Notebookcheck

Test Lenovo ThinkPad E480 (i5-8250U, RX 550) Laptop

Benjamin Herzig, 👁 Andreas Osthoff, Felicitas Krohn, 29.01.2018

Zu heiße Ware. Das erste 2018er-ThinkPad ist ein echter Preis-Leistungs-Sieger – ein potenzieller Verkaufsschlager für den Hersteller Lenovo. Warum das Notebook in dieser Konfiguration aber keine Empfehlung bekommt, das lesen Sie in unserem ausführlichen Testbericht. Update: BIOS 1.14 kastriert die Radeon-GPU

E480

Lenovos ThinkPad-E-Serie geht mit den Modellen E480 und E580 in die nunmehr achte Generation. 2010 war sie als Edge-Serie gestartet, die damals mit einem – für ThinkPad-Verhältnisse  – unorthodoxen Design frischen Wind bringen sollte. Seitdem nimmt die Edge- bzw. E-Serie die Rolle des Einstiegs-ThinkPads ein.

Seit geraumer Zeit ist es quasi Tradition, dass die E-Serie immer die erste ThinkPad-Serie mit den jeweils neuesten Prozessoren ist. In diesem Jahr sind E480 und E580 die Vorreiter des Umstiegs von Dual- zu Quad-Core-Prozessoren. Das kleinere Modell der beiden, das E480, ist das erste ThinkPad mit den neuen "Kabylake-Refresh"-CPUs, das es in unsere Testlabore geschafft hat. Das erste businessorientierte Notebook mit den neuen Prozessoren ist es aber nicht: HP hat sein Probook 440 G5 schon Ende 2017 auf den Markt geschickt. Da wir dieses Modell aber noch nicht testen konnten, müssen wir gezwungenermaßen auf den Vorgänger als Vergleichsgerät zurückgreifen (HP ProBook 440 G4). Bei Dell gibt es eine ähnliche Situation, wobei wir auf das noch ältere Modell Latitude 14 3470 ausweichen müssen, in dem noch Skylake-CPUs stecken. Beim Konkurrenzgerät von Acer, dem Travelmate P449, haben wir die Kaby-Lake-Variante getestet – ein Modell mit Quad-Core-CPUs von Acer gibt es noch nicht. Obligatorisch ist natürlich der Vergleich mit dem Vorgänger Thinkpad E470.

Unser Testgerät ist ein Campus-Modell mit der Modellnummer 20KQS00000, das in dieser Form nur für Studenten und andere Bezugsberechtigte in Lenovos Campus-Programm verfügbar ist. Für 739 Euro bekommt man einen Core i5, eine 256-GB-SSD, 8 GB RAM, sowie die optionale AMD Radeon RX 550 – Windows ist hingegen nicht vorinstalliert, da viele Studenten das Betriebssystem von der Uni gestellt bekommen. Im Lenovo-Online-Shop kann man das E480 in der gleichen Konfiguration mit Windows 10 Home für etwa 810 Euro kaufen.

Update BIOS 1.14: Mit der BIOS-Version 1.14 will Lenovo die Hitzeentwicklung besser in den Griff bekommen. Wir haben das getestet und unter anderem den Stresstest wiederholt. Zudem wollten wir natürlich wissen, ob sich der Software-Patch auf die Leistung auswirkt, weshalb wir auch die Sektionen Grafikkarte sowie Gaming Performance aktualisiert haben.

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Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000 (ThinkPad E480 Serie)
Grafikkarte
AMD Radeon RX 550 (Laptop) - 2048 MB, Kerntakt: 902 MHz, Speichertakt: 1500 MHz, GDDR5 Speicher, 23.20.15015.1002 (Adrenalin 18.1.1), AMD Enduro
Hauptspeicher
8192 MB 
, DDR4-2400, 1 von 2 Slots frei
Bildschirm
14 Zoll 16:9, 1920 x 1080 Pixel 157 PPI, Innolux N140HCA-EAC, IPS LED, spiegelnd: nein
Mainboard
Intel Kaby Lake-U iHDCP 2.2 Premium PCH
Massenspeicher
Lenovo LENSE20256GMSP34MEAT2TA, 256 GB 
, M.2 2280 PCIe NVMe x2, 210 GB verfügbar
Soundkarte
Conexant CX11852
Anschlüsse
1 USB 2.0, 2 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 USB 3.1 Gen2, 1 HDMI, 1 DisplayPort, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: 3.5mm Kombo-Audio, Card Reader: MicroSD, 1 Fingerprint Reader
Netzwerk
Realtek RTL8168/8111 Gigabit-LAN (10/100/1000MBit), Realtek 8822BE Wireless LAN 802.11ac PCI-E NIC (a/b/g/n/ac), Bluetooth 4.1
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 19.9 x 329 x 242
Akku
48 Wh Lithium-Polymer
Kamera
Webcam: 720p
Sonstiges
Lautsprecher: 1.5 W Stereo Lautsprecher, Tastatur: 6 Reihen Chiclet Tastatur, Tastatur-Beleuchtung: ja, 12 Monate Garantie
Gewicht
1.803 kg, Netzteil: 346 g
Preis
739 Euro
Wird verkauft in der Region
DACH
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Gehäuse

Wie schon im Eingangstext erwähnt, die Edge-Serie ist einst als Antithese zum typischen ThinkPad-Design gestartet: Die erste Generation dieser neuen Serie mit Modellen wie dem ThinkPad Edge 13 kam mit Design-Attributen wie einem silbernen Band, runden Ecken und einem wahlweise rot-glänzenden Displaycover daher. Im Laufe der Generationen hat Lenovo diese Designmerkmale, die doch nicht so recht zu einem ThinkPad-Notebook (eigentlich ja der Inbegriff der Seriosität) passen, nach und nach wieder entsorgt. Zuletzt waren beim ThinkPad E470 nur noch die abgerundeten Ecken übriggeblieben.

Der Wandel: ThinkPad Edge 13 (2010)...
Der Wandel: ThinkPad Edge 13 (2010)...
...über das ThinkPad E470 (2017)...
...über das ThinkPad E470 (2017)...
...zum neuesten ThinkPad E480
...zum neuesten ThinkPad E480

Das ThinkPad E480 ist der visuelle Schlussstrich dieser Entwicklung. Die abgerundeten Ecken und Kanten weichen einem kantigeren, rechteckigen Design mit klaren Linien, das deutlich hochwertiger wirkt als der etwas plump daherkommende Vorgänger. Das Design des E470 kommunizierte den Status als Budget-Serie deutlich klarer nach außen im Vergleich zum E480-Design. Das liegt auch an den kleineren Displayrändern beim E480, wobei diese nur oben und an den Seiten geschrumpft sind – nach unten hin ist der Rand dagegen sogar größer geworden, was dann wiederum vielleicht doch ein Hinweis auf die preisliche Positionierung des ThinkPads ist.

Lenovo ThinkPad E480
Lenovo ThinkPad E480

Bei den Gehäusematerialien wechselt Lenovo von einem beschichten Kunststoffdeckel zu einem schwarz-exolierten Aluminium-Displaydeckel. Die Basiseinheit ist aus schwarzem Kunststoff gefertigt, wobei dieser im Bereich der Handballenauflage eine glatte Beschichtung hat. Der Displayrahmen und die Unterseite bestehen dagegen aus angerautem Kunststoff. Optional ist das E480 auch in einem silbernen Farbton erhältlich.

Die Handballenauflage besteht zwar an sich aus Kunststoff, sie ist aber mit Aluminium verstärkt. Das erklärt auch die sehr gute Stabilität des gesamten Tastaturbereichs, der sich nirgendwo eindrücken lässt – auch nicht in der Mitte, wo viele andere Notebooks einen Schwachpunkt haben. Druck auf den Displayrücken pariert das Aluminium relativ gut, doch bei wirklich starkem Druck kann man Auswirkungen auf das Panel sehen. Die Basis lässt sich mit Zug und Gegenzug nur sehr geringfügig verwinden, das Displaycover dagegen zeigt sich an dieser Stelle flexibler. ABS-Kunststoff-Displaydeckel sind allerdings typischerweise noch deutlich labiler, wir kritisieren also auf einem hohen Niveau. Gar nicht kritikwürdig ist die Verarbeitung, die bei unserem Testgerät einwandfrei ist.

Das breite Mono-Scharnier kennen wir schon vom ThinkPad E470. Beim E480 ist es sehr gut eingestellt, denn das Öffnen des Displays mit einer Hand ist möglich und das Display wackelt dennoch kaum nach. Früher ließen sich die Displays der ThinkPad-E-Serie nur auf bis zu 135° öffnen, doch das Mono-Scharnier erlaubt beim E480 den ThinkPad-typischen Öffnungswinkel von 180°.

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Gegenüber seinem eigenen Vorgänger hat das E480 abgespeckt – es ist 100 g leichter, fast 4 mm dünner und außerdem auch etwas weniger breit, was in den kleineren seitlichen Displayrändern resultiert.

In der Klasse des E480 (günstige Business-Notebooks) haben alle Vergleichsgeräte etwa ein Gewicht von 1,8 kg. Höherpreisige Business-Modelle wie die ThinkPad-T-Serie, die Dell-Latitude-7000-Serie oder die HP-Elitebook-840-Serie sind oft bei gleicher Größe einige hundert Gramm leichter, da ihre Gehäuse aus teureren und leichteren Materialien gefertigt sind.

