Notebookcheck

Test BQ Aquaris V Smartphone

Florian Wimmer, 👁 Daniel Schmidt, Felicitas Krohn, 21.12.2017

Überraschung! Das Mittelklasse-Smartphone Aquaris V von BQ überrascht durch sein exaktes GPS-Modul und flottes WLAN. Aber auch die vergleichsweise geringe Prozessorleistung haben wir so nicht erwartet. Ist das Testgerät also insgesamt eine positive oder eine negative Überraschung?

BQ Aquaris V

Das Aquaris V ist BQs Smartphone in der günstigen Mittelklasse um 200 Euro. Auch in dieser Klasse findet man mittlerweile ordentliche Kameras, gute Akkulaufzeiten und ausreichend Leistung für den alltäglichen Gebrauch. Um aus der Masse der Angebote herauszustechen, bietet das Aquaris V eine Kamera mit großen Pixeln, die mehr Licht einfangen sollen, sowie ein Metallgehäuse, QuickCharge und NFC. Aber reicht das, um sich von anderen Geräten der Preisklasse abzusetzen?

Wir wollen es herausfinden und haben einige Vergleichsgeräte für unseren Test bereitgestellt: Motorola Moto G5s, Nokia 5 und Samsung Galaxy J5 (2017) heißen die Herausforderer, denen sich das Aquaris V stellen muss. Auch wollen wir herausfinden, wo die Unterschiede zum teureren BQ Aquaris X liegen.

BQ Aquaris V (Aquaris Serie)
Hauptspeicher
3072 MB 
Bildschirm
5.2 Zoll 16:9, 1280 x 720 Pixel 282 PPI, kapazitiver Touchscreen, IPS, 2.5D Glas, fettabweisende Beschichtung, spiegelnd: ja
Massenspeicher
32 GB eMMC Flash, 32 GB 
, 29.1 GB verfügbar
Anschlüsse
1 USB 2.0, Audio Anschlüsse: 3.5mm Audiport, Card Reader: microSD bis 256 GB, NFC, Helligkeitssensor, Sensoren: Beschleunigungssensor, Gyroskop, Annäherungssensor, Kompass
Netzwerk
802.11 a/b/g/n/ac (a/b/g/n = Wi-Fi 4/ac = Wi-Fi 5), Bluetooth 4.2, GSM (850/​900/​1800/​1900), UMTS (850/​900/​1900/​2100), LTE (B1/​B2/​B3/​B4/​B7/​B8/​B20/​B28), Dual SIM, LTE, GPS
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 8.4 x 148.1 x 73
Akku
11.8 Wh, 3100 mAh Lithium-Polymer
Betriebssystem
Android 7.1 Nougat
Kamera
Primary Camera: 12 MPix Sony IMX386, ƒ/2.0, 1.25 µm/pixel, 6 Linsen, Phasenvergleichs-AF, [email protected]
Secondary Camera: 8 MPix Samsung S5K4H8, ƒ/2.0, 1.12 µm/pixel, 4 Linsen, [email protected]
Sonstiges
Lautsprecher: Monolautsprecher an der Unterkante, Tastatur: virtuelles Keyboard, Ladegerät, USB-Kabel, SIM-Tool, BQ Plus, 24 Monate Garantie, aptX, USB-OTG, IP52-zertifiziert, SAR-Wert: 0,626W/​kg (Kopf), 1,49W/​kg (Körper), Lüfterlos
Gewicht
165 g, Netzteil: 77 g
Preis
219 Euro
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Gehäuse

Das Gehäuse des BQ Aquaris V besteht aus Metall, die Vorderseite ist mit resitentem Dinorex-Glas überzogen, das an den Seiten über die Displayränder gewölbt ist, diesen Effekt nennen die Hersteller 2,5D-Glas. Schwarz oder Gold mit weißer Front sind die Farboptionen. Unser Testgerät ist die schwarze Variante und hier sieht man auf der Rückseite deutlich die Rückstände von Fingerabdrücken. Das Smartphone liegt dank abgerundeter Ecken ergonomisch gut in der Hand, ist mit 165 Gramm aber nicht sonderlich leicht. Die Verarbeitung ist gut und auch die Stabilität lässt kaum zu wünschen übrig: Lediglich Druck auf die Vorderseite wird als leichte Wellen im Flüssigkristall sichtbar.

Der Akku lässt sich nicht austauschen, SIM-Karten und micro-SD-Karte lassen sich über eine Schublade an der Seite des Gehäuses einlegen und austauschen. Das Gehäuse ist nach IP52 geschützt, kann also Staub und Spritzwasser widerstehen.

BQ Aquaris V
BQ Aquaris V
BQ Aquaris V
BQ Aquaris V
BQ Aquaris V
BQ Aquaris V
BQ Aquaris V

Größenvergleich

150 mm 73.5 mm 9.5 mm 157 g149.7 mm 72.5 mm 8.05 mm 148 g148.1 mm 73 mm 8.4 mm 165 g146.5 mm 72.7 mm 7.9 mm 153 g146.2 mm 71.3 mm 8 mm 158 g

Ausstattung

Unser Testgerät bietet 32 GB Massenspeicher und 3 GB RAM, die für 249 Euro UVP angeboten werden. Die kleinere Variante mit 16 GB Datenspeicher und 2 GB RAM kostet 219 Euro. Als weitere Alternative gibt es noch das Aquaris V Plus mit größerem Bildschirm und bis zu 64 GB Massenspeicher ab 269 Euro.

Das BQ Aquaris V bringt NFC, einen micro-USB-Port mit USB-OTG und eine dedizierte 3,5-mm-Audiobuchse mit. Mit zwei SIM-Karten versteht sich das Smartphone, möchte man allerdings den Speicher per microSD erweitern, muss man einen SIM-Slot dafür opfern. Die SD-Karte lässt sich als interner Speicher formatieren.

