Notebookcheck

Notebook Hardware Guide - Welches Notebook kaufen?

Redaktion, Till Schönborn, 08.11.2012

In unserem Notebook Hardware Guide erklären wir, für welche Anforderungen, welche Geräte und Ausstattungsvarianten geeignet sind und geben einige wichtige Tipps zur Hilfe bei der richtigen Auswahl.

Auf welche Features sollte ich beim Notebookkauf besonders achten? Welchen Prozessor soll ich nehmen? Und worauf kann ich getrost verzichten? Wenn Sie ein Notebook kaufen möchten und vor diesen Fragen stehen, sind Sie hier richtig: Welche Hardware und Ausstattung Sie wirklich brauchen, verraten wir Ihnen im folgenden Artikel.

Dabei unterscheiden wir die folgenden Geräteklassen:

» Office Notebooks für Einsteiger: Für Office, Internet und anspruchslose Anwendungen

» Profi-Office, mobile Workstations: Für sehr anspruchsvolle Anwendungen wie CAD, Videoschnitt, 3D-Grafik

» Spiele- / Multimedia-Notebook: Anspruchsvolle Spiele und Multimedia-Anwendungen fordern Leistung

» Subnotebooks und Ultrabooks: Klein, leicht - immer dabei

» Netbooks: Rechner im Miniformat

» Tablets: Der boomende Shooting-Star

Was neben der technischen Ausstattung beim Kauf zu beachten ist, erfahren Sie in unserer ausführlichen Notebook Kaufberatung. Wenn Sie bereits konkrete Vorstellungen haben kann Ihnen unser Kaufberatungs Tool helfen, die in Frage kommenden Modelle einzugrenzen.

Office-Notebooks für Einsteiger

Ein Pentium Prozessor kann in dieser Klasse durchaus ausreichend sein.
Ein Pentium Prozessor kann in dieser Klasse durchaus ausreichend sein.
Schon für 300 bis 500 Euro gibt es akzeptable Geräte fürs Büro.
Schon für 300 bis 500 Euro gibt es akzeptable Geräte fürs Büro.
Für ein paar Euro mehr erhält man, wie hier bei HP, gute Verarbeitung und schöne Materialien.
Für ein paar Euro mehr erhält man, wie hier bei HP, gute Verarbeitung und schöne Materialien.
Das Display sollte auf jeden Fall entspiegelt sein.
Das Display sollte auf jeden Fall entspiegelt sein.

Ein solches Gerät soll hauptsächlich für Internet und Office eingesetzt werden. Die Rechenleistung ist deshalb eher nebensächlich, was sowohl die CPU als auch die GPU betrifft. Wichtig sind dagegen ein guter Bildschirm, vor allem wenn Sie viel damit arbeiten, sowie eine wertige und ergonomische Tastatur - deswegen unbedingt Probeschreiben. Eine möglichst geringe Geräusch- und Temperaturentwicklung hilft dabei, dass sich der Anwender optimal auf seine Arbeit konzentrieren kann.

Prozessor

Auch die schwächeren mobilen Prozessoren sind für Büro-Anwendungen normalerweise ausreichend. Bei besonders billigen Einstiegsmodellen, die teilweise sogar auf Netbook-Prozessoren wie AMDs C-Serie setzen (beispielsweise AMD C-60), muss allerdings mit gelegentlichen Verzögerungen gerechnet werden. Installationsvorgänge, aber auch die Ladezeiten besonders komplexer Webseiten können hier spürbar in die Länge gezogen werden. Für ein wirklich flüssiges Arbeitsgefühl sowie zusätzliche Leistungsreserven für Multitasking empfehlen wir mindestens einen Prozessor der Pentium-Baureihe (Intel) respektive A-Serie (AMD). Diese Modelle bieten einen gesunden Kompromiss aus Performance, Kosten und Leistungsaufnahme und garantieren ein Mindestmaß an Zukunftssicherheit. Steht ein etwas größeres Budget zur Verfügung, bietet sich alternativ die Wahl einer stärkeren Core-i3- oder Core-i5-CPU an. Die besonders schnellen Quad-Core-Prozessoren der Core-i7-Serie zahlen sich im Officebetrieb nicht aus und treiben nur den Preis sowie die Leistungsaufnahme in die Höhe.

Siehe auch unseren Prozessorvergleich für mehr Informationen über Notebook-Prozessoren.

Grafik

Moderne Notebook-Prozessoren verfügen ausnahmslos über eine integrierte Grafikeinheit, welche alltägliche Aufgaben wie die Beschleunigung von (HD-) Videos oder der Aero-Oberfläche von Windows übernimmt. Große Unterschiede gibt es jedoch in der für Spiele und 3D-Anwendungen wichtigen Grafikleistung: Während speziell die A8- und A10-APUs aus AMDs Trinity-Baureihe auch manches aktuelle Spiel in niedrigen bis mittleren Details darstellen können, bieten Intels Grafiklösungen, zumindest jene unterhalb der HD Graphics 4000 (ab Core i3-3), eine spürbar geringere Performance.

Da dedizierte Einstiegsbeschleuniger wie eine GeForce 610M allerdings oftmals kaum schneller sind, kann bei einem reinen Office-Notebook auf eine zusätzliche Grafikkarte verzichtet werden. Dank dynamischer Grafikumschaltung (AMD: Enduro, Nvidia: Optimus) wäre eine solche ohnehin kaum aktiv.

Speicher

In Anbetracht anhaltend günstiger Speicherpreise und 64-Bit-Betriebssystemen sollte auch ein preiswertes Arbeitsgerät mit mindestens 4 GByte RAM ausgestattet sein. Dies vermeidet störende Hänger beim Wechsel zwischen mehreren Anwendungen und kann Ladezeiten reduzieren. Auch über eine Bestückung mit 8 GByte kann nachgedacht werden, wenngleich sich die Vorteile solch großer Speichermengen nur in wenigen Situationen auszahlen.

