AMD: Neue Laptop-Plattform "Yokohama"
Übernahme von ATI könnte sich erstmals bezahlt machen - Intels "Centrino" bekommt Konkurrenz
Die Chiphersteller AMD und ATI wollen noch im laufenden Jahr gemeinsam eine Notebook-Plattform präsentieren. Die unter dem Codenamen Yokohama entwickelte Plattform soll eine Kombination von AMDs Turion 64 X2 Prozessoren und Chipsätzen von ATI sein. Damit soll ein Konkurrenzprodukt zu Intels Centrino-Notebooks geschaffen werden.
Dies berichtet das taiwanesische IT-Portal DigiTimes unter Berufung auf Notbook-Hersteller. Neben den AMD- und ATI-Bauteilen sollen auch WLAN-Komponenten von den Unternehmen Broadcom, Atheros Communication und Airgo Networks in die Plattform integriert werden. Hier unterscheide sich der Ansatz von der Centrino-Plattform. Der Centrino-Stempel darf nämlich nur dann den Endprodukten aufgedrückt werden, wenn exakt die vorgegebenen Kombinationen aus Prozessoren, Chipsätzen und WLAN-Modulen von Intel verbaut wurden. Mit der Marke Centrino hat sich das Unternehmen in den letzten Jahren mit Erfolg einen festen Platz am Notebook-Markt erkämpft.
AMD hatte dem bislang wenig entgegensetzten, vor allem weil die mobilen CPUs mehr Strom benötigten und die Taktraten teilweise geringer waren. Nach der ATI-Übernahme ändert AMD offenbar die bisherige Notebook-Strategie und nutzt das Know-how einverleibten Grafik- und Chipsatz-Spezialisten.
AMD hat diesen Bericht weder bestätigt noch dementiert. Ein bisschen Konkurrenz täte dem Markt aber sicher gut. Vor allem Preissenkungen durch einen harten Konkurrenzkampf wären wünschenswert.
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