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Apple iPhone X: Die iPhone-Zukunft am 3. November ab 1.149€ erhältlich

Das X steht für die Zahl 10. Das iPhone der Zukunft bietet ab November jede Menge Neues.
Das X steht für die Zahl 10. Das iPhone der Zukunft bietet ab November jede Menge Neues.
Das randlose iPhone Zehn bietet mit Face ID, Super Retina Display, neuen Home Screen Gesten und leistungsfähiger Neural Engine jede Menge Neues, wird aber erst ab 27. Oktober bestellbar sein und am 3. November ausgeliefert, zu Preisen ab 1.149 Euro.

Fast alles hat die Apple-Gerüchteküche in diesem Jahr korrekt vorhergesagt, vom Ersatz von Touch ID durch die biometrische Gesichtserkennung Face ID angefangen, über das randlose Super Retina Display mit True-Depth Camera-System an der Front bis zum Stahl und Glas-Design mit Wireless Charging. Im Gegensatz zu den ebenfalls neuen iPhone 8 und iPhone 8 Plus-Smartphones, die für die letzten 10 Jahre iPhone stehen, hat Tim Cook heute im Steve Jobs Theater erstmals die Zukunft der iPhones gezeigt, die im nächsten Jahr wohl zum Standard werden dürfte.

X steht für 10

Das iPhone X wird als iPhone 10 und damit "iPhone Zehn" bezeichnet, folglich dürfte im kommenden Jahr eher iPhone 11 als iPhone 9 zu erwarten sein. Aber das ist etwas für die Gerüchteküche des nächsten Jahres. Das Randlos-iPhone besteht aus einem Stahlrahmen mit seitlich abgerundeten Kanten und vollflächigem Glas hinten und vorne. Es ist in den beiden Farbvarianten Space Grau und Silber mit entweder 64 GB oder 256 GB Speicher zu haben, aus dem ersten 512 GB-Phone ist in diesem Jahr noch nichts geworden. Das 7,7 mm dünne Smartphone ist einige Millimeter breiter und höher als das 4,7 Zoll iPhone 8, bietet aber aufgrund der reduzierten Ränder Platz für ein 5,8 Zoll Super Retina-Display mit 2.436 x 1.125 Pixel Auflösung.

Super Retina Display

Im Vergleich zu traditionellen OLED-Panels bewirbt Apple das neue Panel als nicht nur kontraststärker sondern auch als farbechter und erlaubt Dolby Vision- und HDR10-HDR-Support. Zudem kann es sich wie die iPad Pro-Modelle an das Umgebungslicht anpassen: Es ist ein True Tone Display. Das nach IP67-Norm wasser- und staubdichte Gehäuse beherbergt den neuen Apple A11 Bionic-Chip, einen Hexa-Core mit sechs individuell adressierbaren und gleichzeitig arbeitenden Kernen und einer neuronalen Engine, die KI-Berechnungen beschleunigen soll, beispielsweise für die neue biometrische Gesichtserkennung Face ID. Auch Augmented Reality spielt im Apple-Universum mittlerweile ein wichtige Rolle und wird durch den A11-Chip beschleunigt.

Face ID

Da es auf der Frontseite keinen Home Button mehr gibt, ist das Entsperren mit dem Finger nicht mehr möglich. Apple setzt im iPhone X komplett auf Gesichtserkennung, die im Gegensatz zu traditionellen Implementierungen allerdings deutlich sicherer funktionieren soll. Die Wahrscheinlichkeit einer falschen Authentifizierung durch nicht autorisierte Personen soll bei 1:1.000.000 liegen, auch durch Masken und Fotos lässt sie sich laut Apple nicht austricksen. Das funktioniert, weil Apple auf ein ausgeklügeltes 3D-Kamera-System im oberen Ausschnitt des Super Retina Displays setzt, welches Apple True Depth Camera System nennt.


