mit 1,3 GHz und damit genauso hoch wie im iPhone 5S.

Auch wenn das kleine Apple-Tablet etwas niedriger taktet als die baugleiche CPU im iPad Air, kann es durchaus Anklang finden. Vor allem die Grafik-Performance der integrierten Imagination PowerVR G6430 überzeugt auf ganzer Linie und lässt die Konkurrenz teilweise klar hinter sich. Im GFX Bench (Offscreen) wird die Überlegenheit der GPU mit 27 fps klar demonstriert. Im 3DMark Ice Storm Extreme wird im kalten Zustand sogar ein „Maxed Out!“ erreicht. Dies ist der Fall, wenn mehr als 60 fps im Benchmark geliefert werden. Absolviert das iPad Mini aus dem kalten Zustand den Test, erreicht es lediglich knapp 58 fps und somit auch einen vergleichbaren Wert in Höhe von 10.197 Punkten. Die GPU neigt also zu einem minimalen Throttling, welches in der Praxis jedoch überhaupt nicht spürbar ist.

Die reine CPU-Leistung ist ebenfalls beachtlich. Zwar sind hier die Quad-Core-Prozessoren, wie im Bullman Tab 8 (Rockchip RK3188, 1,6 GHz) oder dem Nexus 7 (Snapdragon S4 Pro, 1,5 GHz), eigentlich klar im Vorteil, doch fällt das Leistungsplus der Kontrahenten deutlich geringer aus als erwartet. Werden die Physics-Werte aus dem Ice Storm Extreme als Vergleich herangezogen, erreicht das Nexus 7 (10.508 Punkte) zwar einen Wert, der 37 % größer ist als der des Testgerätes (7.672 Punkte), doch wenn man die Punktezahl in Verhältnis zu der Anzahl der Kerne und der Taktfrequenz setzt, ist die Leistung pro MHz des iPad Mini rund 60 % größer als beim Nexus 7. Die A7-CPU arbeitet also erheblich effektiver.

Auch der Speicher ist ähnlich schnell, wie der im iPad Air und erreicht laut PassMark eine lineare Lesegeschwindigkeit von 309 MB/s. Er ist damit vergleichsweise flott, kann aber nicht die Spitzenwerte eines Samsung Galaxy S4 (413 MB/s) erreichen.

