Notebook Hardware Guide - Welches Notebook kaufen?

Hilfe beim Notebookkauf

Auf welche Features sollte ich beim Notebookkauf besonders achten? Welchen Prozessor soll ich nehmen? Und worauf kann ich getrost verzichten?

Wenn Sie ein Notebook kaufen möchten und vor diesen Fragen stehen, sind Sie hier richtig: Welche Hardware und Ausstattung Sie wirklich brauchen, verraten wir Ihnen im folgenden Artikel.

Dabei unterscheiden wir die folgenden Geräteklassen:

Ausstattungsvarianten:

» Office Notebooks für Einsteiger: für Office, Internet und anspruchslose Anwendungen

» Profi-Office, mobile Workstations: für sehr anspruchsvolle Anwendungen wie CAD, Videoschnitt, 3D-Grafik

» Spiele- / Multimedia-Notebook: Anspruchsvolle Spiele und Multimedia-Anwendungen fordern Leistung

» Subnotebook: Klein, leicht - immer dabei

» Netbook: Die kleinsten tragbaren Computer

Was neben der technischen Ausstattung beim Kauf zu beachten ist, erfahren Sie in unserer ausführlichen Notebook Kaufberatung. Wenn Sie bereits konkrete Vorstellungen haben kann ihnen unser Kaufberatungs Tool helfen, die in Frage kommenden Modelle einzugrenzen.

Office-Notebooks für Einsteiger

Ein Celeron Prozessor kann in dieser Klasse durchaus ausreichend sein.
Ein Celeron Prozessor kann in dieser Klasse durchaus ausreichend sein.
Für ein paar Euro mehr erhält man, wie hier bei Sony, gute Verarbeitung und schöne Materialien.
Für ein paar Euro mehr erhält man, wie hier bei Sony, gute Verarbeitung und schöne Materialien.
Schon ab 349 Euro gibt es akzeptable Leistung fürs Büro.
Schon ab 349 Euro gibt es akzeptable Leistung fürs Büro.
Wer's etwas edler mag, der greift zu Apples MacBook.
Wer's etwas edler mag, der greift zu Apples MacBook.

Das Gerät soll hauptsächlich für Internet und Office eingesetzt werden. Die Rechenleistung ist hier eher nebensächlich, genauso wie die Grafikleistung. Wichtig sind ein guter Bildschirm, vor allem wenn Sie viel damit arbeiten und eine wertige und leichtgängige Tastatur - deswegen unbedingt Probeschreiben.

Prozessor

Auch die schwächeren mobilen Prozessoren sind für Büro-Anwendungen normalerweise ausreichend. Jedoch empfehlen wir den Einsatz von Dual Core-Prozessoren. Diese besitzen zwei Rechenkerne, können also gleichzeitig zwei Vorgänge unabhängig voneinander berechnen. Das bringt vor allem beim Multitasking, also mehreren Anwendungen gleichzeitig, große Geschwindigkeitsvorteile.

Günstige Dual Core CPUs vom Schlage eines Turion X2, Celeron oder Pentium sollten ausreichen. Für mehr Performance empfehlen sich die Core 2 Duo CPUs von Intel, beispielsweise zu finden im neuen Mac Book. Wem längere Akkulaufzeiten, geringerer Stromverbrauch und weniger Wärmeentwicklung wichtiger sind, der greift zu einer Low Voltage- oder Ultra-Low Voltage-CPU.

Prozessoren mit mehr als zwei Kernen sind zur Zeit noch erheblich teurer und deshalb für Office-Notebooks nicht zu empfehlen, zumal sie im täglichen Bürobetrieb kaum Geschwindigkeitsvorteile bringen.

Siehe auch unseren Prozessorvergleich für mehr Informationen über Notebook-Prozessoren.

Grafik

Grafikkarten mit "shared Memory" bzw. onboard Grafikchips, die im Chipsatz der Hauptplatine integriert sind, sind für Büro-Anwendungen und Internetsurfen durchaus ausreichend. Moderne integrierte Grafikkarten wie Intel GMA 4500M (HD), ATI Radeon HD 3200, oder GeForce 9100M sollten bei der Verwendung von DDR-Speicher keine messbaren Geschwindigkeitseinbußen bei 2D Anwendungen mit sich bringen.

Wer auf etwas mehr Grafikpower angewiesen ist, der greift zu einfachen dedizierten, also eigenständigen Grafikkarten, wie der Geforce G105M oder ATIs Radeon HD 3400. Manchmal sind in solchen Geräten sowohl eine dedizierte als auch eine Chipsatzgrafikkarte verbaut, wobei man je nach Bedarf per Knopfdruck zwischen stromsparender und leistungsstarker Grafikkarte umschalten kann.

Aber auch die schlechtesten Grafikkarten sind für einfache Anwendungen wie Surfen und für Office-Tätigkeiten geeignet. Siehe auch unseren Grafikkartenvergleich zur Einteilung der Grafikchips. Für die Grafikeffekte von Windows Vista und Windows 7 (Aero) sollte man allerdings zu einer modernen onboard Grafikkarte greifen (ab X3100).

Speicher

Besonders beim Einsatz von Windows Vista sollten mindestens 1024 MByte RAM, besser 2GB, im Gerät stecken.

Windows 7 gibt sich zwar etwas genügsamer und arbeitet auch mit 512 MByte ausreichend schnell, da Arbeitsspeicher bis zu einer Modulgröße von 2GB aber relativ günstig ist, sollte man hier nicht sparen.

