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Windows 10: Update ermöglicht 64 bit-Programme für ARM-Notebooks

Auch Windows-Tablets könnten stark von ARM-Prozessoren profitieren (Bildquelle: Microsoft)
Auch Windows-Tablets könnten stark von ARM-Prozessoren profitieren (Bildquelle: Microsoft)
Microsoft entfernt eine der großen Limitierungen von Windows 10 auf ARM-Prozessoren, indem der Konzern Entwicklern nun erlaubt, Programme auch für 64 bit zu entwickeln.
Cornelius Wolff,
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Nachdem Microsoft im Jahr 2012 mit Windows RT einen ersten Anlauf versucht hat, Windows auf einem Gerät mit ARM-Prozessor ein zu setzen, hat Microsoft dieses Jahr das vollwertige Windows 10 für ARM-Systeme frei gegeben.

Nun hat Microsoft eine weitere große Limitierung für Software-Entwickler aufgehoben. So können Apps für Windows in Zukunft auch in 64 bit auf ARM-Systemen ausgeführt werden. Bisher war hier nur 32 bit möglich. Dies sollte die Performance von einigen dieser Programme deutlich verbessern, solang sich die Entwickler die nötige Zeit nehmen, um die Programme nochmal neu für 64 bit zu kompilieren.

Windows auf einem ARM-System ist ein ziemlich zweischneidiges Schwert. Natürlich spricht hier einiges dafür: So profitieren Laptops mit ARM-Prozessoren von deren teils deutlich besseren Stromverbrauch, wodurch Akkulaufzeiten z.B. bis zu 25 Stunden beim Lenovo Yoga C630 möglich sein sollen. Weiterhin dürfte es bei Windows-Apps und Programmen, die speziell für ARM-Chips kompiliert wurden, keine besonderen Nachteile bei der Performance geben. Das liegt auch daran, dass ARM-Prozessoren in den letzten Jahren massiv an Performance dazu gewonnen haben und dadurch jetzt im Ultrabook-Markt etc. sehr gut mit Intel konkurrieren kann. Bisher war Intel alleiniger Marktführer auf diesem Gebiet.

Allerdings gibt es auch einen großen Nachteil von ARM-Chips in Verbindung mit Windows 10. Der Emulator für x86-Programme. Emulatoren sind nie perfekt. Dadurch dürften Programme, die nicht speziell für ARM-Prozessoren angepasst wurden, teilweise deutlich langsamer laufen, als auf vergleichbaren Intel- oder AMD-Systemen.

Wer sich also jetzt oder in naher Zukunft überlegt ein Gerät mit ARM-Chip zu kaufen, sollte sich im klaren sein, dass es hier noch einige Beschränkungen geben wird. Sollte sich diese Systeme allerdings in ihren Marktlücken durchsetzen, dürfte es mit der App-Kompatibilität in Zukunft deutlich besser werden.

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Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - Senior Tech Writer - 1350 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2016
Nachdem ich mich schon von klein auf (teilweise sehr zum Leidwesen meiner Eltern) für das Innere von Desktop-PCs und Notebooks interessiert habe, begann ich im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck für das Newssegment zu schreiben. Seitdem bin ich mit dabei und studiere parallel dazu derzeit Wirtschaftsinformatik an der Universität Osnabrück.
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Autor: Cornelius Wolff, 19.11.2018 (Update: 19.11.2018)