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Samsung Galaxy S8(+)-Teardown: Leichter zu reparieren als die Vorgänger?

Das Galaxy S8 und Galaxy S8+ zeigen im Teardown von iFixit wie gut sie reparierbar sind.
Das Galaxy S8 und Galaxy S8+ zeigen im Teardown von iFixit wie gut sie reparierbar sind.
Galaxy S7 edge und Note 7 erreichten im Teardown von iFixit letztes Jahr jeweils nur Repairability-Scores von 3 und 4 (von insgesamt 10). Lassen sich die diesjährigen Samsung-Flaggschiffe Galaxy S8 und S8+ besser reparieren? Der Teardown von iFixit gibt die Antwort und zeigt Details aus dem Innenleben der Geräte.

iFixit hat beide Galaxy S8-Modelle einem Teardown unterzogen, Details zum kleineren Modell findet ihr hier, wir haben nur Bilder vom Teardown des größeren Galaxy S8+ integriert, weil sich beide Modelle bis auf die größere Batterie auch im Inneren kaum voneinander unterscheiden. Unser Test zum Galaxy S8+ ist übrigens ebenfalls seit gestern Abend online, ihr findet ihn hier. Nehmen wir aber nun das Spezialwerkzeug in die Hand und schauen, was sich im Inneren des Galaxy S8+ befindet, und wie leicht oder schwer das neue Samsung-Flaggschiff zu reparieren ist.

Die Widerstandsfähigkeit des Gehäuses gegen Wasser und Staub nach IP68 fordert ihren Tribut beim Öffnen des Glass-On-Glass-Designs, welches mit viel Klebstoff zusammengehalten wird. Ähnlich wie beim Galaxy S7 edge muss dieser erstmal erhitzt werden, um langsam über die Rückseite an die Innereien zu kommen. iFixit erwähnt, dass es sehr schwierig ist, das Frontglas zu tauschen ohne das seitlich gekrümmte Display-Panel zu zerstören. Sobald die Rückseite frei ist, erlaubt das Galaxy S8(+) den einfachen Austausch diverser modularer Komponenten wie beispielsweise Fingerabdrucksensor oder Kopfhöreranschluss, was iFixit positiv anmerkt.

Das gilt allerdings weniger für die Batterie, die noch einmal zusätzlich von viel hartnäckigem Klebstoff umgeben ist. Im Galaxy S8 steckt ein 11,55 Wh-Akku, im Galaxy S8+ ein 13,48 Wh-Akku. Nach dem erfolgreichen Teardown kommt iFixit zum Schluss, dass Samsung sich aufgrund des doppelten Glas-Designs viel Aufwand bei der Integration der Antennen in ein Metallgehäuse erspart hat, dieses Design rächt sich aber durch eine deutlich erhöhte Bruchgefahr und schlechte Reparierbarkeit. Ein gutes Case wird zur Pflicht! Insgesamt erreichen die beiden neuen Galaxy S8-Modelle nur einen Repairability-Score von 4 (10 wäre am Besten), sie unterscheiden sich diesbezüglich als nicht von ihren Vorgängern.

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Autor: Alexander Fagot, 19.04.2017 (Update: 19.04.2017)
Alexander Fagot

Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.