Ob nur ein oder gleich zwei Speichermodule (Single- oder Dual-Channel-Betrieb) verbaut wurden, hat auf die Anwendungsleistung kaum Einfluss. Einzig eine integrierte Grafikeinheit kann von der zusätzlichen Bandbreite nennenswert profitieren.

Anwendungs- und Nutzerdaten finden auf einem meist 2,5 Zoll großen Laufwerk Platz, bei dem es sich um eine herkömmliche Festplatte, oder aber eine SSD handeln kann. Falls keine umfangreichen Datenmengen gespeichert werden müssen, ist eine (pro Gigabyte aber deutlich teurere) SSD in jedem Fall vorzuziehen; diese verbessert nicht nur das Ansprechverhalten des gesamten Notebooks immens, sondern verringert darüber hinaus auch die Wärme- und Geräuschentwicklung.

Display

Hier kommt es darauf an, was Ihnen wichtiger ist: Die Mobilität eines kleineren Displays (unter 13 Zoll sollte man zum regelmäßigen Arbeiten eher nicht gehen) oder viel Platz für ihre offenen Dokumente. Die größten Notebooks in der Office-Kategorie haben oftmals Bilddiagonalen von 17, in Ausnahmefällen sogar 18 Zoll. Um viel Platz zum Arbeiten zu haben, braucht das Display aber auch eine hohe Auflösung. Bei günstigen Modellen sind 1.366 x 768 (15,6 Zoll, 100 dpi) oder 1.600 x 900 Bildpunkte (17,3 Zoll, 106 dpi) an der Tagesordnung, für eine höhere Pixeldichte muss der Käufer meist etwas tiefer in die Tasche greifen. Standard ist dabei das bekannte TV-Format 16:9.

Falls sie mit dem Gerät vorrangig arbeiten möchten und ihr Notebook draußen oder an einem sehr hellen Arbeitsplatz verwenden wollen, achten sie auf ein spiegelfreies bzw. entspiegeltes Display mit einer ausreichenden Helligkeit (mindestens 200cd/m² für Außeneinsätze bei matten Displays, bei spiegelnden Oberflächen wesentlich mehr).

Features

Eine drahtlose Netzwerkverbindung per WLAN (Wireless LAN) wird von praktisch jedem modernen Notebook unterstützt. Unterschiede gibt es hingegen bezüglich der möglichen Übertragungsstandards, zu denen auf jeden Fall die verbreitete Version 802.11n (wird abgelöst von 802.11ac) zählen sollte. Manche Modelle unterstützen neben dem 2,4-GHz- auch das 5-GHz-Band oder integrieren gleich mehrere Antennen zu Steigerung von Übertragungsrate und Reichweite; Bluetooth ist oftmals ebenfalls gleich mit an Bord. Falls benötigt, werden von einigen Herstellern außerdem Notebooks mit UMTS-/LTE-Modul angeboten, was sich alternativ aber auch per USB-Stick nachrüsten lässt.

Weiterhin sollte man auf mindestens 2 bis 3 USB-Anschlüsse achten, um Zubehör wie Maus, Drucker oder externe Festplatten (hier möglichst USB 3.0) anzuschließen. Ein Monitor oder TV wird meist mittels HDMI angebunden - aber Achtung: Auflösungen von mehr als 1.920 x 1.200 Pixeln sind damit teils nur auf Umwegen möglich. Für besonders hochauflösende externe Monitore sollte das Notebook besser einen DisplayPort-Ausgang besitzen. Auch die Lage der Ports ist wichtig; als Rechtshänder sollten die Anschlüsse möglichst auf der linken Seite oder der Rückseite liegen, sodass die Kabel nicht stören. Bei Linkshändern gilt dies entsprechend umgekehrt.

Beispiel-Notebooks:

» HP 650: Preiswertes Einstiegsmodell mit Pentium-Prozessor.

» Lenovo IdeaPad N586: Die Alternative mit AMD-Hardware.

» Dell Latitude E5530: Mittelpreisiges Office-Gerät mit Business-Ambitionen.

Besuchen Sie auch unsere Top 10 Office Notebooks und unsere Notebook-Suche für die weitere Recherche.

Profi-Office und mobile Workstations

Der Klassiker unter den Workstations ist das Thinkpad von Lenovo.
Der Klassiker unter den Workstations ist das Thinkpad von Lenovo.
Wichtig ist ein guter Bildschirm, der je nach Einsatzgebiet außentauglich ist und genaue Farben wiedergibt.
Wichtig ist ein guter Bildschirm, der je nach Einsatzgebiet außentauglich ist und genaue Farben wiedergibt.
Ruggedized Notebooks sind speziell geschützt.
Ruggedized Notebooks sind speziell geschützt.
Teilweise sind die professionellen Notebook sehr wuchtig, wie hier das Dell Precision M4700.
Teilweise sind die professionellen Notebook sehr wuchtig, wie hier das Dell Precision M4700.
Auch kleine Modelle sind erhältlich, für Grafikarbeit empfehlen sich aber größere Bildschirme.
Auch kleine Modelle sind erhältlich, für Grafikarbeit empfehlen sich aber größere Bildschirme.

Diese Notebooks werden für sehr anspruchsvolle Tätigkeiten eingesetzt und sollten dementsprechend auch mit der besten Hardware ausgestattet sein. Wer beispielsweise 3D-Animationen mit seinem Laptop erstellt, Videos schneidet oder CAD-Programme (Computer-Aided-Design) laufen lässt, der sollte einen schnellen Prozessor, jede Menge Arbeitsspeicher, einen hochauflösenden Bildschirm und eine spezielle Grafikkarte in seinem Laptop haben.

Prozessor

Ohne Frage ist ein Dual-Core-Prozessor mit hoher Taktrate das absolute Minimum - besser sind natürlich gleich vier Kerne. Intels Core-i7-Modelle sind dabei den Vierkernern von AMD (z.B. A10-4600M) klar vorzuziehen, da zwei Rechenkerne in AMDs Modulbauweise nur knapp die halbe Leistung des entsprechenden Intel-Derivates erreichen.

