29 gegen 22 Elektroautos: Stellantis braucht 8 Marken, Hyundai nur 3

Prof. Dr. Stefan Bratzel hat für die aktuelle Ausgabe seines E-Mobility Reports detailliert analysiert, mit welchen Taktiken die Autobauer den deutschen Markt von 2021 bis Mitte 2026 bedienen. Dabei sticht ein massiver Clash zwischen dem Stellantis-Konzern und der Hyundai Motor Group direkt ins Auge. Die eine Seite streut ihr Elektroauto-Angebot extrem in die Breite, während die asiatische Konkurrenz das komplette Volumen stramm auf exakt 3 Namen verdichtet.
Seit 2021 drückte Stellantis beim Aufbau des eigenen BEV-Portfolios spürbar aufs Tempo. Laut den Berechnungen des CAM stehen im 1. Halbjahr 2026 stolze 29 verschiedene E-Auto-Modelle in den deutschen Verkaufsräumen. Der Haken an der Rechnung: Diese gewaltige Elektroauto-Flotte splittet sich auf satte 8 Kernmarken auf. Dazu zählen neben Opel, Peugeot und Fiat unter anderem auch DS, Jeep, Citroen sowie Alfa Romeo. Rechnerisch kommen damit im Schnitt lediglich 3,6 BEV-Modelle auf jede einzelne Marke.

Einen komplett konträren Weg fährt dagegen die Hyundai Motor Group. Die asiatische Konkurrenz schickt mit Hyundai, Kia und Genesis lediglich 3 Marken in das harte Rennen um Marktanteile, erreicht damit aber dennoch ein starkes Aufgebot von rund 22 verschiedenen Elektroautos. Das ergibt unterm Strich stolze 7,3 E-Autos pro Marke. Stellantis bietet auf dem Papier also insgesamt zwar mehr reine Batterie-Modelle an, erkauft sich dieses hohe Volumen am Ende des Tages aber nur durch die extrem breite Streuung über zahlreiche Badges. Neben den Volumenmärkten nimmt die detaillierte Analyse vom Center of Automotive Management auch den deutschen Premium-Sektor präzise unter die Lupe. Genau dort stecken BMW und Mercedes-Benz derzeit laut den Zahlen in einer spürbaren technischen Übergangsphase.
Ein Blick auf die BMW Group zeigt, dass sich laut den CAM-Experten die Schlagzahl der komplett neuen BEV-Modelle im Jahr 2025 merklich verlangsamt hat. Die Münchner fokussieren sich spürbar auf den anstehenden Start der Architektur Neue Klasse, die ab 2026 mit Fahrzeugen wie dem neuen iX3 und dem i3 den zentralen Pfeiler der Elektro-Strategie bilden wird. Konkurrent Mercedes-Benz konzentrierte sich 2024 laut der Analyse zunehmend auf Facelifts und technische Updates der bereits laufenden EQ-Stromer, während zeitgleich die Elektrifizierung im Luxus-Segment forciert wurde. Ab 2025 markiert bei den Stuttgartern dann der elektrische CLA den entscheidenden Startschuss für eine neue BEV-Generation. Letztlich verdeutlicht der Report, dass die künftigen Wettbewerbsvorteile bei E-Autos nicht mehr allein von der reinen Modellanzahl abhängen. Der dauerhafte Erfolg wird stattdessen massiv durch höchste Kosteneffizienz, technologische Skalierbarkeit und die kluge Positionierung der Autos bestimmt.
bokman Typ 2 Ladekabel 22 kW, 3-phasig, 5 Meter EV-Ladekabel für Elektroautos bei Amazon kaufen.










