Notebookcheck

Test Lenovo B50-45 (MCD2GGE) Notebook

Sven Kloevekorn, Stefanie Voigt, 17.11.2014

Geduldsprobe. Mit der unterirdischen Leistung des neuen Dualcore AMD E-6010 mit R2-Grafik kann Lenovo keinen Blumentopf gewinnen. Dafür liegt auch der Preis auf niedrigstem Niveau. Wie weit die Office-Schnecke die Geduld des Testers ausgereizt hat und ob auch nur im Entferntesten an Multimedia und Spiele zu denken ist, klärt unser Test.

Wer für einen 15-Zöller nur 250 Euro auf den Tisch legen will, sollte keine allzu hohen Ansprüche an sein neues Arbeitsgerät stellen. Das Lenovo B50-45 (MCD2GGE) ist ein einfaches Office-Notebook mit DVD-Brenner und niedrig auflösendem TN-Bildschirm, das sich aufgrund seiner schwachen CPU- und Grafikleistung nur für einfache Aufgaben eignet. Auch im Preisbereich von sehr günstigen 250 Euro gibt es natürlich Konkurrenten, die auf alternative Kernkomponenten setzen. Einen davon haben wir als Vergleich für unsere Benchmarks ausgewählt: Das HP 250 G3 für etwa 270 Euro kommt mit dem ebenfalls nicht gerade rasanten Dual-Core Intel Celeron N2830 mit integrierter Bay-Trail-HD-Grafik und unterscheidet sich von der sonstigen Ausstattung her ebenso wenig vom Testgerät wie der Dritte im Bunde, der durch eine andere Variante des Lenovo B50-45 repräsentiert wird. Die wartet dank AMD A6-6310 und Radeon-R4-Grafik mit deutlich mehr CPU- und GPU-Leistung als das Testgerät auf, ist mit über 350 Euro aber auch erheblich teurer.

Gehäuse & Ausstattung

Das Gehäuse besteht komplett aus schwarzem Kunststoff und hat beim Tester einen kantigen, leicht futuristischen und gefälligen Eindruck hinterlassen. Die matten Oberflächen nehmen gern Fingerabdrücke an. Viel Kraft benötigt man nicht, um die Base zu verwinden, die dabei leicht knirscht und quietscht. Der wenig druckresistente Bildschirm, der mit einer Hand aufgeklappt werden kann, ist ansonsten halbwegs steif ausgefallen. Nicht komplett gleichmäßig präsentieren sich die Spaltmaße an der umlaufenden Kante der Base, ansonsten sind uns keine Verarbeitungsmängel aufgefallen. Unten findet sich eine große Wartungsklappe.

Lenovo stattet das B50-45 mit den üblichen Standardschnittstellen inklusive VGA-Ausgang aus. Überraschungen gibt es nicht. Von den drei USB-Steckplätzen arbeiten immerhin zwei nach dem USB-3.0-Standard. Leider konzentrieren sich die Ports alle im vorderen Bereich, wo eingesteckte Kabel und USB-Sticks stören können.

Der Rechner kommt mit vorinstalliertem Windows 8.1 (64 Bit) und verfügt zur Systemwiederherstellung über eine entsprechende Partition; externe Recovery-Medien hat Lenovo eingespart.

Die Anordnung der Anschlüsse entspricht exakt der des Lenovo B50-30, das auf beiden Fotos zu sehen ist.
Die Anordnung der Anschlüsse entspricht exakt der des Lenovo B50-30, das auf beiden Fotos zu sehen ist.
Bei unserem B50-45 gibt es Lüftungsschlitze, außerdem arbeiten die USB-Ports nach 3.0.
Bei unserem B50-45 gibt es Lüftungsschlitze, außerdem arbeiten die USB-Ports nach 3.0.

Eingabegeräte

Hierzulande wird das B50-45 mit deutscher Tastatur angeboten.
Hierzulande wird das B50-45 mit deutscher Tastatur angeboten.