Außerdem ist Dual Channel (zwei gleiche Speicherriegel werden parallel genutzt. Beispiel: 2x 512 MByte statt 1x 1024 MByte) etwas von Vorteil. Empfehlenswert sind 2 GByte RAM, da moderne Betriebssysteme dadurch messbar schneller werden.

Zu beachten ist außerdem, dass onboard Grafiklösungen meist keinen eigenen Videospeicher besitzen, sondern den Hauptspeicher des Systems dafür nutzen. Ein weiterer Grund also, den Arbeitsspeicher möglichst großzügig zu dimensionieren. Wichtig: Ab 4GB Arbeitsspeicher sollte man unbedingt auf ein 64-bit Betriebssystem zurückgreifen, da ansonsten nicht der gesamte Speicher genutzt werden kann.

Display

Hier kommt es darauf an, was Ihnen wichtiger ist: Die Mobilität eines kleineren Displays (unter 13 Zoll sollte man zum regelmäßigen Arbeiten eher nicht gehen) oder viel Platz für ihre offenen Dokumente. Die größten Notebooks in der Office-Kategorie haben im Moment 17-18,4 Zoll. Um viel Platz zum Arbeiten zu haben, braucht das Display aber auch eine hohe Auflösung. Bei kleineren Displays sollte sie allerdings nicht zu hoch sein, da für viele Personen eine feine Auflösung auf Dauer sehr anstrengend zu lesen ist. Hier würden sich 85 - 100 Dpi (Dots per inch) anbieten (z.B. 15" 1024x768 Pixel oder 15,4" 1280x800 Pixel). Sehen sie auch in unserer DPI Liste, welche Displays wie fein aufgelöst sind.

Notebookdisplays  gibt es in folgenden Formfaktoren: 4:3 (normales Röhrenbildschirmformat), 16:10 (lange Zeit Standard bei Notebook-Bildschirmen) und 16:9 (neues Fernsehformat). Für Büroarbeit empfehlen sich eher die Formate 16:10 und vor allem 4:3, da beide Formate höher sind. Dadurch hat man bei einem hochformatigen Dokument, ebenso wie bei den allermeisten Internetseiten einen guten Überblick und muss seltener scrollen. Das 16:9 Format ist zwar vergleichsweise relativ breit, dafür aber sehr niedrig.

Falls sie mit dem Gerät dauernd arbeiten möchten und ihr Notebook draußen oder an einem sehr hellen Arbeitsplatz verwenden wollen, achten sie auf ein spiegelfreies bzw. entspiegeltes Display mit einer ausreichenden Helligkeit (mindestens 200cd/m² für Außeneinsätze bei matten Displays, bei spiegelnden Oberflächen wesentlich mehr).

Features

Wireless LAN - Drahtloses Netzwerk ist heute in fast allen Notebooks integriert. Als Standard reicht 802.11b oder g (selbst der langsame b Standard reicht zum Surfen voll aus). Der neue 802.11n Standard bietet bessere Datenraten und Reichweiten.

Wer wirklich überall mobil surfen möchte, sollte zudem auf ein UMTS-Modul achten, dass schnelles surfen übers Handynetz ermöglicht. Natürlich gibt es dieses aber auch als USB-Stick oder PCMCIA-Karte zum Nachrüsten.

Ein Bluetooth-Modul hilft, den Kabelsalat im Büro zu reduzieren, da es kabellos mit Drucker, Maus oder Tastatur kommuniziert.

Weiters sollte man auf mindestens zwei USB-Anschlüsse achten, um Zubehör wie Maus, Drucker oder externe Festplatten anzuschließen. Auch die Lage der Ports ist wichtig, als Rechtshänder sollten die Anschlüsse möglichst auf der linken Seite oder der Rückseite liegen, so dass die Kabel nicht stören. Bei Linkshändern entsprechend umgekehrt.

Ein Anschluss für eine Dockingstation ist interessant, wenn man viel Zubehör am Notebook hängen hat: Man schließt einfach alle Peripherie an die Dockingstation und verbindet das Notebook damit. Wenn man mobil sein möchte, steckt man das Notebook einfach ab.

Bei der Festplatte schließlich sollte man auf genügend Platz für seine Dokumente achten. Unter 100 GByte sollte man hierbei nicht gehen, wobei kleinere Größen ohnehin kaum mehr angeboten werden. Allein für das Betriebssystem, eine Office Grundausstattung sowie eine Sicherung des Herstellerzustands muss man mit rund 30GB notwendigen Festplattenspeicher rechnen.

Beispiel-Notebooks

» Acer Extensa 5230E: Günstig und solide verarbeitet
» Apple MacBook: klein, leise, lange Laufzeit und Mac OS X versus ein spiegelndes Display
» Sony Vaio VGN-BZ21/26: Magnesium und Dual-Core zu vernünftigen Preisen
» Dell Latitude E5500: Mittelpreisiger Office Begleiter

Besuchen Sie auch unsere Top 10 Office Notebooks und unsere Notebook SucheNotebook-Suche für die weitere Recherche. Für weitere Fragen besuchen Sie einfach unser Kaufberatungsforum.