Software

BQ setzt auf ein unverfälschtes Android, bei unserem Testgerät war die Version 7.1.2 installiert, die Sicherheitspatches waren zum Testzeitpunkt vom 1. September 2017 und damit nicht mehr taufrisch, ein Update war nicht verfügbar. Ein Update für Android 8 soll es für das Aquaris V laut Hersteller geben.

Der Hersteller installiert lediglich eine kleine App, mit der man den Schutz durch die Zusatzgarantie BQ Plus überprüfen kann, ansonsten sind nur die üblichen Android-Apps enthalten. Das hält das System schlank und alle zusätzlich benötigten Apps lassen sich vom Nutzer einfach aus dem Google Play Store nachinstallieren.

BQ Aquaris V Software
BQ Aquaris V Software
BQ Aquaris V Software

Kommunikation und GPS

Das Aquaris V unterstützt flottes WLAN nach 802.11 ac und ist damit deutlich flotter in drahtlosen Netzwerken unterwegs als beispielsweise das Nokia 5 oder das Motorola Moto G5s. Im praktischen Einsatz werden Seiten nahe am Router mit leichter Verzögerung aufgebaut, die volle Signalstärke ist aber vorhanden. In zehn Metern Entfernung und durch drei Wände haben wir noch halbe Signalstärke. Allzu weit vom Router entfernt sollte man das Smartphone nicht nutzen, sonst wird der Seitenaufbau deutlich verzögert.

LTE Cat. 4 bedeutet maximal 150 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload, die das Aquaris V leistet. Dazu stehen acht LTE-Bänder zur Verfügung. Außerdem können jeweils vier Bänder in GSM und UMTS genutzt werden. Der Empfang in Gebäuden im städtischen Umfeld war im deutschen Vodafone-Netz ordentlich, fiel teils aber auf die halbe Signalstärke ab. LTE war stets verfügbar.

Networking
iperf3 Client (receive) TCP 1 m 4M x10
BQ Aquaris X
Adreno 506, 626, 32 GB eMMC Flash
333 MBit/s ∼100% +16%
BQ Aquaris V
Adreno 505, 435, 32 GB eMMC Flash
287 MBit/s ∼86%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
Mali-T830 MP1, 7870 Octa, 16 GB eMMC Flash
278 MBit/s ∼83% -3%
Nokia 5
Adreno 505, 430, 16 GB eMMC Flash
122 MBit/s ∼37% -57%
Motorola Moto G5s
Adreno 505, 430, 32 GB eMMC Flash
121 MBit/s ∼36% -58%
iperf3 Client (transmit) TCP 1 m 4M x10
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
Mali-T830 MP1, 7870 Octa, 16 GB eMMC Flash
281 MBit/s ∼100% +27%
BQ Aquaris X
Adreno 506, 626, 32 GB eMMC Flash
270 MBit/s ∼96% +22%
BQ Aquaris V
Adreno 505, 435, 32 GB eMMC Flash
222 MBit/s ∼79%
Nokia 5
Adreno 505, 430, 16 GB eMMC Flash
112 MBit/s ∼40% -50%
Motorola Moto G5s
Adreno 505, 430, 32 GB eMMC Flash
111 MBit/s ∼40% -50%
GPS Test im Innenraum
GPS Test im Innenraum
GPS Test im Freien
GPS Test im Freien

Das GPS-Modul kann uns in Innenräumen auch in der Nähe von Fenstern nicht orten. Im Freien dauert es einige Sekunden, danach wird eine eher mäßige Genauigkeit von 9 Metern erreicht.

Wir nehmen das BQ Aquaris V mit auf eine Radtour und packen auch das Garmin Edge 500 ein, ein Profi-Navi für Radfahrer. Aus dem Vergleich der mithilfe von Runtastic aufgezeichneten Daten können wir noch mehr über die Praxistauglichkeit der GPS-Einheit im Aquaris V sagen. Die gemessene Strecke unterscheidet sich lediglich um 20 Meter, das ist schon mal ein sehr guter Start. Das Smartphone zeichnet unseren Weg überraschend genau nach und verfolgt ihn in einer Kurve sogar exakter als das Navi, das sieht man daran, dass der Weg beim Garmin Edge 500 durch ein Haus verläuft, während uns das Aquaris V auf der Straße platziert. Insgesamt eignet sich das Aquaris V also gut für alle, die ihr Smartphone als Navi nutzen wollen.

GPS Garmin Edge 500 – Überblick
GPS Garmin Edge 500 – Überblick
GPS Garmin Edge 500 – gerader Weg
GPS Garmin Edge 500 – gerader Weg
GPS Garmin Edge 500 – Schleife
GPS Garmin Edge 500 – Schleife
GPS BQ Aquaris V – Überblick
GPS BQ Aquaris V – Überblick
GPS BQ Aquaris V – gerader Weg
GPS BQ Aquaris V – gerader Weg
GPS BQ Aquaris V – Schleife
GPS BQ Aquaris V – Schleife

Telefonfunktionen und Sprachqualität

Als Telefon-App kommt die Standardanwendung von Google zum Einsatz. Sie lässt sich gut bedienen und rückt die Kontakte in den Vordergrund, auf die Telefontastatur kann man über einen immer sichtbaren Button zugreifen.

Die Sprachqualität ist auf unserer Seite gut, das Gegenüber wird recht klar übertragen. Der Ohrhörer dröhnt auf maximaler Lautstärke leicht, wer aber zwei Stufen leiser stellt, der bekommt sehr klaren Klang. Das Mikrofon gefällt uns hingegen weniger, es ist zwar recht empfindlich und nimmt auch leise Stimmen gut auf, dafür überträgt es unsere Stimme etwas dumpf und verzerrt bei lauten Stimmen recht schnell. Im Freisprechmodus wird der Gesprächspartner über den Lautsprecher recht klar wiedergegeben, das Mikrofon zeigt ein sehr ähnliches Verhalten wie im Telefonmodus, nimmt also leise Töne gut auf, verzerrt aber laute Töne.