Weitgehend dem gewohnten Standard entspricht das Layout der etwas billig wirkenden Tastatur, die sich mit wenig Kraft großflächig eindrücken lässt. Besonders die großen Tasten geben wenig Vertrauen erweckende Geräusche von sich. Den Tastenhub würden wir als mittel bezeichnen, den Druckpunkt teilweise als schwammig und den Anschlag als eher weich. Überhaupt zeichnet sich das Keyboard leider durch ein uneinheitliches Tippgefühl aus. Die Tasten sind flach und leicht abgeraut, Num- und Shiftlock verfügen über eine Status-LED. Ärgerlich: Die Beschriftungen der über die Fn-Taste in der zweiten Belegung ansteuerbaren Tasten F1 bis F12 ist mal wieder viel zu klein und kontrastarm ausgefallen. Für gelegentlichen Gebrauch geht das Keyboard insgesamt noch in Ordnung, Vielschreiber werden sich schnell mehr Qualität wünschen.

Besser hat uns das ebenfalls leicht raue Touchpad gefallen. Das ist zwar nicht besonders groß ausgefallen und hat an den äußeren Rändern nicht berührungsempfindliche Zonen, wirkte auf uns aber präzise und konnte auch schnelle Bewegungen nachvollziehen. Die Tasten überzeugten durch angemessenen Widerstand, einen knackigen Druckpunkt und gutes Feedback.

Display

1.366 x 768 (16:9) Pixel stellen die niedrigste Auflösung dar, die heutzutage bei Notebooks noch anzutreffen ist. Auf 15,6 Zoll verteilt ergibt sich eine Pixeldichte von mageren, nicht mehr zeitgemäßen 100 ppi, was sich in einem pixeligen Bild niederschlägt; außerdem ist bei näherem Hinsehen das Pixelraster zu erkennen. Davon abgesehen hatten wir mit der Bildschärfe keine Probleme. Nahe bei besonders in dieser Preisklasse akzeptablen 250 cd/m² bewegt sich die maximale Helligkeit, und die gemessene Ausleuchtung von 93 % braucht sich auch überhaupt nicht zu verstecken.

226
cd/m²
234
cd/m²
235
cd/m²
227
cd/m²
238
cd/m²
230
cd/m²
227
cd/m²
221
cd/m²
230
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 238 cd/m² Durchschnitt: 229.8 cd/m²
Ausleuchtung: 93 %
Helligkeit Akku: 238 cd/m²
Kontrast: 553:1 (Schwarzwert: 0.43 cd/m²)
ΔE Color 9.96 | 0.4-29.43 Ø6.2
ΔE Greyscale 10.33 | 0.64-98 Ø6.4
36% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.27
Lenovo B50-45 (MCD2GGE)
Radeon R2 (Mullins/Beema/Carrizo-L), E1-6010, Seagate Momentus Thin 320 GB ST320LT012
HP 250 G3
HD Graphics (Bay Trail), N2830, Hitachi Travelstar Z5K500 HTS545032A7E680
Lenovo B50-45
Radeon R4 (Beema), A6-6310, Seagate Momentus Thin ST500LT012-1DG142
Bildschirm
-14%
-8%
Helligkeit Bildmitte
238
225
-5%
192
-19%
Brightness
230
206
-10%
191
-17%
Brightness Distribution
93
87
-6%
86
-8%
Schwarzwert *
0.43
0.67
-56%
0.37
14%
Kontrast
553
336
-39%
519
-6%
DeltaE Colorchecker *
9.96
10.64
-7%
11.03
-11%
DeltaE Graustufen *
10.33
10.61
-3%
11.59
-12%
Gamma
2.27 97%
1.99 111%
2.3 96%
CCT
12201 53%
11338 57%
13897 47%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
36
40
11%

* ... kleinere Werte sind besser

Obwohl sich der Schwarzwert bei ordentlichen 0,43 cd/m² bewegt, ergibt sich zusammen mit der absolut gesehen nicht berauschenden Helligkeit nur ein Kontrast von noch mittelmäßigen 553:1. Von einer auch nur ansatzweise korrekten Farbdarstellung kann bei DeltaE-Werten von 10 und der sehr geringen Farbraumabdeckung des AdobeRGB Farbraumes von nur 36 % keine Rede sein. Besser sieht es damit nach erfolgter Profilierung aus. Wie nicht anders zu erwarten war, muss man die Blickwinkelstabilität des billigen TN-Panels als ziemlich katastrophal bezeichnen, hier ist entweder Toleranz oder häufiges Nachjustieren von eigener Position oder Stellung des Displays gefragt.

