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Microsoft Surface: Konsumentenschutz warnt, Microsoft dementiert

Zu viele Ausfälle: Der US-amerikanische Konsumentenschutzverband empfiehlt Surface-Hardware von Microsoft nicht mehr.
Zu viele Ausfälle: Der US-amerikanische Konsumentenschutzverband empfiehlt Surface-Hardware von Microsoft nicht mehr.
(Update) Ein Viertel aller Surface-Geräte verursacht, statistisch gesehen, innerhalb von 2 Jahren Probleme, weswegen die mächtige US-Verbraucherschutzorganisation Consumer Reports sie nicht mehr empfiehlt. Microsoft hält in einem offiziellen Statement dagegen.

Wie mit Apple im vergangenen Jahr zeichnet sich nun auch mit Microsoft ein Kampf der Giganten ab. Das MacBook Pro (2016) wurde im vergangenen Jahr aufgrund von inkonsistenter Akkulaufzeiten von der in den USA mächtigen Konsumentenschutzorganisation Consumer Reports abgestraft, das "Empfohlen"-Siegel wurde den Geräten entzogen. Apple besserte schließlich nach und erreichte so Anfang 2017 die Rücknahme der Kaufwarnung. Ob Microsoft es ebenfalls so leicht gelingt, die Consumer Reports-Kritiker wieder von ihrer Hardware zu überzeugen, bleibt abzuwarten.

25 Prozent errechnete Fehlerrate

Der gestern veröffentlichte Bericht beschreibt als Grund für die entzogene beziehungsweise nicht vergebene Empfehlung, die für das Microsoft Surface Book (128 GB und 512 GB Version) sowie den Microsoft Surface Laptop (128 GB und 256 GB-Version) und für die Surface Pro-Tablets gilt, eine Befragung unter 90.741 Käufern, die zwischen 2014 und 2017 eines der Geräte gekauft hatten. Aus diesen Befragungen errechnete Consumer Reports eine wahrscheinliche Fehleranfälligkeit von 25 Prozent innerhalb von zwei Jahren nach Kauf, ein Wert der signifikant über dem der Konkurrenz liege. Statistisch gesehen muss also jeder vierte Surface-Käufer innerhalb von zwei Jahren mit Problemen rechnen.

Genannte Problembereiche

Im Consumer Reports-Bericht werden beispielsweise unerwartete Shutdowns, ein Einfrieren des Systems oder Startprobleme genannt, aber auch der Touchscreen wurde öfters als Problem erwähnt. Einige der genannten Probleme erinnern durchaus an Fehler, die erst jüngst beim neuen Surface Pro wieder festgestellt wurden. Der prominente Narkolepsie-Bug, der einige Modelle unfreiwillig in den Schlafmodus versetzte, wurde, trotz mittlerweile veröffentlichtem Update, bis dato offenbar immer noch nicht für alle Nutzer zufriedenstellend behoben.

Microsoft dementiert

Microsoft dementierte die Einschätzung des Konsumentenschutzverbandes erwartungsgemäß heftig und zitierte eine internationale Umfrage unter Surface Pro 4-Nutzern in denen dem Gerät zu 98 Prozent positive Bewertungen attestiert werden. Auch die Inhouse-Fehler und Return-Raten seien deutlich unterhalb der 25 Prozent-Rate angesiedelt, die mit Windows 10 überwachten Incidents per Unit (IPU-Werte) seien im Sinken begriffen und liegen jetzt deutlich unter einem Prozent, sagte Panos Panay, Chef der Geräteabteilung bei Microsoft.

Update 12.08.2017

Klarstellung, dass der Narkolepsie-Bug noch nicht endgültig behoben wurde.

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Autor: Alexander Fagot, 11.08.2017 (Update: 12.08.2017)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.