Kameras

Aufnahme Frontkamera
Aufnahme Frontkamera

12 Megapixel bringt die Kamera an der Rückseite an Auflösung mit, das ist kein Rekordwert, dafür soll sie durch große Pixel auch in Schwachlichtsituationen noch gute Fotos machen. Die Kamera wird von einem einfarbigen Blitz unterstützt und arbeitet mit einem Phasenvergleichs-Autofokus. Die Bilder wirken auf den ersten Blick im Hellen ganz gut, bei der Detailfülle können sie aber nicht mit hochwertigen Kameras wie beispielsweise im Galaxy Note 8 mithalten. Bei schwachem Licht wirkt das Bild der Hauptkamera des Aquaris V recht dunkel, außerdem ist ein starkes Bildrauschen sichtbar. Auch hier ist die Bildqualität nicht mit der eines Galaxy Note 8 vergleichbar und auch das OnePlus 5 hellt deutlich besser auf, das Bild des Aquaris V ist aber immerhin nicht allzu unscharf.

Videos lassen sich in 1080p und mit 30 fps aufzeichnen. Bei schwachem Licht rauscht das Bild hier schnell, bei gutem Licht ist die Bildwiedergabe aber gut und auch die Schärfe gefällt. Die Automatiken für Fokus und Belichtung funktionieren flott und recht zuverlässig.

Die Frontkamera löst mit ziemlich üppigen 8 Megapixel auf und besitzt etwas kleinere Pixel als die Linse an der Rückseite. Die Bilder der Frontcam wirken ein wenig dunkel, sind aber detailreich und im Bereich des Fixfokus auch recht scharf.

Bildervergleich

Wählen Sie eine Szene und navigieren Sie im ersten Bild. Ein Klick ändert die Position bei Touchscreens. Ein Klick auf die vergrößerten Bilder öffnet das Original in einem neuen Fenster. Das erste Bild zeigt das skalierte Foto, welches mit dem Testgerät aufgenommen wurde.

Szene 1Szene 2Szene 3
Zum Laden anklicken

Die Hauptkamera muss sich neben dem Praxiseinsatz auch im Labor bewähren, wo wir unter kontrollierten Lichtbedingungen einige Testbilder fotografieren. Beim Testbild überzeugen uns die recht hohe Schärfe und die etwas unscharfe, ansonsten aber saubere Darstellung von Text auf farbigem Hintergrund. Farbflächen wirken auch weniger verpixelt als bei vielen anderen Samrtphonekameras dieser Preisklasse. Zu den Bildrändern hin nimmt die Bildschärfe etwas ab.

Die Farbwiedergabe wirkt relativ naturgetreu und allenfalls etwas zu dunkel.

Referenzkarte abfotografiert
Referenzkarte abfotografiert
Referenzkarte Detail
Referenzkarte Detail
ColorChecker: In der unteren Hälfte eines jeden Feldes befindet sich die Zielfarbe.
ColorChecker: In der unteren Hälfte eines jeden Feldes befindet sich die Zielfarbe.

Zubehör und Garantie

Abgesehen von einem QuickCharge-3.0-Netzteil und einem USB-Kabel gibt es nur noch ein SIM-Tool als beiliegendes Zubehör. Auf der Website von BQ ist das Zubehör erfreulich übersichtlich sortiert und auch überraschend günstig: So bekommt man ein zusätzliches Netzteil mit einem oder sogar zwei USB-Anschlüssen schon für knapp 15 Euro, zwei verschiedene Cases für das Aquaris V kosten entweder circa 17 oder knapp 25 Euro. Außerdem wird eine Displayschutzfolie oder ein Autoladegerät angeboten.

Die Garantie beträgt laut Hersteller 24 Monate.

Eingabegeräte & Bedienung

Als Tastatur kommt Googles GBoard zum Einsatz, andere Tastatur-Apps lassen sich problemlos nachinstallieren. Googles Keyboard erlaubt flottes Tippen und besitzt alle Standard-Features wie Eingabe per Wischen oder Wortvorhersage.

Der Touchscreen ist auch an den Rändern sehr empfindlich, wir hatten keinerlei Probleme bei der Bedienung. Die Menütasten für Android sind als Touchbuttons unterhalb des Bildschirms ausgeführt, es lassen sich aber auf Wunsch auch Softwarebuttons auf dem Bildschirm einblenden. Der Fingerabdrucksensor an der Rückseite entsperrt das Smartphone flott und zuverlässig auch aus dem Standby, lässt sich aber nicht für die Navigation nutzen. Einige weitere Steuerungselemente fügt der Hersteller hinzu, so lässt sich die Kamera durch doppelten Druck auf die Standby-Taste aktivieren und durch Hochnehmen kann man auf Wunsch das Display aktivieren. Sogar ein Inaktivitätsdisplay gibt es, das auf Wunsch bei eingehenden Nachrichten automatisch aktiv wird.

Tastatur hochkant
Tastatur hochkant
Tastatur quer
Tastatur quer

Display

Subpixel-Aufnahme
Subpixel-Aufnahme

Die Display-Auflösung von 1.280 x 720 Pixel ist in dieser Preisklasse noch recht verbreitet. Das Motorola Moto G5s und auch das Aquaris X zeigen aber, dass auch in der günstigen Mittelklasse der Trend immer mehr zu Full HD geht, seit sich Oberklassegeräte an noch höheren Auflösungen versuchen. Wer genau hinsieht, erkennt den Unterschied in der Auflösung: Die Darstellung des Aquaris V wirkt ein wenig unschärfer als auf einem gleich großen Full-HD-Display und bei schrägen Linien sind bei genauem Hinschauen ab und an Pixeltreppen zu bemerken. Alles in allem ist der Bildschirm des Aquaris V aber gut, für sich genommen wirkt die Darstellung klar.

Die Helligkeit des Displays ist mit durchschnittlich 583 cd/m² recht hoch, da kann beispielsweise das Moto G5s nicht mithalten. Im Vergleichsfeld gibt es aber auch das Nokia 5 mit noch hellerem Bildschirm. Die Helligkeitsverteilung ist mit 91 % recht gleichmäßig, sodass auch größere Farbflächen nicht ungleichmäßig ausgeleuchtet wirken.

