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Apple MacBook Pro 2016: Auch Entwickler sind enttäuscht

Die Touch-Leiste wird von Entwicklern nicht nur positiv gesehen, sie vermissen die ESC- und F-Keys.
Die Touch-Leiste wird von Entwicklern nicht nur positiv gesehen, sie vermissen die ESC- und F-Keys.
Apple kommt derzeit aus der schlechten Presse rund um seine neuen MacBook Pro-Modelle nicht heraus. Auch Entwickler sind von den neuen Geräten enttäuscht und überlegen vielfach den Wechsel zu Linux oder Windows.

Apple hat sich das Presse-Feedback nach der Präsentation der neuen MacBook Pro-Modelle (das neue 15-Zoll-Modell hier im Test) im vergangenen Monat wohl etwas anders vorgestellt. Fast wöchentlich stehen die Geräte in den Negativschlagzeilen. Nach der Diskussion um die fehlenden Standardports und der dadurch nötigen Anzahl an Adaptern, der Inkompatibilität der verbauten Thunderbolt 3-Ports mit fast allen aktuell am Markt erhältlichen Adaptern, der geringeren PCI-Express-Bandbreite auf manchen der Ports sowie der extrem schlechten Reparierbarkeit, sind offenbar auch Entwickler mit dem aktuellen MacBook Pro-Lineup von 2016 extrem unzufrieden.

Das Magazin Quartz fasst die Kritikpunkte der Developer zusammen. Demnach stören sich viele Entwickler an den fehlenden Escape- und Funktionstasten, die sie bei ihrer Arbeit ständig bräuchten. Apple habe bei der Entwicklung der aktuellen MacBooks mit Touch-Leiste offenbar auf die Developer als größte MacBook Pro-Zielgruppe vergessen, bemängelt beispielsweise einer der betroffenen, Scott Hanselman auf Twitter, wobei nicht alle Entwickler der Touch-Leiste prinzipiell negativ gegenüberstehen. Sie kritisieren laut Quartz aber, dass sie statt der Funktionstasten und der Escape-Taste integriert wurde und nicht zusätzlich zu echten Tasten.

Abgesehen von der Tastatur ist die Entwicklergemeinde auch über die mangelnden Fortschritte bei Performance und RAM-Ausbau empört. Es habe sich in 6 Jahren schlicht kaum etwas getan. Bereits 2010 gab es Modelle mit 16 GB RAM und 2,4 Ghz Prozessoren. Dafür seien aber die Preise, die Apple verlangt, viel zu hoch, denn im Windows- und Linux-Bereich gäbe es bereits genügend Alternativen im Preisbereich bis 1.500 Euro. So meint Quincy Larson, Entwickler und Lehrer bei FreeCodeCamp, dass Desktop-Linux mit ein wenig mehr Engagement die gesamte Entwicklergemeinde von Apple übernehmen könnte, keine sehr kleine Community, laut Quartz gibt es weltweit knapp 19 Millionen Entwickler.

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Autor: Alexander Fagot, 20.11.2016 (Update: 22.11.2016)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Managing Editor News
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.