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Apple iPhone X: Ebay-Preise explodieren, Verfügbarkeit erst 2018?

Das iPhone X wird anfangs schwer verfügbar sein, prophezeien Analysten.
Das iPhone X wird anfangs schwer verfügbar sein, prophezeien Analysten.
Schon im Vorfeld des iPhone-Events Anfang September gab es Berichte über Verzögerungen, die Apple mit der generellen Verfügbarkeit ab November offiziell eingestanden hat. Nun deuten immer mehr Berichte auf weitaus größere Verzögerungen bis in das erste Quartal 2018, zumindest für das Gros der Interessenten. Einige Ebay-Händler versprechen eine garantierte Lieferung Anfang November, verlangen dafür aber mehr als 100 Prozent Aufpreis.

Den 27. Oktober 2017 sollten sich Apple-Fans im Kalender markieren, ab diesem Tag kann das iPhone X, auf das, Umfragen zufolge, sehr viele Apple-Fans warten, endlich vorbestellt werden. Apple hat für die Woche darauf die reguläre Verfügbarkeit versprochen: Ab dem 3. November soll das iPhone X erhältlich sein, hieß es von Tim Cook und seinem Team während der Keynote am 12. September. Analysen und Berichte aus der Lieferkette lassen allerdings vermuten, dass das wohl nur für einige wenige Geräte gilt, die Mehrheit der Interessenten, laut KGI-Analyst Ming-Chi Kuo mehr als 50 Millionen, werden wohl deutlich länger warten müssen.

Generelle Verfügbarkeit erst 2018?

Wie lange konkret, darüber gehen die Meinungen auseinander. Jan Dawson, Analyst bei Jackdaw Research spricht von "irgendwann im ersten Quartal 2018", das könnte also auch Februar oder März bedeuten. Gene Munster, Apple-Investor und Tech-Analyst aus Minneapolis tippt auf den Januar 2018. In jedem Fall dürfte es sehr schwer für Apple werden, die hohe Nachfrage nach dem Jubiläums-Modell, die, erwartbar, die Nachfrage nach iPhone 8 und iPhone 8 Plus kannibalisiert, bis Weihnachten zu befriedigen. Das liegt nach Meinung des Wall Street Journal zum Teil an der Gesichtserkennung Face ID.

Face ID und OLED-Display schuld?

Insbesondere der Dot Projector, der die IR-Punkte zwecks dreidimensionaler Gesichtserkennung auf das Gesicht des Nutzers projiziert, soll in der Produktion bis zuletzt problematisch gewesen sein, schreibt WSJ. Intern auch Romeo genannt, dürfte er im Vergleich zu Juliet, dem IR-Empfänger schwieriger in Massen zu produzieren sein. Ben Wood, Analyst bei CCS Insight in London gab gegenüber USA Today zu Protokoll, dass die Ausbeute des im iPhone X eingesetzten OLED-Panels nach wie vor viel zu  gering ist, mehr als 10 bis 12 Millionen iPhone X-Modelle dürften bis Jahresende nicht zur Verfügung stehen.

Mehr als 100 Prozent Aufpreis bei Ebay

Das wiederum führt zu exorbitanten Preisen auf Ebay. Schon jetzt, Wochen vor der offiziellen Verfügbarkeit, listen einige Händler das iPhone X zu Preisen jenseits der 2.000 US-Dollar-Grenze und versprechen, es weltweit tatsächlich am 3. November zu verschicken. Angesichts dieser düsteren Aussichten kann man jedem, der unbedingt noch dieses Jahr ein iPhone X in den Händen halten will tatsächlich nur raten, gleich am 27. Oktober direkt bei Apple zu bestellen, oder sich besser nicht verrückt machen zu lassen und in Ruhe erste Tests abzuwarten. Spätestens 2018 dürfte dann wohl jeder sein iPhone X erhalten, bis dahin sind vermutlich auch die Kinderkrankheiten beseitigt.

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Autor: Alexander Fagot, 29.09.2017 (Update: 29.09.2017)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.