Test Nexoc B509II Ultra Notebook

Till Schönborn , 10.12.2013

Mehr Power fürs Büro. Basierend auf dem Clevo-Barebone W550SU bietet Nexoc ein schlichtes Office-Notebook an, welches vom Käufer individuell konfiguriert werden kann. Mit Quad-Core-CPU, Hybrid-Festplatte und SSD wird die 1.000-Euro-Marke dabei schnell geknackt – ein fairer Preis für so viel Leistung?

Hinter der Geräteklasse, die wir gemeinhin als "Office-Notebook" bezeichnen, verbirgt sich ein breit gefächertes Spektrum unterschiedlichster Modelle: Vom preiswerten Einsteiger, der kaum mehr als simple Textverarbeitung bewältigen muss, bis hin zum High-End-Arbeitsgerät mit luxuriöser Ausstattung hat der Markt beinahe alles zu bieten. 

Auch Nexoc, ein deutsches Unternehmen mit Spezialisierung auf individuell konfigurierbare Barebone-Notebooks, ist in diesem Segment mit verschiedenen Produkten vertreten. Wir wollen uns heute dem 15-Zöller B509II Ultra widmen: In der recht mageren Basisversion mit Pentium-Prozessor, 4 GB RAM und WXGA-Display ist dieses Business-Modell – ohne Betriebssystem und Festplatte – bereits für knapp unter 500 Euro erhältlich.

Wer noch etwas tiefer in die Tasche greifen kann und möchte, kann die beschriebene Konfiguation allerdings auch kräftig aufbohren. Unser rund 1.200 Euro teures Testgerät integriert den Haswell-basierten Quad-Core-Prozessor Core i7-4702MQ, 8 GB RAM sowie einen üppigen HDD-SSD-Verbund mit 1.240 GB Gesamtkapazität. Gleichzeitig löst die entspiegelte Anzeige nun mit deutlich feineren 1.920 x 1.080 Pixeln auf und auch ein vorinstalliertes Windows 8.1 zählt zum Lieferumfang. Lediglich auf eine dedizierte Grafikkarte muss auch bei diesem Topmodell verzichtet werden.

Insgesamt ergibt sich so ein recht ungewöhnliches Gesamtpaket – bei den meisten Konkurrenten wird ein derart starker Prozessor stets mit einer zusätzlichen AMD- oder Nvidia-GPU kombiniert. Zu den wenigen Ausnahmen zählen die beiden Schenker-Notebooks Xirios B502 und B513, die ebenfalls in Form eines nahezu beliebig konfigurierbaren Barebones daherkommen.

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

Kunststoffgehäuse in Aluminium-Optik
Kunststoffgehäuse in Aluminium-Optik

Hinter dem von Nexoc als B509II Ultra verkauften Notebook verbirgt sich in Wahrheit das W550SU-Barebone von Clevo. Dieser chinesische ODM liefert auch an diverse andere Hersteller wie Schenker, One oder Deviltech (siehe unsere Barebone-Übersicht) und hat sich insbesondere mit leistungsstarken Gaming-DTRs ein beachtliches Renommee erarbeitet.

Qualitativ gelten viele aktuelle Clevo-Modelle dagegen nicht unbedingt als der Weisheit letzter Schluss. Auch das W550SU besticht vor allem mit dem zweifelhaften Charme mattgrauer Kunststoffoberflächen, deren Haptik und Stabilität dieser Preisklasse nur bedingt angemessen erscheint. Mit leichtem Druck kann das Chassis insbesondere oberhalb des Akkus und rings um die Tastatur sichtbar eingedellt werden. Einen etwas besseren Eindruck hinterlässt das recht solide Display, dessen straffe Scharniere allerdings zu leichtem Nachschwingen neigen. Immerhin: Nichts knackt oder knarzt, und auch der praktische Betrieb wird durch die genannten Schwächen kaum eingeschränkt.

In puncto Verarbeitung könnte das ein oder andere Spaltmaß vielleicht noch etwas kleiner ausfallen, wirklich gravierende Mängel sind jedoch auch hier nicht zu entdecken. Dennoch müssen wir konstatieren: Mehr als akzeptables Mittelmaß bietet das Gehäuse leider nicht.