Geekbench 3
32 Bit Single-Core Score
Apple iPad mini Retina
1393 Points ∼40%
Amazon Kindle Fire HDX 7 inch
863 Points ∼25% -38%
Apple iPhone 5S
1368 Points ∼39% -2%
Apple iPad Air
1479 Points ∼42% +6%
32 Bit Multi-Core Score
Apple iPad mini Retina
2512 Points ∼20%
Amazon Kindle Fire HDX 7 inch
2622 Points ∼20% +4%
Apple iPhone 5S
2449 Points ∼19% -3%
Apple iPad Air
2687 Points ∼21% +7%
3DMark (2013)
1920x1080 Ice Storm Extreme Score
Apple iPad mini Retina
10197 Points ∼8%
Bullman Tab 8 Mini AQQI
2519 Points ∼2% -75%
Google Nexus 7 2013
7245 Points ∼6% -29%
Apple iPhone 5S
10245 Points ∼8% 0%
1920x1080 Ice Storm Extreme Graphics
Apple iPad mini Retina
11255 Points ∼4%
Bullman Tab 8 Mini AQQI
2099 Points ∼1% -81%
Google Nexus 7 2013
6655 Points ∼3% -41%
Apple iPhone 5S
11226 Points ∼4% 0%
1920x1080 Ice Storm Extreme Physics
Apple iPad mini Retina
7672 Points ∼16%
Bullman Tab 8 Mini AQQI
8413 Points ∼18% +10%
Google Nexus 7 2013
10508 Points ∼22% +37%
Apple iPhone 5S
7845 Points ∼16% +2%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Score
Apple iPad mini Retina
14180 Points ∼10%
Apple iPhone 5S
14012 Points ∼10% -1%
Apple iPad Air
14858 Points ∼10% +5%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Graphics Score
Apple iPad mini Retina
18343 Points ∼6%
Apple iPhone 5S
17861 Points ∼6% -3%
Apple iPad Air
18868 Points ∼7% +3%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Physics
Apple iPad mini Retina
7902 Points ∼15%
Apple iPhone 5S
7987 Points ∼16% +1%
Apple iPad Air
8520 Points ∼17% +8%
GFXBench (DX / GLBenchmark) 2.7
1920x1080 T-Rex HD Offscreen C24Z16
Apple iPad mini Retina
27 fps ∼4%
Samsung Galaxy Tab 3 8.0 SM-T310
3.9 fps ∼1% -86%
Bullman Tab 8 Mini AQQI
4.4 fps ∼1% -84%
Google Nexus 7 2013
16 fps ∼2% -41%
Apple iPhone 5S
25 fps ∼4% -7%
Apple iPad Air
27 fps ∼4% 0%
T-Rex HD Onscreen C24Z16
Apple iPad mini Retina
21 fps ∼35%
Samsung Galaxy Tab 3 8.0 SM-T310
6.2 fps ∼10% -70%
Bullman Tab 8 Mini AQQI
5.9 fps ∼10% -72%
Google Nexus 7 2013
16 fps ∼27% -24%
Apple iPhone 5S
37 fps ∼62% +76%
Apple iPad Air
21 fps ∼35% 0%
Linpack for Android
Single Thread
Apple iPad mini Retina
536.03 MFLOPS ∼79%
Apple iPad mini
85.4 MFLOPS ∼13% -84%
Samsung Galaxy Tab 3 8.0 SM-T310
56.377 MFLOPS ∼8% -89%
Bullman Tab 8 Mini AQQI
54.937 MFLOPS ∼8% -90%
Google Nexus 7 2013
97.481 MFLOPS ∼14% -82%
Amazon Kindle Fire HDX 7 inch
429.915 MFLOPS ∼63% -20%
Apple iPhone 5S
518.44 MFLOPS ∼76% -3%
Apple iPad Air
557.99 MFLOPS ∼82% +4%
Multi Thread
Apple iPad mini Retina
998.18 MFLOPS ∼91%
Apple iPad mini
124.4 MFLOPS ∼11% -88%
Samsung Galaxy Tab 3 8.0 SM-T310
95.942 MFLOPS ∼9% -90%
Bullman Tab 8 Mini AQQI
132.08 MFLOPS ∼12% -87%
Google Nexus 7 2013
253.634 MFLOPS ∼23% -75%
Amazon Kindle Fire HDX 7 inch
727.011 MFLOPS ∼66% -27%
Apple iPhone 5S
931.38 MFLOPS ∼85% -7%
Apple iPad Air
977.31 MFLOPS ∼89% -2%
Legende
      Apple iPad mini Retina Apple A7, PowerVR G6430, 16 GB iNAND Flash
      Apple iPad mini Apple A5, PowerVR SGX543MP2, 16 GB SSD
      Samsung Galaxy Tab 3 8.0 SM-T310 Samsung Exynos 4212 1.5 GHz, ARM Mali-400 MP4, 16 GB iNAND Flash
      Bullman Tab 8 Mini AQQI Rockchip RK3188, ARM Mali-400 MP4, 16 GB iNAND Flash
      Google Nexus 7 2013 Qualcomm Snapdragon S4 Pro APQ8064A, Qualcomm Adreno 320, 16 GB SSD
      Amazon Kindle Fire HDX 7 inch Qualcomm Snapdragon 800 MSM8974, Qualcomm Adreno 330, 16 GB SSD
      Apple iPhone 5S Apple A7, PowerVR G6430, 16 GB iNAND Flash
      Apple iPad Air Apple A7, PowerVR G6430, 16 GB iNAND Flash

Das Apple iPad Mini Retina liefert eine beeindruckende Browser-Performance und deklassiert die Konkurrenz plattformübergreifend. Auch rein subjektiv gibt es kaum etwas zu beanstanden. Webseiten werden schnell geladen und korrekt dargestellt. Nur der fehlende Flash-Support stößt nach wie vor unangenehm auf.