Größenvergleich

Ausstattung

Den Vorgänger E470 kritisierten wir noch wegen der Abwesenheit von USB-Typ-C. Beim E480 nimmt USB-C dagegen eine zentrale Rolle ein, schließlich fällt für den USB-C-Anschluss der proprietäre Lenovo-Slim-Tip-Ladeanschluss weg. Dementsprechend setzt Lenovo nun auf USB-C zum Aufladen. Der USB-C-Anschluss kann nicht nur zum Laden genutzt werden, er überträgt auch Displayport und er beherrscht USB-3.1-Gen-2, das die doppelte Übertragungsrate gegenüber USB-3.0 bzw. USB-3.1-Gen-1 bietet.

Gerade die Funktion als Displayport ist gegenüber dem E470 ein großer Schritt nach vorne, denn das E470 hatte nur einen HDMI-Anschluss, der maximal 1.920 x 1.080 in 60 Hz ausgeben konnte. Mit dem E480 sollte sich auch ein UHD-Monitor (3.840 x 2.160) mit 60 Hz betreiben lassen. Was dem USB-C-Anschluss noch fehlt, ist Thunderbolt. Da es sich beim E480 aber immer noch um ein Budget-Gerät handelt, können wir dieses fehlende Feature verschmerzen.

Abgesehen von der Einführung von USB-Typ-C und MicroSD-Kartenleser hat sich an der Anschlussausstattung grundsätzlich nicht viel verändert. Kritikwürdig ist weiterhin, dass Lenovo einen der drei USB-Typ-A-Anschlüsse nur mit USB-2.0-Geschwindigkeit verbaut – das muss im Jahr 2018 nicht mehr unbedingt vorkommen. Nervig ist zudem, dass sich die beiden USB-3.0-Anschlüsse links befinden und rechts nur der einsame USB-2.0-Anschluss sitzt – will man also schnelle Übertragungsraten, muss man das Peripherie-Gerät links anschließen. Beim E470 hat man das noch besser gelöst. Die Anschlusspositionierung ist ansonsten gelungen, da alle Anschlüsse im hinteren Bereich der Seitenflächen sitzen, sodass Mausnutzer keine Probleme haben sollten.

Rechts: MicroSD-Kartenslot, USB Typ A 2.0, Ethernet, Kensington-Lock
Rechts: MicroSD-Kartenslot, USB Typ A 2.0, Ethernet, Kensington-Lock
Links: USB Typ C 3.1 Gen 2, HDMI, 2x USB Typ A 3.0, Kombo-Audio
Links: USB Typ C 3.1 Gen 2, HDMI, 2x USB Typ A 3.0, Kombo-Audio

SDCardreader

MicroSD-Kartenslot
MicroSD-Kartenslot

Die zweite große Änderung bei den Anschlüssen, abgesehen von USB-Typ-C, betrifft den Kartenleser: Lenovo tauscht einen SD-Kartenslot in voller Größe gegen einen Kartenslot für MicroSD-Karten. Eine unverständliche Änderung, schließlich ist das Gehäuse mehr als geräumig genug für einen normalen SD-Kartenleser. Die aktuellen Konkurrenten in Form des HP ProBook 440 G5 und des Dell Latitude 3490 haben weiterhin SD-Kartenslots in voller Größe, sodass das E480 hier eindeutig im Hintertreffen ist.

Die gemessene Leistung des MicroSD-Kartenslots liegt auf einem durchschnittlichen Niveau. Die Benchmarks wurden mit der Toshiba Exceria Pro M501 MicroSD-Referenzspeicherkarte durchgeführt.

SDCardreader Transfer Speed
average JPG Copy Test (av. of 3 runs)
Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000
  (Toshiba Exceria Pro M501)
76.3 MB/s ∼100%
HP ProBook 440 G4-Y8B51EA
  (Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II)
74.3 MB/s ∼97% -3%
Lenovo ThinkPad E470-20H2S00400
  (Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II)
67.3 MB/s ∼88% -12%
Acer TravelMate P449-G2-M-56CD
  (Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II)
24.6 MB/s ∼32% -68%
Dell Latitude 14 3470
  (Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II)
23.5 MB/s ∼31% -69%
maximum AS SSD Seq Read Test (1GB)
HP ProBook 440 G4-Y8B51EA
  (Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II)
85.9 MB/s ∼100% +3%
Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000
  (Toshiba Exceria Pro M501)
83.6 MB/s ∼97%
Lenovo ThinkPad E470-20H2S00400
  (Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II)
81.04 MB/s ∼94% -3%
Dell Latitude 14 3470
  (Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II)
27.6 MB/s ∼32% -67%
Acer TravelMate P449-G2-M-56CD
  (Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II)
27.6 MB/s ∼32% -67%

Kommunikation

Teurere Business-Laptops setzen bei den Kommunikationsmodulen gewöhnlich auf die aktuellen Intel-Lösungen wie die Intel Wireless 8265. Das E480 als Budget-Gerät bietet diese Option nicht, stattdessen gibt es entweder die Intel Wireless 3165, die Realtek 8821CE oder die Realtek 8822BE. Nur die letztere Karte ist ein 2x2-AC-Modul, während die anderen Optionen auf 1x1-AC-WLAN limitiert sind. In unserem Testgerät steckt die 2x2-Karte Realtek RTL8822BE, die sowohl in den Benchmarks als auch in der Alltagsnutzung eine einwandfreie Leistung ablieferte. Ebenfalls von Realtek stammt das verbaute Gigabit-Ethernet-Modul (RTL8168/8111). WWAN-Optionen bietet das E480 nicht.

Webcam und die Mikrophone sind die übliche Laptop-Standardkost, die für Videotelefonie ausreicht, für mehr aber auch nicht.

Networking
iperf3 Client (receive) TCP 1 m 4M x10
Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000
Realtek 8822BE Wireless LAN 802.11ac PCI-E NIC
659 MBit/s ∼100%
Lenovo ThinkPad E470-20H2S00400
Atheros/Qualcomm QCA6174
621 MBit/s ∼94% -6%
Acer TravelMate P449-G2-M-56CD
Intel Dual Band Wireless-AC 7265
562 MBit/s ∼85% -15%
iperf3 Client (transmit) TCP 1 m 4M x10
Acer TravelMate P449-G2-M-56CD
Intel Dual Band Wireless-AC 7265
648 MBit/s ∼100% +8%
Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000
Realtek 8822BE Wireless LAN 802.11ac PCI-E NIC
602 MBit/s ∼93%
Lenovo ThinkPad E470-20H2S00400
Atheros/Qualcomm QCA6174
413 MBit/s ∼64% -31%

Sicherheit

Das E480 ist zwar ein Business-Notebook, allerdings soll es laut Lenovo vor allem in kleineren Firmen zum Einsatz kommen. Daher hat das E480 nicht alle Sicherheits-Features, die man in den Enterprise-ThinkPads der T- oder L-Serien findet. Bemerkenswert ist zum Beispiel der fehlende Smartcard-Slot.

Eine Grundausstattung mit Sicherheitsmerkmalen gibt es aber. Dazu gehört neben TPM 2.0 auch ein touchbasierter Fingerabdruckleser, der zwischen Tastatur und ThinkPad-Logo in der Handballenauflage platziert ist. Dieses Fingerabdruck-Lesegerät funktioniert genau so gut wie bei den anderen ThinkPads. Anders als bei den teureren ThinkPads hat der Leser keine Status-LED, die dem Nutzer signalisiert, dass der Fingerprintsensor bereit ist.

Touch-Fingerabdruckleser
Touch-Fingerabdruckleser

Zubehör

Zubehör liegt dem E480 nicht bei. Das wichtigste optionale Zubehör dürfte die ThinkPad USB-C-Dock sein, die Lenovo in Deutschland für etwa 230 Euro anbietet. Im Campus-Programm gibt es diese Dock etwas günstiger für etwa 150 Euro.

Wartung

Das E480 hat eine Konstruktion, die wir in der Form oft bei Ultrabooks vorfinden: Für den Zugang zu den Komponenten muss die gesamte Unterseite abgenommen werden. Dafür muss man zuerst neun Schrauben und dann noch mehrere Kunststoff-Clips lösen. Für die Clips sollte man ein Pry-Up-Tool aus Kunststoff nutzen, alternativ könnte man eventuell eine Kreditkarte benutzen. Dabei sollte der Nutzer mit großer Vorsicht vorgehen, da man ansonsten eventuell einen Clip zerstört und somit das Gehäuse beschädigt.

Nachdem dieses Hindernis überwunden ist, hat man Zugang zu den meisten Komponenten. Wichtig ist natürlich der Akku, der nicht verklebt, sondern verschraubt ist, sowie das Kühlsystem. Weiterhin kann man das E480 auch aufrüsten, zum Beispiel indem man eine größere M.2-SSD einbaut oder ein zweites RAM-Modul nachrüstet. Der 2,5-Zoll-Slot für eine SSD/HDD ist bei unserem Modell mit einem Dummy bestückt, das Kabel und der Anschluss scheinen aber vorhanden zu sein.

Erwähnenswert ist, dass man auch die Tastatur beim E480 sehr einfach tauschen kann. Dazu muss man die rechte und die linke TrackPoint-Taste entfernen und zwei Schrauben, die unterhalb der Tasten sitzen, lösen.

