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Das ScreenPad des Asus ZenBook Duo ist unglaublich nützlich, allerdings muss man sich auf den einen oder anderen Kompromiss einstellen

Das ScreenPad des Asus ZenBook Duo ist unglaublich nützlich, allerdings muss man sich den einen oder anderen Kompromiss einstellen
Das ScreenPad des Asus ZenBook Duo ist unglaublich nützlich, allerdings muss man sich den einen oder anderen Kompromiss einstellen
Zwei Bildschirme sind besser als einer ... zumindest in den meisten Fällen. Hier sind unsere größten Bedenken in Bezug auf das Doppelbildschirmmodell ZenBook Duo UX481 und unsere Verbesserungsvorschläge für den Nachfolger.
Allen Ngo (übersetzt von Marius S.), 🇺🇸

Asus steckt viel Vertrauen in das ScreenPad-Konzept. Seit der Premiere im ZenBook Pro 15 2018 als kleines Touchpad, das zu einem Touchscreen geworden ist, ist die Technologie nun zu einem großen Zweitdisplay geworden, das die gleiche Breite und Pixeldichte wie der Hauptbildschirm besitzt.

Das 14 Zoll große ZenBook Duo ist der neueste Laptop, der mit einem ScreenPad bestückt wurde und das Ergebnis ist ziemlich beeindruckend. Die Diagonale des sekundären Bildschirms misst 12,6 Zoll und die Pixeldichte ist mit der des Hauptbildschirms identisch, die kombinierte Gesamtauflösung beträgt somit 1.920 x (1080 + 515) Pixel. Dateien, Ordner und Fenster zwischen den zwei Bildschirmen hin- und herzuschieben geht nach wenigen Tagen in Fleisch und Blut über. Dieses Benutzererlebnis ist dem 14-Zoll-Modell ZenBook Duo und dem 15,6-Zoll-Modell ZenBook Pro Duo eigen, da kein anderer Bildschirm ein zweites Display auf diese Art und Weise integriert.

Trotzdem gibt es beim ScreenPad auch einige Nachteile, die aktuell noch verhindern, dass es ein essenzielles Ausstattungsmerkmal ist:

  • Kleinerer Farbraum: Das ScreenPad des ZenBook Duo deckt nur 59 % des sRGB-Farbraums ab, wohingegen der Hauptbildschirm eine 100-prozentige Abdeckung erreicht. Dadurch wirken Farben auf dem ScreenPad blasser und ungenauer.
  • Vermehrte Reflexionen: Im Gegensatz zum Hauptdisplay, das direkt auf den Nutzer gerichtet ist, zeigt das ScreenPad direkt nach oben in Richtung Himmel bzw. Decke. Auffällige Reflexionen treten dadurch verstärkt auf.
  • Scheinbar niedrigere Helligkeit: Der Blickwinkel auf das ScreenPad unterscheidet sich vom Blickwinkel auf das Hauptdisplay. Durch den relativ flachen Blickwinkel wirkt das ScreenPad dunkler und sich darauf befindliche Inhalte sind schwieriger zu erkennen.
  • Höheres Gesamtgewicht: Das 14-Zoll-Modell des ZenBook Duo wiegt ca. 1,8 kg, während das ZenBook 14 nur 1,4 kg und das MSI Prestige 14 nur 1,3 kg wiegt. Dieser Unterschied macht sich auf Reisen und auf dem Weg zwischen Unterrichtsstunden durchaus bemerkbar.
  • Kleineres Touchpad: Der große Bildschirm nimmt Platz ein, der andernfalls für ein größeres Touchpad genutzt werden könnte. Beim ZenBook Duo erstreckt sich das Touchpad nur über eine Fläche von 5,5 x 7 cm.
  • Nach vorne verschobene Tastatur: Obwohl es auf Dauer vermutlich kein Problem darstellt, ist die unkonventionelle Position der Tastatur für diejenigen, die eine "normale" Tastatur gewohnt sind, etwas gewöhnungsbedürftig .
  • Schlechte Lesbarkeit im Freien: Die Inhalte des Displays wirken bei der Nutzung im Freien blass und schwer lesbar.

In vielen Fällen werden hier jedoch der Nutzen und die Zweckmäßigkeit eines zweiten Bildschirms in einem mobilen Gerät überwiegen.

Weitere Informationen zum Asus ZenBook Duo und dessen ScreenPad finden Sie in unserem ausführlichen Test.

An einem sonnigen oder bewölkten Tag ist die Nutzung des ScreenPad im Freien undenkbar. Reflexionen sind dann allgegenwärtig und extrem störend
An einem sonnigen oder bewölkten Tag ist die Nutzung des ScreenPad im Freien undenkbar. Reflexionen sind dann allgegenwärtig und extrem störend

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Autor: Allen Ngo,  7.05.2020 (Update:  4.05.2020)
Allen Ngo
Editor of the original article: Allen Ngo - US Editor in Chief
Nach meinem Abschluss in Umwelthydrodynamik an der Universität von Kalifornien studierte ich Reaktorphysik, um vom US NRC die Lizenz zum Betrieb von Kernreaktoren zu erhalten. Man gewinnt ein erstaunliches Maß an Wertschätzung für alltägliche Unterhaltungselektronik, nachdem man mit modernen Reaktorsystemen gearbeitet hat, die erstaunlicherweise noch immer von Computern aus den 80er Jahren betrieben werden. Wenn ich nicht gerade die US-Seite von Notebookcheck betreue, verfolge ich gerne die eSports-Szene und neueste Nachrichten aus dem Gaming-Bereich.