Den Außeneinsatz konnten wir wetterbedingt nur an einem dunklen, bewölkten Tag durchführen. Unabhängig von der Position des Notebooks war in dieser Situation stets alles einwandfrei zu erkennen.

CalMAN Graustufen
CalMAN Graustufen
CalMAN Color Checker
CalMAN Color Checker
CalMAN Farbsättigung
CalMAN Farbsättigung
Outdoor-Einsatz
Outdoor-Einsatz

Leistung


Prozessor

Das im April 2014 vorgestellte Beema SoC AMD E-6010 arbeitet mit einem festen Takt von 2x 1,35 GHz und weist gegenüber der Vorgängergeneration keine gesteigerte Pro-MHz-Leistung auf. Die niedrige TDP von 10 Watt prädestinierte es für den Einsatz in kleinen Notebooks. In unserer Benchmark-Liste aktueller Office Notebooks mussten wir ganz nach unten scrollen, um den Wert des Multi-Core-Tests des Cinebenches R11.5 zu finden. Selbst der schwache Intel Celeron N2815 im Lenovo B50-30 kann sich hier mit rund 20 % Vorsprung absetzen. Ganz genauso sieht es auch mit der Leistung bei Belastung nur eines Kernes aus. Damit gehört der E-6010 zu den langsamsten aktuellen Rechenwerken überhaupt. So schafft schon der Celeron N2830 (2x 2,2-2,4 GHz, TDP 7,5 Watt) im HP 250 G3 einen 34 bzw. 67 % höheren Score.

Update 20.11.2014: Erneute Testreihen mit dem Gerät zeigten höhere Ergebnisse in den Cinebench-Tests sofern während des Testdurchlaufes der Akku aus den Gerät entfernt wurde. Die Ergebnisse stiegen etwa im Cinebench R11.5 Single-Rendering von 0.32 auf 0.34 Punkte (+6%), im Multicore Rendering von 0.52 auf 0.65 Punkte (+25%) sowie im Cinebench R15 Single-CPU von 25 auf 28 Punkte (+12%) und im R15 Multi-CPU von 39 auf 49 Punkte (+26%). Damit kann die eingesetzte AMD E1-6010 CPU den Abstand auf Intels N2815 bzw. N2830 verkürzen. Ursache für diese Beschneidung der CPU-Leistung bei eingesetztem Akku dürfte eine Soft- bzw. Hardwareproblematik hinsichtlich Spannungsversorgung des Gerätes an sich sein. 