Je nach Größe des Notebooks stehen verschiedene Core-i7-Varianten mit einer TDP von 35 bis 45 Watt (Extreme Edition: 55 Watt) zur Auswahl; spezielle ULV-Modelle mit nur zwei Kernen und geringerer Leistungsaufnahme wollen wir an dieser Stelle außen vor lassen. Da die Mehrleistung der schnellsten Ableger gegenüber den kleineren Quad-Core-Modellen (z.B. i7-3630QM) in keinem Verhältnis zum Aufpreis steht, sollte der Käufer einen Teil seines Budgets besser anderweitig investieren.

Grafik

Für professionelle Anwendungen stellen die Grafik-Platzhirsche Nvidia und ATI spezielle Modelle zur Verfügung. Diese heißen bei Nvidia „Quadro“ und bei ATI „FirePro“. Für diese Modelle entwickeln die beiden Hersteller spezielle Treiber, die auf CAD-Programme, große Datenmengen und Stabilität optimiert sind und nicht, wie die Standardtreiber, auf Spieleleistung. Teils sind die angebotenen Grafikkarten für professionelle Software zertifiziert, sprich geprüft und optimiert.

Speicher

Auch den Hauptspeicher sollte man nicht zu knapp bemessen, da die meisten professionellen Programme mit großen Datenmengen arbeiten. 4 bis 8 GByte sind im Workstation-Bereich das absolute Minimum, teils werden auch Modelle mit 16 GByte und mehr RAM angeboten. Da sich der Arbeitsspeicher fast immer recht einfach erweitern lässt, kann der Käufer bei Bedarf auch eine spätere Aufrüstung in Betracht ziehen.

Je nach Größe bieten viele Workstation-Notebooks oftmals Platz für mehrere Festplatten. Daher bietet es sich an, abhängig vom Verwendungszweck eine jeweils optimale Kombination aus Festplatte und SSD zu wählen, um so die Vorteile beider Technologien miteinander zu verknüpfen.

Display

Die besten professionellen Grafikkarten finden sich meist ohnehin nur in Modellen mit 17 Zoll Bildschirm oder aufwärts, kleinere Bildschirmgrößen sollte man nach Möglichkeit vermeiden. Für die meisten CAD-Anwendungen gilt zudem: Je höher die Auflösung, desto besser. Falls nicht ohnehin immer ein externer Monitor zur Verfügung steht, sollte das Display darum möglichst mit mindestens 1.920 x 1.080 Bildpunkten auflösen. Die Skalierungseinstellungen moderner Betriebssysteme sorgen dafür, dass kleine Schriften und Symbole auch bei sehr hohen Pixeldichten lesbar bleiben.

Auch die Farbgenauigkeit sowie der Farbumfang des Displays sind vor allem für Grafiker ein Thema, auf eine ausreichende Ausleuchtung und Kontrast sollte man ebenfalls achten. Spezielle Modelle wie etwa das Thinkpad W530 von Lenovo verfügen über ein integriertes Colorimeter, um bestmögliche Farbdarstellung zu garantieren. Alternativ empfiehlt sich eine Kalibrierung mit externer Hardware.

Features

Gerade bei einem sehr teuren Gerät, welches unter Umständen sensible Unternehmensdaten speichert, sollte der Käufer auf zusätzliche Sicherheits-Features achten. Gegen Diebstahl respektive einen unerlaubten Zugriff kann man sein Gerät zum Beispiel per Kensington Lock, Fingerabdruckscanner, Intel Anti-Theft (Teil der vPro-Technik) oder zusätzlicher Verschlüsselungssoftware schützen.

Für Anwender, die beispielsweise viel auf Baustellen unterwegs sind, gibt es so genannte "ruggedized" Notebooks, die mit speziellen Gehäusen und Schutzmechanismen versehen sind, um sie gegen Erschütterung, Wasser, Schmutz oder Schläge unempfindlich zu machen (Panasonic Toughbook).

Mobiles Internet in Form von UMTS oder LTE macht in jedem Fall Sinn, um auch unterwegs auf alle wichtigen Daten zugreifen zu können. Integrierte Lösungen sind einem USB-Stick vorzuziehen.

Eine digitale DisplayPort-Schnittstelle sollte an Bord sein, um auch besonders hochauflösende externe Monitore anschließen zu können - per HDMI ist dies nicht immer möglich. Alternativ eignet sich dafür auch eine optional angebotene Docking-Station, falls das Notebook für eine solche vorbereitet ist.

Beispiel-Notebooks:

» Lenovo Thinkpad W530: Der Klassiker unter den Business-Notebooks - wertige Verarbeitung und viele Extras.

» Panasonic Toughbook CF-53: Robustes Arbeitsgerät für den "Offroad"-Einsatz.

» Dell Precision M4700: Leistungsstarke Workstation im 15,6-Zoll-Format.

Notebooks für Spiele und Multimedia

Von teuer...
Von teuer...
... bis günstig. Die Preisspanne ist bei Spielenotebooks wohl am höchsten.
... bis günstig. Die Preisspanne ist bei Spielenotebooks wohl am höchsten.
In jedem Fall sollte man auf eine gute Verarbeitung...
In jedem Fall sollte man auf eine gute Verarbeitung...
...und eine zu den persönlichen Anforderungen passende Konfiguration achten.
...und eine zu den persönlichen Anforderungen passende Konfiguration achten.

Das Gerät soll hauptsächlich für Spiele und anspruchsvolle Multimedia-Anwendungen eingesetzt werden. Rechenleistung und Grafikleistung sind die wichtigsten Faktoren. Auch das Display sollte ausreichend groß und möglichst brillant sein. Nachteile sind oft hohes Gewicht, kurze Akkulaufzeit, hohe Lüfterlautstärke und starke Erwärmung.

