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Microsoft: Chrome und Firefox sind schlecht für Notebooks

Microsoft Edge ist beim Videostreaming um 70 Prozent effizienter als Google Chrome.
Microsoft Edge ist beim Videostreaming um 70 Prozent effizienter als Google Chrome.
Microsoft veröffentlichte Testszenarien in denen die Energieeffizienz des eigenen Browsers Edge mit der Konkurrenz verglichen wurde. Edge schnitt deutlich besser ab als Chrome und Firefox.

Microsoft stellt seinen Browser Edge ins Rampenlicht und veröffentlichte zwei Testszenarien in welchem der eigene Browser in Sachen Energieeffizienz die Nase vorn hat. Verglichen wurde Edge mit dem Google Browser Chrome, Mozilla Firefox sowie Opera, der ja kürzlich einen speziellen Energiesparmodus erhielt. Laut Microsoft war dieser beim Labor-Test eingeschaltet, alle anderen Einstellungen in allen Browsern blieben auf Default-Werten. 

Labor-Test

In (von Microsoft) kontrollierter Labor-Umgebung wurden alle vier Browser auf einem Microsoft Surface Book typischen Surf-Aktivitäten unterworfen: Webseiten öffnen und durchscrollen, Videos schauen, neue Tabs für jeden neuen Task öffnen. Untersucht wurden populäre Webseiten wie Facebook, Google, YouTube, Amazon oder Wikipedia. Gemessen wurde der durchschnittliche Energieverbrauch im Vergleich zu einer Baseline von 318 Milliwatt. Wie man am Diagramm unten erkennen kann, schnitt Microsoft Edge um 36 bis 53 Prozent effizienter ab als die Konkurrenz. Was in diesem Ergebnis etwas verwundert, ist die Tatsache, dass Google Chrome hierbei effizienter als Firefox und Opera mit aktiviertem Energiesparmodus abschnitt. 

Video-Streaming

In einem Time-Lapse-Video zeigt Microsoft publikumswirksam die Auswirkungen auf die Batterielaufzeit eines Notebooks. Hierbei wurde das gleiche Video von einem unbenannten Anbieter auf vier gleich konfigurierte Surface Book-Modelle gestreamt. Das Time-Lapse-Video ist unten verlinkt. Man könnte anhand des obigen Tests annehmen, dass Firefox und Opera auch hier am schlechtesten abschneiden, laut Microsoft ist bei diesem Test aber Chrome der eindeutige Verlierer. Das Notebook mit Microsoft Edge hielt um 70 Prozent länger durch als das Chrome-Modell, um 43 Prozent länger als das Modell mit Firefox, und konnte auch das Notebook mit Opera Browser mit um 17 Prozent längerer Laufzeit schlagen.

Telemetriedaten

Auch die Telemetriedaten von Millionen Windows 10-Geräten weltweit wurden ausgewertet. Diese Daten bekräftigen, laut Microsoft, die Tendenz, dass Edge in Real-World-Szenarien energieffizienter arbeitet, wobei im veröffentlichten Diagramm nur Chrome und Firefox berücksichtigt wurden. Hier liegt Microsoft Edge etwas vor Firefox, Chrome schnitt am Schlechtesten ab.

Weitere Verbesserungen ab Ende Juli

Noch effizienter soll Microsoft Edge im Anniversary-Update von Windows 10 werden, welches Microsoft ab Ende Juli gratis an alle Windows 10-Nutzer ausliefern wird. Insbesondere beim User Interface, bei eingebetteten Flash-Inhalten sowie bei Hintergrund-Tabs wurden deutliche Verbesserungen implementiert. Auch der Networking Stack im Betriebssystem wurde einmal mehr überarbeitet und soll zu weiteren Einsparungen beim Energieverbrauch führen. Das Anniversary-Update könnte Edge auch aus anderen Gründen eine höhere Beliebtheit bescheren: Erst damit werden Browser-Extensions unterstützt. 

Der von Microsoft kontrollierte Labor-Versuch zeigt: Edge ist Energie-effizienter als die Konkurrenz.
Der von Microsoft kontrollierte Labor-Versuch zeigt: Edge ist Energie-effizienter als die Konkurrenz.
Auch die Telemetriedaten sehen Microsoft Edge bei der Effizienz vorne.
Auch die Telemetriedaten sehen Microsoft Edge bei der Effizienz vorne.

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Autor: Alexander Fagot, 21.06.2016 (Update: 21.06.2016)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.