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Lenovo hat das ThinkPad X1 Extreme verschlimmbessert

Mit der zweiten Generation des X1 Extreme gibt es neue CPUs, eine neue GPU und mehr Auswahl bei den Displays. Vor allem bei der Prozessorleistung schneidet das neue Modell aber schlechter ab als der Vorgänger. Zudem wirkt sich das 4K-Panel massiv auf die Akkulaufzeit aus.
Andreas Osthoff,

Die zweite Generation des ThinkPad X1 Extreme ist eigentlich nur ein kleines Update, denn am Gehäuse und den Anschlüssen hat Lenovo nichts verändert. Wie erwartet gab es ein Update auf die neue Prozessorgeneration und auch eine stärkere Grafikkarte wurde verbaut. Gleichzeitig sind die Lüfter unter Last etwas leiser geworden. Da sich an der Kühlung an sich jedoch nichts verändert hat, wird die Leistung des Prozessors und der Grafikkarte künstlich etwas gebremst. 

Damit ist der verbaute Intel Core i7-9750H sogar langsamer als im Vorgänger und obwohl die Grafikleistung mit dem Einbau der GTX 1650 gestiegen ist, bleibt die Leistung auch hier hinter den Erwartungen zurück. Hier liegt man nämlich eher auf dem Niveau der langsameren GTX 1650 Max-Q.

Bei den Displays wurde die Auswahl vergrößert. Standardmäßig gibt es ein Full-HD-Panel mit 300 Nits, optional auch das sehr gute 1080p-Panel mit 500 Nits, welches wir bereits im baugleichen Workstation-Ableger ThinkPad P1 testen konnten. In unserem Testgerät war der optionale 4K-IPS-Bildschirm verbaut, der werksseitig allerdings nicht sehr gut kalibriert ist. Hier sollte man entweder unser Profil verwenden (ist im ausführlichen Testbericht verlinkt), oder nach Möglichkeit selbst kalibrieren. Erst dann kann man das volle Potenzial des Panels ausnutzen. Das große Problem dieses Screens ist aber der hohe Stromverbrauch, weshalb die Akkulaufzeiten in der Praxis bei deutlich unter 5 Stunden liegen. Wie schon beim Konkurrenten von Dell (XPS 15) bietet Lenovo als vierte Option auch noch einen 4K-OLED-Bildschirm an, der jedoch genauso viel bzw. sogar mehr Strom verbrauchen dürfte. Wenn man mit dem kleineren sRGB-Farbraum zurechtkommt, empfehlen wir ganz klar das optionale Full-HD-Panel mit einer Helligkeit von 500 Nits, mit dem sich die Ausdauer beinahe verdoppeln lässt.

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Autor: Andreas Osthoff, 16.02.2020 (Update: 13.02.2020)
Andreas Osthoff
Andreas Osthoff - Managing Editor Business Notebooks
Ich bin mit Computern und moderner Unterhaltungselektronik aufgewachsen. Seit meinem ersten Computer, einem Commodore C64, habe ich mich für die Technik interessiert und angefangen, meine eigenen Computer zu bauen. Bei Notebookcheck kümmere ich mich schwerpunktmäßig um die Business-Geräte sowie die mobilen Workstations, doch ich mache auch gerne Abstecher in den mobilen Bereich. Es ist immer wieder eine tolle Erfahrung, neueste Geräte zu testen und miteinander zu vergleichen. Den passenden Ausgleich schafft der Sport, im Sommer vor allem mit dem Rad.