Prozessor

Ein Dual-Core-Prozessor ab der Pentium- oder Core-i3-Serie sollte es schon mindestens sein, denn moderne Spiele verlangen den Prozessoren einiges ab. Seit einigen Jahren geht der Trend weg von immer höheren Taktraten, hin zu effizienteren Prozessoren mit mehreren Kernen. Die meisten aktuellen Spiele unterstützen bereits mehr als zwei Kerne, in einigen Fällen wie Battlefield 3 (speziell Multiplayer) empfiehlt sich nach Möglichkeit sogar ein potenter Quad-Core.

An der Leistungsspitze liegt zur Zeit der Intel Core i7-3940XM (Extreme Edition mit freiem Multiplikator), der allerdings nicht nur bezüglich Performance, sondern auch bei Preis und Leistungsaufnahme jede andere mobile CPU übertrifft. Überragende Rechenleistung bieten allerdings auch die anderen Core i7-Prozessoren und das zu etwas vernünftigeren Preisen.

Wer ein paar hundert Euro sparen möchte, sollte zu den Core-i5-Modellen aus Intels Ivy-Bridge-Baureihe greifen. Auch diese besitzen eine für die meisten Situationen ausreichende Rechenleistung, obwohl sie lediglich zwei Rechenkerne (samt Hyper-Threading) integrieren. Dank Turbo-Boost-Technik können sich die Core i5 besonders in schlecht parallelisierten Anwendungen und Spielen deutlich von den noch preiswerteren Core-i3-CPUs absetzen.

AMDs Produktpalette deckt derzeit nur die unteren Preissegmente ab. Selbst das aktuelle Topmodell A10-4600M liegt knapp unter einem Core i3 3110M und ist somit nicht für die Kombination mit schnellen High-End-Grafikkarten zu empfehlen. Im Einstiegsbereich können die AMD-Modelle allerdings durchaus eine Alternative darstellen, auch wenn die Auswahl angebotener Notebooks relativ klein ist.

Siehe auch unseren Prozessorvergleich sowie unsere Benchmarkliste für mehr Informationen über die Prozessoren.

Grafik

Die Grafikkarte ist praktisch das Kernstück eines modernen Spielerechners. Hier empfiehlt sich eine Karte der Leistungsklasse 1 oder 2 (siehe Grafikkartenvergleich). Die Leistung der verschieden mobilen Grafikkarten kann man sehr gut in unserer Benchmarkliste mobiler Grafikkarten vergleichen. Grafikkarten der Leistungsklasse 3 sollten jedoch als Minimum angesehen werden, sonst muss man schon drastische Einschränkungen bei Auflösung und Effekten hinnehmen. 

Grafikkartenspeicher sollte reichlich vorhanden sein, wobei GDDR5-Speicher normalen DDR3-VRAM vorzuziehen ist. Einen Geschwindigkeitsvorteil durch mehr Speicher können die Grafikkarten oftmals nur bei extrem großen Texturen oder sehr hohen Antialiasing-Einstellungen erlangen, die von langsameren Modellen unter Umständen ohnehin nicht flüssig bewältigt werden.

Man sollte außerdem auch auf den Speichertakt achten. Modelle mit weniger Speicher aber höherem Speichertakt können unter Umständen sogar schneller sein. Oftmals obliegt die genaue Taktung des VRAMs (und auch des Grafikkerns) dem Notebookhersteller, sodass es - trotz identischer Grafikkarten-Bezeichnung - von Notebook zu Notebook Unterschiede geben kann.

High-End Leistung erhält man, wenn man zwei gleiche Grafikkarten per SLI oder Crossfire miteinander verbindet. Horrende Preise, aber auch sogenannte Mikroruckler in Spielen sind die Folge. Zudem muss so ein System entsprechend gekühlt werden.

Auf jeden Fall sollte das gewählte Notebook über Nvidias Optimus beziehungsweise das AMD-Äquivalent Enduro verfügen. Diese Techniken ermöglichen es, die dedizierte(n) Grafikkarte(n) nur dann zu aktivieren, wenn sie auch wirklich gebraucht werden. Einfache Multimediaaufgaben werden dann von der integrierten und sehr viel sparsameren Prozessorgrafik übernommen.

Siehe auch unseren Grafikkartenvergleich und unsere Spieleliste zur Einteilung der Grafikkarten anhand aktueller Games.

Speicher

Um für aktuelle Anwendungen und Spiele gerüstet zu sein, sollte das Notebook über mindestens 4, besser aber gleich 8 oder mehr GByte Arbeitsspeicher verfügen. Da Hauptspeicher relativ günstig ist und bei den allermeisten Notebooks relativ einfach selbst ausgetauscht werden kann (meist ist dies im Handbuch sogar erklärt), sollte man hier nicht sparen. Aktuelle Notebooks werden meist mit einer 64-Bit-Version des Betriebssystems (zum Beispiel Windows 8) ausgeliefert, sodass es nur von der Anzahl der Speicherslots, dem Speichercontroller (Teil der CPU) sowie den verfügbaren Modulen abhängt, welche Kapazität maximal verbaut und genutzt werden kann.

Filme und Spiele benötigen oftmals große Datenmengen, was den Verzicht auf eine klassische Festplatte erschwert. Nach Möglichkeit sollte diese allerdings um ein zusätzliches SSD-Laufwerk, eventuell auch in mSATA-Bauform, ergänzt werden, um darauf das Betriebssystem sowie die wichtigsten Anwendungen ablegen zu können.

Display

Für den vollen Film- und Spielgenuss empfiehlt sich ein großes Display mit einer passablen Auflösung. Man sollte allerdings darauf achten, dass die Grafikkarte für die native Auflösung des Displays geeignet ist, da eine niedrigere Auflösung auf LCD-Displays, je nach Qualität, sehr verwaschen wirken kann. Die Full-HD-Auflösung benötigt in Spielen beispielsweise schon eine sehr potente Grafikkarte, um spielbar zu bleiben. Je nach Displaygröße kann eine hohe Auflösung auch zu sehr kleinen Schrift- und Symbolgrößen führen, was von modernen Betriebssystemen aber zum Teil korrigiert werden kann.