598
cd/m²
607
cd/m²
574
cd/m²
598
cd/m²
578
cd/m²
558
cd/m²
601
cd/m²
580
cd/m²
551
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 607 cd/m² Durchschnitt: 582.8 cd/m² Minimum: 3.7 cd/m²
Ausleuchtung: 91 %
Helligkeit Akku: 578 cd/m²
Kontrast: 1180:1 (Schwarzwert: 0.49 cd/m²)
ΔE Color 5.4 | 0.6-29.43 Ø6
ΔE Greyscale 4.3 | 0.64-98 Ø6.2
Gamma: 2.13
BQ Aquaris V
IPS, 1280x720, 5.2
Motorola Moto G5s
IPS, 1920x1080, 5.2
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
Super AMOLED, 1280x720, 5.2
Nokia 5
IPS, 1280x720, 5.2
BQ Aquaris X
LTPS IPS , 1920x1080, 5.2
Bildschirm
-3%
10%
-7%
-2%
Helligkeit Bildmitte
578
490
-15%
448
-22%
630
9%
675
17%
Brightness
583
502
-14%
451
-23%
635
9%
702
20%
Brightness Distribution
91
92
1%
91
0%
90
-1%
91
0%
Schwarzwert *
0.49
0.43
12%
0.57
-16%
0.59
-20%
Kontrast
1180
1140
-3%
1105
-6%
1144
-3%
DeltaE Colorchecker *
5.4
5.7
-6%
2.7
50%
5
7%
4.5
17%
Colorchecker DeltaE2000 max. *
9.1
7.8
14%
9.8
-8%
8.7
4%
9.1
-0%
DeltaE Graustufen *
4.3
4.7
-9%
1.6
63%
6.9
-60%
6.4
-49%
Gamma
2.13 103%
2.4 92%
2.06 107%
2.37 93%
2.24 98%
CCT
7400 88%
7526 86%
6557 99%
8736 74%
7478 87%

* ... kleinere Werte sind besser

Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)

Eine günstige Methode um die Helligkeit eines Bildschirms zu steuern, ist die Beleuchtung periodisch ein- und auszuschalten. Dies nennt sich PWM (Pulsweitenmodulation) Diese Umschaltung sollte mit einer hohen Frequenz stattfinden damit das menschliche Auge kein Flimmern wahrnimmt. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, kann dies zu Ermüdungserscheinungen, Augenbrennen, Kopfweh und auch sichtbaren Flackern führen.
Flackern / PWM nicht festgestellt

Im Vergleich: 51 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 9266 (Minimum 43, Maximum 142900) Hz.

Der Schwarzwert ist mit 0,49 cd/m² für sich genommen eher durchschnittlich, im Vergleichsfeld ebenfalls im Mittelfeld, wobei die Geräte hier recht eng beieinander liegen. Am besten schneidet natürlich das Galaxy J5 mit OLED-Display ab, da es einzelne Pixel einfach komplett deaktivieren kann. Das Kontrastverhältnis ist mit 1.180:1 leicht besser als bei den Vergleichsgeräten, das Galaxy J5 wieder ausgenommen.

Einen ganz leichten Blaustich sehen wir bei unseren Tests mit dem Spektralfotometer und der Software CalMAN. Insgesamt weichen die dargestellten Farben nur mäßig vom Referenzfarbraum sRGB ab. Mittels eines aktivierbaren Blaulichtfilters kann man übrigens das Display nachts weniger anstregend für die Augen machen. Erfreulich: PWM zum Absenken der Helligkeit konnten wir nicht feststellen.

CalMAN Farbgenauigkeit
CalMAN Farbgenauigkeit
CalMAN Farbraum
CalMAN Farbraum
CalMAN Graustufen
CalMAN Graustufen
CalMAN Sättigung
CalMAN Sättigung

Reaktionszeiten (Response Times) des Displays

Die Reaktionszeiten (Response Times) beschreiben wie schnell zwischen zwei Farben eines Pixels umgeschaltet werden kann. Langsame Response Times können zu einer verschwommenen Darstellung, Schlieren und Geisterbilder führen. Besonders bei schnellen 3D-Spielen sind kurze Umschaltzeiten wichtig.
       Reaktionszeiten Schwarz zu Weiss
19.2 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 7.6 ms steigend
↘ 11.6 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind gut, für anspruchsvolle Spieler könnten der Bildschirm jedoch zu langsam sein.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.8 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 21 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten besser als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (24.9 ms).
       Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau
40.8 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 23.6 ms steigend
↘ 17.2 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.9 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 50 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten durchschnittlich (39.6 ms).

Im Freien kann man das BQ Aquaris V nutzen, an bewölkten Tagen allerdings besser als in der prallen Sonne. Der ausreichend helle Bildschirm konkurriert mit den starken Spiegelungen auf dem Screen, die es aber bei fast allen aktuellen Smartphones gibt.

Bei der Ansicht von der Seite fällt eine starke Abdunkelung des Screens in einer Ecke auf, ansonsten ist das Bild aber sehr gut erkennbar.

Blickwinkel
Blickwinkel
Außeneinsatz
Außeneinsatz

Leistung

Interessanterweise liegt das BQ Aquaris V mit seinem Qualcomm Snapdragon 435 in vielen Benchmarks leicht hinter den Geräten mit der Vorgängerversion Snapdragon 430 zurück.  Die Leistungsunterschiede zu den etwa gleich teuren Geräten sind nur im Bereich weniger Prozentpunkte, aber es enttäuscht doch ein wenig, dass das modernere SoC in beinahe allen Benchmarks etwas weniger Power bringt. Das BQ Aquaris X spielt leistungstechnisch ohnehin in einer anderen Liga.

Die Bedienung des Menüs erfolgt stets flüssig, auch in Apps entdecken wir kaum Ruckler. Erst bei anspruchsvolleren Tätigkeiten wie Videoschnitt oder Apps mit aufwendigen Landkarten spürt man, dass das BQ Aquaris V ein Gerät der unteren Mittelklasse ist und eben nicht so viel Leistung bietet wie beispielsweise das Aquaris X.

