Notebookcheck

Lenovo: Einige aktuelle ThinkPads können scheinbar durch eine UEFI-Einstellung zerstört werden

Lenovo: Einige aktuelle ThinkPads können scheinbar durch eine UEFI-Einstellung zerstört werden
Lenovo: Einige aktuelle ThinkPads können scheinbar durch eine UEFI-Einstellung zerstört werden
ThinkPad-Laptops erfreuen sich weiterhin sehr großer Beliebtheit, auch wenn Hersteller Lenovo schon so manches mal Fehler unterlaufen sind, sei es in Sachen Design oder Qualität. Nun scheint es bei manchen aktuellen ThinkPads ein Problem mit dem UEFI-BIOS zu geben – das Aktivieren einer bestimmten Einstellung kann die teuren Business-Laptops unbrauchbar machen.

Früher gab es selten Firmware-Probleme bei Laptops. Das gute alte BIOS war zwar technisch vollkommen überholt und sehr eingeschränkt in seinen Möglichkeiten, dafür aber auch sehr stabil. Seit der Einführung des UEFI als Nachfolger des BIOS häufen sich aber die Probleme. Auch im aktuellen Fall zeigt sich die moderne Firmware-Technologie als anfällig: Bei einigen neueren ThinkPad-Laptops von Lenovo häufen sich Fälle, bei denen das Notebook nach der Aktivierung einer bestimmten BIOS-Option einfach nicht mehr startet.

Aktiviert man bei den betroffenen ThinkPad-Modellen die Option "BIOS Support for Thunderbolt" oder "Thunderbolt BIOS Assist" (je nach Modell), dann kann es passieren, dass das Laptop nach dem erforderlichen Reboot mit einem schwarzen Bildschirm hängenbleibt. Kommt es zu diesem Problem, hilft nur ein Austausch des Mainboards, denn ist das UEFI einmal korrumpiert, kann man auch keine funktionsfähige Version mehr einspielen.

Es ist zurzeit noch unklar, wie viele ThinkPads betroffen sind. Klar ist, dass günstigere Modelle wie das ThinkPad L380 oder ThinkPad E480 das Problem nicht haben können, da sie Thunderbolt nicht unterstützen. In verschiedenen Foren wurden bisher auf jeden Fall Ausfälle der folgenden Modelle gemeldet:

Ob weitere ThinkPads betroffen sind, lässt sich momentan noch nicht sicher feststellen. Klar ist, dass Lenovo das Problem scheinbar schon seit Juni 2018 bekannt ist, zumindest in Bezug auf das ThinkPad X1 Yoga 2018 – doch eine Lösung gibt es bisher nicht. Betroffene Kunden können sich nur an den Lenovo Service wenden und das Motherboard ihres ThinkPads tauschen lassen. Hat man eines der oben gelisteten Modelle, dann sollte man auf keinen Fall die betreffende Einstellung aktivieren.

Quelle(n)

Unsere unabhängige Redaktion wird durch Werbung bezahlt. Wir zeigen Lesern die geringst-mögliche Menge an Ads, jedoch sehen Adblock-Nutzer mehr und qualitativ schlechtere Werbung. Bitte schalten Sie Ad-Blocker ab.

Alle 2 Beträge lesen / Antworten
static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten

Redakteur gesucht!

Du bist ein hochmotivierter und treuer Leser von Notebookcheck und willst mitgestalten? Dann bewirb dich jetzt!
Wir suchen die Besten für unser Team!

Teilen Sie diesen Artikel um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2018-10 > Lenovo: Einige aktuelle ThinkPads können scheinbar durch eine UEFI-Einstellung zerstört werden
Autor: Benjamin Herzig, 24.10.2018 (Update: 24.10.2018)
Benjamin Herzig
Benjamin Herzig - Editor
Ab 2010 habe ich mich mehr und mehr mit Technologie beschäftigt, insbesondere Notebooks haben es mir seitdem angetan. Klar, dass ich sehr schnell auf die detaillierten Tests von Notebookcheck stieß. Mit der Zeit habe ich mehr und mehr über Notebooks gelernt und angefangen, in Foren und Blog-Seiten kleine Reviews zu Notebooks zu schreiben. Um während des Studiums Geld dazu zu verdienen habe ich mein Hobby dann zum Beruf gemacht und stieß 2016 zum Team von Notebookcheck hinzu, mein persönliches Interesse liegt insbesondere bei Business-Notebooks.