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Profi-Office und mobile Workstations

Der Klassiker unter den Workstations ist das Thinkpad von Lenovo.
Der Klassiker unter den Workstations ist das Thinkpad von Lenovo.
Wichtig ist ein guter Bildschirm, der je nach Einsatzgebiet außentauglich ist und genaue Farben wiedergibt.
Wichtig ist ein guter Bildschirm, der je nach Einsatzgebiet außentauglich ist und genaue Farben wiedergibt.
Ruggedized Notebooks sind speziell geschützt.
Ruggedized Notebooks sind speziell geschützt.
Teilweise sind die professionellen Notebook sehr wuchtig, wie hier das Toshiba Tecra T10.
Teilweise sind die professionellen Notebook sehr wuchtig, wie hier das Toshiba Tecra T10.
Auch kleine Modelle sind erhältlich, für Grafikarbeit empfehlen sich aber größere Bildschirme.
Auch kleine Modelle sind erhältlich, für Grafikarbeit empfehlen sich aber größere Bildschirme.

Diese Notebooks werden für sehr anspruchsvolle Tätigkeiten eingesetzt und sollten dementsprechend auch mit der besten Hardware ausgestattet sein. Wer beispielsweise 3D-Animationen mit seinem Laptop erstellt, Videos schneidet oder CAD (Computer-Aided-Design)-Programme laufen lässt, der sollte einen schnellen Prozessor, jede Menge Arbeitsspeicher, einen hochauflösenden Bildschirm und eine spezielle Grafikkarte in seinem Laptop haben.

Prozessor

Ohne Frage ist ein Dual Core-Prozessor mit hoher Taktrate das absolute Minimum. Besser sind natürlich vier Kerne. Intels Core i7 sind hier den Core 2 Quads vorzuziehen: Zum Einen ist der Core i7 einfach der modernere Prozessor und damit zukunftsfähiger, zum Anderen hat dieser architekturbedingt eine wesentlich höhere Leistung als die Core 2 Quads.

Wer das Maximum an Leistung will kann aktuell zum Core i7 Extreme greifen, dann sollte jede noch so anspruchsvolle Anwendung ohne Probleme laufen. Von AMD gibt es leider zur Zeit noch keine Alternativen, da selbst die Turion X2 Dual Core - Prozessoren langsamer sind als vergleichbar getaktete Intels Core 2 Duos.

Grafik

Für professionelle Anwendungen stellen die Grafik-Platzhirsche Nvidia und ATI spezielle Modelle zur Verfügung. Diese heißen bei Nvidia „Quadro“ und bei ATI „Fire“. Für Nvidia's Modellreihe sind auch spezielle Treiber erhältlich, die auf professionelle Anwendungen, große Datenmengen und Stabilität optimiert sind und nicht, wie die Standardtreiber, auf Spieleleistung.

Die Modelle sind den Consumer-Grafikkarten im professionellen Betrieb auch deshalb vorzuziehen, weil sie auf genauere Farb- und Geometriewiedergabe optimiert sind und Daten besonders schnell übertragen. Teils sind die angebotenen Grafikkarten für professionelle Software zertifiziert, sprich geprüft und optimiert.

Die Spitzenmodelle sind zur Zeit die NVidia Quadro FX 3700M (beispielsweise im HP Elitebook 8730w) und die Fire GL Mobility 5700V (unter Anderem im Lenovo Thinkpad W500) von ATI.

Speicher

Auch den Hauptspeicher sollte man nicht zu knapp bemessen, da die meisten professionellen Programme mit großen Datenmengen arbeiten. 2048 MByte sollten das absolute Minimum sein. Besser sind 4096 oder gleich 8192 MByte.

Zu beachten ist hierbei, dass dann ein 64-Bit System eingesetzt werden muss, da bei 32-Bit nur 3 GByte Speicher angesprochen werden können.

Display

Die besten professionellen Grafikkarten finden sich meist ohnehin nur in Modellen mit 17 Zoll Bildschirm oder aufwärts, kleinere Bildschirmgrößen sollte man nicht wählen. Die meisten CAD Anwendungen setzen nämlich eine relativ hohe Auflösung praktisch voraus. Bei CAD-Programmen beispielsweise gilt schon eine Auflösung von 1600 x 1200 als relativ gering. Besser man greift zum WUXGA Format mit 1920x1200 Pixel.
Alternativ: FullHD-Auflösung (1920 x 1080). Zu beachten ist allerdings, dass bei Windows XP die Symbole und Schriften in dieser Auflösung bereits sehr klein sind. Vista und Windows 7 ermöglichen eine Skalierung des Desktops.

Auch die Farbgenauigkeit des Displays ist vor allem für Grafiker ein Thema, auf eine ausreichende Ausleuchtung und Kontrast sollte man ebenfalls achten. Spezielle Modelle, wie etwa das Thinkpad W700 von Lenovo verfügen über einen integrierten Colorimeter um bestmögliche Farbdarstellung zu garantieren. Alternativ empfiehlt sich eine Kalibrierung mit externer Hardware (Gretagmacbeth Eye One, Datacolor Spyder 3).

Features

Damit die Festplatte nicht bremst, sollte man bevorzugt professionelle Solid-State-Platten wählen, die ohne bewegliche Teile auskommen und schnellere Übertragungsraten bieten, leider noch sehr teuer sind. Greift man zu einer herkömmlichen Festplatte sollte es zumindest ein Modell mit 7.200 Umdrehungen pro Minute sein. Auch sollte der Speicherplatz für größere Projekte ausreichend dimensioniert sein.