Blick ins Innere
Blick ins Innere

Garantie

Lenovo verkauft das ThinkPad E480 mit lediglich 12 Monaten Bring-In-Garantie. Das ist weniger als bei vielen Notebooks für Privatkunden im selben Preisbereich, allerdings kommen alle Konkurrenten ebenfalls standardmäßig mit nur 12 Monaten Garantie. Gegen einen Aufpreis kann man die Garantie um drei Jahre auf bis zu 48 Monate verlängern und Zusatzservices wie Vor-Ort-Service und einen Unfallschutz kaufen. 36 Monate Garantie mit Unfallschutz kosten zum Beispiel über 220 Euro, für Studenten und andere Bezugsberechtigte des Campus-Programs gibt es dieses Garantiepaket für etwa 160 Euro.

Eingabegeräte

Tastatur

ThinkPads sind für ihre hervorragenden Tastaturen bekannt. Auch die E-Serie wurde in der Vergangenheit mit konstant guten Tastaturen ausgestattet, wobei die Qualität ein wenig hinter den teureren Modellen zurückblieb. Zudem gab es die E-Serie bisher nie mit Backlight-Tastaturen.

E480 & E580 sind die ersten Modelle der E-Serie mit einer optional beleuchteten Tastatur (weißes Backlight, zweistufig). Nicht nur das, die Tastatur ist auch qualitativ absolut auf einem Level mit der T-Serie, zumindest bei unserem Testgerät – Lenovo hat fast immer mehrere Zulieferer für die Tastaturen, sodass Qualitätsschwankungen nicht auszuschließen sind. Die Tasten unserer Chicony-Tastatur haben eine glatte Haptik, einen ausreichend großen Hub (etwa 1,8 mm) und einen knackigen Druckpunkt. Hinzu kommt, dass sich die Tastatur auch bei heftigerem Tippen nicht eindrücken lässt. Die Tasten haben genau den richtigen Widerstand, was in einem hervorragenden Tippgefühl resultiert. Das E480 ist vieltippertauglich.

Die Full-Size-Tastatur hat das typische Layout mit sechs Reihen, das seit 2012 bei allen ThinkPads zum Einsatz kommt. Für ThinkPad-Puristen ist zwar vermutlich immer noch das Layout mit sieben Reihen wie beim ThinkPad 25 das einzig wahre Tastaturlayout, doch das ThinkPad-Layout mit sechs Reihen ist auf jeden Fall eines der besseren modernen Notebook-Layouts. Die Pfeiltasten sind nicht zusammengequetscht, die F-Tasten sind gruppiert und Navigationstasten wie Pos1, Ende und Bild-Auf/Ab sind als eigenständige Tasten vorhanden.

Mausersatz

Touchpad und TrackPoint-Tasten wurden im Stil des T470 überarbeitet. Die TrackPoint-Tasten wurden dabei an die Tastatur herangerückt. Dadurch und durch das Weglassen einer ungenutzten Fläche zwischen den TrackPoint-Tasten und der Touchpad-Oberfläche ist das Touchpad etwas gewachsen, es misst nun 10 x 6,8 cm (statt 10 x 5,6 cm wie beim E470).

Das Touchpad selbst ist ein Clickpad mit integrierten Tasten und einer Kunststoff-Oberfläche. Diese ist ausreichend glatt, aber bei weitem nicht so hochwertig wie ein Glas-Trackpad. Der Klick-Mechanismus ist ebenfalls nicht perfekt. Zwar sind die Klicks nicht laut, sondern eher dumpf, uns gefallen jedoch der undefinierte Druckpunkt sowie der etwas zu hohe Widerstand nicht. Insgesamt ist die Touchpad-Hardware akzeptabel, aber nicht wirklich herausragend. Softwareseitig gibt es hingegen nichts zu bemängeln. Lenovo setzt auf den Microsoft-Precision-Treiber, der auch Multitouch-Gesten einwandfrei umsetzt.

Zusätzlich gibt es wie bei fast allen ThinkPads den roten TrackPoint zwischen den B-G-H-Tasten. Dieser funktioniert ausgezeichnet und ist in Verbindung mit den knackigen TrackPoint-Tasten eine hervorragende Alternative zum Touchpad.

Touchpad & TrackPoint-Kombination
Touchpad & TrackPoint-Kombination
Backlight-Tastatur
Backlight-Tastatur
Tastaturbereich
Tastaturbereich
 

Display

Pixelraster Innolux N140HCA-EAC
Pixelraster Innolux N140HCA-EAC
Geringfügiges Backlight-Bleeding (hier verstärkt dargestellt)
Geringfügiges Backlight-Bleeding (hier verstärkt dargestellt)

Das E480 wird mit zwei Display-Optionen angeboten: Als Basis-Option gibt es einen HD-Bildschirm (1.366 x 768), bei dem es sich um ein TN-Panel handelt. Dieses LCD sollte man auf jeden Fall vermeiden. In unserem Testgerät steckt die zweite Option: Ein Full-HD-IPS-Bildschirm, der mit 1.920 x 1.080 auflöst. Alle im E480 verbauten Displays sind matt, eine Touch-Option gibt es nicht.

Wie bei den Tastaturen gibt es auch bei den Displays oft verschiedene Panel-Hersteller, im Fall des E480 gibt es Bildschirme von AUO, BOE und Innolux. Das E480-Testgerät hat ein Panel von Innolux verbaut, genau wie der Vorgänger ThinkPad E470. Die Parallelen gehen noch weiter: Laut den Spezifikationen sollen sowohl E470 und E480 eine Displayhelligkeit von 250 cd/m² bieten, beide erreichen diesen Wert mit durchschnittlich 231 cd/m² aber nicht – wobei das E480 zumindest eine maximale Helligkeit von 251 cd/m² im mittleren Segment des Displays erzielt. Die anderen Konkurrenten haben alle ebenfalls nur mittelmäßige Displays, wobei das HP ProBook 440 G4 mit seinem dunklen Full-HD-TN-Panel noch schlechter ist. Allerdings: Das aktuelle Modell dieser Serie, das ProBook 440 G5, hat nun eine Full-HD-IPS-Option.

Unser Testgerät hat eine Ausleuchtung von 80 % – ein mittelmäßiger Wert, aber immerhin sind mit bloßem Auge keinerlei Abschattungen sichtbar. Backlight-Bleeding ist kaum vorhanden. Pulsweitenmodulation konnten unsere Messgeräte dagegen feststellen, allerdings ist die Frequenz so hoch, dass es auch für empfindlichere Nutzer unbedenklich sein sollte.

249
cd/m²
246
cd/m²
234
cd/m²
236
cd/m²
251
cd/m²
210
cd/m²
222
cd/m²
231
cd/m²
200
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 251 cd/m² Durchschnitt: 231 cd/m² Minimum: 2.8 cd/m²
Ausleuchtung: 80 %
Helligkeit Akku: 253 cd/m²
Kontrast: 1321:1 (Schwarzwert: 0.19 cd/m²)
ΔE Color 5.1 | 0.4-29.43 Ø6.2
ΔE Greyscale 4.5 | 0.64-98 Ø6.4
62.5% sRGB (Argyll 3D) 39.8% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.18
Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000
Innolux N140HCA-EAC, , 1920x1080, 14
Lenovo ThinkPad E470-20H2S00400
N140HCA-EAB, , 1920x1080, 14
HP ProBook 440 G4-Y8B51EA
AUO1E3D, , 1920x1080, 14
Acer TravelMate P449-G2-M-56CD
N140HCA-EAB, , 1920x1080, 14
Dell Latitude 14 3470
Innolux N140BGE, , 1366x768, 14
Response Times
5%
12%
7%
5%
Response Time Grey 50% / Grey 80% *
44 (22.8, 21.2)
40.8 (22, 18.8)
7%
43.2 (21.2, 22)
2%
39 (22, 17)
11%
47 (25, 22)
-7%
Response Time Black / White *
31.2 (17.2, 14)
30.4 (8.4, 22)
3%
24.4 (7.2, 17.2)
22%
28 (16, 12)
10%
26 (18, 8)
17%
PWM Frequency
24880 (40)
25000 (70)
0%
Bildschirm
-22%
-48%
-16%
-61%
Helligkeit Bildmitte
251
244
-3%
216
-14%
271
8%
206
-18%
Brightness
231
231
0%
203
-12%
256
11%
193
-16%
Brightness Distribution
80
89
11%
83
4%
85
6%
87
9%
Schwarzwert *
0.19
0.37
-95%
0.47
-147%
0.43
-126%
0.48
-153%
Kontrast
1321
659
-50%
460
-65%
630
-52%
429
-68%
DeltaE Colorchecker *
5.1
6.41
-26%
8.98
-76%
5.03
1%
11
-116%
Colorchecker DeltaE2000 max. *
10.6
13.4
-26%
14.07
-33%
11.9
-12%
19.57
-85%
DeltaE Graustufen *
4.5
5.94
-32%
9.61
-114%
4.02
11%
11.51
-156%
Gamma
2.18 101%
2.28 96%
2.63 84%
2.31 95%
2.23 99%
CCT
6146 106%
6101 107%
11265 58%
6659 98%
13671 48%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
39.8
39.3
-1%
35.9
-10%
39
-2%
38.46
-3%
Color Space (Percent of sRGB)
62.5
61.1
-2%
56.7
-9%
61
-2%
60.61
-3%
Durchschnitt gesamt (Programm / Settings)
-9% / -18%
-18% / -38%
-5% / -10%
-28% / -50%

* ... kleinere Werte sind besser

Farbwerte
Farbwerte
Sättigung
Sättigung
Graustufen
Graustufen
Farbwerte (kalibriert)
Farbwerte (kalibriert)
Sättigung (kalibriert)
Sättigung (kalibriert)
Graustufen (kalibriert)
Graustufen (kalibriert)

Der Kontrast des verbauten Displays ist wesentlich besser als bei allen Konkurrenten. Mit 1321:1 ist er mehr als doppelt so hoch als bei den Vergleichsgeräten, die sich alle im Bereich von etwa 450:1 bis 650:1 bewegen. Dieser gute Wert resultiert aus dem niedrigen Schwarzwert (0,19 cd/m²). Der vergleichsweise hohe Kontrast ist auf jeden Fall ein Grund, warum die Bildqualität des Displays subjektiv gut ist. Ab Werk gibt es zwar einen leichten Gelbstich, der lässt sich aber mit einer Kalibrierung schnell beseitigen. Das passende ICC-Farbprofil wird wie immer kostenlos von Notebookcheck zur Verfügung gestellt.