Sunspider
Apple iPad mini Retina
PowerVR G6430, A7, 16 GB iNAND Flash
271.8 ms * ∼7%
Amazon Kindle Fire HDX 7 inch
Adreno 330, 800 MSM8974, 16 GB SSD
563.9 ms * ∼14% -107%
Bullman Tab 8 Mini AQQI
Mali-400 MP4, RK3188, 16 GB iNAND Flash
849.2 ms * ∼21% -212%
Acer Iconia-W3-810-27602G03nsw
SGX545, Z2760, 32 GB eMMC Flash
930.8 ms * ∼23% -242%
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
1104.6 ms * ∼27% -306%
Samsung Galaxy Tab 3 8.0 SM-T310
Mali-400 MP4, 4212 1.5 GHz, 16 GB iNAND Flash
1257.1 ms * ∼31% -363%
Peacekeeper
Apple iPad mini Retina
PowerVR G6430, A7, 16 GB iNAND Flash
1724 Points ∼28%
Amazon Kindle Fire HDX 7 inch
Adreno 330, 800 MSM8974, 16 GB SSD
975 Points ∼16% -43%
Bullman Tab 8 Mini AQQI
Mali-400 MP4, RK3188, 16 GB iNAND Flash
654 Points ∼11% -62%
Acer Iconia-W3-810-27602G03nsw
SGX545, Z2760, 32 GB eMMC Flash
691 Points ∼11% -60%
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
611 Points ∼10% -65%
Samsung Galaxy Tab 3 8.0 SM-T310
Mali-400 MP4, 4212 1.5 GHz, 16 GB iNAND Flash
712 Points ∼11% -59%
Browsermark
Apple iPad mini Retina
PowerVR G6430, A7, 16 GB iNAND Flash
3541 points ∼49%
Amazon Kindle Fire HDX 7 inch
Adreno 330, 800 MSM8974, 16 GB SSD
2611 points ∼36% -26%
Bullman Tab 8 Mini AQQI
Mali-400 MP4, RK3188, 16 GB iNAND Flash
1543 points ∼21% -56%
Apple iPad mini
SGX543MP2, A5, 16 GB SSD
2098 (min: 2036) points ∼29% -41%
Acer Iconia-W3-810-27602G03nsw
SGX545, Z2760, 32 GB eMMC Flash
1729 points ∼24% -51%
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
2380 points ∼33% -33%
Octane V1 - Total Score
Apple iPad mini Retina
PowerVR G6430, A7, 16 GB iNAND Flash
5139 Points ∼24%
Amazon Kindle Fire HDX 7 inch
Adreno 330, 800 MSM8974, 16 GB SSD
3839 Points ∼18% -25%
Bullman Tab 8 Mini AQQI
Mali-400 MP4, RK3188, 16 GB iNAND Flash
2397 Points ∼11% -53%
Acer Iconia-W3-810-27602G03nsw
SGX545, Z2760, 32 GB eMMC Flash
2618 Points ∼12% -49%
Google Nexus 7 2013
Adreno 320, S4 Pro APQ8064A, 16 GB SSD
2283 Points ∼11% -56%
Samsung Galaxy Tab 3 8.0 SM-T310
Mali-400 MP4, 4212 1.5 GHz, 16 GB iNAND Flash
1873 Points ∼9% -64%

* ... kleinere Werte sind besser

Spiele

Alle Spiele, die Apples App-Store zu bieten hat, stellen das iPad Mini Retina vor keinerlei Herausforderung. Auch für die Zukunft ist das Tablet mit der leistungsstarken Grafikeinheit Imagination PowerVR G6430 bestens gerüstet. Egal ob Fifa 14, Infinity Blade III oder Klassiker wie Fruit Ninja und Angry Birds, alle Games laufen in ihrer vollen Pracht ruckelfrei. Die sauber arbeitenden Sensoren und der gute Touchscreen sind keine Spielverderber und leisten einwandfreie Arbeit.

Angry Birds Seasons HD
Angry Birds Seasons HD
Fruit Ninja HD
Fruit Ninja HD
Fifa 14
Fifa 14
Epic Citadel
Epic Citadel

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Temperatur

Im Idle-Betrieb erreicht das iPad Mini Retina eine Oberflächentemperatur von bis zu 33,1 °C. Es liegt damit im Mittelfeld und liefert einen ordentlichen Wert. Kühler bleibt das Nexus 7 (28,4 °C). Das Acer Iconia W3 wird mit 37 °C bereits im Leerlauf ziemlich warm.

Unter Last steigen die Temperaturen des Apple-Tablets auf bis zu 38,4 °C an. Es bleibt damit deutlich kühler als das iPad Air (max. 42,1 °C), aber auch als die übrigen Konkurrenten. Das HDX 7 (max. 41,6 °C) und das Google-Tablet (max. 45,8 °C) bleiben noch in einem vertretbaren Rahmen. Das Acer W3 hingegen scheint regelrecht zu glühen und erreicht einen Spitzenwert von 52,2 °C. Summa summarun liefert das iPad Mini eine gute Vorstellung ab, jedoch wird unter andauernder Last die Grafikeinheit zu Gunsten der Temperaturentwicklung wohl etwas gedrosselt, wie im Abschnitt Leistung beschrieben. In der Praxis ist dieser Performance-Verlust jedoch nicht zu spüren, kann sich bei zukünftigen Highend-Games aber bemerkbar machen.