AnTuTu v6 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
44029 Points ∼15%
Motorola Moto G5s
46370 Points ∼16% +5%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
45613 Points ∼16% +4%
Nokia 5
45274 Points ∼15% +3%
BQ Aquaris X
63428 Points ∼22% +44%
PCMark for Android
Work 2.0 performance score (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
3687 Points ∼31%
Motorola Moto G5s
3604 Points ∼30% -2%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
3889 Points ∼33% +5%
Nokia 5
3807 Points ∼32% +3%
BQ Aquaris X
4891 Points ∼41% +33%
Work performance score (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
4694 Points ∼24%
Motorola Moto G5s
4669 Points ∼24% -1%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
5006 Points ∼26% +7%
Nokia 5
5060 Points ∼26% +8%
BQ Aquaris X
5792 Points ∼30% +23%
BaseMark OS II
Web (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
676 Points ∼7%
Motorola Moto G5s
703 Points ∼7% +4%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
737 Points ∼8% +9%
Nokia 5
671 Points ∼7% -1%
BQ Aquaris X
843 Points ∼9% +25%
Graphics (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
779 Points ∼3%
Motorola Moto G5s
723 Points ∼3% -7%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
534 Points ∼2% -31%
Nokia 5
740 Points ∼3% -5%
BQ Aquaris X
1014 Points ∼4% +30%
Memory (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
557 Points ∼7%
Motorola Moto G5s
656 Points ∼9% +18%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
1249 Points ∼17% +124%
Nokia 5
788 Points ∼11% +41%
BQ Aquaris X
1039 Points ∼14% +87%
System (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
1600 Points ∼10%
Motorola Moto G5s
1553 Points ∼9% -3%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
2218 Points ∼13% +39%
Nokia 5
2154 Points ∼13% +35%
BQ Aquaris X
3551 Points ∼22% +122%
Overall (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
828 Points ∼10%
Motorola Moto G5s
848 Points ∼10% +2%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
1022 Points ∼12% +23%
Nokia 5
958 Points ∼11% +16%
BQ Aquaris X
1333 Points ∼16% +61%
Geekbench 4.4
Compute RenderScript Score (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
1785 Points ∼4%
Motorola Moto G5s
1871 Points ∼4% +5%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
2332 Points ∼5% +31%
64 Bit Multi-Core Score (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
2378 Points ∼4%
Motorola Moto G5s
2270 Points ∼4% -5%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
3704 Points ∼6% +56%
Nokia 5
2849 Points ∼5% +20%
BQ Aquaris X
4522 Points ∼8% +90%
64 Bit Single-Core Score (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
637 Points ∼10%
Motorola Moto G5s
630 Points ∼10% -1%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
732 Points ∼12% +15%
Nokia 5
671 Points ∼11% +5%
BQ Aquaris X
929 Points ∼15% +46%
3DMark
2560x1440 Sling Shot Extreme (ES 3.1) Physics (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
1144 Points ∼25%
Motorola Moto G5s
1199 Points ∼27% +5%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
1727 Points ∼38% +51%
Nokia 5
1227 Points ∼27% +7%
BQ Aquaris X
2179 Points ∼48% +90%
2560x1440 Sling Shot Extreme (ES 3.1) Graphics (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
263 Points ∼4%
Motorola Moto G5s
243 Points ∼3% -8%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
185 Points ∼3% -30%
Nokia 5
245 Points ∼3% -7%
BQ Aquaris X
380 Points ∼5% +44%
2560x1440 Sling Shot Extreme (ES 3.1) (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
317 Points ∼5%
Motorola Moto G5s
295 Points ∼5% -7%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
231 Points ∼4% -27%
Nokia 5
298 Points ∼5% -6%
BQ Aquaris X
465 Points ∼7% +47%
2560x1440 Sling Shot OpenGL ES 3.0 Physics (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
1146 Points ∼25%
Motorola Moto G5s
1158 Points ∼26% +1%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
1685 Points ∼37% +47%
Nokia 5
1268 Points ∼28% +11%
BQ Aquaris X
2139 Points ∼47% +87%
2560x1440 Sling Shot OpenGL ES 3.0 Graphics (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
532 Points ∼5%
Motorola Moto G5s
483 Points ∼4% -9%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
277 Points ∼2% -48%
Nokia 5
503 Points ∼4% -5%
BQ Aquaris X
724 Points ∼6% +36%
2560x1440 Sling Shot OpenGL ES 3.0 (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
604 Points ∼7%
Motorola Moto G5s
555 Points ∼7% -8%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
340 Points ∼4% -44%
Nokia 5
581 Points ∼7% -4%
BQ Aquaris X
849 Points ∼10% +41%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Physics (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
9039 Points ∼10%
Motorola Moto G5s
9045 Points ∼10% 0%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
12605 Points ∼15% +39%
Nokia 5
9023 Points ∼10% 0%
BQ Aquaris X
17124 Points ∼20% +89%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Graphics Score (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
10252 Points ∼2%
Motorola Moto G5s
9626 Points ∼2% -6%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
7484 Points ∼1% -27%
Nokia 5
9684 Points ∼2% -6%
BQ Aquaris X
13330 Points ∼3% +30%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Score (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
9955 Points ∼4%
Motorola Moto G5s
9491 Points ∼4% -5%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
8227 Points ∼3% -17%
Nokia 5
9529 Points ∼4% -4%
BQ Aquaris X
14034 Points ∼6% +41%
GFXBench (DX / GLBenchmark) 2.7
1920x1080 T-Rex HD Offscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
17 fps ∼0%
Motorola Moto G5s
16 fps ∼0% -6%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
12 fps ∼0% -29%
Nokia 5
17 fps ∼0% 0%
BQ Aquaris X
23 fps ∼0% +35%
T-Rex HD Onscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
27 fps ∼1%
Motorola Moto G5s
16 fps ∼0% -41%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
20 fps ∼1% -26%
Nokia 5
27 fps ∼1% 0%
BQ Aquaris X
22 fps ∼1% -19%
GFXBench 3.0
off screen Manhattan Offscreen OGL (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
4.9 fps ∼1%
Motorola Moto G5s
7.1 fps ∼1% +45%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
5.1 fps ∼1% +4%
Nokia 5
7.2 fps ∼1% +47%
BQ Aquaris X
9.8 fps ∼2% +100%
on screen Manhattan Onscreen OGL (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
15 fps ∼4%
Motorola Moto G5s
7.4 fps ∼2% -51%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
10 fps ∼3% -33%
Nokia 5
14 fps ∼4% -7%
BQ Aquaris X
9.7 fps ∼3% -35%
GFXBench 3.1
off screen Manhattan ES 3.1 Offscreen (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
2.4 fps ∼0%
Motorola Moto G5s
4.6 fps ∼0% +92%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
3.2 fps ∼0% +33%
Nokia 5
4.6 fps ∼0% +92%
BQ Aquaris X
6.4 fps ∼0% +167%
on screen Manhattan ES 3.1 Onscreen (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
11 fps ∼0%
Motorola Moto G5s
5 fps ∼0% -55%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
7.4 fps ∼0% -33%
Nokia 5
10 fps ∼0% -9%
BQ Aquaris X
6.3 fps ∼0% -43%
GFXBench
off screen Car Chase Offscreen (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
2.7 fps ∼1%
Motorola Moto G5s
2.5 fps ∼1% -7%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
1.9 fps ∼0% -30%
Nokia 5
2.5 fps ∼1% -7%
BQ Aquaris X
3.5 fps ∼1% +30%
on screen Car Chase Onscreen (nach Ergebnis sortieren)
BQ Aquaris V
5.5 fps ∼3%
Motorola Moto G5s
2.7 fps ∼2% -51%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
3.7 fps ∼2% -33%
Nokia 5
5.2 fps ∼3% -5%
BQ Aquaris X
3.5 fps ∼2% -36%

