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IDF 2011 | Verbesserungen bei Intels Prozessorgeneration Ivy Bridge

IDF 2011: Verbesserungen bei Intels Prozessorgeneration Ivy Bridge
IDF 2011: Verbesserungen bei Intels Prozessorgeneration Ivy Bridge
Intel hat auf dem Intel Developer Forum 2011 die Verbesserung der nächsten Prozessorgeneration Ivy Bridge vorgestellt. Notebookcheck.com ist in San Francisco live vor Ort dabei und hat die wichtigsten Informationen zu Ivy Bridge gesammelt.

In unserer News zu Intels nächster Prozessorgeneration mit Codenamen „Ivy Bridge“ haben wir bereits im Detail über die grundlegenden Änderungen beim Grafikkern des Nachfolgers von Sandy Bridge in 22-nm-Fertigung berichtet. Auch die revolutionären 3D-Tri-Gate-Transistoren mit 22 nm Strukturgröße, die bei Ivy Bridge das Fundament bilden werden, haben wir vorgestellt.

Live von dem IDF 2011 können wir nun weitere Bilder und Details zu Intels, für Anfang nächsten Jahres, angekündigter Prozessorgeneration Ivy Bridge liefern. Laut Intels Tick-Tock-Map ist Ivy Bridge eigentlich ein „Tick“, was im Wesentlichen die Verkleinerung (Shrink) auf Strukturbreiten von 22 Nanometern bedeutet. Intel selbst bezeichnet Ivy Bridge aber als „Tick+“, da der Chipriese die Grafikeinheit und damit auch die Multimediafähigkeiten der kommenden Prozessoren ziemlich umgekrempelt und deutlich verbessert hat.

Dank weiteren Innovationen bei Material und Strukturen der Halbleiter, schafft es Intel, dass Ivy Bridge in 22-nm-Fertigung und durch die 3D-Tri-Gate-Transistoren mit deutlich weniger Schaltstrom auskommt, wodurch die neuen Prozessoren auch sparsamer mit Energie umgehen können. Zudem kann Intel aus Ivy Bridge, im Vergleich zu Sandy Bridge, wieder wesentlich mehr Leistung herauskitzeln, da die 3D-Tri-Gates bis zu 37 Prozent mehr Schaltgeschwindigkeit bieten.

Interessant: Neu und sehr spannend ist das Feature „Configurable TDP“ für OEMs, mit dem die Hersteller beispielsweise die TDP bei einer CPU „manuell“ auf auf 5 statt 7 Watt begrenzen können. In Konsequenz liefert die CPU dann zwar eine geringere Taktfrequenz, kommt aber auch mit einer weniger aufwändigen Kühlung aus. Wie wir auf dem IDF von Intel erfahren haben, ist auch eine „automatische Version“ geplant, mit der sich beispielsweise im Betrieb an einer Dockingstation mit Kühlung 2 GHz abrufen lassen und mobil dann lediglich 1,5 GHz.

Die Grafikeinheit hat Intel bei Ivy Bridge komplett überarbeitet. Ivy Bridge unterstützt nun DirectX 11 mit Hardware-Tessellation. Es wurden nicht nur die Execution-Units (Shader) auf 16 vermehrt, Intel hat diese auch mit „Shared Local Memory“ aufgerüstet, was einen flotteren Datenaustausch zwischen den Shadern erlaubt als bei Sandy Bridge. Mit eigenem Grafikcache soll Ivy Bridge auch mit AMDs Llano A8-APUs mithalten können.

Als weitere Verbesserungen bei der integrierten Grafik nennt Intel für Ivy Bridge eine Überarbeitung der anisotropen Filterung, mit der sich die Qualität bei Oberflächentexturen verbessern lässt, und die Unterstützung von 3 Displays, die mit Ivy Bridge nun gleichzeitig angesteuert werden können.

Quelle(n)

Eigene

Intel Developer Forum: http://www.intel.com/idf/

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2011-09 > Verbesserungen bei Intels Prozessorgeneration Ivy Bridge
Autor: Ronald Tiefenthäler, 14.09.2011 (Update:  9.07.2012)