Notebookcheck

MSI Prestige 14: Dicht gepackte Leistung

Bietet trotz kleinen Schwächen eine gute Leistung: Das MSI Prestige 14
Bietet trotz kleinen Schwächen eine gute Leistung: Das MSI Prestige 14
MSI versucht sich im Spagat zwischen viel Mobilität und einer hohen Leistung, mit der vor allem Content Creator auf das Prestige 14 aufmerksam werden sollen. Da bleibt es leider nicht aus, dass auch Kompromisse eingegangen werden müssen.
Mike Wobker, 👁 Sebastian Jentsch, Stefanie Voigt, 🇺🇸

Mit einem schnellen Intel Core i7-10710U und Nvidias GeForce GTX 1650 stehen die Grundlagen für anspruchsvolle Arbeiten schon mal bereit. In Verbindung mit 16 GB RAM und der sehr schnellen 1-TB-SSD von Samsung müssen sich Anwender auch auf Dauer nicht vom System ausbremsen lassen. In unserem Dauerlasttest kann die CPU ihre volle Leistung zwar nicht dauerhaft ausspielen und zeigt mit 30 Prozent einen deutlichen Einbruch, die danach zur Verfügung stehende Performance ist aber immer noch sehr gut.

Der 4K-Bildschirm kommt mit einer True-Tone-Zertifizierung und ist bereits ab Werk sehr gut kalibriert. Unsere Messungen zeigen hier nur äußerst geringe Abweichungen, durch die eine nachträgliche Kalibration überflüssig wird. Das Kontrastverhältnis ist mit 1.247:1 zwar ebenfalls gut, dürfte aber gerne und genau wie der Schwarzwert noch etwas besser ausfallen. Wer die hohe Auflösung dieses Panels nicht braucht, fährt zudem vielleicht mit der FullHD-Variante besser, die außerdem auch eine längere Akkulaufzeit bieten dürfte.

Dank Schnellladetechnologie können Nutzer ihr Prestige 14 laut MSI bereits nach 15 Minuten an der Steckdose wieder für 1,5 Stunden auf Akku verwenden. Das konnten wir nicht exakt nachprüfen, mit nur 2 Stunden bis zum vollständigen Aufladen ist der Akku aber in jedem Fall schnell wieder einsatzbereit.

Was uns im Test allerdings negativ auffiel, war die Anschlussausstattung. Zwei Thunderbolt-3-Ports klingen im ersten Moment sehr gut. Von diesen wird aber einer für das Laden des 14-Zoll-Notebooks benötigt. Durch den Verzicht auf HDMI ist der zweite Anschluss zudem schnell von einem Display-Adapter belegt. Sofern hier nicht noch eine Docking-Station dazwischen geschaltet wird, bleiben am Ende nur noch die zwei USB-2.0-Ports auf der gegenüberliegenden Geräteseite übrig.

Die Tastatur und das Clickpad haben sich hingegen ein großes Lob verdient. Während der Mausersatz durch seine Größe und die glatte Oberfläche eine gute Navigation des Mauszeigers ermöglicht, sind es bei der Tastatur die großen Tasten, die uns überzeugen. MSI knausert hier auch nicht herum und fertigt die Pfeiltasten in Normalgröße an. Dem einen oder anderen Geschmack wird die Doppelbelegung der Bild-Auf-/Bild-Ab-Tasten mit Pos1 und Ende etwas sauer aufstoßen, aber andere Hersteller packen diese mittlerweile einfach als Zweitbelegung auf die F-Tasten.

Bleiben noch die unter Last recht hohen Temperaturen zu erwähnen. An einigen Stellen des Gehäuses messen wir über 50 °C, was sich nicht zuletzt auch im Sommer zusätzlich negativ auf die Leistung auswirken kann. Kaufinteressenten müssen beim MSI Prestige 14 ein paar Kompromisse eingehen, die aber je nach Anwender mehr oder weniger ins Gewicht fallen. Wer sich für einen Kauf entscheidet, dürfte aber keine Enttäuschung erleben.

Quelle(n)

Notebookcheck-Testbericht zum MSI Prestige 14 A10SC-009

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Autor: Mike Wobker, 20.02.2020 (Update: 17.02.2020)
Mike Wobker
Mike Wobker - Editor
Meine ersten IT-Gehversuche habe ich auf einem 386er mit ganzen 4 MB Arbeitsspeicher gemacht. Danach folgten diverse PCs und Notebooks, die ich im Freundes- und Bekanntenkreis betreut und repariert habe. Nach einer Ausbildung zum Fernmeldeanlagentroniker und einigen Jahren Berufserfahrung, folgte der Bachelorabschluss zum Wirtschaftsingenieur. Heute lebe ich meine Faszination für IT, Technik und mobile Geräte über das Schreiben von Testberichten aus. In meiner Freizeit widme ich mich gerne der veganen Küche und verbringe Zeit mit meiner Familie, zu der auch eine ganze Reihe tierischer Mitbewohner zählen.