Typisch für den Preisbereich des E480 bzw. die Klasse der günstigen Business-Notebooks ist die geringe Farbraumabdeckung, die bei allen Konkurrenten gleich schlecht ist. Mit lediglich 62,5 % des sRGB-Farbraums eignet sich das Display ganz und gar nicht für Bildbearbeitung.

sRGB: 62,5 %
sRGB: 62,5 %
AdobeRGB: 39,8 %
AdobeRGB: 39,8 %
Outdoor-Einsatz (bewölkt)
Outdoor-Einsatz (bewölkt)

Die matte Displayoberfläche ermöglicht in Kombination mit der zumindest ausreichend hohen Helligkeit den Outdoor-Einsatz – allerdings sollte man die Sonne auf jeden Fall meiden. Im Schatten oder bei Bewölkung kann man das E480 aber ohne Probleme draußen nutzen.

Reaktionszeiten (Response Times) des Displays

Die Reaktionszeiten (Response Times) beschreiben wie schnell zwischen zwei Farben eines Pixels umgeschaltet werden kann. Langsame Response Times können zu einer verschwommenen Darstellung, Schlieren und Geisterbilder führen. Besonders bei schnellen 3D-Spielen sind kurze Umschaltzeiten wichtig.
       Reaktionszeiten Schwarz zu Weiss
31.2 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 17.2 ms steigend
↘ 14 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.8 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 79 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten schlechter als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (25.7 ms).
       Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau
44 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 22.8 ms steigend
↘ 21.2 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.9 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 64 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten durchschnittlich (41 ms).

Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)

Eine günstige Methode um die Helligkeit eines Bildschirms zu steuern, ist die Beleuchtung periodisch ein- und auszuschalten. Dies nennt sich PWM (Pulsweitenmodulation) Diese Umschaltung sollte mit einer hohen Frequenz stattfinden damit das menschliche Auge kein Flimmern wahrnimmt. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, kann dies zu Ermüdungserscheinungen, Augenbrennen, Kopfweh und auch sichtbaren Flackern führen.
Flackern / PWM festgestellt 24880 Hz ≤ 40 % Helligkeit

Das Display flackert mit 24880 Hz (höchstwahrscheinlich durch Pulsweitenmodulation PWM) bei einer eingestellten Helligkeit von 40 % und darunter. Darüber sollte es zu keinem Flackern kommen.

Die Frequenz von 24880 Hz ist sehr hoch und sollte daher auch bei empfindlichen Personen zu keinen Problemen führen.

Im Vergleich: 52 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 9173 (Minimum 43, Maximum 142900) Hz.

IPS-Bildschirme sind für ihre gute Blickwinkelstabilität bekannt. Auch das IPS-Panel im E480 schneidet in dieser Hinsicht gut ab.

Blickwinkel Innolux N140HCA-EAC
Blickwinkel Innolux N140HCA-EAC

Leistung

Wie bei ThinkPads üblich wird das E480 nicht nur in festen Konfigurationen angeboten, sondern auch frei konfigurierbar in Lenovos eigenem Webstore. Hier beginnen die Preise bei knapp 590 Euro, in der teuersten Konfiguration kostet das E480 1.209 Euro. Die festen Konfigurationen decken einen kleineren Preisbereich ab (744 bis 897 Euro). Zusätzlich gibt es auch noch zwei spezielle Campus-Konfigurationen für etwa 739 bzw. 989 Euro.

Bei den Prozessoren hat man die Wahl zwischen dem Intel Core i5-8250U und dem Core i7-8550U. Immer vorhanden ist die Intel UHD Graphics 620, wobei diese je nach Modell von der AMD Radeon RX 550 ergänzt wird. Das E480 kann sowohl SSDs als auch HDDs enthalten, wobei die SSDs eine Kapazität von 128, 256 oder 512 GB haben. Die Festplatten haben entweder 500 GB oder 1 TB. Festplatten und SSDs sind kombinierbar, also kann auch eine kleine SSD mit einer großen Festplatte genutzt werden. Beim RAM sind bis zu 32 GB DDR4-2400-Speicher möglich, da das E480 zwei SO-DIMM-Slots hat. Die günstigste Konfiguration enthält 4 GB RAM. Die meisten Konfigurationen, unser Testgerät eingeschlossen, bieten mit 8 GB RAM die doppelte Speichermenge.

Exklusiv im Lenovo-Shop erhältlich ist zum Beispiel die HD-Display-Option sowie die silberne Farboption. Will man ein E480 ohne Windows, muss man dagegen zu einer der beiden Campus-Konfigurationen greifen.

HWiNFO
HWiNFO
CPU-Z
CPU-Z
CPU-Z Caches
CPU-Z Caches
CPU-Z Mainboard
CPU-Z Mainboard
CPU-Z Memory
CPU-Z Memory
CPU-Z SPD
CPU-Z SPD
GPU-Z Intel UHD Graphics 620
GPU-Z Intel UHD Graphics 620
LatencyMon
LatencyMon

Prozessor

Mit dem i5-8250U enthält unser Testgerät die günstigere der beiden CPU-Optionen. Der i5-8250U ist ein 14 Nanometer-Chip der aktuellen Kaby-Lake-Refresh-Generation, die von Intel als "Achte Generation der Core-i-CPUs" vermarktet wird. Gegenüber seinem direkten Vorgänger, dem Core i5-7200U, hat der i5-8250U zwei Kerne mehr, was ihn zu einem Quad-Core-Prozessor macht. Die vier Kerne takten mit 1,6 GHz (Grundtakt) bzw. 3,4 GHz im Turbo. Vergleiche mit anderen Prozessoren ermöglicht unsere CPU-Benchmarkliste

Im E480 erreicht die CPU im Cinebench-Multicore-Test nie den Maximaltakt von 3,4 GHz. Zu Beginn des Tests liegt der Takt bei 2,9 GHz, womit die CPU kurz 25 Watt verbrauchen darf. Nach einigen Sekunden erreichen die Temperaturen an der CPU 78 °C, woraufhin der Takt auf 2,3 GHz sinkt. Der Verbrauch sinkt parallel dazu auf 15 W. Dieses Verhalten erklärt auch das Ergebnis in der Cinebench-Multicore-Schleife. Nur im ersten Durchlauf steht die höhere Taktrate zur Verfügung, ansonsten bleibt die CPU bei 2,3 GHz, was in einem niedrigeren Score von knapp über 500 Punkten resultiert.

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Cinebench R15 CPU Multi 64 Bit

Im Vergleich zu den Vorgänger-Modellen hat das E480 leistungstechnisch ganz klar die Nase vorn. Das ThinkPad E470 mit dem Core i5-7200U ist im Multicore-Test 66 % langsamer, im Single-Core-Test sind es immer noch 11 %. Von einer idealen Ausnutzung der Leistungsreserven kann man beim E480 aber nicht sprechen. Dieselbe CPU ist im ProBook 470 G5 nochmal 10 % schneller im Multicore-Test, beim neuen XPS 13 9370 ist der Prozessor sogar 16 % schneller.

Die CPU-Leistung ist im Akkubetrieb nicht reduziert.