Widescreen oder Standard ist eine Frage die sich kaum mehr stellt, da Spielenotebooks praktisch ausschließlich mit 16:9 Widescreen Displays hergestellt werden. Im Multimediabereich gibt es sogar vereinzelt Modelle mit dem extrem breiten 21:9-Format, welches besonders für Kinofilme geeignet ist.

Spiegelnde Displays werden seitens der Hersteller gerne angeboten, da sie oft eine höhere Helligkeit und mehr Kontrast vortäuschen und die Farben knackiger empfunden werden als bei matten Displays. Dafür muss man damit leben, dass sich bei einer hellen Umgebung Spiegelungen im Display ergeben. Diese ermüden die Augen und machen das Bild oft schwerer erkennbar.

Features

Wireless LAN ist meistens bereits ab Werk integriert. Für Multimedia-Geräte bietet sich darüber hinaus besonders das WLAN-Feature Intel Wireless Display an. Sofern das Notebook diese Technik beherrscht, lassen sich Videos drahtlos an eine spezielle Empfangsbox übertragen, welche wiederum beispielsweise an ein TV-Gerät angeschlossen werden kann.

Aufpassen sollte man auch auf ausreichend große Pfeiltasten, vor allem, wenn man häufig Rennspiele oder Jump 'n' Runs spielen will.

Gute Soundausgänge bzw. gute Lautsprecher sind von vielen Spielern gefragt, da sie der Atmosphäre bei Spielen enorm zuträglich sind. Viele Hersteller, wie Asus oder Toshiba, kooperieren deshalb mit Lautsprecherherstellern wie Harman/Kardon oder Altec Lansing, um möglichst gute Lautsprecher zu verbauen. Allerdings sind Kopfhörer oder eine eigene Surroundsoundanlage für viele Spieler trotzdem unverzichtbar und selbst den hochwertigsten integrierten Speakern überlegen.

Eine HDMI- oder DisplayPort-Schnittstelle ist sinnvoll, wenn man ein externes Display anschließen möchte und so entweder einen zweiten Monitor, einen Beamer, mehr Arbeitsfläche oder eine höhere Auflösung ermöglichen möchte.

Beispiel-Notebooks:

» Schenker XMG P722: Vielfältig konfigurierbar, auch mit SLI und mehreren Festplatten.

» Alienware M14x R2: Futuristisch und schnell, aber im kompakten 14-Zoll-Format.

» MSI GE70: Solider und schneller Mittelklasse-Gamer mit 17-Zoll-Display.

» Toshiba Satellite U840W: Ungewöhnliches 21:9-Multimedianotebook für Kinofans.

Tipp: In unserer Bewertungstabelle nach Spieleleistung sortieren, um die Top-Spielenotebooks in unseren Tests zu finden. Schnell fündig werden Sie auch in unseren Top 10 der Multimedia Notebooks bzw. den Top 10 der leistungsstarken Desktop Replacement Notebooks. Welche Grafikkarte für welches Game notwending ist, beantwortet unsere Liste der Spieleleistung von Notebookgrafikkarten.

Für weitere Fragen besuchen Sie einfach unser Kaufberatungsforum.

Dünn, leicht und mobil - Subnotebooks und Ultrabooks

Bei Subnotebooks kommt es vor allem auf Größe, ...
Bei Subnotebooks kommt es vor allem auf Größe, ...
... Höhe, Akkulaufzeit und Gewicht an. Weniger auf Leistung.
... Höhe, Akkulaufzeit und Gewicht an. Weniger auf Leistung.
Die Bildschirme sind meist zwischen 11 und 15 Zoll groß.
Die Bildschirme sind meist zwischen 11 und 15 Zoll groß.
Convertibles mit Touchscreen können auch als Tablet genutzt werden.
Convertibles mit Touchscreen können auch als Tablet genutzt werden.

In dieser Geräteklasse kommt es hauptsächlich auf die Mobilität an. Hier sollte man auf eine geringe Größe, wenig Gewicht und lange Akkulaufzeit achten. Prozessor und Grafikkarte sind hier eher auf Stromsparen optimiert als auf maximale Leistung.

Prozessor

Nahezu alle Notebooks dieser Geräteklasse setzen auf ULV-Prozessoren von Intel, die sich durch ihre geringe Leistungsaufnahme (TDP von 17 Watt) bei gleichzeitig akzeptabler Performance auszeichnen.

Spezielle Stromspar-CPUs sind dabei nicht auf eine bestimmte Preisklasse beschränkt, sondern werden vom Einstiegsbereich (Celeron, Pentium) über die Mittelklasse (Core i3, i5) bis hin zum High-End-Segment (Core i7) angeboten. Man sollte bei der Entscheidung bedenken, dass ULV-Modelle generell takt- und leistungsschwächer als herkömmliche Prozessoren sind.  Einen sinnvollen Kompromiss aus Preis und Leistung bietet je nach Verwendungszweck auch hier die Core-i5-Serie, welche auch für anspruchsvollere Anwendungen ausreichende Reserven bietet.

AMD ist in diesem Segment nur schwach vertreten, sparsame APUs wie der A6-4455M werden nur von wenigen Herstellern verbaut. Die Performance übertrifft zwar Netbook-Prozessoren, reicht aber nicht an die schnelleren Modelle von Intel heran.

Weitere Informationen bezüglich der Prozessoren, ihrer Leistung und der Stromaufnahme finden Sie in unserem Prozessorvergleich.

Grafik

Da es um möglichst lange Akkulaufzeiten geht, sind in der Regel integrierte Grafiklösungen für die Bildausgabe verantwortlich. Im Falle einer Intel-CPU ist dies meist die HD Graphics 4000, die zumindest in niedrigen Einstellungen auch für den gelegentlichen Spiele-Einsatz taugt.

