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Apple Patente: Ein wirklich smartes iPad Cover

Dieses Cover ist deutlich smarter als das derzeitige Apple Smart Cover.
Dieses Cover ist deutlich smarter als das derzeitige Apple Smart Cover.
Letzte Woche wurde Apple ein Patentantrag aus 2011 bewilligt. Dieser beschreibt ein iPad Smart Cover mit flexiblem Display, Pen-Input, Keyboard, Solar Panels und innovativen Steuerungsmöglichkeiten.

Als Apple 2011 das Patent für ein smartes iPad Cover mit flexiblem Display, Keyboard, Solar Panels und Pen-Input beim amerikanischen Patentamt einreichte, war vom iPad Pro, seinem Smart Connector und dem Apple Pencil noch weit und breit nichts zu sehen. Vor 5 Jahren war das, was Apple in dem Patent beschreibt reinste Zukunftsmusik. Doch heute müsste man das Patent wohl anders bewerten. Es wurde, laut PatentlyApple nun vom Patentamt bewilligt und könnte angesichts aktueller Entwicklungen für Einiges an Innovationen bei zukünftigen iPad-Covers sorgen.

Innen mit Display, außen mit Solar-Panels?

In dem Patent beschreibt Apple einige Möglichkeiten zukünftiger, wirklich smarter Covers für iPads mit einem Smart Connector und Pen-Input, beides bringen iPad Pro-Modelle seit Ende 2015 ja bereits mit. Eine der Cover-Varianten könnte beispielsweise auf der Innenseite, zweitgeteilt, ein Multi Touch-Display sowie Keyboard integrieren, auf der Außenseite dagegen Solar-Panels oder RF Antennen zur Energiegewinnung integrieren. Sollte Apple es schaffen, auch noch eine dünne Batterie in das Cover zu integrieren, wäre das Cover Energielieferant und Energiespeicher in einem. Apple beschreibt in dem Patent auch eine Variante mit durchgängigem Touch-Display und Pen-Input. In einer Art Zelt-Modus aufgestellt könnte dieses Display auf der Innenseite auch dazu dienen einem Gegenüber Informationen anzuzeigen, nicht unähnlich dem Zelt-Modus wie wir ihn von aktuellen Convertibles kennen. 

Amoled oder E-Paper-Display und Interaktive Steuerung

Interessanterweise beschreibt Apple explizit ein Amoled-Display für sein Smart Cover, es wird gemunkelt, dass Apple 2017 beim iPhone den Wechsel von LCD zu Amoled vollziehen könnte. Da Amoled seit der CES 2016 nach und nach auch bei größeren Displays im High-End-Notebookbereich optional verfügbar sein wird , wäre so ein Display für ein Smart Cover zwar aus derzeitiger Sicht noch sehr teuer aber in Zukunft wohl nicht unmöglich. Es würde Apple ermöglichen, Teile des Displays bei Bedarf energiesparend zur Anzeige von Informationen zu nutzen. Alternativ oder zusätzlich zu einem Solar-Panel könnte die Außenseite des Smart Covers auch eine Art E-Paper-Display integrieren um dort beispielsweise Termine, Einkaufslisten oder ähnlich statische Informationen anzuzeigen.

Aufgestellt im traditionellen Videomodus könnte das flexible Display im Smart Cover auch dazu dienen, interaktive Steuerungsmöglichkeiten hinter dem iPad zur Verfügung zu stellen. Der Benutzer könnte beispielsweise die Steuerungselemente wie Play, Pause, Vor- und Zurückspulen hinter dem aufgestellten iPad ertasten und bedienen ohne On-Screen Bedienelemente einblenden zu müssen. 

Angriff auf das traditionelle Notebook?

Bislang ist nicht bekannt, welche technischen Innovationen aus diesem Patent bei Apple's zukünftigen iPad-Covers tatsächlich zur Anwendung kommen werden. Tatsache ist, dass zumindest der Smart Connector bereits Teil der aktuellen iPad Pro-Serie geworden ist. Zukünftige Smart Cover könnten ihrem Namen jedenfalls deutlich gerechter werden als bisherige Modelle und Notebooks tatsächlich in vielen Fällen überflüssig machen, was Apple ja schon mit der aktuellen iPad Pro-Serie so bewirbt.

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Autor: Alexander Fagot, 15.05.2016 (Update: 15.05.2016)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.