Legende

 
BQ Aquaris V Qualcomm Snapdragon 435, Qualcomm Adreno 505, 32 GB eMMC Flash
 
Motorola Moto G5s Qualcomm Snapdragon 430 (MSM8937), Qualcomm Adreno 505, 32 GB eMMC Flash
 
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos Samsung Exynos 7870 Octa, ARM Mali-T830 MP1, 16 GB eMMC Flash
 
Nokia 5 Qualcomm Snapdragon 430 (MSM8937), Qualcomm Adreno 505, 16 GB eMMC Flash
 
BQ Aquaris X Qualcomm Snapdragon 626, Qualcomm Adreno 506, 32 GB eMMC Flash

Die Browser-Performance lässt ein wenig zu wünschen übrig: Angesichts der ohnehin schon nicht sehr hoch gesteckten Klassennorm reiht sich das Aquaris V recht weit hinten bei den Vergleichsgeräten ein. Googles HTML5-Lernspiel Interland ruckelt ab und an ein wenig, ist aber spielbar.

JetStream 1.1 - Total Score
BQ Aquaris X (Chrome Version 60)
27.096 Points ∼100% +49%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos (Samsung Browser 5.4)
26.37 Points ∼97% +45%
Nokia 5 (Chrome 56.0.2924.87)
21.48 Points ∼79% +18%
Motorola Moto G5s (Chrome 62)
18.661 Points ∼69% +3%
BQ Aquaris V (Chrome 63)
18.2 Points ∼67%
Octane V2 - Total Score
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos (Samsung Browser 5.4)
4968 Points ∼100% +50%
BQ Aquaris X (Chrome Version 60)
4786 Points ∼96% +45%
BQ Aquaris V (Chrome 63)
3305 Points ∼67%
Nokia 5 (Chrome 56.0.2924.87)
3138 Points ∼63% -5%
Motorola Moto G5s (Chrome 62)
3035 Points ∼61% -8%
Mozilla Kraken 1.1 - Total Score
Motorola Moto G5s (Chrome 62)
13057 ms * ∼100% -2%
BQ Aquaris V (Chrome 63)
12750 ms * ∼98%
Nokia 5 (Chrome 56.0.2924.87)
10396 ms * ∼80% +18%
BQ Aquaris X (Chrome Version 60)
8825.1 ms * ∼68% +31%
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos (Samsung Browser 5.4)
6784.4 ms * ∼52% +47%

* ... kleinere Werte sind besser

Die Geschwindigkeit des Speichers im Aquaris V liegt ziemlich genau auf Klassenniveau, das Galaxy J5 fällt hier deutlich zurück. Auch das teurere Aquaris X kann sich hier nicht absetzen. Die Ladezeiten in aufwendigen Apps sind dennoch etwas länger, High-End-Geräte bieten hier deutlich flottere Zugriffszeiten.

Auch die Zugriffe auf unsere Referenz-micro-SD Toshiba Exceria Pro M501 erfolgen bei Aquaris V ähnlich schnell wie bei den meisten Vergleichsgeräten.

BQ Aquaris VMotorola Moto G5sSamsung Galaxy J5 (2017) DuosNokia 5BQ Aquaris X
AndroBench 3-5
58%
-22%
-1%
4%
Sequential Write 256KB SDCard
60.82 (Toshiba Exceria Pro M501)
62.32 (Toshiba Exceria Pro M501)
2%
44.21 (Toshiba Exceria Pro M401)
-27%
62
2%
62.6 (Toshiba Exceria Pro M501)
3%
Sequential Read 256KB SDCard
83.6 (Toshiba Exceria Pro M501)
84.11 (Toshiba Exceria Pro M501)
1%
72.22 (Toshiba Exceria Pro M401)
-14%
83.9
0%
84.25 (Toshiba Exceria Pro M501)
1%
Random Write 4KB
10.9
46.2
324%
9.9
-9%
8.39
-23%
11.85
9%
Random Read 4KB
33.7
40.6
20%
24.07
-29%
40.54
20%
37.47
11%
Sequential Write 256KB
76.7
77.5
1%
51.96
-32%
74.86
-2%
75.34
-2%
Sequential Read 256KB
266.3
259
-3%
204.45
-23%
255.56
-4%
266.37
0%

Spiele

In Sachen Gaming ist das Aquaris V für einfachere Mobile Games wie Angry Birds 2 gut zu gebrauchen, anspruchsvollere 3D-Spiele wie Dead Trigger 2 laufen aber ebenfalls flüssig. Darstellung in vollen 60 fps darf man aber nicht erwarten.

