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Apple, Google, Dell, Microsoft & Tesla wegen "brutaler" Kinderarbeit in Kobalt-Minen verklagt

Apple, Google, Dell, Microsoft & Tesla wegen "brutaler" Kinderarbeit in Kobalt-Minen verklagt
Apple, Google, Dell, Microsoft & Tesla wegen "brutaler" Kinderarbeit in Kobalt-Minen verklagt
Die Lithium-Ionen-Akkus in Smartphones & Co benötigen Kobalt als wichtige Komponente. Dieses wird u.a. in Afrika im Kongo geschürft und zwar offensichtlich unter Menschenleben-verachtenden Zuständen. Kinderarbeit scheint eher die Regel als die Ausnahme zu sein, diese werden durch einstürzende Tunnel noch dazu regelmäßig getötet oder verstümmelt. Eine Organisation reichte nun Klage ein.
Christian Hintze,

Auch das folgenden Problem lässt als verantwortungsvoller Kunde von Smartphones & Co kaum ignorieren: Die Organisation International Rights Advocates (IRAdvocates) hat am Sonntag eine Klageschrift gegen die Tech-Giganten Apple, Alphabet (Google), Dell, Microsoft und Tesla wegen Hilfe und Anstiftung zu extremer Kindesmisshandlung in Kobaltminen im Kongo eingereicht. Als Kläger fungieren insgesamt 14 namentlich nicht aufgeführte Vormunde von Kindern, welche bei der Arbeit in Kobaltminen durch unzureichend gesicherte Tunnel getötet oder verstümmelt wurden.

Die Demokratische Republik Kongo besitzt die größten natürlichen Vorkommen an Kobalt, einem essentiellen Bestandteil von Lithium-Ionen-Akkus. Der anhaltende Tech-Boom hat eine extreme Nachfrage an den raren Materialien hervorgebracht, diese werden unter teils krassen und in den Verkaufsländern oft ignorierten wenn nicht gar tolerierten Bedingungen zu Tage gefördert.

Wer hierzulande ein High-Tech-Gerät wie ein Smartphone kauft, glaubt oftmals nicht unter welch steinzeitalterlichen, gefährlichen und menschenrechtsverletzenden Bedingungen die dafür benötigten Materialien geschürft oder hergestellt werden. Im Kongo werden Kinder für ein Tagesgehalt von einem oder zwei Dollar in die oftmals ungesicherten Minentunnel geschickt, die Ergebnisse ihrer lebensgefährlichen Einsätze werden dann von milliardenschweren Techkonzernen billig aufgekauft. Dazwischen tobt ein Netz aus Ausnutzung und Korruption, welches keine Achtung vor Menschen-, auch nicht Kinderleben kennt.

In der Klage wird den Unternehmen Mithilfe und Anstiftung zu Kinderarbeit vorgeworfen. Sie förderten unter vollem Bewusstsein der Zustände die billige Kobaltschürfung durch Kinder. Die Involvierung weiterer Unternehmen werde derzeit durch ein Forscherteam untersucht, weitere Klagen könnten in der Zukunft folgen.

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Autor: Christian Hintze, 16.12.2019 (Update: 16.12.2019)
Christian Hintze
Aus Interesse an Computer-Spielen habe ich ein Informatikstudium begonnen, bin dann doch Diplom-Psychologe geworden, aber den Spielen und der Hardware treu geblieben. Z.B. beim Auslandsjahr in London als Spieletester bei Sega. In meiner Freizeit finde ich neben PC-Spielen Ausgleich beim Sport (mittlerweile vorwiegend Hallenfußball und meinem Kleinkind hinterher laufen), Gitarre spielen und Bambusräder bauen (na gut, bisher nur ein einziges unter Anleitung).