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Huawei Mate 20 Pro: Jetzt alle Details bekannt, Preis aus UK & Polen

Alles zum Mate 20 Pro ist nun bereits vorab bekannt, auch der nochmal deutlich gestiegene Preos.
Alles zum Mate 20 Pro ist nun bereits vorab bekannt, auch der nochmal deutlich gestiegene Preos.
(Update: Weitere Hinweise zu Preisen und Verfügbarkeit) Nach all den Leaks rund um Mate 20 und Mate 20 Pro scheint es als wären alle Geheimnisse gelüftet, doch einige Details waren nach wie vor unklar - bis jetzt. Vor wenigen Stunden wurden sämtliche Informationen vor dem offiziellen Launch am nächsten Dienstag bekannt - die geleakten Preise verheißen allerdings nichts Gutes fürs Porte­mon­naie.

Mate 20 und Mate 20 Pro werden kommenden Dienstag, am 16. Oktober in London der Weltöffentlichkeit präsentiert, aber schon jetzt sind zum Pro-Modell, welches wohl hierzulande primär im Handel vermarktet wird, alle Details bekannt. Kurz zu den Unterschieden zum reguläre Mate 20: Statt einer kleinen dezenten Waterdrop-Notch im Mate 20 gibt es im Pro-Modell eine breite Displayeinkerbung, allerdings mit dem Hintergrund einer hier integrierten 3D-Sensor-Einheit wie bei Face ID am iPhone Xs und XS Max für sicherere und dreidimensionale Gesichtserkennung. Displaytechnologie und Auflösung sind ebenfalls unterschiedlich, nur das Pro-Modell besitzt ein 6,39 Zoll OLED-Display mit hohen 3.120 x 1.440 Pixeln Auflösung und nur hier ist der Fingerabdrucksensor auch direkt unter dem Display integriert. Das reguläre Mate 20 erkennt man so sehr leicht durch den rückwärtig integrierten Standard-Sensor.

Von links nach rechts: Mate 20 (hinten, vorne), Mate 20 Pro und Huawei Watch GT.
Von links nach rechts: Mate 20 (hinten, vorne), Mate 20 Pro und Huawei Watch GT.

Details zur Triple-Cam des Mate 20 Pro

Das Bild oben zeigt sowohl Mate 20 als auch Mate 20 Pro (hier nur von hinten), daneben ist auch die neue Huawei Watch GT zu sehen, die ohne Wear OS von Google auskommen wird. Gingen Beobachter bislang davon aus, dass die quadratische Leica-Triple-Cam auf der Rückseite zwischen beiden Mate-Varianten ident ist, wissen wir seit wenigen Tagen, dass es auch hier Unterschiede im Detail gibt. Das Pro-Modell kombiniert hier den vom P20 Pro bekannten 40 Megapixel-Hauptsensor mit F/1.8 Blende, der dank "Light-Fusion"-Technologie für höhere Lichtleistung vier Pixel zu einem kombinieren kann, vermutlich beim Mate 20 Pro nun auch automatisiert auf Basis von KI-Algorithmen

Neu ist ein 20 Megapixel-Sensor mit 80 mm Brennweite, also Teleoptik und eine 8 Megapixel Weitwinkel-Kamera mit 16 mm Brennweite. Huawei verspricht beim Mate 20 Pro optischen 5-fach-Zoom und will mit dieser Triple-Cam auch Ultra-Makro-Aufnahmen aus einer Distanz von 2,5 Zentimetern vom Objekt ermöglichen. Diese Kombination aus Ultra-Weitwinkel bis Zoom-Optik wird es wohl nur beim Pro-Modell geben, aus früheren Bildern wissen wir, dass das reguläre Mate 20 stattdessen "nur" einen Brennweitenbereich von 17 bis 52 mm abdecken wird.

Die Triple-Cam des Mate 20 Pro liefert 5-fach-Zoom von 16 bis 80 mm und Ultra-Makro-Shots.
Die Triple-Cam des Mate 20 Pro liefert 5-fach-Zoom von 16 bis 80 mm und Ultra-Makro-Shots.

7 nm Kirin 980 sorgt für hohe Performance

Der erste 7 nm-SoC im Android-Ökosystem kommt in diesem Jahr von Huawei, Apples A12 Bionic ist ein paar Tage früher am Start, immerhin kann Huawei aber die restliche Android-Konkurrenz zeitlich deutlich ausstechen, mit dem Qualcomm Snapdragon 8150 bestückte Konkurrenten stehen wohl erst 2019 am Release-Plan. Mit vier Cortex-A55 Kernen mit jeweils 1,8 Ghz Taktfrequenz, zwei Cortex-A76-Kernen mit 1,9 Ghz und zwei weiteren Cortex-A76-Cores mit bis zu 2,6 Ghz will das Mate 20 Pro im Android-Universum erstmal die Performance-Krone an sich reißen. Mit an Bord ist zudem eine Mali G72-GPU sowie zwei Neural-Processing-Units (NPU) für beschleunigte KI-Algorithmen.