Die Steuerung per Touchscreen und Lagesensor funktioniert absolut zuverlässig.

Angry Birds 2
Angry Birds 2
Dead Trigger 2
Dead Trigger 2

Emissionen

Temperatur

Vor übermäßiger Erwärmung des Gehäuses muss man keine Angst haben: Die absolute Maximaltemperatur, die wir im Test messen beträgt 34,5 °C, das ist nicht mal handwarm. Der Unterschied zum Idle-Betrieb ist mit knapp 4 °C ebenfalls recht gering.

Max. Last
 33.9 °C33.9 °C34.4 °C 
 33.5 °C33.9 °C34.5 °C 
 31.9 °C33 °C33.6 °C 
Maximal: 34.5 °C
Durchschnitt: 33.6 °C
32.1 °C32.6 °C32.6 °C
32.1 °C32.2 °C32.8 °C
31.8 °C31.8 °C32.4 °C
Maximal: 32.8 °C
Durchschnitt: 32.3 °C
Netzteil (max.)  24.8 °C | Raumtemperatur 20 °C | Voltcraft IR-260
(±) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 33.6 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Smartphone v7 auf 33.1 °C.
(+) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 34.5 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 35.5 °C (von 22.4 bis 51.7 °C für die Klasse Smartphone v7).
(+) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 32.8 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 34.1 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 28.2 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 33.1 °C.
Heatmap Front
Heatmap Front
Heatmap Rückseite
Heatmap Rückseite

Lautsprecher

Lautsprechertest Pink Noise
Lautsprechertest Pink Noise

Der Lautsprecher des BQ Aquaris V sitzt an der Unterkante des Telefons und klingt für ein günstiges Mittelklasse-Smartphone gar nicht so schlecht. Klar, echte Bässe darf man nicht erwarten und die Messdaten des Aquaris X zeigen, dass der dortige Lautsprecher einen ausgeglicheneren Klang besitzt, aber die Höhen klingen auch beim Aquaris V nicht unangenehm und der Sound wirkt insgesamt recht warm. Auch auf maximaler Lautstärke verzerrt der Speaker nicht und so kann man wohl das ein oder andere Video mit dem Smartphone schauen oder auch mal ein Musikstück hören.

Bei der Ausgabe auf Bluetooth-Geräten wird aptX unterstüzt, wodurch der Klang verbessert wird. Sowohl bei der drahtlosen Ausgabe als auch über den 3,5-mm-Klinkenanschluss bekommen wir sauberen Ton auf die Lautsprecher.

dB(A) 0102030405060708090Deep BassMiddle BassHigh BassLower RangeMidsHigher MidsLower HighsMid HighsUpper HighsSuper Highs2035.244.22532.942.13137.242.74031.7425039.642.66328.340.68027.336.510026.937.412526.733.31602431.920020.936.525020.943.331519.555.340018.559.850017.56563017.564.480015.767.7100015.867.3125016.667.8160015.864.6200015.466.3250015.56831501669.9400015.87450001679.9630016.380.3800016.377.31000016.275.11250016.473.61600016.464.7SPL28.686.1N1.159.7median 16.4median 66.3Delta2.17.831.638.425.436.325.331.532.925.733.625.431.630.228.426.92723.820.823.42231.421.339.720.845.221.249.819.454.619.55817.760.117.96117.866.317.369.817.470.816.772.317.273.718.274.117.975.417.68017.778.317.876.417.973.218.169.218.263.53085.71.360.3median 17.9median 66.31.313.2hearing rangehide median Pink NoiseBQ Aquaris VBQ Aquaris X
BQ Aquaris V Audio Analyse

(+) | Die Lautsprecher können relativ laut spielen (86.1 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(-) | kaum Bass - 26.7% niedriger als der Median
(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (9.9% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(+) | ausgeglichene Mitten, vom Median nur 1.9% abweichend
(+) | lineare Mitten (4.8% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(±) | zu hohe Hochtöne, vom Median nur 8.6% abweichend
(+) | sehr lineare Hochtöne (5.5% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(±) | hörbarer Bereich ist durchschnittlich linear (21.3% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 23% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 12% vergleichbar, 65% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 13%, durchschnittlich ist 24%, das schlechteste Gerät hat 44%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 50% aller getesteten Geräte waren besser, 9% vergleichbar, 41% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

BQ Aquaris X Audio Analyse

(+) | Die Lautsprecher können relativ laut spielen (85.7 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(-) | kaum Bass - 30.8% niedriger als der Median
(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (10.3% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(±) | verringerte Mitten, vom Median 5.7% abweichend
(+) | lineare Mitten (5.8% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(±) | zu hohe Hochtöne, vom Median nur 9.5% abweichend
(+) | sehr lineare Hochtöne (4.3% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(±) | hörbarer Bereich ist durchschnittlich linear (27.2% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 69% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 9% vergleichbar, 22% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 13%, durchschnittlich ist 24%, das schlechteste Gerät hat 44%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 81% aller getesteten Geräte waren besser, 5% vergleichbar, 14% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Frequenzdiagramm im Vergleich (Checkboxen oben an-/abwählbar!)

Akkulaufzeit

Energieaufnahme

Beim Energieverbrauch zeigt das BQ Aquaris V ein gemischtes Bild: Im Idle-Modus ist der Verbrauch durchgehend recht hoch, während er im Last-Betrieb nur noch mäßig ansteigt. Der maximale Lastverbrauch ist mit 5,13 Watt knapp der zweithöchste im Vergleichsfeld. Erfreulich ist, dass im ausgeschalteten Modus gar keine und im Standby-Modus wenig Energie verbraucht wird. 

