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Mercedes Megawatt Laden: Concept AMG GT XX erreicht 1.041 kW Peakleistung in Kooperation mit Alpitronic

Mercedes Megawatt Laden: Concept AMG GT XX erreicht 1.041 kW Peakleistung in Kooperation mit Alpitronic (Bildquelle: Mercedes-Benz)
Mercedes Megawatt Laden: Concept AMG GT XX erreicht 1.041 kW Peakleistung in Kooperation mit Alpitronic (Bildquelle: Mercedes-Benz)
Das Technologieprogramm Concept AMG GT XX von Mercedes-AMG hat in Zusammenarbeit mit dem Ladesäulenhersteller Alpitronic neue Maßstäbe beim Schnellladen von Elektrofahrzeugen gesetzt. Bei einem Test an einer Prototyp-Ladestation überschritt der Hochleistungssportwagen die Megawatt-Grenze. Dies treibt die Entwicklung einer ultraschnellen Ladeinfrastruktur für künftige AMG-Serienmodelle voran.

Die Rekordleistung an der Ladesäule demonstriert das Potenzial der gemeinsam entwickelten Ladetechnik. Laut Mercedes-Benz erreichte der Concept AMG GT XX eine Peakladeleistung von 1.041 kW. Diese enorme Energiemenge wurde über ein eigens entwickeltes CCS-Ladekabel übertragen, das Ströme von bis zu 1.176 Ampere (A) leitete. Die Megawatt-Marke, so der Hersteller, sei bereits 0,5 Sekunden nach Beginn des Ladevorgangs erreicht worden, was die Reaktionsfähigkeit des Systems unterstreiche.

Hohe Ladegeschwindigkeit über längeren Zeitraum entscheidend für Alltagstauglichkeit

Ein zentraler Wert für die Alltagstauglichkeit ist die Ladegeschwindigkeit über einen längeren Zeitraum. Mercedes-AMG verzeichnete, dass die 1.000 kW Ladeleistung für rund zweieinhalb Minuten gehalten werden konnte. Im Durchschnitt erreichte das Fahrzeug eine sehr hohe Ladeleistung von über 850 kW. Dabei wurden in nur einer Minute 17,3 Kilowattstunden (kWh) in die Batterie eingespeist, was einer Reichweite von 125 Kilometern (WLTP-Basis) entsprechen soll.

Hochleistungsbatterie als Basis Basis der Ladegeschwindigkeit

Basis dieser überlegenen Ladegeschwindigkeit ist die innovative Hochleistungsbatterie des Technologieträgers. Diese wurde in Affalterbach entwickelt, ist von der Formel 1 inspiriert und nutzt zylindrische NCMA-Zellen. Entscheidend für die hohe Dauerleistung ist die thermische Kontrolle: Über 3.000 Zellen werden von einem nicht-leitenden Öl direkt gekühlt, was eine gleichmäßige Wärmeverteilung und die Kontrolle der Temperatur auch unter extremen Belastungen ermöglicht.

Ladeinfrastruktur in Kooperation mit Alpitronic

Für die Infrastruktur kooperierte Mercedes-Benz mit dem europäischen Ladesäulenmarktführer Alpitronic. Zum Einsatz kam eine Prototypen-Ladestation, die auf dem modularen HYC1000-System von Alpitronic basiert. Dieses System, das bis zu 1.000 kW Ausgangsleistung bereitstellen kann, wurde so adaptiert, dass es den extrem hohen Strom über das CCS-Kabel übertragen konnte. Die Erkenntnisse aus diesem Ladetest sollen laut Mercedes direkt in die Entwicklung der nächsten Generation von High-Performance-Schnellladestationen einfließen, welche der Konzern ab 2026 in seinem eigenen Ladenetzwerk einführen will.

Ladevorgänge künftig fast so schnell wie konventionelles Tanken

Die Bestrebungen zielen darauf ab, Ladevorgänge künftig fast so schnell wie konventionelles Tanken zu gestalten. Der Hersteller rechnet vor, dass der AMG GT XX in rund fünf Minuten Energie für etwa 400 Kilometer Reichweite nachladen könne. Mit den erzielten Werten von 1.041 kW Peakleistung positioniert sich Mercedes-Benz direkt im Wettbewerb mit Ankündigungen wie dem "Megawatt Flash Charging"-System von BYD, das ebenfalls bis zu 1.000 kW Ladeleistung in Aussicht stellt. Der Test dient somit nicht nur als Technologiebeweis für die kommende AMG.EA-Plattform, sondern auch als Demonstration der technologischen Führerschaft in einem stark umkämpften High-Performance-Segment.

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Autor: Ulrich Mathey, 15.10.2025 (Update: 24.10.2025)