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Apple HomePod: Smartes Siri-Soundwunder für daheim

Apple's HomePod ist nicht nur eine Amazon Echo-Alternative, sondern will Audio zuhause generell revolutionieren.
Apple's HomePod ist nicht nur eine Amazon Echo-Alternative, sondern will Audio zuhause generell revolutionieren.
Jetzt ist er also da: Der erste smarte Lautsprecher mit Siri-Unterstützung von Apple. Wobei: Zu uns kommt der HomePod erst im nächsten Jahr. Apple's Anspruch ist aber nicht nur, eine Alternative zu Amazon und Google zu haben, Cupertino will gleich das Musikhören im eigenen Heim revolutionieren.

Das berühmte "letzte Ding" aus Steve Jobs Keynotes feierte unter Applaus auch bei der diesjährigen WWDC-Keynote seine Rückkehr. Als letzte Neuigkeit der gestrigen Keynote gab Tim Cook einen Vorgeschmack auf Ende 2017 beziehungsweise bei uns 2018, wenn Apple mit HomePod einen smarten Lautsprecher fürs Heim ausliefern wird. Die Ziele von Apple sind hierbei sehr hoch gesteckt: "Reinvent Home Music" stand in großen Lettern hinter dem Präsentator Phil Schiller, Apple will also wie im Mobilbereich mit iPod und iTunes auch daheim den Musikgenuss revolutionieren. Ob das gelingt, wird die Geschichte zeigen, schauen wir uns an, was Apple hier zusammengebraut hat.

Der HomePod soll vier primäre Aufgaben erfüllen: 

  • Er will Musikwissenschaftler sein und hat dazu Zugriff auf Apple Music und die Musik-Library der Apple-Nutzer im Heim. Ob das auch mit anderen Streaming-Services wie Spotify funktionieren wird, wurde nicht erwähnt. Dank Siri-Unterstützung soll HomePod jede Frage in Bezug auf Musik beantworten können, eine Auswahl möglicher Fragen ist in einem der Bilder unten zu sehen.
  • Soundqualität: Deutlich mehr als Amazon und Google bei ihren smarten Lautsprechern soll HomePod das Haus akustisch zum Beben bringen. Dazu hat Apple einen Subwoofer und sieben Hochtöner integriert. Zusammen mit sechs Mikrophonen und einem Apple A8-Chip soll HomePod nicht nur laut sondern auch gut klingen, in Kombination mit einem zweiten natürlich noch besser.
  • Raumvermessung, Apple nannte es "Spacial Awareness" in der Demo, soll bewirken, dass HomePod, egal wo er steht, immer die beste Audioqualität liefern kann. Er kann nicht nur die tonale Qualität der Musik, sondern auch die Richtung anpassen, dank AirPlay 2 sind auch Multi-Room-Lösungen auf HomePod-Basis möglich. Offenbar nichts für Fans möglichst neutraler High-End-Audiolösungen, denn Apple dürfte die Sound-Wiedergabe je nach Raum und Aufstellung stark modifizieren.
  • Last but not least, kann der HomePod dank erweiterter Siri-Unterstützung natürlich wie Amazon Echo und Google Home auch als intelligenter Assistent Fragen aus dem Alltag beantworten, Termine eintragen oder bei der Wikipedia-Recherche helfen. Selbst bei lauter Musik soll Siri den Benutzer über die Raumdistanz hinweg verstehen können. Als HomeKit-Zentrale übernimmt er zudem die Steuerung aller HomeKit-kompatibler Geräte im Haushalt.

Wem jetzt wie bei Amazon und Google Angst und Bang um die Privatsphäre wird, soll nicht verzagen, denn Apple betonte die lokale Erkennung der magischen Worte "Hey Siri" und eine folgende Verschlüsselung aller Daten und Anonymisierung der User-ID. In den englischsprachigen Ländern USA, UK und Australien wird HomePod ab Dezember um 349 US-Dollar das Stück zu haben sein, der Rest der Welt muss bis nächstes Jahr warten, Apple hat hier pauschal nur das Jahr 2018 genannt. 

Quelle(n)

Apple

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Autor: Alexander Fagot,  6.06.2017 (Update:  6.06.2017)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.