Proprietäre Speichererweiterung via Nano-Memory-Cards

Die Basisvariante hierzulande dürfte wohl 6 GB RAM und 128 GB schnellen UFS 2.1 Speicher mitbringen, ob die ausgebauten Versionen mit 8 GB RAM und 256 oder 512 GB Speicher in die EU kommen ist noch nicht bekannt. In diesem Jahr erlaubt das Mate 20 Pro wieder die Erweiterung des Speichers, Huawei setzt allerdings auf seine neuen, proprietären "Nano Memory Cards" im Nano-Sim-Format, die mit bis zu 256 GB Speicher verfügbar sein und wohl mangels Konkurrenz von Drittherstellern teurer sein werden. Zudem bindet Huawei Käufer dieses Speichers an sich, denn ein Industriestandard ist das (noch) nicht. (Update: Mehr Details siehe unten)

Größerer Akku und Reverse-Wireless-Charging

Der Akku des Mate 20 Pro fasst in diesem Jahr 4.200 mAh und damit noch etwas mehr als bisher. Zudem unterstützt Huawei nun Wireless Charging und kann sogar externe Geräte, zumindest die eigenen Huawei Freebuds 2 direkt an der Rückseite des Mate 20 Pro kabellos mit Strom versorgen. Das Glas-Chassis ist nach IP68 wasser- und staubdicht und funkt nun wie die Konkurrenz mit Bluetooth 5.0, hat Dual-Band-WLAN und NFC sowie ein weltweit einsetzbares LTE-Modem an Bord. Laut gelakter Daten wiegt es 189 Gramm und ist 8,6 mm dünn und wird in den Farben Schwarz, Blau, Grün und Twilight erhältlich sein. EMUI 9 auf Android Pie-Basis ist vorinstalliert und bringt unter anderem Gestensteuerung ins Huawei-Universum.

Deutlich teurer als im Vorjahr

All diese neuen Features und Verbesserungen versprechen nichts Gutes für die Geldbörse und tatsächlich deuten bisher geleakte Preise aus dem Ausland auf deutlich gestiegene Preise auch bei Huawei. Nachdem schon Apple und Samsung die 1.000 Euro-Grenze mühelos überschritten haben, steht in diesem Jahr auch Huawei beim Mate 20 Pro zumindest kurz davor. Schon die Großhandelspreise aus der Schweiz ließen Böses erahnen, nun liegen uns zudem Preisangaben aus Polen und Großbritannien vor. In Polen soll das Mate 20 Pro um 4.300 polnische Zloty verkauft werden, das entspräche 997 Euro. Im Vereinten Königreich soll die 6/128 GB-Version des Mate 20 Pro 899 Pfund Sterling kosten, das wären umgerechnet sogar 1.030 Euro.

Mate 20 gleich teurer, Mate 20 X als Premium-Variante?

Alle Hinweise lassen uns also letztlich einen Mindestpreis von 999 Euro für Mitteleuropa erwarten, eventuell sogar mehr. Damit ist Huawei nicht nur bei den Smartphone-Verkäufen weltweit sondern auch in punkto Preisniveau seiner Flaggschiffe eindeutig unter den Top 3 weltweit angelangt, denn mit einem möglichen Mate 20 X oder der Mate 20 Porsche Edition wird es auch noch weitaus teurere Versionen des Mate 20 geben. Analog zu Apples iPhone Xr wird der "Einstieg ins High-End" wohl durch das reguläre Mate 20 abgedeckt, in Polen soll das Mate 20 (Non-Pro) um 3.000 Zloty an den Start gehen, das wären umgerechnet knapp 700 Euro und somit ähnlich viel wie im Vorjahr. 

Update 13.10.2018 zur Preisgestaltung der Mate 20-Serie

In den letzten Stunden hat es weitere Hinweise zur Preisgestaltung der Mate 20-Serie von Huawei gegeben, ganz einig sind sich die jeweiligen Quellen aber noch nicht. Roland Quandt bekräftigt etwa unsere Annahme, dass das Mate 20 Pro 999 Euro kosten wird, erwähnt aber gleichzeitig einen Preis von 1049 Euro für manche europäische Märkte. Die oben erwähnte Nano-SD-Karte soll in der 128 GB-Variante 50 Euro kosten und eMMC 4.5-Geschwindigkeiten bis zu 90 MB/s bieten. Damit wäre sie mindestens ein Drittel teurer als Micro-SD-Karten. Die gewöhnlich recht gut informierte Webseite MySmartPrice meldet für Mate 20 und Mate 20 Pro auf Basis einer "glaubwürdigen Quelle" noch höhere Preise: Das reguläre Mate 20 soll 800 statt 700 Euro kosten, beim Pro-Modell werden sogar 1.080 Euro prognostiziert, möglicherweise ist das allerdings dann eine ausgebaute Version mit mehr Speicher.

Verfügbarkeit

Das Mate 20 Pro soll bereits am Dienstag kommender Woche vorbestellbar sein, laut Roland Quandt wird allerdings erst ab dem 5. November mit der Auslieferung begonnen.

Drei von vermutlich vier Farboptionen für das Mate 20 Pro von Huawei.
Drei von vermutlich vier Farboptionen für das Mate 20 Pro von Huawei.

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Autor: Alexander Fagot, 12.10.2018 (Update: 13.10.2018)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.