Viele professionelle Notebooks bieten zudem Extras wie einen Fingerabdrucksensor oder Verschlüsselungssoftware, die für sensible Firmendaten wichtig sind. Ein integriertes Grafiktablett oder Farbsensoren sind für Grafiker nützlich (W700).
Für professionelle Fotografen sollte ein Kartenleser an Bord sein, um die Bilder einfach und schnell von der Kamera auf den Laptop spielen zu können.

Für Anwender, die beispielsweise viel auf Baustellen unterwegs sind, gibt es so genannte "ruggedized" Notebooks, die mit speziellen Gehäusen und Schutzmechanismen versehen sind, um sie gegen Erschütterung, Wasser, Schmutz oder Schläge unempfindlich zu machen (Panasonic Toughbook, Dell Latitude XFR).

Mobiles Internet in Form von WLAN oder UMTS-Modul macht in jedem Fall Sinn, um auch unterwegs auf alle wichtigen Daten zugreifen zu können. Integrierte Lösungen sind einem USB-Stick vorzuziehen.

Eine digitale HDMI- oder Display Port-Schnittstelle sollten an Bord sein, um einen externen Monitor anschließen zu können und eine Bildübertragung bei bester Qualität und höchster Auflösung zu gewährleisten.

Beispiel-Notebooks

» Lenovo Thinkpad W500: Der Klassiker unter den Business-Notebooks: Wertige Verarbeitung und viele Extras
» Test HP Elitebook 2530p NotebookHP Elitebook 2530p: Robustes Gehäuse und Display für den Außeneinsatz
» Panasonic Toughbook CF-W8: Widerstandsfähiges Ruggedized-Notebook, leider mit recht schwacher Leistung.
» Dell Precision M2400: Kleine Workstation im 14,1 Zoll-Format
» Toshiba Tecra M10: Wuchtiges Business-Notebook mit vielen Features

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Notebooks für Spiele und Multimedia

Von teuer...
Von teuer...
... bis günstig. Die Preisspanne ist bei Spielenotebooks wohl am höchsten.
... bis günstig. Die Preisspanne ist bei Spielenotebooks wohl am höchsten.
In jedem Fall sollte man auf eine gute Verarbeitung...
In jedem Fall sollte man auf eine gute Verarbeitung...
... und aktuelle Komponenten achten.
... und aktuelle Komponenten achten.

Das Gerät soll hauptsächlich für Spiele und anspruchsvolle Multimedia-Anwendungen eingesetzt werden. Rechenleistung und Grafikleistung sind die wichtigsten Faktoren. Auch das Display sollte genügend reaktionsschnell und groß sein. Nachteile sind oft hohes Gewicht, kurze Akkulaufzeit, hohe Lüfterlautstärke und starke Erwärmung.

Prozessor

Ein Dual Core-Prozessor sollte es schon mindestens sein, moderne Spiele verlangen den Prozessoren einiges ab. Seit einigen Jahren geht der Trend weg von immer höheren Taktraten, hin zu effizienteren Prozessoren mit mehreren Kernen. Die meisten aktuellen Spiele unterstützen bereits mehr als einen Core, „Dragon Age: Origins“ oder „GTA4“ profitieren auch von drei oder vier Rechenkernen.

An der Leistungsspitze liegt zur Zeit der Intel Core i7 Extreme-Prozessor 920XM, der wie alle Core i7-Prozessoren vier Rechenkerne besitzt und seine Taktfrequenz je nach Bedarf zwischen 2 und 3,2 GHz anpasst. Überragende Rechenleistung bieten allerdings auch die anderen Core i7-Prozessoren und das zu etwas vernünftigeren Preisen.

Auf AMDs Quad-Chip muss man noch ein bisschen warten, außerdem plant das Unternehmen einen Dreikernprozessor, der dann etwas billiger ist.

Wer ein paar hundert Euro sparen möchte, aber auf vier Prozessorkerne nicht verzichten will, der greift zu Modellen mit Intels Core 2 Quad-Prozessoren. Die bestehen technisch gesehen aus zwei zusammengesetzten Core 2 Duo-Prozessoren und sind nicht ganz so schnell wie die Core i7-Prozessoren. Überlegen sollte man sich allerdings, dass die Core 2 Quads, wenn Spiele keine vier Rechenkerne unterstützen, wegen der niedrigerer Taktraten langsamer sein können als die günstigeren Core 2 Duos mit höherer Taktrate. Geräte mit Core 2 Quad sind beispielsweise das Acer Aspire 7738G, das MSI Megabook GT627 oder das Asus G72GX.

Wer sich eher als Gelegenheitsspieler betrachtet, der sollte zu den Core 2 Duo-Prozessoren von Intel oder AMDs Turion X2 greifen, wobei Intels Prozessoren bei der Leistung und teils auch bei der Energieeffizienz die Nase vorne haben. Taktfrequenzen unter 2 GHz werden kaum noch angeboten, zu sehr sparen sollte man hier aber ohnehin nicht, da ein zu langsamer Prozessor einige Spiele gewaltig ausbremsen kann. 64-Bit Support bringt derzeit noch keinen Geschwindigkeitsvorteil, macht den Prozessor aber zukunftsfähig und erlaubt die Nutzung von mehr als 3 GByte RAM. Wenn auch schon ein Gegentrend durch die i7 CPUs zu beobachten ist, gilt vorerst aktuell immer noch: Mhz vor Core-Anzahl (Minimum Dual Core).

Siehe auch unseren Prozessorvergleich und den Artikel "Prozessorleistung und Spiele" für mehr Informationen über die Prozessoren.