Cinebench R11.5
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo B50-45 (MCD2GGE)
Radeon R2 (Mullins/Beema/Carrizo-L), E1-6010, Seagate Momentus Thin 320 GB ST320LT012
0.32 Points ∼13%
Asus F200MA-CT067H
HD Graphics (Bay Trail), N2815, Toshiba MQ01ABF050
0.4 Points ∼16% +25%
HP 250 G3
HD Graphics (Bay Trail), N2830, Hitachi Travelstar Z5K500 HTS545032A7E680
0.43 Points ∼18% +34%
Lenovo S20-30
HD Graphics (Bay Trail), N2830, Western Digital Scorpio Blue WD5000LPCX-24C6HT0
0.43 Points ∼18% +34%
Asus X551MAV-SX391B
HD Graphics (Bay Trail), N2830, Seagate Momentus Thin ST500LT012-1DG142
0.43 Points ∼18% +34%
Lenovo B50-45
Radeon R4 (Beema), A6-6310, Seagate Momentus Thin ST500LT012-1DG142
0.55 Points ∼23% +72%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo B50-45 (MCD2GGE)
Radeon R2 (Mullins/Beema/Carrizo-L), E1-6010, Seagate Momentus Thin 320 GB ST320LT012
0.52 Points ∼2%
Asus F200MA-CT067H
HD Graphics (Bay Trail), N2815, Toshiba MQ01ABF050
0.76 Points ∼3% +46%
HP 250 G3
HD Graphics (Bay Trail), N2830, Hitachi Travelstar Z5K500 HTS545032A7E680
0.87 Points ∼3% +67%
Lenovo S20-30
HD Graphics (Bay Trail), N2830, Western Digital Scorpio Blue WD5000LPCX-24C6HT0
0.79 Points ∼3% +52%
Asus X551MAV-SX391B
HD Graphics (Bay Trail), N2830, Seagate Momentus Thin ST500LT012-1DG142
0.81 Points ∼3% +56%
Lenovo B50-45
Radeon R4 (Beema), A6-6310, Seagate Momentus Thin ST500LT012-1DG142
1.82 Points ∼7% +250%
Cinebench R15
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo B50-45 (MCD2GGE)
Radeon R2 (Mullins/Beema/Carrizo-L), E1-6010, Seagate Momentus Thin 320 GB ST320LT012
25 Points ∼11%
Asus F200MA-CT067H
HD Graphics (Bay Trail), N2815, Toshiba MQ01ABF050
34 Points ∼16% +36%
HP 250 G3
HD Graphics (Bay Trail), N2830, Hitachi Travelstar Z5K500 HTS545032A7E680
39 Points ∼18% +56%
Lenovo S20-30
HD Graphics (Bay Trail), N2830, Western Digital Scorpio Blue WD5000LPCX-24C6HT0
38 Points ∼17% +52%
Asus X551MAV-SX391B
HD Graphics (Bay Trail), N2830, Seagate Momentus Thin ST500LT012-1DG142
37 Points ∼17% +48%
Lenovo B50-45
Radeon R4 (Beema), A6-6310, Seagate Momentus Thin ST500LT012-1DG142
47 Points ∼22% +88%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo B50-45 (MCD2GGE)
Radeon R2 (Mullins/Beema/Carrizo-L), E1-6010, Seagate Momentus Thin 320 GB ST320LT012
39 Points ∼1%
Asus F200MA-CT067H
HD Graphics (Bay Trail), N2815, Toshiba MQ01ABF050
62 Points ∼1% +59%
HP 250 G3
HD Graphics (Bay Trail), N2830, Hitachi Travelstar Z5K500 HTS545032A7E680
69 Points ∼2% +77%
Lenovo S20-30
HD Graphics (Bay Trail), N2830, Western Digital Scorpio Blue WD5000LPCX-24C6HT0
67 Points ∼2% +72%
Asus X551MAV-SX391B
HD Graphics (Bay Trail), N2830, Seagate Momentus Thin ST500LT012-1DG142
66 Points ∼2% +69%
Lenovo B50-45
Radeon R4 (Beema), A6-6310, Seagate Momentus Thin ST500LT012-1DG142
148 Points ∼3% +279%
Cinebench R10 Shading 32Bit
1501
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
1619
Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
983
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
8.89 fps
Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
0.32 Points
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
0.52 Points
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
39 Points
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
98 %
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
7.95 fps
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
25 Points
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System Performance

Auch und besonders in Sachen System Performance kommt wenig Freude auf. Dass die sehr niedrigen PCMark 8 Scores 13 bis 51 % höher ausfallen als die des HP 250 G3, liegt daran, dass die Radeon-R2-Grafik immer noch deutlich schneller unterwegs ist als die Bay-Trail-GPU. Subjektiv ließ sich das System zeitweise nur zäh bedienen und war vor allem stets schon mit einfachem Multitasking überfordert. Programme starteten beim ersten Aufruf nach dem Booten langsam, waren sie erst im Speicher, konnten sie einigermaßen fix neu aufgerufen werden. Selbst die Festplatten-Performance leidet unter der schnarchigen CPU, wie wir im nächsten Absatz sehen werden. Übliche Office Software bewältigt unser Lenovo B50-45 (MCD2GGE) ganz gut, sodass einem Einsatz als Schreibmaschine bis auf die mäßige Tastatur nichts im Wege steht. Auch das Surfgeschwindigkeit löst nicht sofort Fluchtreflexe aus.   