Ausstattung

Wie wir testen - Ausstattung

Die Anschlussausstattung des Notebooks hält keine nennenswerten Überraschungen bereit. Vier USB-Ports, davon je zwei im USB-2.0- und USB-3.0-Standard, entsprechen dem üblichen Niveau dieser Geräteklasse. Gleiches gilt für die beiden Displayausgänge VGA und HDMI – den für viele hochauflösende Monitore erforderlichen DisplayPort-Anschluss hat der Hersteller dagegen eingespart.

Alle Schnittstellen, zu denen auch noch Gbit-LAN sowie die beiden Audio-Buchsen gehören, verteilen sich in durchdachter Anordnung auf beide Seiten des Gehäuses. Einzige Ausnahme hiervon bildet der besonders vielseitige 9-in-1-Kartenleser, der vorn links am Gerät platziert wurde.

Frontseite: Kartenleser
Frontseite: Kartenleser
linke Seite: Netzteilanschluss, Gbit-LAN, VGA, Luftauslass, HDMI, 2x USB 3.0
linke Seite: Netzteilanschluss, Gbit-LAN, VGA, Luftauslass, HDMI, 2x USB 3.0
Rückseite: keine Anschlüsse
Rückseite: keine Anschlüsse
rechte Seite: Mikrofon, Kopfhörer, 2x USB 2.0, DVD-Brenner, Kensington Lock
rechte Seite: Mikrofon, Kopfhörer, 2x USB 2.0, DVD-Brenner, Kensington Lock

Kommunikation

Nexoc stellt dem Käufer verschiedene Funkmodule von Intel zur Auswahl, von denen in unserem Testmodell das Wireless-N 7260 verbaut wurde. Dieser Dual-Band- (2,4 und 5 GHz) und Dual-Stream-fähige Adapter beherrscht neben Bluetooth 4.0 auch die WLAN-Standards 802.11a/b/g/n, leider aber noch nicht die neueste Version 802.11ac. Die maximale Bruttoübertragungsrate bleibt folglich auf 300 Mbit/s begrenzt, wovon in der Praxis unter Optimalbedingungen ein gutes Drittel übrig bleibt. Besonders hervorheben wollen wir die ausgezeichnete Empfangsqualität, die selbst unter schwierigen Bedingungen einen stabilen Verbindungsaufbau ermöglicht. Gegen einen Aufpreis von vergleichsweise günstigen 72 Euro kann das Notebook auch noch um ein zusätzliches UMTS-Modul von Huawei erweitert werden.

Mit immerhin 2,0 Megapixeln löst die integrierte Webcam etwas höher auf als bei den meisten Konkurrenten. Gleichbedeutend mit einer besseren Bildqualität ist dieser theoretische Vorteil indes nicht: Detailtreue und Rauschen liegen nur bei guter Beleuchtung auf einem annehmbaren Niveau. Ebenfalls an Bord ist ein kleines, aber gut verständliches Mikrofon, welches bei Videochats ein externes Headset erstetzen kann.

Zubehör

Das beigelegte Zubehör beschränkt sich auf ein passendes Netzteil, mehrere Treiber-CDs sowie eine Testversion von Nero Essentials 12. Weitere Extras in Form von Hard- oder Software haben wir vergeblich gesucht – aber auch nicht vermisst. Im Vergleich mit vielen Großserienherstellern, die ihre Notebooks mit überflüssiger Adware "veredeln", eine durchaus willkommene Abwechslung.

Wartung

einfache Aufrüstmöglichkeiten
einfache Aufrüstmöglichkeiten

Obwohl die Schrauben an der Unterseite durch ein Garantiesiegel verdeckt werden, darf der Anwender das Gehäuse prinzipiell selbst öffnen und Komponenten ersetzen. Das Barebone bietet Platz für je ein mSATA- sowie ein 2,5-Zoll-Laufwerk, zwei Speichermodule sowie einen WLAN-Adapter. Praktisch: Dank der bereits verlegten Antennenkabel kann ein WWAN-Modul auch nachträglich leicht ergänzt werden – allerdings nur im Austausch gegen die mSATA-SSD. Pluspunkte gibt es für die gesockelte CPU sowie die einfache Reinigung von Lüfter und Kühlkörper.