Falls eine zusätzliche, dedizierte Grafikkarte verbaut wurde, handelt es sich oftmals nur um eine Einstiegs- oder Mittelklasselösung. Diese sollte im Leerlauf auf jeden Fall abschaltbar sein, um Strom und damit Akkulaufzeit zu sparen. Unter Last muss der Nutzer bei besonders dünnen Ultrabooks damit rechnen, dass die zusätzliche Wärmequelle zu Throttling oder extrem hohen Oberflächentemperaturen führen kann.

Siehe auch unseren Grafikkartenvergleich zur Einteilung der Grafikkarten und anderen stromsparenden integrierten Lösungen.

Speicher

Da der Arbeitsspeicher eine relativ günstige Notebookkomponente darstellt, sollte man auch bei Subnotebooks nicht damit sparen. 4 GByte sind in jedem Fall zu empfehlen und Standard bei den meisten Ultrabooks. Teurere Modelle sind teils auch bereits mit 8 GByte ausgestattet, was in Hinblick auf die Zukunftssicherheit zu begrüßen ist. Wer den Speicher seines Gerätes selbst aufrüsten will sollte beachten, dass oftmals nur ein Slot vorhanden sowie ein Teil des RAMs fest verlötet ist. Insbesondere bei Onboard-Grafikkarten sollte der Hauptspeicher im Dual-Channel-Betrieb arbeiten, da sonst ein beträchtlicher Teil der Leistungsfähigkeit verschenkt wird.

Abgesehen von sehr preiswerten Einstiegsmodellen sind SSDs bei Ultrabooks bereits weit verbreitet. Neben der höheren Performance sind es vor allem das geringere Gewicht, die reduzierte Baugröße (bei mSATA-Modellen) sowie die niedrigere Leistungsaufnahme, die sich in dieser Geräteklasse besonders bezahlt machen.

Display

Je kleiner, desto weniger Stromverbrauch und desto kompakter die Geräte. Um dennoch eine ausreichende Arbeitsfläche zur Verfügung zu haben, sollte das Display eine akzeptable Auflösung bieten - oftmals ist nur die einfache HD-Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln Standard, High-End-Modelle bieten aber auch die FullHD- oder noch höhere Auflösungen an.

Spiegelnde Displays haben auf Reisen den Nachteil, dass bei heller Umgebung Reflexionen entstehen, die die Augen anstrengen und schlimmstenfalls nichts mehr vom Display erkennen lassen.

Zudem sollte man auf eine ausreichende Helligkeit des Displays achten: 200 cd/m² sollten es auch bei einem matten Panel schon sein, sonst sieht man bei der geringsten Sonneneinstrahlung nichts mehr.

Features

Wireless LAN - Drahtloses Netzwerk ist beinahe unverzichtbar, vor allem weil die Geräte hauptsächlich zum Internetsurfen eingesetzt werden. Wer auch unterwegs im Internet sein will, der braucht ein UMTS- beziehungsweise LTE-Modul. Außerdem ist ein Bluetooth-Modul für das kabellose Verbinden mit Handy, Drucker oder Maus von Vorteil.

Ein zweiter Akku könnte bei wirklich mobiler Nutzung sehr hilfreich sein. Bei vielen Modellen ist der Akku allerdings fest integriert und kann so nicht unterwegs gewechselt werden. Manche Subnotebooks besitzen auch kein integriertes DVD-Laufwerk, sodass man entweder ein externes Gerät benötigt (dieses wird manchmal sogar mitgeliefert) oder Daten per USB-Stick auf den Rechner bringen muss.

Ein (Mini-) DisplayPort oder zumindest ein HDMI-Anschluss ermöglicht es, das Notebook oder Ultrabook zu Hause an einen größeren Monitor anzuschließen.

Beispiel-Notebooks:

» Lenovo ThinkPad Edge E130: Kleines Subnotebook zum Einstiegspreis.

» Apple MacBook Air: Der edle Klassiker unter den ultra-dünnen Subnotebooks.

» Dell XPS 12: Vielseitiges Convertible-Ultrabook mit Touchscreen.

» Asus UX32VD: Spieletaugliches Ultrabook mit zusätzlicher Grafikkarte.

Besuchen Sie auch unsere Top10 Subnotebooks sowie die Sektion externe Tests für weitere Recherchen.

Netbooks - Rechner im Miniformat

Mit dem Asus EeePC begann die neue Klasse der Netbooks.
Mit dem Asus EeePC begann die neue Klasse der Netbooks.
Nach einer kurzen Boom-Phase schrumpft der Markt mittlerweile aber wieder.
Nach einer kurzen Boom-Phase schrumpft der Markt mittlerweile aber wieder.
Besonders wichtig sind hier Akkulaufzeit, kompakte Abmessungen und geringes Gewicht.
Besonders wichtig sind hier Akkulaufzeit, kompakte Abmessungen und geringes Gewicht.

Minimaler Preis, maximale Akkulaufzeit: Auf diesem einfachen Prinzip basiert das grundlegende Konzept der kleinen Netbooks. Allerdings: Der einst boomende Netbook-Markt ist heute nur noch ein Schatten seiner selbst. Viele Hersteller haben sich komplett oder teilweise von den Kleinstnotebooks verabschiedet, da die Kunden lieber zu Ultrabooks, Tablets oder Smartphones mit immer größeren Displaydiagonalen greifen. Netbooks gibt es bereits ab etwa 200 Euro, sie besitzen in den allermeisten Fällen kein optisches Laufwerk und haben eine relativ geringe Rechenleistung.

Wer viel im Internet surft und sein Gerät gerne immer dabei hat, ist mit einem Netbook gut bedient. Man sollte sich aber bewusst sein, dass ein Netbook nur sehr grundlegende Funktionen bietet und für auch nur mittelmäßig anspruchsvolle Software wie Bildbearbeitung beispielsweise oft zu langsam ist. Manche Geräte sind aus Kosten- und Leistungsgründen auch nicht mit einem vollwertigen Windows, sondern mit einem anderen Betriebssystem, meist auf Linuxbasis, ausgestattet. Microsoft hat darum die Windows 7 Starter Edition auf den Markt gebracht.

