Notebookcheck

Investoren happy: Apple erhöht durchschnittlichen iPhone-Preis weiter

Durchaus vom Konsumenten bemerkbar ist der seit Jahren steigende iPhone-Preis.
Durchaus vom Konsumenten bemerkbar ist der seit Jahren steigende iPhone-Preis.
In den letzten Jahren ist der durchschnittlicher Verkaufspreis der iPhones kontinuierlich gestiegen, das neue Lineup 2018 vom iPhone 7 bis hinauf zum iPhone Xs Max erhöht den ungewichteten Wert einmal mehr um 20 Prozent, was insbesondere für Apples kommende Quartalsergebnisse gute Nachrichten sind - die Leidtragenden sind die iPhone-Käufer.

Nicht nur Analysten und Marktbeobachter merken es: Die iPhones werden kontinuierlich teurer. Einen großen Sprung hat Apple im vergangenen Jahr vollzogen und mit dem iPhone X erstmals ein iPhone veröffentlicht, welches mit 1.000 US-Dollar beziehungsweise 1.150 Euro Verkaufspreis für das Basismodell bisherige Dimensionen sprengte, von den Konsumenten aber nicht abgestraft wurde. Nicht nur die Konkurrenz sieht sich dadurch bestätigt, auch Apple selbst sah wohl keinen Grund, das erfolgreiche iPhone X heuer im Preis zu reduzieren und legte noch nach: Das iPhone Xs Max kostet mit 1.100 US-Dollar beziehungsweise 1.250 Euro für die Minimalkonfiguration und 1.450 US-Dollar beziehungsweise 1.650 Euro für die 512 GB-Version mehr als je ein iPhone zuvor und übertrifft damit noch die Luxuseditionen von Android-Phones wie etwa das Huawei Mate RS Porsche Edition.

Gene Munster und Will Thompson, Analysten bei Loupventures, sehen somit den ASP (Average Selling Price, also den durchschnittlichen Preis, den Konsumenten für ein iPhone ausgeben) auch für 2019 weiter im Steigen begriffen. Ungewichtet, also ohne Berücksichtigung der tatsächlich verkauften Stückzahlen, steigt der durchschnittliche iPhone-Preis mit dem neuen iPhone-Lineup, welches seit letzter Woche vom iPhone 7 bis zum iPhone Xs Max reicht um satte 20 Prozent von 636 US-Dollar im Vorjahr auf 765 US-Dollar. In Europa sind die absoluten Werte höher, der Prozentsatz aber in etwa gleich. Dass der Wert so stark steigt, liegt wohl auch daran, dass das iPhone SE, das bisherige Budget-iPhone, nun aus dem offiziellen Lineup gefallen ist. Der Einstiegspreis in das iPhone-Ökosystem ist damit um 100 US-Dollar gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Wie also schon mal vor Monaten von Finanzexperten prognostiziert, haben die Meister der Preisstufen-Entwicklung durch die Bank die Preise für ihre iPhones angehoben - praktisch jeder zahlt für sein iPhone mehr als früher, womit der ASP 2019 wohl über 800 US-Dollar steigen wird, in Euro entsprechend mehr. Munster und Thompson erwarten, dass die drei neuen Modelle iPhone Xr, iPhone Xs und iPhone Xs Max insgesamt für 59 Prozent aller iPhone-Verkäufe der nächsten Monate verantwortlich sein werden, insgesamt erwarten sie 225 Millionen verkaufter iPhones bis Ende 2019. Der Trend zu noch teureren Smartphones dürfte angesichts der Vormachtstellung Apples auch bei der Konkurrenz nicht zu stoppen sein, auch wenn Konsumenten dort durch stärkeren Preisverfall und mehr Konkurrenz Auswege aus der Misere haben.

Das gesamte iPhone-Lineup ist Ende 2018 wieder deutlich teurer geworden.
Das gesamte iPhone-Lineup ist Ende 2018 wieder deutlich teurer geworden.

Quelle(n)

Qualitäts-Journalismus wird durch Werbung bezahlt. Wir zeigen Lesern die geringst-mögliche Menge an Ads. Adblock-Nutzer sehen mehr Werbung. Bitte schalten Sie Ad-Blocker ab.

Alle 2 Beträge lesen / Antworten
static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
Teilen Sie diesen Artikel um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft, ob im privaten Blog, Foren oder per social Media!
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2018-09 > Investoren happy: Apple erhöht durchschnittlichen iPhone-Preis weiter
Autor: Alexander Fagot, 16.09.2018 (Update: 16.09.2018)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.