Garantie

Im Kaufpreis inbegriffen ist eine 24-monatige Herstellergarantie mit Bring-in-Service. Sonderlich viele Upgrade-Möglichkeiten bietet Nexoc zwar nicht an, dafür erweist sich die Aufpreispolitik als sehr human: So schlägt eine Verlängerung auf insgesamt 36 Monate mit lediglich 65 Euro zu Buche.

Eingabegeräte

Wie wir testen - Eingabegeräte

Tastatur

Clevo verzichtet auf unnötige Experimente und setzt beim W550SU auf das gleiche Tastatur-Layout, welches wir bereits vom W551EU (Schenker Xirios B502) und W840SU-T (Nexoc B401, ohne Ziffernblock) kennen. Die 15 x 15 Millimeter großen Buchstaben wurden im gängigen Chiclet-Design angeordnet und nahtlos in die Oberfläche der Basiseinheit eingelassen. Eine Tastaturbeleuchtung ist weder ab Werk verbaut noch optional erhältlich.

Ein wohldefiniertes Schreibgefühl zählt zu den wohl wichtigsten Eigenschaften eines guten Office-Notebooks – leider aber nicht zu den ausgeprägten Stärken des Nexoc B509II. Der kurzhubige und weiche Druckpunkt lässt es an Feedback vermissen, zudem führt die verbesserungswürdige Gehäusestabilität an einigen Stellen zu einem leichten Nachfedern. Mit ein wenig Übung kann auf dem Notebook dennoch schnell und fehlerfrei getippt werden, die Qualität einer ThinkPad- oder EliteBook-Tastatur darf der Käufer allerdings nicht erwarten.

Touchpad

Das 9,2 x 4,6 Zentimeter große Touchpad stammt von Synaptics und unterstützt gängige Multitouch-Gesten wie Pinch-Zoom, Drehen oder Bildlauf (jedoch kein Inertial Scrolling). Bei verschwitzten Fingern neigt die sehr glatte Eingabefläche zum Stottern, ermöglicht abgesehen davon aber eine exakte und verzögerungsfreie Navigation des Mauszeigers.

Entgegen dem allgemeinen Trend zur sogenannten Clickpad-Bauweise, bei der die Maustasten direkt in das Pad integriert werden, hat sich der Hersteller für zwei dedizierte Buttons entschieden. Unserer Meinung nach könnte der etwas klapprige Anschlag noch fester und präziser ausfallen, als Mausersatz für unterwegs genügt das Eingabegerät aber allemal.

Tastatur
Tastatur
Touchpad
Touchpad

Display

Wie wir testen - Display

Gegen einen Aufpreis von knapp über 50 Euro tauscht Nexoc das standardmäßig verbaute WXGA-Display gegen ein Modell mit FullHD-Auflösung, wodurch die Pixeldichte von mageren 100 auf immerhin 141 dpi steigt. Dieser Zuwachs kommt nicht nur der Schärfe der Darstellung zugute, sondern stellt dem Anwender auch spürbar mehr Arbeitsfläche zur Verfügung. Wer häufig mit großen Excel-Tabellen oder anderen komplexen Programmen hantiert, sollte unserer Meinung nach in jedem Fall die etwas teurere 1080p-Anzeige wählen.

Die für die Hintergrundbeleuchtung des Displays zuständigen LEDs lassen sich über einen weiten Bereich regeln und bieten auch für sehr helle Umgebungen ausreichende Reserven. In der Maximaleinstellung erreicht die Leuchtdichte stattliche 344 cd/m² und liegt damit weit über dem sonst üblichen Standard. Einzig das Schenker Xirios B502 strahlt mit gemessenen 374 cd/m² sogar noch ein wenig kräftiger.