 28.6 °C30.2 °C33.1 °C 
 28.7 °C29.6 °C33.0 °C 
 28.3 °C29.1 °C31.8 °C 
Maximal: 33.1 °C
Durchschnitt: 30.3 °C
30.9 °C30.5 °C28.8 °C
30.9 °C28.9 °C28.6 °C
30.6 °C29.6 °C28.2 °C
Maximal: 30.9 °C
Durchschnitt: 29.7 °C
Netzteil (max.)  38.7 °C | Raumtemperatur 21.8 °C | Voltcraft IR-350

Lautsprecher

Das iPad Mini Retina besitzt, genauso wie das iPad Air, zwei Stereolautsprecher, welche den Lightning-Anschluss flankieren. Die Klangqualität ist recht überzeugend. Die Höhen sind klar, die Mitten gut wahrnehmbar und der Bass vergleichsweise kräftig. Auch bei maximaler Lautstärke kommt es zu keinen Verzerrungen. Leider ist die Positionierung der Lautsprecher ungünstig. Ein Stereoklang will sich nicht so recht einstellen, da die beiden Komponenten zu dicht beieinander liegen. Wer das Gerät beim Abspielen flach auf den Tisch legt, sollte es besser auf Displayseite legen, da der Ton sonst gegen die Tischoberfläche geworfen wird, was den Klang dämpft. Die Stereoklinke (3,5 mm) arbeitet problemlos.

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Energieaufnahme

Die Leistungsaufnahme des iPad Mini Retina liegt im Idle-Betrieb zwischen 1,1 und 4,1 Watt. Gerade bei voller Panelhelligkeit zeigt sich hier ein leicht erhöhter Verbrauch. Unter Last steigt der Energiebedarf auf bis zu 8,3 Watt an. Im Vergleich zum Acer W3 (8,1 W) ist dies zwar etwas höher, da das Apple-Tablet aber über ein wesentlich höher auflösendes Panel und einen stärkeren SoC verfügt, ist dieser Umstand absolut in Ordnung.

Vorbildlich zeigt sich das iPad Mini im Standby. Dort benötigt es lediglich 0,1 Watt. Wird das Gerät vollständig heruntergefahren, konnten wir dem Tablet gar keine Leistungsaufnahme nachweisen.

Stromverbrauch

Aus / Standby 0.0 / 0.1 Watt
Idle 1.1 / 3.9 / 4.1 Watt
Last 6 / 8.3 Watt
 
Legende: min: , med: , max:         Voltcraft VC 940

Akkulaufzeit

Das Apple iPad Mini Retina besitzt einen festverbauten Energiespeicher, welcher 23,8 Wh stark ist und damit im Vergleich zu den Konkurrenzmodellen (Nexus 7: 16 Wh, HDX 7: 16,7 Wh) deutlich größer ist. Nur das Acer W3 (25 Wh) hat einen noch größeren Akku. Die Kalifornier wollen so die erhöhte Leistungsaufnahme des Retina-Displays kompensieren, was aber auch zu Lasten des Gewichtes und der Bauhöhe geschieht.

Tatsächlich sind die ermittelten Laufzeiten des Tablets sehr gut und können die Kontrahenten in allen Bereichen überbieten. Der ermittelte maximale Laufzeitwert des Nexus 7 (44 Std.) ist mit dem des Testgerätes nicht vergleichbar, da dort eine andere Testmethode angewandt wurde. Während das Google-Tablet einfach im Idle-Betrieb, ohne Kommunikationsanbindungen und minimaler Panelhelligkeit, eingeschaltet betrieben wurde, absolvierte das iPad Mini mit aktiviertem WLAN ein Browserskript, welches das Lesen eines Buches simuliert. Mit fast 20 Stunden ist das Ergebnis sehr gut. Unter Volllast und mit allen aktiven Verbrauchern hielt das Apple-Gerät ordentliche drei Stunden und 41 Minuten durch.