PCMark 8
Work Score Accelerated v2 (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo B50-45 (MCD2GGE)
Radeon R2 (Mullins/Beema/Carrizo-L), E1-6010, Seagate Momentus Thin 320 GB ST320LT012
1966 Points ∼30%
HP 250 G3
HD Graphics (Bay Trail), N2830, Hitachi Travelstar Z5K500 HTS545032A7E680
1300 Points ∼20% -34%
Lenovo B50-45
Radeon R4 (Beema), A6-6310, Seagate Momentus Thin ST500LT012-1DG142
2781 Points ∼43% +41%
Home Score Accelerated v2 (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo B50-45 (MCD2GGE)
Radeon R2 (Mullins/Beema/Carrizo-L), E1-6010, Seagate Momentus Thin 320 GB ST320LT012
1383 Points ∼23%
HP 250 G3
HD Graphics (Bay Trail), N2830, Hitachi Travelstar Z5K500 HTS545032A7E680
1226 Points ∼20% -11%
Lenovo B50-45
Radeon R4 (Beema), A6-6310, Seagate Momentus Thin ST500LT012-1DG142
1914 Points ∼31% +38%
PCMark 7 Score
1264 Punkte
PCMark 8 Home Score Accelerated v2
1383 Punkte
PCMark 8 Work Score Accelerated v2
1966 Punkte
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Massenspeicher

HD Tune weist der nur 320 GB kleinen Festplatte, die für Office-Zwecke aber trotzdem ausreichen sollte, bei der durchschnittlichen Transferrate den letzten Platz zu, wenn man aktuelle Office Notebooks als Vergleich heranzieht. Wir können uns nur schwer vorstellen, dass das tatsächlich in vollem Umfang der Seagate Momentus Thin 320 (5.400 rpm) anzulasten ist. Deswegen lenken wir die Aufmerksamkeit auf die gemessene CPU-Belastung, hier liegt wohl eher der Hase im Pfeffer. Die Zugriffszeit von 18,8 ms ist ebenfalls im Performance-Keller angesiedelt. Plattenzugriffe belasten auch das HP 250 G3 über Gebühr, sodass sich ebenso hier ein schwaches Bild ergibt - aber das Testgerät kann es nochmals schlechter.

HD Tune Transfer Rate Average - --- (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo B50-45 (MCD2GGE)
Radeon R2 (Mullins/Beema/Carrizo-L), E1-6010, Seagate Momentus Thin 320 GB ST320LT012
68.1 MB/s ∼3%
HP 250 G3
HD Graphics (Bay Trail), N2830, Hitachi Travelstar Z5K500 HTS545032A7E680
79.3 MB/s ∼3% +16%
HD Tune CPU Utilization - --- (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo B50-45 (MCD2GGE)
Radeon R2 (Mullins/Beema/Carrizo-L), E1-6010, Seagate Momentus Thin 320 GB ST320LT012
24.8 % ∼25%
HP 250 G3
HD Graphics (Bay Trail), N2830, Hitachi Travelstar Z5K500 HTS545032A7E680
18.4 % ∼18% -26%
Seagate Momentus Thin 320 GB ST320LT012
Minimale Transferrate: 39.6 MB/s
Maximale Transferrate: 94 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 68.1 MB/s
Zugriffszeit: 18.8 ms
Burst-Rate: 89.7 MB/s
CPU Benutzung: 24.8 %

Grafikkarte

AMD versucht sich seit Jahren durch die im Vergleich zu Intel Pendants potenteren Grafikeinheiten seiner APUs bzw. SoCs abzuheben. Auch die integrierte, DirectX 11.2 fähige AMD Radeon R2 mit ihren 128 GCN-Shadereinheiten macht da keine Ausnahme und hängt die Bay-Trail-Grafik im HP 250 G3 mit über 100 % Vorsprung im 3DMark 11 ab. Die GPU muss sich den Single-Channel-Speicher mit der CPU teilen und erreicht deswegen und aufgrund ihrer niedrigen Taktraten von 266 bis 350 MHz in der Gesamtrelation gesehen nur eine sehr geringe Geschwindigkeit. Ansatzweise interessant wird die Performance erst mit der Radeon R4 des anderen, teureren Lenovo B50-45, die 72 % höher ausfällt als die der R2.

