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CES 2019 | Die Laptops des Jahres 2019, auf die wir uns besonders freuen

Das Acer Predator Triton 900 hat vermutlich das unverwechselbarste Design aller Laptops der CES 2019. (Quelle: ZDNet)
Das Acer Predator Triton 900 hat vermutlich das unverwechselbarste Design aller Laptops der CES 2019. (Quelle: ZDNet)
Wir haben eine Liste der interessantesten Laptops zusammengestellt, die auf der CES 2019 präsentiert wurden. Die Highlights dieses Jahres waren die mobilen Nvidia-GeForce-RTX-2000-GPUs, die neuen OLED-4K-UHD-Displays und verschiedene besonderen Designs. Damit der Artikel nicht zu lang wird, haben wir von jedem Laptop-Hersteller je ein von uns favorisiertes Modell ausgesucht, auf dessen Test wir uns jeweils schon sehr freuen!

Auf der jährlichen Consumer Electronics Show in Las Vegas stellen die führenden Unternehmen der PC-Branche jedes Jahr ihre kommenden Produkte der ersten Jahreshälfte vor. Was Laptops angeht, gab es auf der CES 2019 zahlreiche Neuankündigungen. Deshalb haben wir eine Liste der aus unserer Sicht interessantesten Laptops der CES zusammengestellt, deren Testberichten wir schon freudig entgegenfiebern. Da die Masse an Laptops einfach zu riesig für einen kurzen Artikel ist, haben wir uns pro Hersteller auf ein Modell beschränkt, das jeweils am stärksten unser Interesse geweckt hat.

Lenovo Yoga S940

Als der aktuell führende Laptop-Hersteller hat Lenovo nicht mit Laptop-Neuankündigungen auf der CES 2019 gegeizt, aber das herausragendste Modell des chinesischen Herstellers war sicherlich das 13,9 Zoll große Lenovo Yoga S940 Ultrabook. Dieser Neuzugang in Lenovos Premium-Laptop-Serie für Privatkunden will vor allem mit ihrem besonders dünnen & leichten Design überzeugen, schließlich ist es nur 12,2 mm dick und 1,2 kg schwer. Das alleine ist natürlich noch nicht wirklich besonders, deswegen hat Lenovo das Display mit einem besonders dünnen Rahmen verbaut, der Hersteller spricht von einem Display-Gehäuse-Verhältnis von 90 %. Die Webcam hat man deshalb mit einem umgedrehten Notch integriert, zudem bietet der Hersteller das Yoga S940 optional mit abgerundeten Glass-Seitenflächen an. Neben diesem besonderen Design legt Lenovo bei diesem Premium-Ultrabook auch einen Fokus auf die Multimedia-Fähigkeiten, weshalb die verbauten Bildschirme in jedem Fall HDR unterstützen und die Lautsprecher Dolby-Atmos-zertifiziert sind. Das Lenovo Yoga S940 soll im Mai für einen Preis von 1.500 Euro auf den Markt kommen.

Alienware Area-51m

Als nächstes folgt das neue Alienware Area-51m, ein Flaggschiff-Gaming-Laptop von Dell, bei dem der Hersteller endlich auf seine Fans gehört hat und das Alienware Area-51m als komplett modulares Laptop konstruiert hat. Anders als bei früheren Alienware-Designs sind beim 17-Zoll-Modell Area-51m Prozessor und Grafikchip nicht verlötet. Stattdessen setzt der amerikanische Hersteller auf Desktop-Prozessoren mit dem Sockel LGA 1151 wie den Intel Core i9-9900K und wechselbare GPUs. Bei diesen vertraut Dell auf den eigenen proprietären "Dell Graphics Form Factor" (DGFF) anstatt auf MXM, wobei der Herstellern Nutzern explizit das Aufrüsten gestattet. Das macht das Alienware Area-51m zu einem wahrhaft besonderen und zukunftssicheren Gaming-Laptop. Schon Ende Januar soll das Alienware Area-51m erscheinen.