Prozessor

Zwei Plattformen wurden speziell für Netbooks entworfen: Intels Atom-Prozessoren und AMDs C-Serie. Sie sind deutlich langsamer als preiswerte Notebook-Prozessoren der Intel-Pentium- oder AMD-A-Serie, verbrauchen jedoch sehr wenig Strom und kosten deutlich weniger. Aus diesem Grund werden diese beiden CPUs am häufigsten eingesetzt. Der Atom (z.B. N2600) hat dabei den Vorteil einer besonders geringen Leistungsaufnahme, während die C-Serie (z.B. C-60) einen leichten Performance-Vorsprung für sich verbuchen kann.

Man sollte sich jedoch im Klaren sein, dass die meisten Netbooks keineswegs für anspruchsvolle Anwendungen oder Multitasking geeignet sind. Selbst bei einfachen Aufgaben wie dem Surfen im Internet muss mit einer spürbar schlechteren Performance als bei "echten" Notebooks gerechnet werden. 

Grafik

Meistens werden onboard Grafikkarten aus der untersten Leistungsklasse verbaut, deren Aufgabe vor allem die Beschleunigung von Videos (auch in HD-Auflösung) ist. Insbesondere die Atom-Serie ist aufgrund von mangelnder Performance und Treiberproblemen für Spiele vollkommen ungeeignet. Die AMD-GPUs ermöglicht dagegen zumindest die Darstellung einiger älterer und sehr anspruchsloser Games.

Zusätzliche dedizierte Grafikkarten werden in Netbooks (typischerweise maximal 10 Zoll groß) in der Regel nicht verbaut. Zum einen ist das kleine Gehäuse für die zusätzliche Leistungsaufnahme kaum geeignet, zum anderen limitiert auch der langsame CPU-Teil eine akzeptable Spiele-Performance. 

Speicher

Meist werden Netbooks mit 1 oder 2 GByte Speicher bestückt, was für die einfachen Aufgabengebiete eines Netbooks ausreicht. Wer allerdings häufig mehrere Browsertabs geöffnet hat, dazu im Hintergrund vielleicht noch ein Office-Programm, sollte über eine Aufrüstung nachdenken.

Aus finanziellen Gründen sind Netbooks in der Regel nur mit einer einfachen 2,5-Zoll-Festplatte ausgestattet. Wer keine besonders große Kapazität benötigt, aber die Arbeitsgeschwindigkeit des Gerätes drastisch steigern möchte, kann diese gegen eine kleine und günstige SSD austauschen.

Display

Netbooks werden üblicherweise mit einer Bilddiagonale von bis zu 10 Zoll angeboten, größere Geräte zählen eher in die Klasse der Subnotebooks. Als Standard hat sich eine Auflösung von 1.024 x 600 Pixeln (bzw. 1.366 x 768 Pixel bei 11,6 Zoll) etabliert, was zu einer dementsprechend beengten Arbeitsfläche führt.

Um das Netbook auch unterwegs gut nutzen zu können, sollte der Käufer auf eine matte Bildoberfläche und eine ausreichende Displayhelligkeit achten. Qualitativ minderwertige TN-Panels mit hoher Blickwinkelabhängigkeit und geringem Kontrast sind in dieser Klasse leider an der Tagesordnung.

Features

Unentbehrlich ist natürlich WLAN, ein UMTS-Modul bietet sich an, um wirklich überall online zu sein. Per Bluetooth lassen sich Drucker, Maus oder Handy anschließen. Das verringert den Kabelsalat und spart Anschlüsse, die bei Netbooks meist nicht im Übermaß vorhanden sind.

Wer viel zu Hause mit seinem Netbook arbeiten möchte, der sollte über eine externe Tastatur (eventuell mit Bluetooth) nachdenken, da die Netbook-Tastaturen meist recht klein ausfallen. Außerdem wäre ein etwas größerer externer Bildschirm dann zu empfehlen. Viele Modelle verfügen über einen dafür geeigneten, digitalen HDMI-Ausgang.

Die Akkulaufzeiten von Netbooks sind meist sehr lang, darum bieten sich die Geräte an, um beispielsweise unterwegs einen Film zu schauen. Da die Geräte aber meist kein integriertes DVD-Laufwerk haben, sollte man noch ein externes Laufwerk erwerben oder auf USB-Laufwerke zurückgreifen. So kann man beispielsweise eine Windows-Installation auch vom USB-Stick aus vornehmen.

Beispiel Netbooks:

» Acer Aspire One D270: Preiswert, ausdauernd und außentauglich.

» Acer Aspire One 722: AMD-Netbook mit guter Grafikleistung.

» Lenovo ThinkPad Edge E135: ThinkPad-Interpretation des Netbook-Schemas.

Besuchen Sie auch unsere Top10 Netbooks, sowie die Sektion externe Tests für Ihre weitere Recherche.

Für weitere Fragen besuchen Sie einfach unser Kaufberatungsforum.

Tablets - der boomende Shooting-Star

Neben Apples iOS...
Neben Apples iOS...
beherrscht vor allem Android den Tablet-Markt.
beherrscht vor allem Android den Tablet-Markt.
Microsoft und Windows spielen nur eine Nebenrolle.
Microsoft und Windows spielen nur eine Nebenrolle.
Größe, Ausstattung und Performance bestimmen den Preis.
Größe, Ausstattung und Performance bestimmen den Preis.

Auch wenn manche meinen, Apple hätte das Tablet erfunden, gibt es die kleinen Touch-Geräte schon seit vielen Jahren – nur spielten sie lange eine unbedeutende Rolle als Randnotiz im Business-Segment. Dies hat sich erst mit der Vorstellung des ersten iPads geändert. Seitdem hat fast jeder namhafte Hersteller eigene Modelle auf den Markt gebracht, der in puncto Stückzahlen bereits in naher Zukunft den Notebook-Sektor überholen könnte.

