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90 % digital: Square Enix und Final Fantasy auf dem Weg in eine Zukunft ohne Datenträger

Abbildung des Covers von Final Fantasy 7 Revelation
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Abbildung des Covers von Final Fantasy 7 Revelation
Square Enix ist der jüngste Publisher, der einen Rückgang bei den Verkäufen physischer Spiele verzeichnet. Obwohl zahlreiche Final Fantasy Titel auf Discs und Cartridges erschienen sind, machten physische Datenträger zuletzt lediglich 9,9 % der Verkäufe aus. Final Fantasy VII Revelation könnte zudem auf das umstrittene Code-in-Box-Format setzen, was bei einigen Spielern für Enttäuschung sorgen dürfte.

Während Publisher ihre Investoren über die jüngsten Geschäftszahlen informieren, rückt zunehmend die Frage in den Mittelpunkt, ob die Entwicklung den anhaltenden Abschied von physischen Spielen rechtfertigt. In seinem Bericht zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 gab Square Enix bekannt, dass inzwischen mehr als 90 % seiner Spieleverkäufe auf digitale Versionen entfallen. Künftige Titel wie Final Fantasy 7 Revelation könnten zwar weiterhin auf physischen Datenträgern erscheinen, doch der anhaltende Trend bereitet insbesondere Sammlern Sorgen.

Aufteilung der physischen und digitalen Verkäufe

Zwischen dem 1. April und dem 30. Juni 2026 verkaufte Square Enix insgesamt 6,65 Millionen Einheiten digitaler Software. Dem standen lediglich 730.000 verkaufte Einheiten physischer Spiele gegenüber. Damit entfielen im Berichtszeitraum 9,9 % der Softwareverkäufe auf physische Exemplare, während ihr Anteil im Vorquartal noch bei 18,7 % gelegen hatte.

Final Fantasy 14 entwickelte sich erneut solide, wobei die Spieler die Ankündigung der Erweiterung Evercold positiv aufnahmen. Der Nettoumsatz im MMO-Geschäft legte zu, auch wenn höhere Entwicklungskosten den Anstieg des Betriebsergebnisses begrenzten. Selbst bei Titeln, die auf Xbox- und PS5-Discs sowie auf Switch-2-Cartridges erschienen, entschieden sich die Käufer jedoch überwiegend für die digitale Version.

Auch die HD-Spiele von Square Enix, zu denen das plattformübergreifend veröffentlichte Final Fantasy 7 Rebirth gehört, erfüllten die Erwartungen oder übertrafen sie. Der Nettoumsatz stieg gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres um 8,8 Milliarden japanische Yen (umgerechnet rund 47 Millionen Euro). Viele Titel, darunter The Adventures of Elliot: The Millennium Tale, waren sowohl als physische als auch als digitale Version erhältlich.

Die Ergebnisse stehen im Einklang mit den jüngsten Geschäftsberichten von Capcom und Sony. Der Publisher hinter Resident Evil bestätigte, dass der Anteil physischer Verkäufe auf 7 % gesunken ist. Auch der PlayStation Store verzeichnet weiterhin starke Zahlen: Inzwischen erfolgen 85 % der Spielekäufe digital. Allerdings herrscht noch Unklarheit darüber, wie die einzelnen Unternehmen diese Kennzahlen genau ermitteln.

Wie sich der Trend auf Revelation auswirken könnte

Unklar ist, wie Square Enix die Switch-2-Game-Key-Karten in seinen Verkaufszahlen klassifiziert. Da Final Fantasy 7 Remake und Rebirth die Speicherkapazität der Spielkassetten überschreiten, sind downloadbasierte Versionen in diesen Fällen unvermeidbar. Mit Blick auf die Zukunft bleibt daher offen, ob Final Fantasy 7 Revelation tatsächlich auf einem physischen Datenträger erscheinen wird.

Der Regisseur der Remake-Trilogie, Naoki Hamaguchi, prüft derzeit noch, wie sich die Wünsche von Sammlern berücksichtigen lassen. In einem Gespräch mit GamesRadar+ schloss er eine Code-in-Box-Lösung, wie sie etwa bei GTA 6 zum Einsatz kommt, nicht aus. Gleichzeitig hofft Hamaguchi auf einen Kompromiss, der die Vorteile physischer Discs und Cartridges miteinander verbindet. Kritiker befürchten unter anderem, dass digitale Spiele zunehmend an zeitlich begrenzte Lizenzen gebunden sein könnten.

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Autor: Adam Corsetti, 10.08.2026 (Update: 10.08.2026)