354
cd/m²
345
cd/m²
333
cd/m²
365
cd/m²
358
cd/m²
341
cd/m²
370
cd/m²
308
cd/m²
325
cd/m²
Infos
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 370 cd/m²
Durchschnitt: 344.3 cd/m²
Ausleuchtung: 83 %
Helligkeit Akku: 358 cd/m²
Schwarzwert: 1.04 cd/m²
Kontrast: 344:1
Ausleuchtung des Bildschirms

Während das von Schenker vertriebene Clevo-Barebone W551EU allerdings mit einem hochwertigen IPS-Panel daherkommt, muss unser Testkandidat mit einem gewöhnlichen TN-Display vom Typ CMO N156HGE-LA1 vorliebnehmen. Dessen Schwarzwert (1,04 cd/m²) und Kontrastverhältnis (344:1) fallen leider nur sehr mittelmäßig aus, was in einer recht flauen und wenig plastischen Darstellung resultiert.

Weitere Schwächen zeigt die Anzeige bei der Untersuchung der Farbwiedergabe. Besonders einige Blau- und Türkis-Töne verfehlen ihre Vorgabe deutlich, sodass sich für die mittlere Farbabweichung ein sehr hoher Delta-E-Wert von 10,8 ergibt. Da auch der Farbumfang sowie die Abbildung von Graustufen (Delta E 12,4) wenig überzeugen können, disqualifiziert sich das B509II für den Einsatz als professionelle Grafik-Workstation. Wir wollen jedoch betonen, dass dieses Problem viele vergleichbare Notebooks betrifft und für die meisten Anwendungen nicht weiter bedeutsam ist.

B509II vs. AdobeRGB (t)
B509II vs. AdobeRGB (t)
B509II vs. sRGB (t)
B509II vs. sRGB (t)
B509II vs. Xirios B502 (t)
B509II vs. Xirios B502 (t)
Farbtreue (unkalibriert)
Farbtreue (unkalibriert)
Farbsättigung (unkalibriert)
Farbsättigung (unkalibriert)
Graustufen (unkalibriert)
Graustufen (unkalibriert)
perfekte Ablesbarkeit im Außeneinsatz
perfekte Ablesbarkeit im Außeneinsatz

Sowohl das WXGA- als auch das FullHD-Display besitzen eine entspiegelte Bildoberfläche, die störenden Reflexionen effektiv vorbeugt. Hinzu kommt die bereits zuvor erwähnte, ausgesprochen hohe Maximalhelligkeit von weit über 300 cd/m² (Leuchtdichte der WXGA-Version unbekannt). Die Kombination beider Eigenschaften ermöglicht es, selbst bei strahlendem Sonnenschein problemlos unter freiem Himmel zu arbeiten – oftmals sogar mit leicht gedimmtem Backlight zur Verlängerung der Akkulaufzeit.

Blickwinkel Nexoc B509II Ultra
Blickwinkel Nexoc B509II Ultra

Weniger überzeugen konnte uns dagegen die Blickwinkelstabilität. Es zählt zu den bekannten Schwächen eines TN-Panels, den Bildinhalt nur bei absolut senkrechter Betrachtung unverfälscht darzustellen. Bewegt sich der Anwender nur wenige Zentimeter noch oben oder unten, nehmen Kontrast und Farbintensität rapide ab. Auch wenn die horizontalen Blickwinkel etwas großzügiger ausfallen: Ein IPS-Display wie beim Xirios B502 schlägt sich in dieser Disziplin eindeutig besser.

Leistung

Wie wir testen - Leistung

3,2 GHz maximale Turbo-Taktrate
3,2 GHz maximale Turbo-Taktrate

Während die Konkurrenz auch in der "großen" 15-Zoll-Klasse mehr und mehr auf sparsame ULV-Prozessoren setzt, verbaut Nexoc in seinem Office-Boliden klassische Standard-CPUs mit einer TDP von 37 Watt. Das B509II kann dabei sowohl mit diversen Dual-Core-Modellen wie dem Core i5-4200M, als auch dem weitaus stärkeren Vierkerner Core i7-4702MQ bestückt werden. Letzter taktet je nach Belastung mit 2,2 bis 3,2 GHz und unterstützt die Hyper-Threading-Technik zur parallelen Bearbeitung von bis zu 8 Threads. Weitere Einzelheiten können unserer CPU-Datenbank sowie dem Spezialartikel zur Haswell-Architektur entnommen werden.

