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Samsung Galaxy S21: Samsung debattiert offenbar Exynos-Umbenennung und Chip-Diversifikation

Die bekannten Samsung-Chipsätze könnten im Galaxy S21 des Jahres 2021 ganz anders heißen und je nach Modell unterschiedliche Features bieten.
Die bekannten Samsung-Chipsätze könnten im Galaxy S21 des Jahres 2021 ganz anders heißen und je nach Modell unterschiedliche Features bieten.
Das Galaxy S21 könnte je nach Version mit stärkerem oder schwächerem Exynos-Prozessor ausgestattet werden, nur das Galaxy S21 Ultra soll demnach den Power-Chip Exynos 1000 erhalten, auch eine Umbenennung der Samsung Exynos-Prozessoren steht offenbar im Raum. Eine kurze Analyse zu den kursierenden Spekulationen rund um die Exynos-Zukunft.
Alexander Fagot,

Die folgenden Informationen entstammen der Gerüchteküche rund um den noch relativ jungen Leaker Mauri QHD, der die Welt via Twitter ein wenig an den angeblichen Diskussionen in Samsungs Management-Etage teilhaben lässt. Ob mehr dahinter steckt als nur Gerede ist aktuell schwer zu beurteilen, die Informationen unten sind aber durchaus spannend genug, um ein wenig darüber zu spekulieren.

Exynos-Umbenennung steht im Raum

Dem Leaker zufolge debattiert Samsung intern offenbar eine Umbenennung der zuletzt nicht gerade positiv besetzten Bezeichnung Exynos für die eigenen Chipsätze aus Samsungs Fabriken. Die hauseigene Konkurrenz zu Qualcomms deutlich beliebteren Snapdragon-Chips sind in diesem Jahr besonders stark in Verruf geraten, insbesondere bei Gamern, die mit den wenig effizienten und hitzegeplagten Chips teils miserable Werte demonstrierten, was Samsung allerdings offiziell - sagen wir mal - nicht bestätigten konnte.

Eine Umbenennung der Exynos-Marke, wie sie der Leaker andeutet, wäre also durchaus naheliegend und - sofern die Nachfolger des umstrittenen Exynos 990 entsprechend besser performen durchaus auch zu empfehlen, wenngleich das wohl ein indirektes Eingeständnis des Samsung-Managements wäre, dass man da doch ein wenig gepatzt hat. 

Exynos 1000 nur im Galaxy S21 Ultra?

Wichtiger als der Name ist allerdings die Performance der künftigen Exynos-Prozessoren, bei denen aktuell die Bezeichnungen Exynos 991, Exynos 992 sowie Exynos 1000 kursieren. Letzterer soll ja überhaupt ein Performance-Champ werden, zu dem aktuell jede Menge Gerüchte kursieren - von der Integration der neuen ARM Cortex-A78-Cores über die potentiell noch schnelleren Cortex-X1-Custom-Kerne bis hin zu einer AMD-GPU, die wohl insbesondere Gamer glücklich machen soll. 

Offenbar diskutiert man nun darüber, beim Nachfolger der Galay S20-Serie Anfang 2021 je nach Modell unterschiedliche Exxynos-Chips zu verbauen, beim Basismodell Galaxy S21 also offenbar nur einen Exynos 991/992 und nur im Galaxy S21 Ultra dann den vermutlich deutlich schnelleren Exynos 1000. Das klingt auf den ersten Blick vielleicht logisch, uns fallen hier aber sofort zwei Punkte ein, die gegen solche Pläne sprechen.

Was gegen derartige Pläne spricht

Erstens wäre Samsung mit dieser Strategie nicht mehr auf Augenhöhe mit dem Konkurrenten Nummer 1: Apple, denn die bieten in allen iPhone-Varianten einer Generation immer den gleichen Chipsatz. Auch mit der Dual-Chip-Strategie, die Samsung bisher gefahren ist (Snapdragon in manchen Regionen, Exynos in anderen) wäre eine derartige Diversifikation schwer zu vereinbaren, da Samsung dann für jedes Galaxy S21-Modell einen anderen möglichst ideal passenden Snapdragon-Partner-Chip finden müsste, was schwer vorstellbar scheint. Wir vermuten also einfach mal, dass sich diese Idee nicht durchsetzen wird.

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Autor: Alexander Fagot, 27.07.2020 (Update: 28.07.2020)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Managing Editor News
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.