MSI GS75/63 Stealth

MSI hat mit den extrem schlanken GS75 & GS63 Stealth beeindruckende neue Gaming-Laptops vorgestellt. Immerhin sind beide MSI-Notebooks eine der ersten Laptop-Reihen mit den neuen GeForce RTX 2080 / 2070 Max-Q Chips von Nvidia. Diese sind etwas weniger leistungsstark als die regulären Versionen dieser GPUs, lassen sich aber einfacher kühlen. MSI verbaut diese Grafikchips in sehr schlanke und leichte 15,6- bzw. 17-Zoll-Gehäuse, die nur 1,9 bzw. 2,25 kg wiegen. Die neuen Stealth-Laptops haben außerdem ein stylisches schwarzes Metall-Gehäuse mit einem goldenen Rahmen und sehr schlanken Displayrändern. Auf den Markt kommen die MSI-Laptops schon Ende Januar.

Razer Blade 15

Von Razer erwarten wir nichts anderes als extrem gute Gaming-Hardware. Das kommende Razer Blade 15 bringt folgerichtig auch einige der fortschrittlichsten Features mit. Abgesehen von der selbstverständlichen Integration der mobilen Nvidia RTX 2000 GPUs sind vor allem die Display-Optionen beeindruckend. Razer bietet sowohl ein IPS-Display mit einer Bildwiederholrate von 240 Hz an, als  auch einen 4K-UHD-Touchscreen, der auf OLED-Technik setzt (wobei unklar  ist, ob dieses Panel auch HDR unterstützt). Abgesehen davon kann man erwähnen, das Razer nun zwei Farb-Optionen anbietet: Neben dem normalen Schwarz gibt es das Razer Blade 15 nun auch in silber – allerdings mit weniger Hardware-Optionen als die schwarze Variante. Ab Ende Januar ist das neue Razer Blade 15 verfügbar.

Clevo P96 Serie

Bis hier haben wir vor allem Modelle mit überarbeiteten Designs und neuerer Hardware gesehen, doch Clevo geht einen Schritt weiter: Mit dem neuen Clevo P96 setzt man darauf, dass im Laptop-Markt noch Platz für eine weitere Laptop-Größe ist, denn Clevo hat das erste 16,1-Zoll-Gaming-Laptop mit einem kompakten Design vorgestellt. Der Full-HD-Bildschirm (1.920 x 1.080) unterstützt eine Bildwiederholrate von 144 HZ, wobei die dünnen Displayränder zu einem Display-Gehäuse-Verhältnis von 82 % führen. Natürlich integriert auch Clevo die neuen Nvidia RTX 2000 Max-Q GPUs in seinem neuesten Gaming-Laptop. Es wird auf jeden Fall spannend, ob sich 16,1-Zoll dauerhaft als neue Standardgröße etablieren kann. Ein genauer Zeitpunkt der Verfügbarkeit des Clevo P96 ist noch nicht bekannt.

Huawei MateBook 13

Zwar werden Apple-Produkte mangels Präsenz des Herstellers aus Cupertino nie auf der CES gezeigt, doch das heißt nicht, dass man nicht dennoch einige Windows-Laptops findet, die offensichtlich vor allem auf Apples Kunden abzielen. Ein solcher Fall ist das neueste MateBook 13 Ultrabook vom chinesischen Hersteller Huawei. Vom Design her nimmt man ganz offensichtlich das Macbook Air auf die Schippe, ohne es dabei komplett zu kopieren. So setzt Huawei zum Beispiel anders als Apple auf das Seitenverhältnis 3:2, das man auch vom Huawei MateBook X Pro kennt. Der 13,3-Zoll-Bildschirm hat dabei ein Bildschirm-Gehäuse-Verhältnis von 88 %. Wo sich das MateBook 13 wohl am stärksten vom Apple Macbook Air absetzen kann: Bei der Leistung. Statt auf die leistungsschwachen  Zweikerner der Amber-Lake-Serie setzt das MateBook 13 auf ganz normale Quad-Core-Prozessoren von Intel mit dem Codenamen "Whiskey-Lake". Zudem steckt im MateBook 13 optional auch eine Nvidia GeForce MX150, eine GPU kann das Macbook Air gar nicht aufbieten. Nur Thunderbolt 3 geht dem MateBook 13 leider ab. Dafür ist es allerdings auch ein wenig günstiger als der Konkurrent von Apple.