In Ermangelung einer dedizierten Grafiklösung übernimmt die im Prozessor integrierte HD Graphics 4600 deren Aufgaben. Mit 20 Execution Units (EUs) repräsentiert die HD 4600 die mittlere Ausbaustufe (GT2) der Haswell-GPU – das reicht in Verbindung mit der Taktrate von 400 - 1.150 MHz aus, um zumindest einigen älteren Mittelklasse-Beschleunigern wie der Radeon HD 7670M Paroli zu bieten.

Das bei der Grafikkarte eingesparte Geld wurde im Gegenzug in die Speicherausstattung investiert. Diese umfasst nicht nur stattliche 8 GB RAM, aufgeteilt in zwei 4-GByte-Module im Dual-Channel-Betrieb, sondern auch eine 1.000 GB große Hybrid-Festplatte sowie eine 240-GB-SSD.

Systeminformationen Nexoc B509II Ultra

Prozessor

CPU-Takt bei Single-...
CPU-Takt bei Single-...
...sowie Multi-Thread-Last
...sowie Multi-Thread-Last

Der Core i7-4702MQ durchläuft unseren Testparcours nicht zum ersten Mal, sondern hat seine Leistungsfähigkeit bereits in anderen Notebooks wie dem Acer Aspire V3-772G unter Beweis gestellt. Im direkten Vergleich fällt dabei auf, dass der Prozessor im Nexoc B509II in Multi-Thread-Benchmarks etwa 10 Prozent hinter seinem eigentlichen Potential zurückbleibt. Die Ursache dafür ist schnell gefunden: Statt der maximal zulässigen 2,9 GHz erreicht die CPU nur rund 2,6 GHz – ein etwas ärgerlicher, praktisch aber kaum spürbarer Makel. Bei Einzelkern-Belastung wird der Turbo dagegen vollständig ausgereizt (3,2 GHz).

Kritikwürdig erscheint die drastische Drosselung im Akkubetrieb, wo der Core i7 unabhängig von Anwendung und Energiesparplan auf magere 1,4 GHz eingebremst wird. Zwar reicht die Leistung selbst dann noch für die allermeisten Programme, dennoch missfällt uns diese – bei Quad-Core-CPUs allerdings häufig anzutreffende – Bevormundung des Anwenders.

Cinebench R11.5
CPU Multi 64Bit
Nexoc B509II Ultra
HD Graphics 4600, 4702MQ, Sandisk X110 SD6SF1M-256G-1022
5.7 Points ∼48%
Acer Aspire V3-772G-747A321
GeForce GTX 760M, 4702MQ, Toshiba MQ01ABD100
6.36 Points ∼53% +12%
Schenker XIRIOS B502 i7-3632QM
HD Graphics 4000, 3632QM, Samsung SSD PM841 MZMTD128HAFV mSATA
5.84 Points ∼49% +2%
Schenker XMG A503
GeForce GTX 765M, 4300M, Samsung SSD 840 EVO 250GB
3.47 Points ∼29% -39%
Nexoc B401 Ultra (W840SU-T)
HD Graphics 4400, 4500U, Mushkin Atlas 120 GB mSATA
2.96 Points ∼25% -48%
CPU Single 64Bit
Nexoc B509II Ultra
HD Graphics 4600, 4702MQ, Sandisk X110 SD6SF1M-256G-1022
1.41 Points ∼1%
Acer Aspire V3-772G-747A321
GeForce GTX 760M, 4702MQ, Toshiba MQ01ABD100
1.42 Points ∼1% +1%
Schenker XIRIOS B502 i7-3632QM
HD Graphics 4000, 3632QM, Samsung SSD PM841 MZMTD128HAFV mSATA
1.33 Points ∼1% -6%
Schenker XMG A503
GeForce GTX 765M, 4300M, Samsung SSD 840 EVO 250GB
1.44 Points ∼1% +2%
Nexoc B401 Ultra (W840SU-T)
HD Graphics 4400, 4500U, Mushkin Atlas 120 GB mSATA
1.31 Points ∼1% -7%
Cinebench R10 Rendering Single CPUs 64Bit
6151 Points
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 64Bit
20223 Points
Cinebench R10 Shading 64Bit
8393 Points
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
15686
Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
4748
Cinebench R10 Shading 32Bit
8127
Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
1.41 Points
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
5.7 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
27.09 fps
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
63.3 %
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
126 Points
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
530 Points
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Massenspeicher