Cinebench R15
CPU Single 64Bit
HP ProBook 440 G4-Y8B51EA
Intel Core i7-7500U
145 Points ∼100% 0%
Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000
Intel Core i5-8250U
145 Points ∼100%
HP ProBook 470 G5
Intel Core i5-8250U
144 Points ∼99% -1%
Dell XPS 13 9370 i5 UHD
Intel Core i5-8250U
142 Points ∼98% -2%
Lenovo ThinkPad E470-20H2S00400
Intel Core i5-7200U
129 Points ∼89% -11%
Acer TravelMate P449-G2-M-56CD
Intel Core i5-7200U
128 Points ∼88% -12%
Dell Latitude 14 3470
Intel Core i3-6100U
97 Points ∼67% -33%
CPU Multi 64Bit
Dell XPS 13 9370 i5 UHD
Intel Core i5-8250U
636 Points ∼100% +16%
HP ProBook 470 G5
Intel Core i5-8250U
603 Points ∼95% +10%
Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000
Intel Core i5-8250U
548 Points ∼86%
HP ProBook 440 G4-Y8B51EA
Intel Core i7-7500U
335 Points ∼53% -39%
Lenovo ThinkPad E470-20H2S00400
Intel Core i5-7200U
331 Points ∼52% -40%
Acer TravelMate P449-G2-M-56CD
Intel Core i5-7200U
325 Points ∼51% -41%
Dell Latitude 14 3470
Intel Core i3-6100U
250 Points ∼39% -54%
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
145 Points
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
67.91 fps
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
98 %
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
548 Points
Hilfe

System Performance

In den PCMark-Benchmarks nimmt das ThinkPad E480 die Spitzenposition ein, was ohne Zweifel mit dem Quad-Core-Prozessor zusammenhängt. Überraschenderweise spiegelt sich das im Alltag aber nicht ganz wider. Meistens ist das System zwar reaktionsschnell, hin und wieder kommt es aber zu kurzen Hängern. Da es sich beim E480 um brandneue Hardware handelt, gehen wir davon aus, dass hier eventuell ein Treiberproblem vorliegt – oder dass die SSD das Problem verursacht.

PCMark 8
Work Score Accelerated v2
Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000
Radeon RX 550 (Laptop), 8250U, Lenovo LENSE20256GMSP34MEAT2TA
5189 Points ∼100%
HP ProBook 440 G4-Y8B51EA
GeForce 930MX, 7500U, SanDisk SD8SNAT256G1002
4837 Points ∼93% -7%
Lenovo ThinkPad E470-20H2S00400
GeForce 940MX, 7200U, SanDisk X400 SED 256GB, SATA (SD8TB8U-256G)
4642 Points ∼89% -11%
Acer TravelMate P449-G2-M-56CD
HD Graphics 620, 7200U, Intel SSD 600p SSDPEKKW512G7
4605 Points ∼89% -11%
Dell Latitude 14 3470
HD Graphics 520, 6100U, Toshiba MQ01ACF050
3982 Points ∼77% -23%
Home Score Accelerated v2
Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000
Radeon RX 550 (Laptop), 8250U, Lenovo LENSE20256GMSP34MEAT2TA
4187 Points ∼100%
HP ProBook 440 G4-Y8B51EA
GeForce 930MX, 7500U, SanDisk SD8SNAT256G1002
3614 Points ∼86% -14%
Lenovo ThinkPad E470-20H2S00400
GeForce 940MX, 7200U, SanDisk X400 SED 256GB, SATA (SD8TB8U-256G)
3546 Points ∼85% -15%
Acer TravelMate P449-G2-M-56CD
HD Graphics 620, 7200U, Intel SSD 600p SSDPEKKW512G7
3519 Points ∼84% -16%
Dell Latitude 14 3470
HD Graphics 520, 6100U, Toshiba MQ01ACF050
3074 Points ∼73% -27%
PCMark 10
Digital Content Creation
Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000
Radeon RX 550 (Laptop), 8250U, Lenovo LENSE20256GMSP34MEAT2TA
3167 Points ∼100%
Acer TravelMate P449-G2-M-56CD
HD Graphics 620, 7200U, Intel SSD 600p SSDPEKKW512G7
2173 Points ∼69% -31%
Productivity
Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000
Radeon RX 550 (Laptop), 8250U, Lenovo LENSE20256GMSP34MEAT2TA
6862 Points ∼100%
Acer TravelMate P449-G2-M-56CD
HD Graphics 620, 7200U, Intel SSD 600p SSDPEKKW512G7
5097 Points ∼74% -26%
Essentials
Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000
Radeon RX 550 (Laptop), 8250U, Lenovo LENSE20256GMSP34MEAT2TA
7722 Points ∼100%
Acer TravelMate P449-G2-M-56CD
HD Graphics 620, 7200U, Intel SSD 600p SSDPEKKW512G7
7077 Points ∼92% -8%
Score
Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000
Radeon RX 550 (Laptop), 8250U, Lenovo LENSE20256GMSP34MEAT2TA
3954 Points ∼100%
Acer TravelMate P449-G2-M-56CD
HD Graphics 620, 7200U, Intel SSD 600p SSDPEKKW512G7
3068 Points ∼78% -22%
PCMark 8 Home Score Accelerated v2
4187 Punkte
PCMark 8 Work Score Accelerated v2
5189 Punkte
Hilfe

Massenspeicher

Als wir nach der Modellnummer der im E480 verbauten SSD suchten, erlebten wir eine kleine Überraschung: Die SSD mit der Modellnummer LENSE20256GMSP34MEAT2TA wird von Lenovo in Eigenregie hergestellt.

Bei diesem Lenovo-Eigengewächs handelt es sich um eine PCIe-NVMe-SSD im M.2-2280-Format mit einer Kapazität von 256 GB. Die Testergebnisse in den Storage-Benchmarks sind schwach: Zwar ist die SSD im Sequential-Read-Test schnell, ansonsten ist sie aber eine NVMe-PCIe-SSD der langsamsten Sorte. So langsam sogar, dass die SATA-III-SSD im ThinkPad E470 teilweise deutlich schneller ist. Nur das Latitude 14 3470 ist noch langsamer – allerdings steckte in diesem Testgerät auch eine Festplatte.

Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000
Lenovo LENSE20256GMSP34MEAT2TA
Lenovo ThinkPad E470-20H2S00400
SanDisk X400 SED 256GB, SATA (SD8TB8U-256G)
Dell Latitude 14 3470
Toshiba MQ01ACF050
HP ProBook 440 G4-Y8B51EA
SanDisk SD8SNAT256G1002
Acer TravelMate P449-G2-M-56CD
Intel SSD 600p SSDPEKKW512G7
CrystalDiskMark 3.0
31%
-88%
13%
116%
Write 4k QD32
118.3
178.3
51%
0.901
-99%
241.4
104%
370.9
214%
Read 4k QD32
389.9
276
-29%
0.721
-100%
146.3
-62%
462.9
19%
Write 4k
95.24
78.82
-17%
0.946
-99%
77.85
-18%
122.4
29%
Read 4k
25.72
35.15
37%
0.362
-99%
19.57
-24%
35.89
40%
Write 512
122
291.1
139%
276
126%
584.2
379%
Read 512
871.5
346.4
-60%
310.1
-64%
869.3
0%
Write Seq
160.6
458.7
186%
103.2
-36%
322.2
101%
581.1
262%
Read Seq
1295
476.5
-63%
108.9
-92%
491.2
-62%
1086
-16%
Lenovo LENSE20256GMSP34MEAT2TA
Sequential Read: 1295 MB/s
Sequential Write: 160.6 MB/s
512K Read: 871.5 MB/s
512K Write: 122 MB/s
4K Read: 25.72 MB/s
4K Write: 95.24 MB/s
4K QD32 Read: 389.9 MB/s
4K QD32 Write: 118.3 MB/s

Grafikkarte

GPU-Z AMD Radeon RX 550
GPU-Z AMD Radeon RX 550

Die AMD Radeon RX 550 ist ein Mittelklasse-Grafikchip der Polaris-Architektur, der im März 2017 erschien. Als dedizierte GPU bringt sie ihren eigenen Speicher mit (2 GB GDDR5). Sie verfügt über 640 Shadereinheiten, die laut AMD mit maximal 1476 MHz takten. Für Vergleiche mit anderen GPUs kann man die GPU-Benchmarkliste nutzen.

Der genannte Maximaltakt von 1476 MHz ist nur der theoretisch mögliche Wert – letzten Endes hängt die Leistung davon ab, wie viel die GPU verbrauchen darf und wie gut sie gekühlt ist. Beim E480 erreicht der Grafikchip einen Maximaltakt von 902 MHz, dabei darf er etwa 20 bis 25 Watt verbrauchen. 

Von der Leistung her steht die RX 550 im E480 etwa auf einer Stufe mit der Nvidia GeForce MX150 im Xiaomi Notebook Pro, eine der schnelleren Implementierungen der MX150. Im 3DMark11 liegt die Radeon leicht vorn, in den beiden neueren Tests des 3DMarks dagegen die MX150. Gegenüber der GeForce 940MX im Vorgänger ist die Radeon RX 550 schon ein deutlicher Sprung nach vorne, im Firestrike-Test ist sie 85 % schneller.

Im Akkubetrieb ist die Leistung des Grafikchips limitiert. Der Maximaltakt liegt hier bei nur 547 MHz, womit das E480 im 3DMark11 nur 3100 statt 4748 Punkte erreicht.

Update BIOS 1.14: Um die Temperaturen zu verringern hat Lenovo die Leistung der Radeon RX 550 massiv eingeschränkt. Wir haben den neuen 3DMark-11-GPU-Score in der Tabelle eingeblendet und zum Vergleich auch noch die iGPU-Variante des E480 hinzugefügt. Tatsächlich ist dedizierte Radeon nur noch ganz knapp vor der integrierten Intel-GPU.