Acer Predator Triton 900

Das vermutlich einzigartigste Laptop-Design der CES 2019 wurde von Acer in Form des Predator Triton 900 präsentiert. Laut Acer soll das Predator Triton 900 das erste waschechte Convertible-Gaming-Laptop sein, weshalb es auch die neusten Technologien wie die Nvidia GeForce RTX 2080 GPU, ein 17,3 Zoll großes 4K-Display mit G-Sync und Hexa-Core-Prozessoren von Intel enthält. Zwar ist es fraglich, ob die Convertible-Features wirklich praktisch für ein Gaming-Laptop nutzbar sind, doch immerhin ist das Triton 900 vergleichsweise dünn für ein 17-Zoll-Laptop. Einzigartig ist das "Ezel-Aero"-Scharnier-Design, mit dem man das Display zum Beispiel so einstellen kann, dass man Touch-basierte Spiele sehr komfortabel spielen kann. Um die RTX 2080 kühlen zu können verbaut Acer weiterhin einen AeroBlade 3D Lüfter. Aktuell ist noch nicht bekannt, wann das Predator Triton 900 erscheint.

Asus ROG GZ700

Eine ähnliche Idee wie Acer hatte Asus. In diesem Fall hat sich der taiwanesische Hersteller allerdings an Microsofts Surface Pro orientiert und so ein Gaming-Hybrid-Tablet erschaffen, das seinesgleichen sucht: Das ROG GZ700. Bei diesem monströsen Tablet sind alle Komponenten wie zum Beispiel die neuesten Nvidia RTX GPUs und der Core i9-8950HK hinter dem Display verbaut, die Tastatur ist dagegen abnehmbar. Anders als Beispielsweise beim Surface Pro funktioniert die Tastatur auch drahtlos, sodass man quasi einen mobilen Gaming-All-in-One-PC hat.

Gigabyte Aero Y9/X9

Manch einer mag sich wundern, warum das populäre Dell XPS 15 in dieser Liste fehlt. Leider hat Dell kein Update für das bekannte Multimedia-Flaggschiff zur CES veröffentlicht (außer der Ankündigung, dass das XPS 15 in Zukunft mit einem OLED-Bildschirm angeboten werden wird). Doch es gab andere Hersteller, die ähnliche Laptops präsentiert haben, zum Beispiel Gigabyte mit den neuen Aero Y9 /X9 Laptops. Diese neuen Gaming-Laptops sind praktisch das XPS auf Steroiden: Sie sind extrem dünn und sehr kompakt, doch Gigabyte verbaut dennoch Nvidia RTX 2070 / 2080 GPUs und Intel Hexa-Core-Prozessoren. Besonders beeindruckend, dass Gigabyte nicht auf die langsameren Max-Q-Versionen dieser GPUs setzt, zumal das Netzteil mit 230 W bemerkenswert kompakt ist. Das Flaggschiff-Modell der beiden ist das Gigabyte Aero Y9, das mit einem ab Werk kalibrierten 4K-UHD-Display ausgeliefert wird. 

HP Omen 15

Den Abschluss unserer Liste bildet ein Laptop von HP, denn der zweitgrößte PC-Hersteller darf in unserer Auflistung selbstverständlich nicht fehlen. In diesem Fall haben wir das neue HP Omen 15 erwählt, das im Jahr 2019 selbstverständlich die neuesten Nvidia GeForce RTX 2000 Max-Q-GPUs integriert. Zwar gibt es keine neuen Prozessoren oder 4K-Optionen, aber bei den Full-HD-Bildschirmen hat man immerhin die Wahl zwischen 144 oder 240 Hz. Ein besonderes Merkmal dieses Modells ist außerdem der neue WiFi-6-Standard, der erstmalig drahtlose Transferraten von 11 GB/s ermöglicht – 10x mehr als bisher. Zudem baut HP die Omen-Laptops vergleichsweise modular und benutzerfreundlich, denn HDD, SSD und RAM sind sehr einfach aufrüstbar. Ab Februar wird das HP Omen 15 im Handel sein.

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Autor: Bogdan Solca/Benjamin Herzig, 19.01.2019 (Update: 19.01.2019)
Benjamin Herzig
Benjamin Herzig - Editor
Ab 2010 habe ich mich mehr und mehr mit Technologie beschäftigt, insbesondere Notebooks haben es mir seitdem angetan. Klar, dass ich sehr schnell auf die detaillierten Tests von Notebookcheck stieß. Mit der Zeit habe ich mehr und mehr über Notebooks gelernt und angefangen, in Foren und Blog-Seiten kleine Reviews zu Notebooks zu schreiben. Um während des Studiums Geld dazu zu verdienen habe ich mein Hobby dann zum Beruf gemacht und stieß 2016 zum Team von Notebookcheck hinzu, mein persönliches Interesse liegt insbesondere bei Business-Notebooks.