3DMark 11 - 1280x720 Performance GPU (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo B50-45 (MCD2GGE)
Radeon R2 (Mullins/Beema/Carrizo-L), E1-6010, Seagate Momentus Thin 320 GB ST320LT012
395 Points ∼1%
HP 250 G3
HD Graphics (Bay Trail), N2830, Hitachi Travelstar Z5K500 HTS545032A7E680
191 Points ∼0% -52%
Lenovo B50-45
Radeon R4 (Beema), A6-6310, Seagate Momentus Thin ST500LT012-1DG142
681 Points ∼1% +72%
3DMark 06 Standard
2425 Punkte
3DMark Vantage P Result
1178 Punkte
3DMark 11 Performance
421 Punkte
3DMark Ice Storm Standard Score
14703 Punkte
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Gaming Performance

Wo so gut wie nichts geht, kann man auch nicht viel schreiben. Wie man den exemplarischen Benchmarks in der Tabelle unten entnehmen kann, war das Testgerät sogar mit isometrischen Oldies wie StarCraft II oder Diablo III fast überfordert — und das wohlgemerkt in den niedrigsten, meist hässlichen Einstellungen. Was bleibt, ist der ungeliebte (und sarkastische) Hinweis, dass Diablo II, Solitaire und Minesweeper wohl flüssig spielbar sein sollten. Hat man hingegen wie das andere B50-45 eine R4 Grafik unter der Haube, lässt sich sogar das halbwegs aktuelle und grafisch aufwändige Tomb Raider von 2013 noch gerade so flüssig spielen — wenn man alle Regler komplett nach links schiebt. Ernüchternd waren auch unsere Versuche, FIFA 15 zu benchen. Der Ton stotterte massiv, die Eingangssequenz mit Stadion und Zuschauern wurde mit geschätzten 5 FPS dargestellt. Wir haben es dann gelassen.

Tomb Raider
1366x768 Normal Preset AA:FX AF:4x (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo B50-45 (MCD2GGE)
Radeon R2 (Mullins/Beema/Carrizo-L), E1-6010, Seagate Momentus Thin 320 GB ST320LT012
9.8 fps ∼2%
HP 250 G3
HD Graphics (Bay Trail), N2830, Hitachi Travelstar Z5K500 HTS545032A7E680
7.5 fps ∼1% -23%
Lenovo B50-45
Radeon R4 (Beema), A6-6310, Seagate Momentus Thin ST500LT012-1DG142
15.9 fps ∼3% +62%
1024x768 Low Preset (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo B50-45 (MCD2GGE)
Radeon R2 (Mullins/Beema/Carrizo-L), E1-6010, Seagate Momentus Thin 320 GB ST320LT012
17.1 fps ∼3%
HP 250 G3
HD Graphics (Bay Trail), N2830, Hitachi Travelstar Z5K500 HTS545032A7E680
14.4 fps ∼2% -16%
Lenovo B50-45
Radeon R4 (Beema), A6-6310, Seagate Momentus Thin ST500LT012-1DG142
31.7 fps ∼5% +85%
min. mittel hoch max.
World of Warcraft (2005) 30.627.87fps
StarCraft 2 (2010) 27.112.4fps
Anno 2070 (2011) 25.211.9fps
Diablo III (2012) 22.5fps
Tomb Raider (2013) 17.19.8fps
BioShock Infinite (2013) 16.99.6fps
GRID: Autosport (2014) 12.5fps

Emissionen & Energie

Geräuschemissionen

Wo Leistung fehlt, gibt es in der Regel auch keine Notwendigkeit für laute Lüfter. So auch hier: Vor den üblichen Hintergrundgeräuschen war das Testgerät schlicht und einfach auch unter Last nicht herauszuhören.

Lautstärkediagramm

Idle
32.2 / 32.2 / 32.2 dB(A)
HDD
32.3 dB(A)
DVD
35.8 / dB(A)
Last
32.3 / 32.6 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Ähnliches gilt für die Oberflächen-Temperaturen, die unter Last maximal harmlose 40 °C erreichten. Doppelt erstaunlich: Das HP 250 G3 mit ganz ähnlichen Hardware-Voraussetzungen wurde in unserem Test unten in der Mitte 45 °C warm, wogegen das leistungsfähigste Gerät im Test trotz ebenfalls kaum wahrnehmbarer Geräuschkulisse sogar noch kühler blieb als das Test-Notebook.