True Depth Camera System

Mit Front-Kamera, Dot-Projector, Flood-Illuminator und Infrarot-Kamera erstellt das iPhone X ein dreidimensionales Muster seines Besitzers und soll diesen fortan auch mit Brille, Mütze oder Bart erkennen. Auch der Alterungsprozess soll sich nicht negativ auf die Erkennungsleistung auswirken, verspricht Apple. Dank neuronaler Netze und im A11-Prozessor beschleunigter KI-Algorithmen kann das iPhone X seinen Benutzer durch einen kurzen Blick erkennen, mit geschlossenen Augen funktioniert es nicht, was Apple auf der Bühne demonstrierte. Das System eignet sich auch für Spielereien wie die animierten Emojis, die als Animojis künftig in iMessage für mehr Bewegung und Gefühle sorgen sollen.

Hochwischen statt Home Button

Apple hat die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und nicht etwa einen virtuellen Home Button implementiert, sondern das Hochwischen von unten als neue Geste für die Rückkehr auf den Home Screen implementiert. Das funktioniert aus allen Apps heraus und wird durch einen simplen Balken am unteren Displayrand symbolisiert. Ein kurzes Innehalten während des Hochwischens öffnet den Task-Switcher um zwischen Apps zu wechseln. Ein Wischen nach rechts oder links vom unteren Displayrand aus wechselt zwischen den zuletzt benutzten Apps. Das Control Center öffnet sich durch Herunterwischen von der rechten oberen Ecke wo das Batteriesymbol zu sehen ist.

Porträtmodus für Selfies

Dank True Depth Camera System, kann Apple die Tiefeninformationen auch für die Verschönerung von Selfies heranziehen, den Portraitmodus gibt es am iPhone X also exklusiv auch für Selbstportraits. Zusätzlich implementiert Apple als Beta auch Porträtlicht (Portrait Lighting), damit können unterschiedliche Lichtsituationen simuliert werden, beispielsweise Stage Light, um sich selbst besser in Szene setzen zu können.

Dual-Cam mit Dual-OIS

Porträtlicht gibt es auch für die Dual-Cam auf der Rückseite, zusätzlich zum weiterhin vorhandenen Porträtmodus für Bokeh-Effekte. Die 12 Megapixel-Dual-Cam bietet nun exklusiv am iPhone X auf beiden Linsen optische Bildstabilisierung, was bisher nur das Galaxy Note 8 von Samsung beherrscht. Die Weitwinkel-Optik bietet eine F/1.8 Blende, die Tele-Optik eine F/2.4-Blende, neben verbesserten Farben verspricht Apple auch neue Features für Videofilmer, insbesondere die neuen Aufnahme-Modi [email protected] und [email protected] dürften auf Wohlwollen bei Kreativen stoßen. 


Wireless Charging

Das gesamte iPhone-Lineup des Jahres 2017, inklusive des neuen iPhone X unterstützt Wireless Charging nach Qi-Standard. Apple hat dazu einen Sneak-Peak auf sein weiterentwickeltes Ladepad namens AirPower gegeben, dass 2018 verfügbar sein soll und mehrere Apple-Geräte, beispielsweise iPhone, Apple Watch und AirPods gleichzeitig laden kann. Bis dahin und natürlich auch in Zukunft, müssen Dritthersteller einspringen. Jedes Qi-zertifiziertes Ladepad am Markt ist kompatibel, was frühere Gerüchte über eine Beschränkung auf Mfi-zertifiziertes Zubehör zum Glück Lügen straft.

Verfügbarkeit und Preise

Das iPhone X unterstützt einige weitere neue Technologien wie beispielsweise Bluetooth 5. Details zu unterstützten LTE-Bändern und nähere Infos sind bereits in den technischen Daten auf der Apple-Homepage zu finden. Dort kann man auch den Preis erfahren. In den USA ist das iPhone X mit 64 GB Speicher um 999 US-Dollar zu haben, hierzulande muss man dafür 1.149 Euro auf den Tisch legen. Die 256 GB-Version kostet in Europa 1.319 Euro. Wer das iPhone X dennoch haben will, hat im September und Oktober noch Zeit zu sparen, erst ab dem 27. Oktober ist das iPhone X bestellbar, ausgeliefert wird dann ab 3. November, auch die Gerüchte über die späte Verfügbarkeit waren also korrekt. 

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Autor: Alexander Fagot, 12.09.2017 (Update: 13.09.2017)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.