Grafik

Die Grafikkarte ist praktisch das Kernstück eines modernen Spielerechners. Hier empfiehlt sich eine Karte der Leistungsklasse 1 oder 2 (siehe Grafikkartenvergleich). Die Leistung der verschieden mobilen Grafikkarten kann man sehr gut in unserer Benchmarkliste mobiler Grafikkarten vergleichen. Grafikkarten der Leistungsklasse 3 sollten jedoch als Minimum angesehen werden, sonst muss man schon drastische Einschränkungen bei Auflösung und Effekten hinnehmen.

Bei schwachen DirectX 10 fähigen Grafikkarten (wie z.B. 9300M / HD 4300 Serie) sollte man beachten, dass hier die Grafikleistung nicht reicht um Spiele mit DX10 Effekten (meist höchste Detailstufe) flüssig darzustellen. Hier ist man gezwungen auf DX9 Effekte zurückzuschalten und profitiert dadurch nicht von der modernen Hardware.

Grafikkartenspeicher sollte reichlich vorhanden sein, wobei GDDR Speicher normalen DDR VRAM vorzuziehen ist (siehe auch unseren Artikel Wieviel Grafikkartenspeicher ist sinnvoll?). Einen Geschwindigkeitsvorteil durch mehr Speicher können die Grafikkarten im Moment nur bei extrem großen Texturen oder sehr hohen Antialiasing-Einstellungen erlangen.

Man sollte außerdem auch auf den Speichertakt achten. Modelle mit weniger Speicher aber höherem Speichertakt können unter Umständen sogar schneller sein. Vorsicht jedoch vor zusätzlichem shared Memory (auch TurboCache oder Hyper Memory). Dabei hat die Grafikkarte nur relativ wenig eigenen Speicher und nimmt bei Bedarf einen Teil des Hauptspeichers dazu. Grafikkarten mit komplett eigenem Speicher sind hier vorzuziehen da deutlich schneller.

High-End Leistung erhält man, wenn man zwei gleiche Grafikkarten per SLI miteinander verbindet. Horrende Preise bei einer mäßigen Leistungssteigerung, aber auch so genannte Mikroruckler in Spielen sind die Folge. Zudem muss so ein System entsprechend gekühlt werden.

Siehe auch unseren Grafikkartenvergleich und unsere Spieleliste zur Einteilung der Grafikkarten anhand aktueller Games.

Speicher

1024 MByte RAM brauchen moderne Spiele und Windows XP mindestens. Wer mit Vista arbeitet sollte möglichst viel Speicher bereitstellen, 2 GByte sind hier das Mindeste. Auch bei Windows 7 sollte man 2 GByte bereitstellen, das Betriebssystem ist aber genügsamer als Vista.

Da Hauptspeicher relativ günstig ist und bei den allermeisten Notebooks relativ einfach selbst ausgetauscht werden kann (meist ist dies im Handbuch sogar erklärt), sollte man hier nicht sparen. Zu beachten ist, dass bei einem 32-Bit Betriebssystem nicht mehr als circa 3 Gbyte Speicher angesprochen werden können. Wer mehr nutzen möchte braucht ein 64-Bit Betriebssystem. Dabei sollte man wiederum beachten, dass die meisten aktuellen Spiele zwar keine Probleme mit 64-Bit Systemen haben, dies bei älteren Spielen aber durchaus der Fall sein kann.

Display

Für den vollen Spielgenuss empfiehlt sich ein großes Display mit einer passablen Auflösung. Man sollte allerdings darauf achten, dass die Grafikkarte für die native Auflösung des Displays geeignet ist, da eine niedrigere Auflösung auf LCD-Displays, je nach Qualität, sehr verwaschen wirken kann. Außerdem benötigt beispielsweise Full-HD-Auflösung in Spielen schon eine sehr potente Grafikkarte, um spielbar zu bleiben.

85 - 100 Dpi (Dots per inch) sollten es aber mindestens sein (entspricht bei 15,4" 1280x800 <dfn>Pixel</dfn>), bei sehr hohen Auflösungen ist darauf zu achten, dass eventuell Texte schwerer lesbar werden und bei Windows XP die Symbole sehr klein werden. Sehen sie auch in unserer DPI Liste, welche Displays wie fein aufgelöst sind.

Widescreen oder Standard ist eine Frage die sich kaum mehr stellt, da Spielenotebooks praktisch ausschließlich mit 16:10 Widescreen Displays und inzwischen verstärkt mit 16:9 Displays hergestellt werden. Alte Spiele unterstützen die Breitbildauflösung eventuell noch nicht. Sie werden dann gestreckt oder zeigen schwarze Balken.

Spiegelnde Displays werden seitens der Hersteller gerne angeboten, da sie oft eine höhere Helligkeit und Kontrast bieten und die Farben knackiger empfunden werden als bei matten Displays. Dafür muss man damit leben, dass sich bei einer hellen Umgebung Spiegelungen im Display ergeben. Diese ermüden die Augen und machen das Bild oft schwerer erkennbar.

Features

Wireless LAN - Drahtloses Netzwerk ist ein sehr praktisches Feature und meistens ohnehin integriert. Gerade auf Spiele - LANs ermöglicht WLAN eine schnelle Verbindung mit dem Netzwerk.

Aufpassen sollte man auch auf ausreichend große Pfeiltasten, vor allem, wenn man häufig Rennspiele oder Jump 'n' Runs spielen will.