Prinzipiell unterscheidet man x86- und ARM-Tablets, wobei vor allem letztere den Consumer-Bereich dominieren. Die vorherrschenden Betriebssysteme sind Apples iOS sowie Android, aber auch Microsofts Windows RT findet zunehmende Verbreitung. Je nach Größe, Ausstattung und Leistungsfähigkeit reicht die Preisspanne vom Einstiegsgerät für 50 Euro bis hin zur fast 1000 Euro teuren Luxusklasse.

Prozessor und Grafikkarte

CPU, GPU und viele weitere Komponenten (zum Beispiel eine etwaige Mobilfunkeinheit) sind bei den meisten Tablets in einem zentralen SoC (Sytem-on-a-Chip) integriert. Dabei handelt es sich meist um Designs des britischen Chip-Entwicklers ARM, die von Herstellern wie Nvidia (Tegra 3), Samsung (Exynos 4412), Apple (A6) oder Qualcomm (Snapdragon S4) für eigene Produkte lizenziert werden.

Je nach Leistungsklasse werden derzeit meist zwischen 1 und 4 Prozessorkerne verbaut, was in Verbindung mit der Taktrate und der zugrundeliegenden Architektur eine ungefähre Aussage über die Leistungsfähigkeit erlaubt. Dabei gilt, dass SoCs auf Basis der Krait- oder Cortex-A15-Architektur in etwa so schnell wie Cortex-A9-Modelle mit doppelter Kernzahl sind. Die CPU-Performance beeinflusst eine Vielzahl von Anwendungen eines Tablets, so zum Beispiel die Seitenaufbauzeit beim Surfen.

Da die Videobeschleunigung meist von dedizierten Einheiten übernommen wird, ist die Leistung der Grafikkarte in erster Linie für die flüssige Darstellung von Spielen relevant. Aufgrund der Vielzahl verschiedener Grafiklösungen fällt es schwer, eine pauschale Aussage zur Leistungsfähigkeit zu treffen; in der Regel ist ein schneller und moderner CPU-Teil aber ein Indiz dafür, dass der SoC auch eine relativ starke Grafikeinheit besitzt (dies allerdings nur als grobe Richtschnur).

Speicher

Ein typisches ARM-Betriebssystem benötigt etwa 512 bis 1024 MByte Arbeitsspeicher (meist LPDDR2/DDR3L), um einen flüssigen Betrieb zu gewährleisten. Größere Speichermengen ab 2 GByte verbessern die Multitasking-Geschwindigkeit, sodass mehr Browserfenster oder Apps im Hintergrund geöffnet bleiben können.

Von der angegebenen Speicherkapazität des integrierten Flashspeichers müssen je nach Modell noch mehrere GByte für das Betriebssystem sowie vorinstallierte Programme abgezogen werden. Dies sollte beim Kauf eingeplant werden, ebenso wie der beabsichtigte Verwendungszweck – wer auch Videos und Musik auf seinem Tablet speichern möchte, sollte zum Beispiel auf eine Erweiterungsmöglichkeit per Speicherkarte achten.

Display

Ähnlich wie bei einem Notebook beeinflusst die Größe des Displays Eigenschaften wie den Kaufpreis, die Mobilität und die Einsatzmöglichkeiten. Günstige Tablets setzen meist auf Touchscreens bis maximal 7 Zoll, während sich im gehobenen Preissegment eine Diagonale von 10 Zoll etabliert hat.

Für eine ausreichend feine Darstellung und genügend Arbeitsfläche sollte der Bildschirm mindestens über die einfache HD-Auflösung verfügen, bei teureren Modellen gerne auch FullHD oder darüber. Ein hochwertiges und blickwinkelstabiles IPS-Panel ist bei den meisten Geräten Standard, nur extrem günstige Einstiegsmodelle setzen auf minderwertige TN-Fabrikate. Falls das Tablet auch im Freien verwendet wird, empfiehlt sich eine hohe Displayhelligkeit, um die Reflexionen der fast immer verspiegelten Oberfläche überdecken zu können.

Features

WLAN sollte bei jedem Tablet ab Werk integriert sein und ist die gängigste Form der Datenübertragung in dieser Klasse. Zusätzlich bieten einige Hersteller auch Modelle mit WWAN-Unterstützung an, damit der Anwender eine mobile Breitbandverbindung aufbauen kann.

Gerade bei preiswerten Android-Tablets sollte man darauf achten, dass der Hersteller Updates auf künftige Betriebssystem-Versionen in Aussicht stellt. Nichts ist ärgerlicher, als wenn ein gerade gekauftes Gerät mangels Aktualisierungen bereits nach wenigen Monaten zum alten Eisen zählt und auf neue Software-Features verzichten muss.

Kompass, Gyroskop, Lagesensor, Lichtsensor, Annäherungssensor, GPS und weitere Extras sind für die Verwendung bestimmter Apps notwendig oder erleichtern einfach nur den alltäglichen Betrieb. Achtung: Viele vermeintliche Schnäppchen sparen an genau diesen Punkten.

Auch der verbaute Akku ist ein oftmals kritischer Punkt. Insbesondere bei schnellen High-End-SoCs sollte die Kapazität derart dimensioniert sein, dass nicht bereits ein kurzes Spiel die Reserven erschöpft. Gute Geräte halten beim Surfen und Videoschauen knapp einen Arbeitstag oder länger durch.

Beispiel-Tablets:

» Apple iPad 4: Aktuelle Ausgabe des Klassikers mit Retina-Display.

» Google Nexus 7: Starkes Preis-Leistungs-Verhältnis und Vanilla-Android.

» Microsoft Surface: Erstes Microsoft-Tablet mit ARM- und x86-Version.

Besuchen Sie auch unsere Top 10 Tablets sowie die Sektion externe Tests für weitere Recherchen.

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Autor: Redaktion, Till Schönborn,  8.11.2012 (Update: 27.11.2012)