Sandisk X110
Sandisk X110
Toshiba MQ01ABD100H
Toshiba MQ01ABD100H

Kaum eine Komponente beeinflusst die subjektive Arbeitsgeschwindigkeit eines Notebooks so stark wie das Systemlaufwerk. Aus diesem Grund vertraut unser Testkandidat auf eine reaktionsschnelle SSD, die mit 240 GB genügend Platz für das Betriebssystem sowie die wichtigsten Programme bietet. Die Sandisk X110 basiert auf MLC-Flash-Zellen in 19-nm-Fertigung und nutzt den Marvell-Controller SS889175.

Die daraus resultierende Performance kann sich mehr als sehen lassen: Mit sequentiellen Transferraten von 400 bis 500 MB/s kratzt der Datenträger am Limit des derzeit aktuellen SATA-Standards. Auch die besonders praxisrelevanten 4K-Werte liegen auf einem ausgezeichneten Niveau und sind in etwa mit einer Samsung SSD 840 Evo vergleichbar.

Als zweites Laufwerk hat der Hersteller noch eine sogenannte Hybrid-Festplatte von Toshiba verbaut (MQ01ABD100H). Diese besteht aus einer klassischen 1.000-GB-HDD mit 8 GB zusätzlichem Flashspeicher, der als Puffer für häufig benötigte Daten dient. Mittels synthetischer Benchmarks lassen sich die Vorteile dieses Konzeptes nur schwer aufzeigen; in der Praxis kann eine solche SSHD aber zu deutlich kürzeren Zugriffszeiten und damit schnelleren Programmstarts führen.

Sandisk X110 SD6SF1M-256G-1022
Minimale Transferrate: 373.4 MB/s
Maximale Transferrate: 414.4 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 387.6 MB/s
Zugriffszeit: 0.1 ms
Burst-Rate: 80.9 MB/s
CPU Benutzung: 2.6 %

System Performance

Die Kombination aus Quad-Core-Prozessor und SSD beschert dem B509II einen der höchsten PCMark-7-Scores, den wir je bei einem Office-Notebook ermitteln konnten. Weder das Schenker Xirios B502 noch Dells Latitude E6540 kommen an die 5.745 Punkte des Nexoc-Rechners heran, wenngleich die Differenzen hauptsächlich auf die unterschiedlichen Datenträger zurückzuführen sind.

Auch im Alltag beeindrucken die Leistungsreserven des Systems. Selbst aufwendige Excel-Kalkulationen, Video-Transcodierungen oder Multitasking mit mehreren Anwendungen werden beinahe spielerisch bewältigt. Für simple Textverarbeitung ist die von uns getestete Top-Konfiguration definitiv zu schade – dafür würden auch der rund 200 Euro günstigere Pentium 3550M und eine reduzierte Speicherausstattung reichen.

PCMark 7 - Score
Nexoc B509II Ultra
HD Graphics 4600, 4702MQ, Sandisk X110 SD6SF1M-256G-1022
5745 Points ∼87%
Schenker XIRIOS B502 i7-3632QM
HD Graphics 4000, 3632QM, Samsung SSD PM841 MZMTD128HAFV mSATA
4682 Points ∼71% -19%
Dell Latitude E6540 FHD HD 8790M
Radeon HD 8790M, 4800MQ, Liteonit LCS-128M6S
4983 Points ∼75% -13%
PC Mark
PCMark 75745 Punkte
PCMark 8 Home3688 Punkte
PCMark 8 Creative3951 Punkte
PCMark 8 Work4547 Punkte
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Grafikkarte