Gute Soundausgänge bzw. gute Lautsprecher sind von vielen Spielern gefragt, da sie der Atmosphäre bei Spielen enorm zuträglich sind. Viele Hersteller, wie Asus oder Toshiba kooperieren deshalb mit Lautsprecherherstellern wie Harman/Kardon oder Altec Lansing, um möglichst gute Lautsprecher zu verbauen. Allerdings sind Kopfhörer oder eine eigene Surroundsoundanlage für viele Spieler trotzdem unverzichtbar und selbst den hochwertigsten integrierten Speakern überlegen.

Eine HDMI-Schnittstelle ist sinnvoll, wenn man ein externes Display anschließen möchte und so entweder einen zweiten Monitor, einen Beamer, mehr Arbeitsfläche oder eine höhere Auflösung ermöglichen möchte.

Beispiel-Notebooks

» mySN XMG7/Deviltech Devil 9700: Extrem schnell dank Core i7 und GeForce GTX 280M.
» Toshiba Satellite P300: Solides und preislich etwas moderateres Spielenotebook mit Core 2 Duo und 17 Zoll.
» Samsung R522-Aura: Günstiges Einsteiger-Spielenotebook
» Dell Studio XPS 16: Hochwertiges Multimedianotebook

Besuchen Sie auch unsere eigenen Testberichte sortiert nach Grafikkarte für die weitere Recherche. Tipp: In unserer Bewertungstabelle nach Spieleleistung sortieren, um die top-Spielenotebooks in unseren Tests zu finden. Schnell fündig werden Sie auch in unseren Top 10 der Multimedia Notebooks bzw. den Top 10 der leistungsstarken Desktop Replacement Notebooks. Welche Grafikkarte für welches Game notwending ist beantwortet unsere Liste der Spieleleistung von Notebookgrafikkarten.

Für weitere Fragen besuchen Sie einfach unser Kaufberatungsforum.

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Dünn, leicht und mobil - Subnotebooks

Bei Subnotebooks kommt es vor allem auf Größe, ...
Bei Subnotebooks kommt es vor allem auf Größe, ...
... Höhe, Akkulaufzeit und Gewicht an. Weniger auf Leistung.
... Höhe, Akkulaufzeit und Gewicht an. Weniger auf Leistung.
Die Bildschirme sind meist zwischen 11 und 15,4 Zoll groß.
Die Bildschirme sind meist zwischen 11 und 15,4 Zoll groß.
Was in dieser Klasse außerdem zählt ist Style.
Was in dieser Klasse außerdem zählt ist Style.

In dieser Geräteklasse kommt es hauptsächlich auf die Mobilität an. Hier sollte man auf eine geringe Größe, wenig Gewicht und lange Akkulaufzeit achten. Prozessor und Grafikkarte sind hier meist auf Stromsparen optimiert und weniger auf Leistung.

Prozessor

Hier sollte man auf die stromsparenden Modelle zurückgreifen. Zum Beispiel gibt es von Intel LV (Low Voltage) und ULV (Ultra Low Voltage) Modelle, die langsamer getaktet sind und sehr wenig Strom verbrauchen.

Ein Celeron M ist eher nicht zu empfehlen, er drückt die Akkulaufzeit wegen fehlender Stromsparmechanismen. Desktop-Prozessoren sind sowieso ein Tabu. Intel Core 2 Duo und Core Duo (U..., SU... und L... Modelle), Intel Core Solo (U Modelle), Core 2 Solo und AMD Turion MT bieten sich hier an. Außerdem gibt es noch die Mobile AMD Sempron-Prozessoren, die aber leistungsmäßig nicht viel bieten.

Bei aller Sparsamkeit und Akkulaufzeit sollte man die Leistung der CPU nicht völlig außer Acht lassen: Besonders Subnotebooks, die noch mit Windows Vista ausgeliefert werden, können bei einem zu schwachen Prozessor sehr langsam werden. Windows XP oder Windows 7 sind genügsamer.

Weitere Informationen bezüglich der Prozessoren, ihrer Leistung und der Stromaufnahme finden Sie in unserem Prozessorvergleich.

Grafik

Da es um möglichst lange Akkulaufzeiten geht, sind dedizierte Grafikkarten eher selten. Besonders die im Chipsatz integrierten Lösungen von Intel zeichnen sich durch wenig Stromverbrauch bei akzeptabler Leistung aus. Empfehlen können wir hier die Intel GMA 4500M HD.

Manchmal sind bei ultraflachen Notebooks auch zwei Grafikkarten verbaut (eine eigenständige und eine im Chipsatz). Meist kann per Knopfdruck zwischen den beiden Grafikkarten gewechselt werden, was je nach Bedarf entweder mehr Leistung oder mehr Akkulaufzeit bringt. Ein Beispiel hierfür wäre das Asus UX50V.

Siehe auch unseren Grafikkartenvergleich zur Einteilung der Grafikkarten und anderen stromsparenden integrierten Lösungen.

Speicher

Da der Arbeitsspeicher eine relativ günstige Notebookkomponente darstellt, sollte man auch bei Subnotebooks nicht damit sparen. 1024 MByte sind in jedem Fall zu empfehlen. Betreibt man Windows Vista sollte man in 2048 MByte investieren. Zumal die onboard Grafikkarten einen Teil des Hauptspeichers als Videospeicher abzwacken.

