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Kaspersky: Israelische Spione bestätigen den Mißbrauch durch russische Hacker

Kaspersky: Israelische Spione bestätigen den Mißbrauch durch russische Hacker
Kaspersky: Israelische Spione bestätigen den Mißbrauch durch russische Hacker
Die US-Regierung hat mittlerweile die Verwendung von Kaspersky Software in den Ministerien untersagt. Über die verworrenen Ursachen berichtet nun die New York Times.
Christian Hintze,
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Ein neuer Bericht der New York Times beleuchtet die Ursachen des Banns von Kaspersky Software aus den US-Ministerien. Angeblich wollen vor zwei Jahren israelische Spione Hacker der russischen Regierung bespitzelt und herausgefunden haben, dass die Hacker Computer auf der ganzen Welt, auf der Suche nach Codenamen amerikanischer Geheimprogramme, durchforstet haben.

Diese globale Suche soll angeblich durch eine gehackte Kaspersky Antivirus Software ermöglicht worden sein, welche zu einer Art globalen Google-Suche umprogrammiert wurde. Die Software wurde seinerzeit von über 400 Millionen Menschen eingesetzt, u.a. eben auch in amerikanischen Regierungsbehörden.

Die israelischen Beamten hätten sich selber in das Kaspersky Netzwerk gehackt und dann das vermeintliche russische Eindringen entdeckt und der US-Regierung berichtet. Die Hacker hätten über die Kaspersky Software klassifizierte Dokumente von mindestens einem Heimrechner eines NSA-Mitarbeiters erbeutet, das ganze Ausmaß des Datenklaus ist unbekannt oder nicht öffentlich gemacht worden.

Die Kaspersky Software benötigt als Antivirus-Engine Zugang zu allen Daten und scannt natürlicherweise sämtliche Daten auf Malware. Diese Funktion sei von den Angreifern ausgenutzt und für die Hackerinteressen umprogrammiert worden. Weder die NSA, das Weiße Haus, die israelische Botschaft noch die russische Regierung wollten zu den neuesten Berichten Stellung nehmen oder diese kommentieren.

Nur Kaspersky Lab nahm zu den Vorwürfen Stellung. Sie kämpfen seit einigen Monaten verzweifelt um ihre Reputation auf dem Markt. Wiederholt wies das Unternehmen den Verdacht zurück von den Hackerangriffen gewusst zu haben. Bereits vor einiger Zeit stellte der Konzern seinen Programmcode für die Öffentlichkeit bereit, als Zeichen des guten Willens. Man würde nicht wissentlich mit der russischen oder jedweder anderen Regierung zusammenarbeiten.

Der Fall zeigt auch, dass gerade Antivirus-Software, welche unsere PCs gerade vor Malware und Angriffen schützen sollen, auf Grund ihrer Search Engines besonders interessant für Hackerangriffe sind.

Quelle(n)

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Christian Hintze
Christian Hintze - Managing Editor - 1607 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2016
Ein C64 markierte meinen Einstieg in die Welt der PCs. Mein Schülerpraktikum verbrachte ich in der Reparaturabteilung eines Computerladens, zum Abschluss durfte ich mir aus “Werkstattresten” einen 486er PC selbst zusammenbauen. Folglich begann ich später ein Informatikstudium an der Humboldt-Uni in Berlin, Psychologie kam hinzu. Nach meiner ersten Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni ging ich für ein Jahr nach London und arbeitete für Sega an der Qualitätssicherung von Computerspielübersetzungen, u.a. an Spielen wie Sonic & All-Stars Racing Transformed oder Company of Heroes. Seit 2017 schreibe ich für Notebookcheck.
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Autor: Christian Hintze, 11.10.2017 (Update: 13.10.2017)