Beim WLAN-Test stürzt, wie schon beim iPad Air, der Safari-Browser ab, weshalb wir den Wert von Hand ermitteln mussten. Dafür surften wir eine Stunde lang im Internet und rechneten das Ergebnis anschließend hoch. Auch hier kann das Tablet mit über neun Stunden überzeugen. Auch die Endlos-Wiedergabe eines Full-HD-Videos (150 cd/m², ohne WiFi) liefert mit zehn Stunden ein gutes Ergebnis.

In summa weiß das Gerät hier zu überzeugen, erreicht aber nicht ganz die Laufzeiten des großen Bruders.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
19h 39min
Surfen über WLAN
9h 03min
Big Buck Bunny H.264 1080p
10h 01min
Last (volle Helligkeit)
3h 41min

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Im Test: Apple iPad Mini Retina. Testgerät zur Verfügung gestellt von Apple Deutschland.
Im Test: Apple iPad Mini Retina. Testgerät zur Verfügung gestellt von Apple Deutschland.

Das iPad Mini Retina ist ein würdiger Nachfolger der ersten Generation und ein sehr gutes Tablet. Einen Sprung aufs Treppchen hat es sich jedoch nicht verdient. Zwar ist die Verwendung eines Retina-Displays zu begrüßen, die schlechte Farbraumabdeckung und Farbtreue sind für ein Gerät im Premium-Segment aber ein Manko. Gerade im Vergleich zum iPad Air hätten wir da einfach mehr erwartet. Die leicht größere Bauhöhe und das erhöhte Gewicht sind verschmerzbar und fallen in der Praxis nicht weiter auf. Schade für den Kunden ist zudem der höhere Preis des Tablets im Vergleich zur Vorgängergeneration.

Dennoch ist das neue iPad Mini in der 7- bis 8-Zoll-Klasse das beste Gerät und überzeugt durch seine hervorragende Verarbeitung und seine rasante Performance. In puncto Leistung kann weder das Google Nexus 7 noch das Amazon Kindle Fire HDX 7 dem Apple-Tablet das Wasser reichen. Die Akkulaufzeiten sind ebenfalls sehr gut. Nur Film-Fans könnten aufgrund des 4:3 Formates nicht so recht auf ihre Kosten kommen, da die schwarzen Balken einen erheblichen Teil des Displays für sich beanspruchen.

Zusammgefasst ist das neue iPad Mini ein prima Tablet, welchem wir klar eine Kaufempfehlung aussprechen können.

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Im Test: iPad Mini Retina. Testgerät zur Verfügung gestellt von Apple Deutschland.
Im Test: iPad Mini Retina. Testgerät zur Verfügung gestellt von Apple Deutschland.

Datenblatt

Apple iPad mini Retina

:: Prozessor
Apple A7 1.3 GHz
:: Speicher
1024 MB, LPDDR3
:: Grafikkarte
:: Bildschirm
7.9 Zoll 4:3, 2048x1536 Pixel, kapazitiver Touchscreen, 10 Punkte Multitouch, fettabweisende Beschichtung, Retina-Display, IPS, 324 PPI, spiegelnd: ja
:: Festplatte
16 GB iNAND Flash, 16 GB
:: Anschlüsse
Audio Anschlüsse: 3,5 mm Stereoklinke, Sensoren: Gyro-, Beschleunigungs- und Umgebungslichtsensor, Digitaler Kompass, Lightning-Anschluss (entspricht von den Spezifikationen einem USB-2.0-Port), zwei Mikrofone
:: Netzwerkverbindungen
802.11a/b/g/n (a b g n ), 4.0 Bluetooth
:: Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 7.5 x 200 x 134.7
:: Gewicht
0.328 kg Netzteil: 0.089 kg
:: Akku
23.8 Wh Lithium-Polymer
Akkulaufzeit (laut Hersteller): 10 h
:: Preis
389 Euro
:: Betriebssystem
Apple iOS 7
:: Sonstiges
Webcam: 1,2 MP (1.280 x 960 Pixel), iSight-Kamera: 5 MP (2.560 x 1.920 Pixel), Lautsprecher: zwei Stereolautsprecher, Tastatur: virtuell, 10 Watt Netzteil, Lightning auf USB Kabel, Pages, Numbers, Keynote, iPhoto, iMovie und GarageBand, 12 Monate Garantie

 

