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Politik: deutscher Innenminister will Zugriff auf Whatsapp-Daten

Bundesinnenminister de Maizière hat in einem Interview gefordert, dass Messenger-Dienste wie z.B. Whatsapp unter bestimmten Umständen die Daten der betroffenen Nutzer herausgeben müssen.

In einem Interview mit dem Tagesspiegel hat der deutsche Innenminister Thomas de Maizière erneut gefordert, dass Messenger-Dienste wie z.B. Whatsapp es den staatlichen Ermittlungsbehörden ermöglichen sollen, dass im Verdachtsfall die Chatverläufe von den Behörden ausgelesen werden können. Dies ist bisher nicht möglich, da alle großen Messenger-Dienste über eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verfügen, welche das Mitlesen durch die Ermittlungsbehörden unterbindet. De Maizière argumentiert, dass der Staat auch im digitalen die selben Rechte haben müsse, wie in der analogen Welt. Für SMS-Nachrichten existiert eine solche Regelung bereits. Kritiker argumentieren allerdings, dass sobald es eine Möglichkeit gäbe, Chats von außen mitzulesen und somit die Verschlüsselung zu knacken, diese im allgemeinen unsicher wäre, da eine solche Back-Door auch von anderen Missbraucht werden könnte.

Um dieser Kritik zu begegnen argumentiert de Maizière für eine stärkere Nutzung des Staatstrojaners, wie Sie die Bundesregierung letzte Woche beschlossen hat. Bei diesem kommt die so genannte Quellen-Telekommunikationsüberwachung zum Einsatz. D.h. dass die Nachrichten vom Betroffenen mitgelesen werden, bevor diese überhaupt verschlüsselt und abgesendet werden. Allerdings ist auch diese Methode umstritten. So müsste auch der Staatstrojaner erstmal durch eine Sicherheitslücke in das System gelangen, wodurch diese Systeme auch wieder unsicher wären. Dies erinnert an die Schadsoftware Wannacry, welche sich vor kurzem ausgebreitet hat und nur durch mehr oder weniger Zufall gestoppt werden konnte. Auch hier hat sich die Schadsoftware über eine Lücke in die betroffenen Systeme eingeschlichen, welche zuvor den amerikanischen Sicherheitsdiensten bekannt war.

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Autor: Cornelius Wolff, 13.06.2017 (Update: 13.06.2017)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Nachdem ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf die Seite Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.