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Kameramonster Huawei P11: Triple-40 MP-Leica-Cam mit 5x Hybrid-Zoom?

Ein Werbeplakat zum Huawei P10. Sujets zum P11 lassen auf tolle Fortschritte im Kamerabereich schließen.
Ein Werbeplakat zum Huawei P10. Sujets zum P11 lassen auf tolle Fortschritte im Kamerabereich schließen.
Das wäre schon eine Sensation: Vom Leaker Evan Blass gefundene und veröffentlichte Werbesujets suggerieren immense Verbesserungen bei den Kameras des Huawei P11. Nicht nur eine 24 Megapixel Selfiecam, auch eine rückseitige 3-fach-Kamera mit 40 Megapixel, Pro-Night-Mode und 5-fachem Hybrid-Zoom soll das Kamerawunder 2018 bieten. Ist das überhaupt realistisch?

Es klingt fast zu unrealistisch: Neu aufgetauchte Werbesujets der von Huawei bereits für das P10 und P10 Plus eingesetzten PCE-Serie (siehe Bilder unten) versprechen nicht nur das erste 3-fach-Kamera-Modul auf einem Smartphone sondern auch 40 Megapixel Auflösung, einen 5-fach Hybrid-Zoom, eine Pro-Selfie-Kamera mit 24 Megapixel Auflösung, einen Pro-Night-Modus dank neuem Sensor und neuer Optik und einen KI-unterstützten Kamera-Assistenten. Das alles zusammen mit Leica entwickelt und möglicherweise schon kommendes Jahr im Nachfolger der Huawei P10-Serie.

Die Light L16 kann es schon jetzt

Nicht glaubwürdig? Das war auch unsere erste Reaktion. Aber betrachten wir die Informationen im Detail: Dual-Cams am Smartphone sind bereits Standard. Sie haben in vielen Fällen Verbesserungen beim Kontrast und der Lichtempfindlichkeit (beispielsweise bei Huawei) oder beim Heranzoomen von Objekten (beispielsweise bei Apple und Samsung) gebracht, ganz abgesehen vom Porträt-Modus mit seinen künstlichen Bokeh-Effekten. Der Schritt, eine dritte Linse mit möglicherweise einer dritten Brennweite und damit 3-fach optischem Zoom zu integrieren, wäre daher logisch und genau das, was der Hersteller Light mit seiner experimentellen L16-Profi-Kamera getan hat.

Auch Oppo arbeitet an mehr Zoom

Hier sorgen sogar insgesamt 16 Linsen für deutlich mehr Lichtempfindlichkeit und optischen Zoom, in Kombination mit den Algorithmen, die beim Mate 10 für besseren Hybrid-Zoom sorgen, wäre also auch ein 5-fach Zoom in Reichweite, ganz abgesehen von Oppos Bestreben, einen 5-fach-Zoom rein optisch zu implementieren. Auch die KI-Unterstützung gibt es dank Kirin 970-SoC mit seiner KI-Beschleunigung bereits in Ansätzen beim Mate 10 Pro, wer weiß, was Huawei und Leica bis zur Veröffentlichung der P11-Serie im kommenden Jahr hier noch an Verbesserungen erreichen. Die Werbesujets, die Evan Blass im Portfolio einer für Huawei arbeitenden Agentur aufgetrieben hat, wurden mittlerweile übrigens wieder entfernt.

Unter 1.000 Euro machbar?

Ob das jetzt ein Zeichen für die Authentizität der Angaben ist? Natürlich ist es durchaus möglich, dass ein kreativer Kopf hier einfach sein Wunsch-Smartphone in Form eines Werbesujets skizziert hat und es sich überhaupt nicht um realistische Angaben zum kommenden P11 handelt. Das können wir in den nächsten Wochen wohl nicht aufklären. Ganz unrealistisch sind die Angaben dennoch nicht. Die Frage ist eher, ob so eine Kamerakonstruktion im kommenden Jahr in Smartphones unter 1.000 Euro gewinnbringend machbar ist. Die Light L16 kostet deutlich mehr.

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Autor: Alexander Fagot,  6.12.2017 (Update:  6.12.2017)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.