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MSI will wachsen: Das reine Gaming-Image reicht dem Hersteller nicht

Das Gaming-Design ist nicht jedermanns Sache. Hier möchte MSI etwas verändern.
Das Gaming-Design ist nicht jedermanns Sache. Hier möchte MSI etwas verändern.
Der taiwanesische Hersteller erklärt sich bereit, mehr in F&E Ressourcen zu investieren, um am lukrativen Markt der mobilen Workstations und Ultrabooks Fuß zu fassen. Die Non-Gaming-Laptop-Modelle Prestige, Modern und Creator sind dabei erst der Anfang.

MSI stellt schon seit über einem Jahrzehnt Gaming-Laptops her, einer unserer ersten getesteten Modelle war das MSI Megabook GX700 Anfang 2008. Der Hersteller ist seither, was Marktanteil und Preisklasse der Gaming-Modelle von 700 Euro bis über 3.000 Euro betrifft, zu einem der größten Unternehmer der Laptop-Gaming-Sparte geworden. 

Der nächste Schritt für MSI besteht nun darin, sich in Märkten über das Gaming hinaus wie mobilen Workstations und Ultrabooks zu versuchen. Laut Produktmanager Cliff Chun wird das Unternehmen dieses Jahr mindestens ein Drittel ihrer Ressourcen in Produkte außerhalb von Gaming-Laptops investieren – für den Hersteller die bisher größte Investition. Das heißt, wir werden in naher Zukunft mehr mobile Workstations, mehr Ultrabooks und noch mehr Monitore mit hoher Farbraumabdeckung sehen, deren Zielgruppe professionelle User sind.

Wie wir bereits wissen, hat MSI in den letzten paar Jahren mobile Workstations, wie das WS63 und WE72 verkauft. Diese Modelle sind Rebrandings des GS63 und des GE72, denen ein neues Image verpasst und die GTX-GPUs durch Quadro ersetzt wurden. MSI verspricht zukünftige Workstations mit neuen Designs zu entwickeln, die mehr auf professionelle User ausgerichtet sein werden. Das letztjährige PS42 Prestige war das erste zur Gänze neu zusammengestellte Workstation-Gehäuse des Herstellers, das keine Abwandlung der Gaming G-Serie war.

Was Ultrabooks angeht, wird MSI bald den Markt-Kampf gegen Dell XPS 15, Asus ZenBook Pro 15, HP Spectre x360 15, Huawei MateBook D und andere weitreichende 15-Zoll Multimedia-Geräte antreten. Letzte Woche präsentierte der Hersteller seinen PS63 Modern in Las Vegas, der ein direkter Konkurrent des so beliebten XPS 15 zu sein scheint. Der Laptop ist mit einer 15 Watt ULV-Intel-CPU und einer GTX 1050 Ti Max-Q GPU ausgestattet – eine ungewöhnliche Kombination, die die Hoffnung auf besseres thermisches Verhalten als beim XPS 15 oder ZenBook Pro 15 aufkommen lässt.

Wir werden MSI genau im Auge behalten, wie sie sich außerhalb des Gamings weiterentwickeln. Hier hat MSI noch einen langen Weg vor sich, bevor seine Produkte dieselbe Beständigkeit und Akzeptanz erreichen, wie die Dell XPS- oder HP Spectre-Serie. MSI wird sich zweifelsohne mit der Zeit verbessern, aber das muss schnell gehen, wenn im überfüllten Ultrabook-Markt mitmischen wollen.

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Autor: Daniel Puschina, 15.01.2019 (Update: 15.01.2019)
Daniel Puschina
Daniel Puschina - Editor
Ich bin die Generation, die in den 90er Jahren auf einem 386er mit der 20MHz Turbotaste die ersten Computer-Erfahrungen gesammelt hat. Es war eine Gratwanderung zwischen der Leistungsgrenze meines Rechners und dem knappen Taschengeld, umso größer war aber dadurch die Motivation, das letzte Stück Leistung hier noch rauszuholen. Das Herauskitzeln eines einzelnen Kilobytes in der config.sys Datei war bei 2MB RAM absolut bestimmend über „Spiel startet“ oder „Spiel startet nicht“. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch damit begonnen, mich hardwareseitig immer eingehender mit Benchmarktests, Leistungsvergleiche und Tuning der Komponenten zu beschäftigen, was mich in den letzten Jahren zum Dauerbesucher der Notebookcheck-Seite machte. Es ist mir somit eine große Freude, hier nun selbst aktiv für diese Seite schreiben und testen zu können.