 24 °C24.1 °C23.4 °C 
 24.4 °C23.5 °C23.1 °C 
 24.8 °C25.3 °C25.3 °C 
Maximal: 25.3 °C
Durchschnitt: 24.2 °C
25.3 °C23.5 °C24.1 °C
25.3 °C23.9 °C25.3 °C
24.4 °C25.3 °C25.1 °C
Maximal: 25.3 °C
Durchschnitt: 24.7 °C
Netzteil (max.)  30.8 °C | Raumtemperatur 21.7 °C | Voltcraft IR-360
(+) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 30.9 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Office auf 29.4 °C.
(+) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 33.6 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 33.9 °C (von 21.2 bis 62.5 °C für die Klasse Office).
(±) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 40.2 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 36.3 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 24.2 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 29.4 °C.
(+) Die Handballen und der Touchpad-Bereich erreichen maximal 33.6 °C und damit die typische Hauttemperatur und fühlen sich daher nicht heiß an.
(-) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 28.2 °C (-5.4 °C).

Lautsprecher

Überhaupt nicht überzeugen können die unter dem Bildschirm angebrachten Stereo-Speaker. Der Sound klingt bei ausreichend hoher Maximallautstärke gequetscht, mittenlastig und besonders in tiefen Frequenzbereichen matschig. Von Bass, Dynamik oder Räumlichkeit kann keine Rede sein. Unter Pegelschwankungen hat man nicht zu leiden, dafür kann es bei hoher Lautstärke je nach Musiktitel zu leichten Verzerrungen kommen.

Energieaufnahme

Egal, welche Last anliegt: Das B50-45 gehört in jeder Kategorie zu den sparsamsten Office Notebooks, die wir in den letzten zwölf Monaten getestet haben. Besonders gut kann es sich bei stärkerer Beanspruchung platzieren, was zur geringen Leistung passt. Leider genehmigt es sich selbst in ausgeschaltetem Zustand noch 0,1 Watt, was heutzutage schlicht unnötig ist. 

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.1 / 0.1 Watt
Idledarkmidlight 3.8 / 6.8 / 6.9 Watt
Last midlight 12.8 / 15.1 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Voltcraft VC 940

Akkulaufzeit

Trotz geringer Leistungsaufnahme schafft das Test-Notebook im praxisnahen WLAN-Test, der typisches Surfverhalten im Energiesparmodus und mit auf etwa 150 cd/m² reduzierter Helligkeit simuliert, nur etwas mehr als unterdurchschnittliche, aber noch brauchbare vier Stunden. Das ist natürlich dem schwachen 32-Wh-Akku geschuldet, der dafür Gewicht einspart. Unser HP 250 G3 hat einen noch etwas schwächeren Akku, und das teuere B50-45 verbraucht mehr, weil es schneller ist. So geht das Testgerät unter den Dreien sogar noch als Sieger hervor. 

Akkulaufzeit - WLAN (alt) (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo B50-45 (MCD2GGE)
Radeon R2 (Mullins/Beema/Carrizo-L), E1-6010, Seagate Momentus Thin 320 GB ST320LT012
244 min ∼121%
HP 250 G3
HD Graphics (Bay Trail), N2830, Hitachi Travelstar Z5K500 HTS545032A7E680
209 min ∼103%
Lenovo B50-45
Radeon R4 (Beema), A6-6310, Seagate Momentus Thin ST500LT012-1DG142
202 min ∼100%
Akkulaufzeit
Surfen über WLAN
4h 04min

Fazit

das Lenovo B50-45
das Lenovo B50-45

Empfehlen können wir das Lenovo B50-45 in der getesteten Variante MCD2GGE nur geduldigen Naturen, denen es beim Notebook-Kauf auf jeden Euro ankommt. Dem zweifellos sehr niedrigen Preis steht ein dafür noch akzeptables Gesamtpaket gegenüber, dessen Attraktivität aber unter der durch die schwache, kaum multitaskingfähige Performance und der dadurch verursachten zähen Bedienung leidet. Positiv sind uns der für diese Preisklasse angenehm helle Bildschirm und das gut brauchbare Touchpad aufgefallen. Auch die faktisch nicht vorhandene Geräuschkulisse, der geringe Energieverbrauch und der kühle Betrieb sind auf der Habenseite zu verbuchen. Gaming kann man getrost vergessen, auch wenn einige betagte Games auf niedrigsten Settings zum Laufen gebracht werden können.