Die Verpackung ist gewohnt schlicht.
Die Verpackung ist gewohnt schlicht.
Die Displaydiagonale beträgt 7,9 Zoll.
Die Displaydiagonale beträgt 7,9 Zoll.
Das Retina-Display löst mit 2.048 x 1.536 Pixeln auf.
Das Retina-Display löst mit 2.048 x 1.536 Pixeln auf.
Der Homebutton bleibt neben dem Touchscreen das einzige Eingabemedium.
Der Homebutton bleibt neben dem Touchscreen das einzige Eingabemedium.
Die Webcam eignet sich zur Videotelefonie.
Die Webcam eignet sich zur Videotelefonie.
Das Gehäuse besteht aus Aluminium.
Das Gehäuse besteht aus Aluminium.
Die beiden Mikrofone ermöglichen eine gute Akustik.
Die beiden Mikrofone ermöglichen eine gute Akustik.
Die physikalischen Tasten besitzen einen klaren Druckpunkt.
Die physikalischen Tasten besitzen einen klaren Druckpunkt.
Die Stereolautsprecher sind nicht optimal positioniert.
Die Stereolautsprecher sind nicht optimal positioniert.
Die iSight-Kamera muss ohne Hilfslicht auskommen.
Die iSight-Kamera muss ohne Hilfslicht auskommen.
Bei guten Lichtverhältnissen sind Schnappschüsse möglich.
Bei guten Lichtverhältnissen sind Schnappschüsse möglich.
Das Netzteil hat eine Nennleistung von 10 Watt.
Das Netzteil hat eine Nennleistung von 10 Watt.
Zeitungen lassen sich hervorragend lesen, selbst ohne zoomen zu müssen.
Zeitungen lassen sich hervorragend lesen, selbst ohne zoomen zu müssen.
Geekbench 3
Geekbench 3
PassMark, Teil 1
PassMark, Teil 1
PassMark, Teil 2
PassMark, Teil 2
Basemark X
Basemark X
WebXPRT
WebXPRT
Google Octane V1
Google Octane V1
Google Octane 2.0
Google Octane 2.0
3DMark
3DMark
Google V8 Vers. 6
Google V8 Vers. 6
Google V8 Vers. 7
Google V8 Vers. 7
Basemark 2.0
Basemark 2.0
Sunspider 0.9.1
Sunspider 0.9.1
Sunspider 1.0
Sunspider 1.0
Peacekeeper
Peacekeeper

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Die dargestellten Preise können bis zu einen Tag alt sein.

Pro

+Helles und kontrastreiches Display
+Guter Touchscreen
+Rasanter SoC
+Prima Akkulaufzeiten
+Erstklassige Verarbeitung
+Gute Browser-Performance
+Überzeugende Lautsprecher ...
 

Contra

-... die nicht gut positioniert sind
-Keine aktuellen Datenübertragungsstandards
-Kleiner Farbraum
-Mäßige Farbtreue
-Etwas schwerer und dicker als der Vorgänger
-Teuer

Shortcut

Was uns gefällt

Ein dermaßen hochauflösendes Display in dieser Größenklasse ist bisher einzigartig und kann subjektiv überzeugen.

Was wir vermissen

Eine größere Schnittstellenvielfalt, Flash-Support und eine Möglichkeit den Speicher zu erweitern.

Was uns verblüfft

Apple reduziert die Farbraumabdeckung seines kleinen Tablet im Vergleich zum großen Bruder erheblich. Für uns absolut unverständlich. 

Die Konkurrenz

Die Konkurrenz erstreckt sich mometan noch hauptsächlich auf das Android-Lager: Google Nexus 7, Amazon Kindle Fire HDX 7, Samsung Galaxy Tab 3 8.0, Bullman Tab 8 AQQI sowie das Windows-Tablet Acer Iconia W3.

Bewertung

Apple iPad mini Retina
30.04.2014 v4
Daniel Schmidt

Gehäuse
92%
Tastatur
65 / 80 → 81%
Pointing Device
94%
Konnektivität
34 / 70 → 49%
Gewicht
86 / 88 → 96%
Akkulaufzeit
92%
Display
87%
Leistung Spiele
62 / 80 → 78%
Leistung Anwendungen
49 / 70 → 70%
Temperatur
89%
Lautstärke
100%
Kamera
69%
Durchschnitt
77%
89%
Tablet *
gewichteter Durchschnitt

Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: Daniel Schmidt, 25.11.2013 (Update:  9.12.2013)