3DMark 11 - 1280x720 Performance GPU
Microsoft Surface Book 2
NVIDIA GeForce GTX 1050 (Laptop), Intel Core i7-8650U
7483 (min: 7472, max: 7485) Points ∼100% +64%
HP Pavilion Power 15t-cb2000
AMD Radeon RX 550 (Laptop), Intel Core i7-7700HQ
5557 Points ∼74% +22%
Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000
AMD Radeon RX 550 (Laptop), Intel Core i5-8250U
4559 Points ∼61%
Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000
AMD Radeon RX 550 (Laptop), Intel Core i5-8250U (BIOS 1.14)
1619 Points ∼22% -64%
Xiaomi Mi Notebook Pro i7
NVIDIA GeForce MX150, Intel Core i7-8550U
4285 (min: 4274, max: 4292) Points ∼57% -6%
Lenovo ThinkPad E470-20H2S00400
NVIDIA GeForce 940MX, Intel Core i5-7200U
2556 Points ∼34% -44%
HP ProBook 440 G4-Y8B51EA
NVIDIA GeForce 930MX, Intel Core i7-7500U
2206 Points ∼29% -52%
Lenovo ThinkPad E480-20KNCTO1WW
Intel UHD Graphics 620, Intel Core i5-8250U
1518 Points ∼20% -67%
Acer TravelMate P449-G2-M-56CD
Intel HD Graphics 620, Intel Core i5-7200U
1380 Points ∼18% -70%
Dell Latitude 14 3470
Intel HD Graphics 520, Intel Core i3-6100U
1063 Points ∼14% -77%
3DMark
1920x1080 Fire Strike Graphics
Microsoft Surface Book 2
NVIDIA GeForce GTX 1050 (Laptop), Intel Core i7-8650U
5787 Points ∼100% +78%
HP Pavilion Power 15t-cb2000
AMD Radeon RX 550 (Laptop), Intel Core i7-7700HQ
4041 Points ∼70% +24%
Xiaomi Mi Notebook Pro i7
NVIDIA GeForce MX150, Intel Core i7-8550U
3319 Points ∼57% +2%
Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000
AMD Radeon RX 550 (Laptop), Intel Core i5-8250U
3249 Points ∼56%
Lenovo ThinkPad E470-20H2S00400
NVIDIA GeForce 940MX, Intel Core i5-7200U
1752 Points ∼30% -46%
HP ProBook 440 G4-Y8B51EA
NVIDIA GeForce 930MX, Intel Core i7-7500U
1621 Points ∼28% -50%
Lenovo ThinkPad E480-20KNCTO1WW
Intel UHD Graphics 620, Intel Core i5-8250U
882 Points ∼15% -73%
Acer TravelMate P449-G2-M-56CD
Intel HD Graphics 620, Intel Core i5-7200U
727 Points ∼13% -78%
Dell Latitude 14 3470
Intel HD Graphics 520, Intel Core i3-6100U
569 Points ∼10% -82%
1280x720 Cloud Gate Standard Graphics
Microsoft Surface Book 2
NVIDIA GeForce GTX 1050 (Laptop), Intel Core i7-8650U
29376 Points ∼100% +62%
HP Pavilion Power 15t-cb2000
AMD Radeon RX 550 (Laptop), Intel Core i7-7700HQ
27941 Points ∼95% +54%
Xiaomi Mi Notebook Pro i7
NVIDIA GeForce MX150, Intel Core i7-8550U
19717 Points ∼67% +9%
Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000
AMD Radeon RX 550 (Laptop), Intel Core i5-8250U
18158 Points ∼62%
Lenovo ThinkPad E470-20H2S00400
NVIDIA GeForce 940MX, Intel Core i5-7200U
9501 Points ∼32% -48%
HP ProBook 440 G4-Y8B51EA
NVIDIA GeForce 930MX, Intel Core i7-7500U
9056 Points ∼31% -50%
Lenovo ThinkPad E480-20KNCTO1WW
Intel UHD Graphics 620, Intel Core i5-8250U
7231 Points ∼25% -60%
Acer TravelMate P449-G2-M-56CD
Intel HD Graphics 620, Intel Core i5-7200U
6458 Points ∼22% -64%
Dell Latitude 14 3470
Intel HD Graphics 520, Intel Core i3-6100U
5238 Points ∼18% -71%
3DMark 11 Performance
4748 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
8755 Punkte
3DMark Fire Strike Score
2759 Punkte
Hilfe

Gaming Performance

Das E480 ist kein Gaming-Notebook, dennoch sind PC-Spiele durchaus möglich. Neuere Titel sind spielbar, allerdings muss man die Details und die Auflösung reduzieren. Für Spiele eignet sich das E480 deutlich besser als das E470, der Vergleich mit dem HP Pavilion Power 15t mit der selben GPU zeigt aber, dass das Potential des Grafikchips eigentlich deutlich größer ist.

Update BIOS 1.14: Den Leistungseinbruch aus den synthetischen Benchmarks sehen wir auch beim Spielen. Von vormals sehr flüssigen 73.5 FPS in Bioshock Infinite (High-Setting) bleiben gerade einmal 21,9 FPS nach dem Update übrig, womit sich das Testgerät erneut nur marginal vor der integrierten GPU platziert.

BioShock Infinite - 1366x768 High Preset
Microsoft Surface Book 2
NVIDIA GeForce GTX 1050 (Laptop), 8650U
149.1 fps ∼100% +103%
HP Pavilion Power 15t-cb2000
AMD Radeon RX 550 (Laptop), 7700HQ
117 fps ∼78% +59%
Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000
AMD Radeon RX 550 (Laptop), 8250U
73.5 fps ∼49%
Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000
AMD Radeon RX 550 (Laptop), 8250U (BIOS 1.14)
21.9 fps ∼15% -70%
Lenovo ThinkPad E470-20H2S00400
NVIDIA GeForce 940MX, 7200U
43.1 fps ∼29% -41%
Lenovo ThinkPad E480-20KNCTO1WW
Intel UHD Graphics 620, 8250U
19.9 fps ∼13% -73%
min. mittel hoch max.
BioShock Infinite (2013) 159.4190.6921.922.35fps
The Witcher 3 (2015) 53.8434.0417.34fps
Civilization VI (2016) 59.7848.7424.04fps

Emissionen

Geräuschemissionen

Notebooks mit Ultrabook-Prozessoren können bei geringer Last oft lautlos betrieben werden. Beim E480 ist das nicht der Fall, der Lüfter springt öfter mal an, auch im Idle läuft er fast immer. Unter Last ist der Lüfter deutlich hörbar. Dabei ist das Lüftergeräusch ziemlich  unangenehm, da es sehr hochfrequent ist. Der Vorgänger E470 war ein wesentlich leiseres Notebook.

Update BIOS 1.14: Mit dem neuen BIOS bleibt der Lüfter deutlich ruhiger und auch unter Last sind es nicht mehr als ~33 dB(A), also auf dem Niveau des iGPU-Modells.

Lautstärkediagramm

Idle
29.8 / 31.5 / 33.3 dB(A)
Last
39.1 / 40.4 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   Audix TM1, Arta (aus 15 cm gemessen)   Umgebungsgeräusche: 29.8 dB(A)
dB(A) 0102030405060708090Deep BassMiddle BassHigh BassLower RangeMidsHigher MidsLower HighsMid HighsUpper HighsSuper Highs2033.43135.330.73432.42528.426.930.93128.930.63132.129.931.632.631.831.84032.330.627.830.529.228.2502830.229.127.627.628.76325.525.926.727.726.228.98024.925.326.427.52627.11002526.324.327.125.823.812524.324.423.924.424.423.516023.624.624.225.324.125.420023.623.724.123.923.82525021.121.62321.621.724.231521.521.523.820.720.625.140020.92224.619.918.625.350020.422.62519.218.926.563020.121.824.11918.126.580020.922.52619.317.826.7100021.523.126.219.817.227.7125021.623.826.619.417.428.4160021.32326.119.416.728200023.526.52720.416.728.525002325.529.420.916.831.2315021.523.727.3201729.8400021.628.327.318.117.228.7500020.223.831.818.317.530.8630019.621251817.827.5800018.71922.317.818.224.21000018.318.220.217.918.221.612500181819.21818.319.21600017.817.819.717.918.318.5SPL33.336.139.131.529.840.4N1.92.33.11.61.33.5median 21.3median 23median 24.6median 19.4median 18.2median 26.5Delta0.91.41.21.61.6232.532.631.531.132.532.131.730.430.532.133.936.233.335.133.930.630.330.730.630.630.12928.529.130.127.927.627.726.927.926.127.326.826.926.127.226.226.225.927.225.725.225.624.325.724.324.12423.624.323.523.823.22323.523.123.322.321.623.122.523.321.620.822.521.422.320.720.421.420.621.319.119.620.620.721.319.118.520.72020.818.418.32019.119.618.21819.119.920.917.817.819.919.820.717.517.319.820.721.517.617.820.721.923.217.617.821.920.421.618.117.820.419.119.618.118.219.11919.618.318.31918.71918.618.218.718.718.718.518.618.718.818.918.718.718.818.81918.818.818.81919.119.1191932.232.930.630.532.21.71.81.51.41.7median 20.4median 21.3median 18.7median 18.6median 20.41.91.91.81.81.9hearing rangehide median Fan NoiseLenovo ThinkPad E480-20KQS00000Lenovo ThinkPad E470

Temperatur

Stresstest (Prime95 + FurMark)
Stresstest (Prime95 + FurMark)

Schon das E470 erreichte unter Last 53 °C an der Unterseite. Das E480 hat ein dünneres Gehäuse und potentere Hardware – was kann da schon schiefgehen? Wie sich herausstellt, sehr viel. Das Kühlsystem ist den Komponenten überhaupt nicht gewachsen und das äußert sich in extrem hohen Temperaturen im Außenbereich. Im Stresstest messen wir über 70 °C an der Unterseite, an einem Hotspot 71,6 °C (!) – dieser Wert ist so hoch, das man das E480 in der vorliegenden Konfiguration niemals unter Last auf dem Schoß nutzen sollte, da ansonsten akute Verbrennungsgefahr besteht. Auch beim Test mit Witcher 3 erwärmte sich diese Stelle auf bis zu 63 °C.