Noch immer haftet Intels Grafiklösungen der Ruf an, nicht unbedingt für herausragende Performance oder die beste Treiberqualität zu stehen. Dabei hat sich in den letzten Jahren vieles verbessert: Mittlerweile kann die Leistung durchaus mit aktuellen AMD-APUs konkurrieren, Grafikfehler und ähnliche Probleme gehören ebenfalls weitestgehend der Vergangenheit an. Einige Features wie der pfeilschnelle Quick-Sync-Encoder sind sogar ein echtes Alleinstellungsmerkmal.

Dank Dual-Channel-Anbindung des Hauptspeichers kann die HD Graphics 4600 ihre Rohleistung gut ausspielen und erringt im 3DMark 11 einen Score von 1.249 Punkten. Dies entspricht in etwa einer dedizierten Nvidia GeForce GT 720M und reicht aus, um beispielsweise kleinere CAD-Projekte zu bearbeiten.

3DMark 11 - 1280x720 Performance GPU
Nexoc B509II Ultra
HD Graphics 4600, 4702MQ, Sandisk X110 SD6SF1M-256G-1022
1087 Points ∼7%
Schenker XIRIOS B502 i7-3632QM
HD Graphics 4000, 3632QM, Samsung SSD PM841 MZMTD128HAFV mSATA
641 Points ∼4% -41%
Lenovo G710 59397112
GeForce GT 720M, 4702MQ, Seagate Momentus SpinPoint M8 ST1000LM024 HN-M101MBB
1214 Points ∼8% +12%
Samsung Serie 3 350E7C-S08DE
Radeon HD 7670M, 3610QM, Hitachi Travelstar 5K750 HTS547575A9E384
1086 Points ∼7% 0%
3D Mark
3DMark 06
 1280x1024
7464 Punkte
3DMark Vantage5334 Punkte
3DMark 111249 Punkte
3DMark Ice Storm47771 Punkte
3DMark Cloud Gate6215 Punkte
3DMark Fire Strike724 Punkte
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Gaming Performance

Diablo 3
Diablo 3

Spiele zählen zwar nicht zum bevorzugten Einsatzgebiet des B509II Ultra, werden mit kleineren Abstrichen an Auflösung und Detailgrad aber erstaunlich flüssig dargestellt. Die meisten der von uns getesteten, grafisch allerdings eher weniger anspruchsvollen Titel kamen bei mittleren Einstellungen und 1.366 x 768 Pixeln problemlos auf Bildraten von mindestens 30 fps. Selbst aktuelle Action-Blockbuster wie Battlefield 4 sind prinzipiell mit der HD Graphics 4600 spielbar – für eine hübsche Optik sollte es hier jedoch mindestens eine GeForce GT 750M oder besser sein.

min. mittelhoch max.
Anno 2070 (2011) 77.135.121.7fps
Diablo III (2012) 72.945.138.824fps
Tomb Raider (2013) 66.530.417.2fps
BioShock Infinite (2013) 4320.717.5fps
Dota 2 (2013) 72.34723.9fps

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Geräuschemissionen

Trotz des starken i7-Prozessors muss der Lüfter im Leerlauf nur selten anspringen. Meist begnügt sich das B509II mit rein passiver Kühlung, sodass einzig das leise Summen der Festplatte vom Betrieb des Notebooks zeugt – beste Voraussetzungen für ein ungestörtes Arbeiten.

Leider ändert sich dies schlagartig, sobald eine Anwendung die volle Leistung des Gerätes abruft. Die von uns gemessenen 49,1 bis 50,1 dB(A) liegen nicht nur deutlich über dem maximalen Lärmpegel des Xirios B502 (45,9 dB(A)), sondern sind auf Dauer auch eine Belastung für die Ohren des Nutzers.

Lautstärkediagramm

Idle 30.6 / 30.6 / 30.7 dB(A)
HDD 31.4 dB(A)
DVD 35.3 / dB(A)
Last 49.1 / 50.1 dB(A)