An die hervorragend geringen Verbrauchswerte des Samsung Galaxy J5 reicht ohnehin kein Vergleichsgerät heran.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.01 / 0.11 Watt
Idledarkmidlight 0.71 / 1.82 / 1.84 Watt
Last midlight 3.12 / 5.13 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Metrahit Energy
BQ Aquaris V
3100 mAh
Motorola Moto G5s
3000 mAh
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
3000 mAh
Nokia 5
3000 mAh
BQ Aquaris X
3100 mAh
Stromverbrauch
-7%
37%
5%
-18%
Idle min *
0.71
0.67
6%
0.52
27%
0.52
27%
1.12
-58%
Idle avg *
1.82
1.4
23%
1.17
36%
1.78
2%
2.16
-19%
Idle max *
1.84
1.52
17%
1.24
33%
1.96
-7%
2.18
-18%
Last avg *
3.12
4.56
-46%
1.66
47%
3.23
-4%
2.94
6%
Last max *
5.13
7.05
-37%
2.94
43%
4.88
5%
5.1
1%

* ... kleinere Werte sind besser

Akkulaufzeit

Der Akku ist mit 3.100 mAh oder knapp 11,8 Wattstunden ein wenig größer dimensioniert als bei vielen Vergleichsgeräten. Er reicht aus, um dem BQ Aquaris V gute, wenn auch nicht herausragende Laufzeiten zu ermöglichen. 11:27 Stunden kann man ununterbrochen im WLAN surfen, bis die Batterie zur Neige geht. Damit hält man einen Arbeitstag locker durch, bei sparsamer Smartphonenutzung vielleicht sogar zwei. Durch seinen geringen Energieverbrauch holt das Samsung Galaxy J5 50 Minuten mehr WLAN-Laufzeit als das BQ Aquaris V aus einem etwas kleineren Akku.

Durch QuickCharge 3.0 ist das Smartphone schnell wieder geladen: Von 0 auf 100% dauert es etwas über 1:30 Stunden.

Akkulaufzeit
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3
11h 27min
Last (volle Helligkeit)
5h 02min
BQ Aquaris V
3100 mAh
Motorola Moto G5s
3000 mAh
Samsung Galaxy J5 (2017) Duos
3000 mAh
Nokia 5
3000 mAh
BQ Aquaris X
3100 mAh
Akkulaufzeit
-25%
28%
6%
-14%
Idle
1233
1564
1772
WLAN
687
518
-25%
738
7%
713
4%
592
-14%
Last
302
225
-25%
449
49%
323
7%
H.264
645
917
790

Pro

+ stabiles Metallgehäuse
+ im Klassenvergleich gute Kameras
+ recht lange Laufzeiten
+ sauber klingender Lautsprecher
+ kaum Erwärmung
+ QuickCharge und NFC
+ flottes WLAN
+ zuverlässiges GPS

Contra

- Lautsprechergitter mit spürbaren Kanten
- Leistungswerte mäßig
- leichter Blaustich im Display
- Blickwinkel nicht perfekt
- Mikrofon verzerrt laute Stimmen

Fazit

Im Test: BQ Aquaris V, Testgerät zur Verfügung gestellt von BQ Deutschland
Im Test: BQ Aquaris V, Testgerät zur Verfügung gestellt von BQ Deutschland

Das BQ Aquaris V ist tatsächlich eine eher positive Überraschung geworden: Die Kamera liegt bei der Bildqualität etwas über dem Klassendurchschnitt, der Akku hält vergleichsweise lange durch, das WLAN ist flott und das GPS-Modul lokalisiert uns recht exakt.

Als negative Punkte könnte man allenfalls das Allerweltsdesign und das verzerrende Mikrofon anführen. Die Leistung ist hauchdünn unter Klassenniveau, vom Snapdragon 435 hätten wir uns mehr erhofft. In der Praxis wird man den Unterschied zu anderen, preisgleichen Modellen aber nicht merken. Wer viel im Internet surft, der könnte allerdings bei einem anderen Smartphone besser aufgehoben sein, denn hier bietet das Aquaris V einen eher langsamen Seitenaufbau im Browser.

Das BQ Aquaris V kann mit purem Android, ordentlichen Laufzeiten und, im Rahmen der Möglichkeiten, auch guten Kameras überzeugen.

Das Gerät erwärmt sich kaum, der Lautsprecher ist solide, der Bildschirm ausreichend hell und kontrastreich und der Energieverbrauch ordentlich. So setzt das Aquaris V vielleicht keine neuen Standards in der günstigen Mittelklasse, ist aber ein sehr solides und zuverlässiges Gerät und nicht nur für Freunde von purem Android eine Empfehlung.

BQ Aquaris V - 19.12.2017 v6(old)
Florian Wimmer

Gehäuse
82%
Tastatur
65 / 75 → 87%
Pointing Device
94%
Konnektivität
44 / 60 → 74%
Gewicht
91%
Akkulaufzeit
94%
Display
85%
Leistung Spiele
18 / 63 → 29%
Leistung Anwendungen
39 / 70 → 56%
Temperatur
93%
Lautstärke
100%
Audio
63 / 91 → 69%
Kamera
66%
Durchschnitt
72%
83%
Smartphone - gewichteter Durchschnitt
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Autor: Florian Wimmer, 21.12.2017 (Update: 15.05.2018)
Florian Schmitt
Florian Schmitt - Managing Editor Mobile
Als ich 12 war, kam der erste Computer ins Haus und sofort fing ich an rumzubasteln, zu zerlegen, mir neue Teile zu besorgen und auszutauschen – schließlich musste immer genug Leistung für die aktuellen Games vorhanden sein. Als ich 2009 zu Notebookcheck kam, testete ich mit Leidenschaft Gaming-Notebook, seit 2012 gilt meine Aufmerksamkeit vor allem Smartphones, Tablets und Zukunftstechnologien.