Für den Stresstest mit Prime95 und FurMark lassen die Außentemperaturen natürlich nichts Gutes erwarten. Hier zeigt sich abermals, dass das Kühlsystem den Komponenten schlichtweg nicht gewachsen ist. Die CPU taktet nur wenige Sekunden mit 2,8 GHz, dann sinkt der Takt auf 2,3 GHz. Nach zwei Minuten Stresstest sinkt der Takt dann auf 1,5 GHz mit einem Verbrauch von 9 Watt. Nach 10 Minuten arbeitet die CPU dann nur noch mit etwa 1,2 GHz. Ursächlich für diese Drosselung: Lenovo hat ein Temperaturlimit von 80 °C  gesetzt, das die CPU nicht überschreiten darf. Die maximale CPU-Temperatur während des Tests beträgt 81 °C. Anders als der Hauptprozessor muss die GPU ihren Takt während des Stresstests nicht verringern, sie kann durchgängig mit etwa 900 MHz arbeiten. Die GPU-Temperaturen erreichen maximal 79 °C.

Das Thottling im Stresstest sollte keine Auswirkungen auf den Alltag haben, da ein 3DMark11-Durchlauf direkt nach dem Stresstest ein Ergebnis auf normalem Niveau ergibt.

Max. Last
 40.7 °C51.9 °C47.1 °C 
 38.5 °C43.3 °C42.2 °C 
 26.5 °C27.6 °C29.1 °C 
Maximal: 51.9 °C
Durchschnitt: 38.5 °C
56.4 °C71.6 °C46.7 °C
44.5 °C44 °C40.5 °C
26.9 °C26.8 °C26.3 °C
Maximal: 71.6 °C
Durchschnitt: 42.6 °C
Netzteil (max.)  42.3 °C | Raumtemperatur 21.3 °C | Voltcraft IR-900
(-) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 38.5 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Office auf 29.4 °C.
(-) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 51.9 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 33.9 °C (von 21.2 bis 62.5 °C für die Klasse Office).
(-) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 71.6 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 36.3 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 23.8 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 29.4 °C.
(+) Die Handballen und der Touchpad-Bereich sind mit gemessenen 29.1 °C kühler als die typische Hauttemperatur und fühlen sich dadurch kühl an.
(±) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 28.3 °C (-0.8 °C).
Oberseite (Idle)
Oberseite (Idle)
Unterseite (Idle)
Unterseite (Idle)
Oberseite (Last)
Oberseite (Last)
Unterseite (Last)
Unterseite (Last)

Stresstest mit BIOS 1.14

Durch die drastische Reduzierung der GPU-Leistung bleiben auch die Oberflächentemperaturen deutlich geringer und auch unter Last unbedenklich. Die CPU-Leistung bleibt in etwa gleich, doch anstatt dem konstanten GPU-Takt von rund 900 MHz vor dem Update sind es jetzt nur noch etwas mehr als 200 MHz.

Stresstest mit BIOS 1.14 (Oberseite)
Stresstest mit BIOS 1.14 (Oberseite)
Stresstest mit BIOS 1.14 (Unterseite)
Stresstest mit BIOS 1.14 (Unterseite)
Max. Last
 34.3 °C39 °C37.2 °C 
 34 °C37.6 °C35 °C 
 25.4 °C25.5 °C26.8 °C 
Maximal: 39 °C
Durchschnitt: 32.8 °C
41.2 °C43.1 °C41.4 °C
40 °C41.2 °C30.7 °C
23.9 °C24.2 °C23.8 °C
Maximal: 43.1 °C
Durchschnitt: 34.4 °C
Netzteil (max.)  31.7 °C | Raumtemperatur 20.9 °C | Voltcraft IR-900
(±) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 32.8 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Office auf 29.4 °C.
(+) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 39 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 33.9 °C (von 21.2 bis 62.5 °C für die Klasse Office).
(±) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 43.1 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 36.3 °C).
(+) Die Handballen und der Touchpad-Bereich sind mit gemessenen 26.8 °C kühler als die typische Hauttemperatur und fühlen sich dadurch kühl an.
(±) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 28.3 °C (+1.5 °C).

Lautsprecher

Bei einem Business-Notebook haben wir keine größeren Erwartungen an die integrierten Lautsprecher. Insofern übertreffen die Stereo-Lautsprecher des E480 unsere Erwartungen, da die an der Unterseite sitzenden Klanggeber nicht unterirdisch sind. Als "Gut" kann man sie aber nicht wirklich bezeichnen. Sie sind aber zumindest laut genug, außerdem verzerren sie nicht und der Sound ist halbwegs ausgewogen, sodass sie zur Not auch als Musiklautsprecher herhalten können.

Der alternativ nutzbare 3,5-Zoll-Kombo-Audio-Anschluss funktioniert einwandfrei.

dB(A) 0102030405060708090Deep BassMiddle BassHigh BassLower RangeMidsHigher MidsLower HighsMid HighsUpper HighsSuper Highs203432.62528.931.73131.831.44029.229.75027.6426326.235.6802630.710025.829.512524.432.916024.144.520023.849.525021.75331520.657.740018.658.850018.95963018.15680017.871.2100017.270.3125017.463160016.761.2200016.760.4250016.857.531501763.2400017.268.7500017.562.5630017.859.8800018.257.51000018.254.71250018.355.11600018.350.6SPL29.876.6N1.337.1median 18.2median 57.7Delta1.65.235.134.444.444.738.340.149.746.842.139.731.734.728.931.13433.132.534.324.944.226.552.625.658.328.357.223.66121.564.120.762.3208019.476.219.577.619.172.918.973.718.671.91968.320.26321.368.219.470.719.761.120.858.420.454.720.149.532.884.91.957.6median 20.4median 62.32.68.4hearing rangehide median Pink NoiseLenovo ThinkPad E480-20KQS00000Lenovo ThinkPad E470-20H2S00400
Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000 Audio Analyse

(±) | Mittelmäßig laut spielende Lautsprecher (76.6 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(±) | abgesenkter Bass - 13.2% geringer als der Median
(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (12.4% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(±) | zu hohe Mitten, vom Median 5.2% abweichend
(±) | Linearität der Mitten ist durchschnittlich (9.6% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(+) | ausgeglichene Hochtöne, vom Median nur 3.8% abweichend
(±) | durchschnittlich lineare Hochtöne (10.2% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(±) | hörbarer Bereich ist durchschnittlich linear (17.3% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 24% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 9% vergleichbar, 67% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 8%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 51%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 26% aller getesteten Geräte waren besser, 6% vergleichbar, 68% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Lenovo ThinkPad E470-20H2S00400 Audio Analyse

(+) | Die Lautsprecher können relativ laut spielen (84.8 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(-) | kaum Bass - 15.7% niedriger als der Median
(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (11.2% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(±) | zu hohe Mitten, vom Median 9% abweichend
(±) | Linearität der Mitten ist durchschnittlich (11.1% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(±) | zu hohe Hochtöne, vom Median nur 5.1% abweichend
(±) | durchschnittlich lineare Hochtöne (10.5% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(±) | hörbarer Bereich ist durchschnittlich linear (23% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 68% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 8% vergleichbar, 23% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 8%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 51%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 60% aller getesteten Geräte waren besser, 8% vergleichbar, 32% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Frequenzdiagramm im Vergleich (Checkboxen oben an-/abwählbar!)

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Der Stromverbrauch des E480 ist höher als beim Vorgängermodell E470, egal ob im Idle oder unter Last. Lenovo hat das E480 entweder nicht so gut optimiert oder der Energieverbrauch zollt den leistungsstärkeren Komponenten Tribut.

Das beiliegende USB-Typ-C-Netzteil liefert 65 W – nicht genug, da der maximale Verbrauch im Stresstest 66,4 Watt beträgt. Das ist allerdings nur die Last-Spitze, im Verlauf des Stresstests sinkt der Verbrauch dann auf 64 Watt.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.39 / 0.64 Watt
Idledarkmidlight 4.1 / 6.3 / 7.1 Watt
Last midlight 54.8 / 66.4 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Metrahit Energy
Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000
8250U, Radeon RX 550 (Laptop), IPS LED, 1920x1080, 14
Lenovo ThinkPad E470-20H2S00400
7200U, GeForce 940MX, IPS, 1920x1080, 14
Dell Latitude 14 3470
6100U, HD Graphics 520, TN LED, 1366x768, 14
HP ProBook 440 G4-Y8B51EA
7500U, GeForce 930MX, TN, 1920x1080, 14
Acer TravelMate P449-G2-M-56CD
7200U, HD Graphics 620, IPS, 1920x1080, 14
Stromverbrauch
15%
10%
18%
6%
Idle min *
4.1
2.7
34%
5
-22%
3
27%
4.5
-10%
Idle avg *
6.3
5.5
13%
6.8
-8%
5.4
14%
7.1
-13%
Idle max *
7.1
6.5
8%
8.9
-25%
6.3
11%
10.2
-44%
Last avg *
54.8
44.2
19%
26.2
52%
37.5
32%
29.8
46%
Last max *
66.4
65.2
2%
31.8
52%
61.1
8%
31
53%
Witcher 3 ultra *
43.8

* ... kleinere Werte sind besser

Akkulaufzeit

Ladezeit: 115 Minuten
Ladezeit: 115 Minuten

Lenovo verbaut im E480 einen internen Lithium-Polymer-Akku mit exakt derselben Akkukapazität wie beim Vorgängermodell – jedenfalls nominell. Tatsächlich verfügt der Akku, der mit einer Kapazität von 45 Wattstunden beworben wird, bei unserem Testgerät über eine Kapazität von 49 Wattstunden.