Display

Je kleiner, desto weniger Stromverbrauch
und desto kompakter die Geräte. Eine zu hohe Auflösung kann bei Windows XP zu sehr kleinen Logos und Schriften führen, das wird durch kleine Monitore nochmals verstärkt. In unserer DPI Liste sehen Sie, welche Displays wie fein aufgelöst sind.

Zudem sollte man darauf achten, dass das Display eine LED-Hintergrundbeleuchtung hat. Diese verbraucht nicht nur weniger Strom, sondern sorgt auch für eine gleichmäßigere Ausleuchtung des Displays als die herkömmliche Beleuchtung.

Spiegelnde Displays haben auf Reisen den Nachteil, dass bei heller Umgebung Spiegelungen entstehen, die die Augen anstrengen und schlimmstenfalls nichts mehr vom Display erkennen lassen.

Zudem sollte man auf eine ausreichende Helligkeit des Displays achten: 170 <dfn>cd/m²</dfn> sollten es schon sein, sonst sieht man bei der geringsten Sonneneinstrahlung nichts mehr.

Features
Wireless LAN - Drahtloses Netzwerk ist beinahe unverzichtbar, vor allem weil die Geräte hauptsächlich zum Internet surfen eingesetzt werden. Wer auch unterwegs im Internet sein will, der braucht ein UMTS-Modul. Außerdem ist ein Bluetooth-Modul für das kabellose Verbinden mit Handy, Drucker oder Maus von Vorteil.

Ein zweiter Akku könnte bei wirklich mobiler Nutzung sehr hilfreich sein. Manche Subnotebooks besitzen auch kein integriertes DVD-Laufwerk, so dass man entweder ein externes Gerät benötigt (dieses wird manchmal sogar mitgeliefert) oder Daten per USB-Stick auf den Rechner bringen muss.

Ein HDMI-Anschluss oder zumindest ein VGA-Ausgang ermöglicht es, das Notebook oder Netbook zu Hause an einen größeren Monitor anzuschließen.

Ultraflache Notebooks

Mit dem MacBook Air begann Apple eine neue Geräteklasse, die direkt von den Subnotebooks abstammt: Die ultraflachen Notebooks. Diese positionieren sich zwischen Netbooks und Subnotebooks, sind extrem flach (Dells Adamo XPS nur 9,99mm) und stromsparend, haben jedoch einen größeren Bildschirm als die kleinen Netbooks.

Wie die Netbooks haben auch die ultraflachen Notebooks kein DVD-Laufwerk integriert. Einen wichtigen Unterschied gibt es allerdings: Ultraflache Notebooks sind meist sehr teuer.

Beispiel-Notebooks
» Lenovo Thinkpad X61T: Kleiner, robuster Tablet-PC
» MacBook Air: Ultraflaches und sehr schickes Notebook für sehr viel Geld.
» Dell Inspiron 13Z: Lange Akkulaufzeit und recht hohe Systemleistung.
» Asus UL 30A: Erschwinglich und ausdauernd.

Besuchen Sie auch unsere Top10 Subnotebooks sowie die Sektion externe Tests für weitere Recherchen.

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Netbooks - Rechner im Miniformat

Mit dem Asus EeePC begann die neue Klasse der Netbooks.
Mit dem Asus EeePC begann die neue Klasse der Netbooks.
Alle anderen großen Hersteller zogen schnell nach.
Alle anderen großen Hersteller zogen schnell nach.
Besonders wichtig sind hier Akkulaufzeit, kompakte Abmessungen und geringes Gewicht.
Besonders wichtig sind hier Akkulaufzeit, kompakte Abmessungen und geringes Gewicht.
Am erfolgreichsten ist zur Zeit Acer mit seinen Aspire One Netbooks.
Am erfolgreichsten ist zur Zeit Acer mit seinen Aspire One Netbooks.

Erfolgreicher als Notebooks sind zur Zeit die kleinen Netbooks, die mit sehr abgespeckter Leistung, langen Akkulaufzeiten, kompakten Abmessungen und vor allem dem günstigen Preis ganz neue Benutzergruppen ansprechen. Weil die kleinen Portables mittlerweile zu Lifestyle-Accessoires wurden und zudem relativ günstig zu haben sind, haben sich viele Kunden ein Netbook als Zweitnotebook zugelegt.

Netbooks kosten unter 500 Euro, besitzen in den allermeisten Fällen kein optisches Laufwerk und haben eine relativ geringe Rechenleistung. Begonnen hat diese Klasse praktisch mit den Asus Eee PC (Test des 701 bzw. 900). Hinzugekommen sind Geräte von MSI (Wind - auch von Medion erhältlich), HP (Mini Notebook) und allen anderen großen Herstellern. Marktführer ist derzeit Acer mit seinen Aspire One Netbooks.

Wer viel im Internet surft und sein Gerät gerne immer dabei hat, ist mit einem Netbook gut bedient. Man sollte sich aber bewusst sein, dass ein Netbook nur sehr grundlegende Funktionen bietet und für auch nur mittelmäßig anspruchsvolle Software wie Bildbearbeitung beispielsweise oft zu langsam ist. Viele Geräte sind aus Kosten- und Leistungsgründen auch nicht mit Windows, sondern mit einem anderen Betriebssystem, meist auf Linuxbasis, ausgestattet. Microsoft versucht dies mit der Windows 7 Starter Edition zu ändern.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Netbooks zusammen mit einem Vertrag für mobile Internetnutzung bei einem Mobilfunkanbieter meist für unter 100 Euro oder sogar zum Nulltarif erhältlich sind.

