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Facebook: Nutzer sollen ihre Nacktfotos zum eigenen Schutz hochladen

Vor allem junge Frauen sind öfter Opfer von Revenge Porn. (Bildquelle: wikileaksnews.co)
Vor allem junge Frauen sind öfter Opfer von Revenge Porn. (Bildquelle: wikileaksnews.co)
“Revenge Porn”, dagegen will Facebook ein wirksames Konzept gefunden haben. Wer befürchtet, dass Nacktfotos, die einmal an den Exfreund oder der Exfreundin in der Vergangenheit geschickt wurden, als Racheakt auf Facebook, im Messenger oder auf Instagram auftauchen könnten, wird in Zukunft wieder ruhig schlafen.

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Klingt auf den ersten Blick vielleicht etwas merkwürdig, könnte aber durchaus zumindest für einige Facebook-User, die einmal in schlüpfrigen Chats oder E-Mails nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Nacktfotos verschickt haben, die letzte Hoffnung sein. Geht es nach Facebook, sollen User, die Racheakte oder Erpressungsversuche befürchten, ihre betroffenen Nacktfotos selbst an Facebook senden. Diese werden von Facebook in einen Hashwert umgewandelt und somit mit einem digitalen Fingerprint versehen. Spätere Versuche von anderen Usern dasselbe Foto erneut hochzuladen, werden damit blockiert. 

Facebook bedient sich hier einer seit April bereits in Verwendung befindenden Technologie, bei der gemeldete Fotos von Facebook-Mitarbeitern eigens gekennzeichnet werden und ein erneuter fremder Upload-Versuch fehlschlägt. Bislang wurden vor allem Fotos mit kinderpornografischem Inhalt und extremistische Fotos markiert. Nun könnte mit dieser Methode auch ein Schritt gegen “Revenge Porn” und Erpressungsversuche gelungen sein. 

Die Technologie soll mittlerweile bereits derart ausgereift sein, dass auch veränderte Fotos richtig erkannt werden. Laut einer US-Studie wurden in den USA vier Prozent der amerikanischen Internetnutzer schon einmal Opfer von Racheakten mit Nacktfotos. Vor allem Frauen unter 30 Jahren sind hier mit einem Prozentsatz von 10 % besonders betroffen.

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Autor: Daniel Puschina, 12.11.2017 (Update: 12.11.2017)
Daniel Puschina
Daniel Puschina - Editor
Ich bin die Generation, die in den 90er Jahren auf einem 386er mit der 20MHz Turbotaste die ersten Computer-Erfahrungen gesammelt hat. Es war eine Gratwanderung zwischen der Leistungsgrenze meines Rechners und dem knappen Taschengeld, umso größer war aber dadurch die Motivation, das letzte Stück Leistung hier noch rauszuholen. Das Herauskitzeln eines einzelnen Kilobytes in der config.sys Datei war bei 2MB RAM absolut bestimmend über „Spiel startet“ oder „Spiel startet nicht“. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch damit begonnen, mich hardwareseitig immer eingehender mit Benchmarktests, Leistungsvergleiche und Tuning der Komponenten zu beschäftigen, was mich in den letzten Jahren zum Dauerbesucher der Notebookcheck-Seite machte. Es ist mir somit eine große Freude, hier nun selbst aktiv für diese Seite schreiben und testen zu können.