Allerdings wird aus dem E480 trotzdem kein Akkulaufzeit-Wunder. Im praxisnahen WLAN-Test hielt der Akku nur fünf Stunden und 40 Minuten durch. Das passt zu den Ergebnissen des E470, das im WLAN-Test ähnlich abschnitt.

Der Akku ist nach 115 Minuten wieder voll – ein guter Wert, obwohl Lenovo das E480 nicht mit einer Schnellladefunktion bewirbt.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
19h 24min
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3 (Edge)
5h 41min
Big Buck Bunny H.264 1080p
8h 56min
Last (volle Helligkeit)
1h 28min
Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000
8250U, Radeon RX 550 (Laptop), 48 Wh
Dell Latitude 14 3470
6100U, HD Graphics 520, 41 Wh
HP ProBook 440 G4-Y8B51EA
7500U, GeForce 930MX, 48 Wh
Acer TravelMate P449-G2-M-56CD
7200U, HD Graphics 620, 48 Wh
Lenovo ThinkPad E470-20H2S00400
7200U, GeForce 940MX, 45 Wh
Akkulaufzeit
-1%
23%
-1%
5%
Idle
1164
668
-43%
1083
-7%
976
-16%
1043
-10%
H.264
536
571
7%
503
-6%
503
-6%
WLAN
341
278
-18%
414
21%
341
0%
326
-4%
Last
88
140
59%
151
72%
104
18%
124
41%

Fazit

Pro

+ schickes & stabiles Gehäuse
+ hervorragende Tastatur
+ gutes Touchpad, sehr guter TrackPoint
+ mattes IPS-Panel mit guten Kontrastwerten
+ USB C mit DP, PD & USB 3.1 Gen 2
+ Erweiterbarkeit: zwei RAM-Slots, M.2 SSD + 2,5" HDD möglich

Contra

- Gehäuse erwärmt sich im Stresstest auf gefährliche 70 °C
- sehr langsame PCIe-NVMe-SSD
- Lüfter läuft auch im Idle oft mit hoher Frequenz
- MicroSD statt SD-Kartenleser
- mittelmäßige Akkulaufzeit
- GPU-Leistungsreduzierung im Akkubetrieb
- nur 12 Monate Garantie
Lenovo ThinkPad E480, zur Verfügung gestellt von
Lenovo ThinkPad E480, zur Verfügung gestellt von

Das ThinkPad E480 ist ein verlockendes Notebook mit leistungsstarken Komponenten für einen günstigen Preis. Allerdings sollte man sich nicht von einem Datenblatt bzw. der Theorie blenden lassen: Am Ende kommt es immer noch auf die Leistung in der Praxis an.

Tatsächlich hat das E480 viele Werte, die für das günstige ThinkPad sprechen. Dazu gehört das runderneuerte Gehäuse, das uns mit seiner Qualität überzeugt. Ebenfalls auf der Haben-Seite befinden sich die Eingabegeräte. In der Kategorie, in der ThinkPads traditionell stark sind, leistet sich auch das E480 kaum Fehler. Vor allem die Backlight-Tastatur ist richtig gut, genau wie der TrackPoint. Das Touchpad hingegen ist nicht ganz perfekt, aber dank der Windows-Precision-Treiber immerhin sehr präzise. Bei den Anschlüssen gefällt uns gut, dass Lenovo endlich auch bei der E-Serie auf USB-Typ-C setzt, zumal der Anschluss beim E480 alle möglichen Features bietet – bis auf Thunderbolt. Vorbildlich ist die Erweiterbarkeit, denn das E480 hat nicht nur zwei RAM-Slots, sondern auch einen leeren Slot für eine 2,5-Zoll-Festplatte oder SSD. Ein weiterer positiver Punkt ist das Display: Es ist nicht außergewöhnlich gut, aber es ist ein matter IPS-Bildschirm mit guten Kontrast-Werten und keinen wirklichen Schwächen – außer der Farbraumabdeckung, was in dem Preisbereich aber normal ist.

Die negativen Punkte sind vor allem mit den inneren Werten des E480 verbunden, wenn auch nicht ausschließlich. Kritikwürdig ist zum Beispiel, dass Lenovo einen MicroSD-Kartenslot einsetzt, obwohl mehr als genug Platz für einen SD-Kartenslot da wäre. Schlimmer ist die verbaute SSD, die für eine PCIe-NVMe-SSD viel zu langsam ist und fast als Etiketten-Schwindel bezeichnet werden muss, da sie von SATA-III-SSDs geschlagen wird. Doch das größte Problem des E480 ist das Kühlsystem, das mit den Komponenten absolut überfordert ist. Das äußert sich nicht unbedingt in Leistungseinbrüchen im Alltag, sondern vielmehr in einem nervigen Lüfter und viel zu hohen Temperaturen an der Außenseite: 71,6 °C sind ein Spitzenwert, den wir so bei keinem Notebook messen wollen. Im Vergleich mit diesem negativen Highlight, das potenziell Verbrennungen beim Nutzer bedeutet, sind unsere weiteren Kontra-Punkte, die mittelmäßige Akkulaufzeit, die Reduzierung der GPU-Leistung im Akkubetrieb und die kurze Garantiedauer, fast schon unbedeutend.

Finger weg: Wer sich nicht gerade den Schoß verbrennen will, sollte das ThinkPad E480 in der Konfiguration mit AMD-GPU meiden.

Das E480, so gut dessen Preis-Leistungs-Verhältnis auch ist, kann von uns in dieser Konfiguration keine Empfehlung bekommen. Natürlich: Die Temperaturen wurden im Stresstest gemessen. Aber auch bei Spielen dürfte sich das Gehäuse ebenfalls in einem ähnlichen Maß erwärmen. Wir raten vom E480 mit AMD-Grafik wegen einer potenziellen Gesundheitsgefährdung ab.

Dieses Fazit ist sehr bedauerlich, denn das E480 hat durchaus Potenzial. Interessant wäre vor allem, wie die Version ohne AMD-GPU abschneidet – wir vermuten, dass das Gehäuse deutlich kühler bleibt. Somit könnte das E480 in einer Konfiguration mit der Intel UHD 620 eventuell doch eine Empfehlung wert sein. Ein entsprechendes Testgerät ist bereits auf dem Weg zu uns. Ansonsten kann man aber auch zu Alternativen von anderen Herstellern wie dem HP ProBook 440 G5 oder Dell Latitude 3490 greifen.

Update BIOS 1.14: Mit der BIOS-Version 1.14 hat Lenovo die Leistung der dedizierten Radeon-GPU massiv gedrosselt. Das wirkt sich zwar positiv auf die Temperaturen aus, doch die Grafikleistung ist nur noch marginal oberhalb der integrierten UHD Graphics 620. Hier hätte Lenovo die dGPU eigentlich auch direkt deaktivieren können. Die Kühlung des ThinkPad E480 ist schlichtweg zu schwach für Konfigurationen mit einer dedizierten Grafikkarte. Unsere Empfehlung lautet daher nach wie vor, zu einem Modell ohne die Radeon-GPU zu greifen.

Lenovo ThinkPad E480-20KQS00000 - 29.01.2018 v6
Benjamin Herzig

Gehäuse
86 / 98 → 88%
Tastatur
94%
Pointing Device
88%
Konnektivität
65 / 80 → 82%
Gewicht
65 / 20-67 → 97%
Akkulaufzeit
88%
Display
85%
Leistung Spiele
73 / 68 → 100%
Leistung Anwendungen
89 / 92 → 97%
Temperatur
33%
Lautstärke
84%
Audio
64%
Kamera
42 / 85 → 49%
Durchschnitt
74%
83%
Office - gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: Benjamin Herzig, 29.01.2018 (Update:  3.05.2018)
Benjamin Herzig
Benjamin Herzig - Editor
Ab 2010 habe ich mich mehr und mehr mit Technologie beschäftigt, insbesondere Notebooks haben es mir seitdem angetan. Klar, dass ich sehr schnell auf die detaillierten Tests von Notebookcheck stieß. Mit der Zeit habe ich mehr und mehr über Notebooks gelernt und angefangen, in Foren und Blog-Seiten kleine Reviews zu Notebooks zu schreiben. Um während des Studiums Geld dazu zu verdienen habe ich mein Hobby dann zum Beruf gemacht und stieß 2016 zum Team von Notebookcheck hinzu, mein persönliches Interesse liegt insbesondere bei Business-Notebooks.