Prozessor

Zwei Plattformen wurden speziell für Netbooks entworfen: Intels Atom-Prozessoren und AMDs Athlon Neo. Sie sind deutlich langsamer als ein gleichgetakteter Core 2 Solo, verbrauchen jedoch auch weniger Strom und kosten deutlich weniger. Aus diesem Grund werden diese beiden CPUs am häufigsten eingesetzt.

Man sollte sich jedoch im Klaren sein, dass die meisten Netbooks keineswegs die Leistung eines Notebooks in kleinerer Form bieten. Durch den oft sehr langsamen Prozessor kann sogar die Wiedergabe von Videos oder Flash-Elementen auf Webseiten zu einem Problem werden.

Grafik

Meistens sind onboard Grafikkarten aus der vorletzten Generation in Netbooks verbaut, beispielsweise der Intel Graphics Media Accelerator 950 oder eine ATi Mobility Radeon X1300.

Da Netbooks dazu eingesetzt werden sollen, Internetseiten, Textseiten und Bilder anzuzeigen und nicht Spiele oder 3D-Grafiken, reichen diese Grafikchips meist aus.

Man hat als Netbook-Käufer ohnehin nicht viel Wahl und oft wird die Grafikkarte gar nicht angegeben. Modelle mit leistungsfähigeren Grafikkarten haben meist bereits einen Ultra-Low-Voltage-Prozessor und verwischen damit die Grenze zwischen Subnotebooks und Netbooks.

Nvidia bietet seit einiger Zeit die für Netbooks entworfene Ion-Plattform an, in der eine leistungsfähigere Grafikkarte, die Geforce 9400M, integriert ist. Damit sollen auch Dirext X10-Effekte und HD-Video möglich sein.

Speicher

Meist sind es 512 MByte, was für die Aufgabengebiete eines Netbooks auch völlig ausreicht. Netbooks mit weniger Speicher sollte man nicht kaufen, da es zu Problemen mit dem Betriebssystem, beispielsweise Windows 7 kommen kann und auch Standardprogramme wie Internetbrowser oder Textverarbeitung ausgebremst werden.

1024 MByte können es gerne sein, zumal auch günstigere Notebooks oft mit viel Speicher ausgestattet werden. Hauptspeicher ist nunmal relativ preiswert.und macht sich gut im Datenblatt. Mehr braucht man dann allerdings nicht mehr, da Prozessor und Grafikkarte den Einsatz von aufwändigen Programmen ohnehin unmöglich machen.

Display

Der Bildschirm von Netbooks ist meist unter 13 Zoll groß. Man sollte darauf achten, dass die Auflösung nicht zu klein ist, da sonst zu wenig Platz auf dem Bildschirm für Webseiten oder Textdokumente bleibt. Eine zu hohe Auflösung wiederum, gepaart mit einem zu kleinen Bildschirm macht Logos und Texte unter Umständen schwer lesbar. 1024 mal 600 Pixel (bei Breitbilddisplays) bzw. 1024 mal 768 Pixel (bei 4:3 Displays) sollte man als Minimum ansehen, damit lässt es sich noch vernünftig arbeiten.

Auch sollte man sich überlegen, ob man wirklich mit einem 8 Zoll-Display arbeiten möchte, oder nicht doch lieber 50 Euro mehr in ein Netbook mit mindestens 10 Zoll Bildschirmdiagonale investiert.

Features

Unentbehrlich ist natürlich WLAN, ein UMTS-Modul bietet sich an, um wirklich überall online zu sein. Per Bluetooth lassen sich Drucker, Maus oder Handy anschließen. Das verringert den Kabelsalat und spart Anschlüsse, die bei Netbooks meist nicht im Übermaß vorhanden sind.

Wer viel zu Hause mit seinem Netbook arbeiten möchte, der sollte über eine externe Tastatur (eventuell mit Bluetooth) nachdenken, da die Netbook-Tastaturen meist recht klein ausfallen. Außerdem wäre ein etwas größerer externer Bildschirm dann zu empfehlen. Achten Sie dabei aber darauf, dass der externe Monitor keine zu hohe Auflösung hat, die schafft die schwache Grafikkarte sonst nicht.

Für den Monitor- oder Beameranschluss benötigt man natürlich einen VGA-Ausgang, besser eine HDMI-Schnittstelle.

Die Akkulaufzeiten von Netbooks sind meist sehr lang, darum bieten sich die Geräte an, um beispielsweise unterwegs einen Film zu schauen. Da die Geräte aber meist kein integriertes DVD-Laufwerk haben, sollte man noch ein externes Laufwerk erwerben.

Alternativ sollte man einen USB-Stick oder eine externe Festplatte kaufen, um Daten auf ein Netbook zu bringen, das kein DVD-Laufwerk besitzt. So kann man beispielsweise eine Windows 7-Installation auch vom USB-Stick aus vornehmen.

Beispiel Netbooks:

» Dell Latitude 2100: Etwas klobiges und schweres Netbook mit Touchscreen.
» Samsung N510: Recht teures Netbook mit ION-Chipsatz.
» Acer Ferrari One: Netbook mit Dual-Core Prozessor und ATI HD3200.
» Fujitsu M2010: Stabiles Gehäuse, aber kurze Akkulaufzeit

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Autor: Redaktion, 18.05.2006 (Update: 23.11.2011)