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Apple iPhone X-Face ID: Vorkehrungen gegen unfreiwilliges Entsperren

Apple will gegen erzwungenes oder unabsichtliches Entsperren mit Face ID vorgesorgt haben.
Apple will gegen erzwungenes oder unabsichtliches Entsperren mit Face ID vorgesorgt haben.
Seit der Apple-Keynote vergangene Woche und der Ankündigung des iPhone X mit seiner Gesichtserkennung Face ID kursieren vor allem zwei Szenarien, in denen Face ID zum unfreiwilligen Entsperren des Smartphones missbraucht werden könnte. Sowohl bei Dieben als auch bei der Polizeikontrolle sollen Schutzmaßnahmen greifen.

Stellen sie sich vor, ein Dieb schnappt ihnen das teuer gekaufte iPhone X aus der Hand, hält es ihnen noch schnell vors verdutzte Gesicht um dann mit dem entsperrten Gerät davon zu laufen. Das ist eines jener Szenarien, die derzeit gern im Zusammenhang mit den Gefahren von Gesichtserkennung im Smartphone genannt werden, seit Apple vergangene Woche mit Face ID im iPhone X an die Öffentlichkeit getreten ist. Auch Grenzbeamte oder die Polizei könnten auf die Idee kommen, dem Besitzer einfach kurz das iPhone vor die Nase zu halten, um es anschließend bequem durchsuchen zu können.

Beides keine gänzlich unrealistischen Szenarien, gegen die Apple allerdings gewappnet sein will, zumindest behauptet das Apple-Software-Chief Craig Federighi, dessen Demogerät bei der Keynote vergangenen Dienstag anfangs nicht wie gewünscht reagierte. Genau dieser Vorfall, dessen Aufklärung Apple mittlerweile nachgeliefert hat, soll beweisen, dass das Entsperren mittels Face ID beispielsweise nicht mehr funktioniert, wenn das Gerät zwei mal hintereinander seinen Besitzer nicht erfolgreich erkannt hat. In diesem Fall verlangt es zwingend nach dem Passwort. Weiters funktioniert Face ID ohnehin nur, wenn man als Besitzer direkt ins Gerät schaut, bestätigte Craig Federighi einmal mehr in einer Email an einen besorgten Interessenten.

Last but not Least habe Apple zwei Schutzmechanismen integriert um Face ID rasch temporär zu deaktivieren. Sowohl das fünfmalige Drücken des Power/Siri-Buttons an der rechten Seite als auch das Drücken beider Knöpfe links und rechts deaktivieren Face ID. Wenn man das Gerät also an einen Grenzbeamten übergibt, könne man Face ID auf diese Weise rasch abschalten. Bei einem Dieb, der das Gerät aus der Hand reißt, hilft das allerdings weniger. Die Email von Craig ist abschließend noch aus einem weiteren Grund interessant, Face ID kann offenbar auch mit einigen (allerdings nicht allen) Sonnenbrillen funktionieren. Das wird wohl künftig zu neuen Face ID-kompatiblen, MfI-zertifizierten Sonnenbrillen im Apple Store führen.

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Autor: Alexander Fagot, 16.09.2017 (Update: 16.09.2017)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.