Testgerät zur Verfügung gestellt von ...
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Das Lenovo B50-45 zur Verfügung gestellt von
Das Lenovo B50-45 zur Verfügung gestellt von

Datenblatt

Lenovo B50-45 (MCD2GGE) (B50 Serie)
Grafikkarte
AMD Radeon R2 (Mullins/Beema/Carrizo-L), Kerntakt: 266-350 MHz, shared Memory, 13.302.1904.0
Hauptspeicher
4096 MB 
, DDR3, 1600 MHz, Single-Cannel, 2 Speicherbänke, eine belegt
Bildschirm
15.6 Zoll 16:9, 1366 x 768 Pixel, AU Optronics B156XW04 V1, TN LED, spiegelnd: nein
Mainboard
AMD Bolton
Massenspeicher
Seagate Momentus Thin 320 GB ST320LT012, 320 GB 
, 5400 U/Min
Soundkarte
AMD Hudson-2 High Definition Audio Controller
Anschlüsse
1 USB 2.0, 2 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 VGA, 1 HDMI, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: LineOut / Mikrofon kombiniert, 3,5 mm Klinke, Card Reader: SD/SDHC/SDXC
Netzwerk
Realtek RTL8168/8111 Gigabit-LAN (10/100/1000MBit), Atheros Communications AR9565 Wireless Network Adapter (b/g/n), Bluetooth 4.0
Optisches Laufwerk
PLDS DVD-RW DA8A5SH
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 24.7 x 380 x 262
Akku
32 Wh Lithium-Ion, 2200 mAh, 4 Zellen, Akkulaufzeit (laut Hersteller): 8 h
Betriebssystem
Microsoft Windows 8.1 64 Bit
Kamera
Webcam: 720p
Sonstiges
Lautsprecher: stereo, Tastatur: Chiclet, Tastatur-Beleuchtung: nein, 12 Monate Garantie
Gewicht
2.3 kg
Preis
279 Euro

 

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Test Bibliothek

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Links

  • Herstellerinformationen zum Testgerät

Preisvergleich

Pro

+günstig
+große Modellauswahl
+nettes Design
+einigermaßen heller, matter Bildschirm
+leise
+sparsam
+kühl
+gutes Touchpad
 

Contra

-langsam
-mit Multitasking überfordert
-höhere GPU-Leistung nützt nichts
-überaus schlechte HDD-Performance
-billiges Keyboard
-Anschlüsse alle vorne
-unangenehmer Klang des Mono-Lautsprechers

Shortcut

Was uns gefällt

Da bleibt nur der günstige Preis.

Was wir vermissen

Ein flüssigeres Bedienerlebnis.

Was uns verblüfft

Kleiner Preis, kleine Leistung. Mehr logisch, denn verblüffend.

Die Konkurrenz

HP 250 G3

Lenovo B50-45

Bewertung

Lenovo B50-45 (MCD2GGE) - 17.11.2014 v4(old)
Sven Kloevekorn

Gehäuse
64 / 98 → 65%
Tastatur
70%
Pointing Device
76%
Konnektivität
65 / 80 → 81%
Gewicht
61 / 20-67 → 87%
Akkulaufzeit
82%
Display
76%
Leistung Spiele
38 / 68 → 56%
Leistung Anwendungen
34 / 92 → 37%
Temperatur
93%
Lautstärke
94%
Audio
40%
Auf- / Abwertung
-3%
Durchschnitt
61%
70%
Office - gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.
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Autor: Sven Kloevekorn (Update: 15.05.2018)
Sven Kloevekorn
Sven Kloevekorn - Editor
Als echter Heimcomputer-Veteran habe ich mir schon mit 14 Jahren meinen ersten Commodore VC 20 zugelegt, weitere Stationen waren der legendäre C64, ein Amiga 500 und schließlich nach einer längeren Pause 1998 der erste PC. Meine Leidenschaft gilt gepflegter Technik jeder Art mit Schwerpunkten auf den Themen PCs / Notebooks, Smartphones, Tablets und vor allem Digitale Fotografie, mit der ich mir neben dem einen oder anderen PC-Game am liebsten die Zeit vertreibe.