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Temporäre Huawei-Lizenz ausgelaufen: Droht jetzt das Aus für Android-Updates auf älteren Huawei-Phones wie dem P30 Pro?

Bekommen ältere Huawei Phones wie das P30 Pro New Edition im Bild nach Auslaufen der temporären US-Lizenz nun Probleme?
Bekommen ältere Huawei Phones wie das P30 Pro New Edition im Bild nach Auslaufen der temporären US-Lizenz nun Probleme?
(Update: Lizenz wird nicht erneuert) Als der US-Bann gegen Huawei im Mai 2019 in Kraft trat, sorgte eine temporäre Lizenz dafür, dass bereits verfügbare Huawei- und Honor-Phones, etwa das populäre P30 Pro oder das Mate 20 Pro, weiterhin Updates von Google erhielten. Diese mehrfach verlängerte Lizenz ist jetzt vorerst ausgelaufen und das könnte durchaus Konsequenzen für künftige Android- und EMUI-Updates auf älteren Huawei oder Honor-Phones haben.
Alexander Fagot,
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Kaum einer dachte in den letzten Monaten an die zeitlich befristete Ausnahme vom Technologie-Bann, die von der US-Regierung im Mai 2019 gewährt wurde, um Unternehmen, die Handel mit Huawei betreiben, eine Schonfrist unter Auflagen zu gewähren. Diese temporärer Generallizenz (TGL, Temporary General License) war eigentlich für regionale US-Mobilfunkprovider gedacht, die Huawei-Equipment nutzen, erlaubte aber auch Google, weiterhin Updates und Support für bereits vor dem US-Bann auf den Markt gekommene Huawei- und Honor-Geräte zu liefern.

Die Temporäre US-Lizenz ist ausgelaufen

Wie die Washington Post nun berichtete, ist diese, in 2019 und 2020 mehrfach verlängerte Lizenz nun vorerst ausgelaufen und zwar bereits mit Donnerstag dem 13. August 2020. Ob sie abermals verlängert wird, ist aktuell unklar, noch liegt weder ein Statement des US-Handelsministeriums noch von Huawei oder Google vor. Sollte sie aber nicht mehr erneuert werden, könnten Nutzern älterer Huawei- und Honor Phones, etwa des beliebten P30 Pro (bei Amazon etwa ab 535 Euro zu haben) oder des Mate 20 Pro, durchaus unangenehme Änderungen ins Haus stehen.

Sicherheitsupdates sind wohl gesichert

So schreibt Mishaal Rahman vom XDA-Developers-Forum, dass Sicherheitsupdates, die Teil des Android Open Source Projekts (AOSP) werden, auch Huawei weiterhin zur Verfügung stünden und somit prinzipiell kein Problem wären, Huawei würde aber nicht mehr vorzeitig über die Änderungen informiert, es könnte hier also zu Verzögerungen bei der Auslieferung der Updates kommen. Durchaus problematisch wären allerdings Updates an Android beziehungsweise EMUI, die Google Apps oder die Google Mobile Services (GMS) betreffen, denn da könnte Google wohl ab sofort keinen Support mehr liefern.

Probleme mit SafetyNet und GMS-Updates?

Schlimmer noch, jegliche Änderung seitens Huawei an Google Apps oder den Google Services bedarf einer erneuten Zertifizierung durch Google, selbst wenn das Smartphone oder Tablet bereits vor dem US-Bann als zertifiziertes Gerät galt, was den Status Quo in dieser Hinsicht einfrieren würde. Potentiell noch schlimmer für Anwender wäre ein Verlust der SafetyNet-Attestierung, denn damit wären zumindest Google Pay und Banking-Apps lahmgelegt. Dass Huawei per Update Google-Apps und die Services entfernt scheint unwahrscheinlich, in jedem Fall ist allerdings längerfristig mit Unannehmlichkeiten für ältere Huawei-Phones zu rechnen, sofern die temporärer US-Lizenz nicht noch erneuert wird.

Auswirkungen auf EMUI 11 und Android 11?

Noch gar nicht angesprochen ist auch das Thema Android 11. Ein Update älterer Huawei-Phones auf die vermutlich Ende August in finaler Form vorliegende neue Android-Version dürfte zumindest schwieriger werden, wenn es keine Änderungen an Google-Services und Google Apps mehr geben darf. Man kann also als Nutzer betroffener Handys nur hoffen, dass sich die US-Regierung doch noch einmal zu einer Verlängerung der temporären Lizenz hinreißen lässt. 

Update 17.08.2020: Weitere Verschärfungen

Mittlerweile is klar: Die temporäre Lizenz wird nicht verlängert, stattdessen wird die Luft für Huawei eng, die Sanktionen wurden abermals verschärft, mehr dazu hier.

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Alexander Fagot
Alexander Fagot - Managing Editor News - 7653 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2016
Als Tech-begeisterter Jugendlicher mit Assembling- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bevor ich professionell in die Computerwelt eingestiegen bin und 7 Jahre lang Kunden beim österreichischen IT-Dienstleister Iphos IT Solutions als Windows Client- und Server-Administrator sowie Projektmanager betreut habe. Als viel reisender Freelancer schreibe ich nun schon seit 2016 für Notebookcheck von allen Ecken dieser Welt aus über brandaktuelle mobile Technologien in Smartphones, Laptops und Gadgets aller Art.
Kontakt: @alfawien
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Autor: Alexander Fagot, 15.08.2020 (Update: 17.08.2020)