Notebookcheck

Test Lenovo ThinkPad Yoga 370 Convertible

Den Dreh raus. Mit dem ThinkPad Yoga 370 bringt Lenovo das erste 13,3-Zoll-Modell in der ThinkPad-Yoga-Serie auf den Markt - in dem Versuch, das Lineup zu vereinfachen. Warum das durchaus gelingt und das ThinkPad Yoga 370 uns überzeugt, lesen Sie in unserem ausführlichen Testbericht.

Die wohl bekanntesten Marken des weltgrößten PC-Herstellers Lenovo dürften - abgesehen von Moto nach der Übernahme von Motorola - wohl Yoga und ThinkPad sein. Die eine Marke kommt ursprünglich aus dem Privatkundenbereich, die andere aus dem Geschäft mit Firmenkunden. 2013 brachte Lenovo beide Marken erstmals zusammen: Das ThinkPad Yoga war geboren. Das erste ThinkPad Yoga war ein 12-Zoll-Convertible mit Haswell Prozessoren. Seit diesem ersten Gerät gab es einige Änderungen am Lineup: Etwa ein Jahr später bringt Lenovo ThinkPad Yoga 14 und ThinkPad Yoga 15 auf den Markt, die größeren Yogas. 2016 wurde das ThinkPad Yoga 15 dann eingestellt, und es gab nur noch zwei ThinkPad-Yoga-Modelle: ThinkPad Yoga 260 und ThinkPad Yoga 460. Doch das stimmt nicht ganz - es gibt auch noch das ThinkPad X1 Yoga, welches ebenfalls 2016 erschien, doch dieses ist in einer deutlich höheren Preisklasse angesiedelt.

Für das Jahr 2017 und die Kaby-Lake-Generation hat Lenovo wiederum eine Änderung am ThinkPad-Yoga-Lineup vorgenommen: Basierend auf dem Kunden-Feedback, nach dem das 12,5-Zoll-Display im ThinkPad Yoga 260 zu klein und das ThinkPad Yoga 460 zu groß, zu schwer und zu unhandlich für ein 360°-Convertible ist, hat Lenovo einfach das Logische getan und bietet neben dem X1 Yoga nun nur noch ein ThinkPad Yoga an: das ThinkPad Yoga 370, das erste ThinkPad Yoga mit 13,3-Zoll-Display. Der Auftrag für das Gerät von Lenovo ist weiterhin der gleiche: Business-Kunden und Nutzergruppen wie Studenten ansprechen, denen das ThinkPad X1 Yoga zu teuer ist. Unser Modell stammt aus dem Lenovo-Campus-Programm, welches exklusiv für Studenten, Schüler, Mitarbeiter von Universitäten, Lehrer und Auszubildende ist. Daher ist es trotz der guten Ausstattung (i5-CPU, 512-GB-SSD) mit 1.338 Euro relativ günstig. Eine weitestgehend vergleichbare Konfiguration für normale Kunden, die zusätzlich noch LTE enthält, kostet 1.639 Euro.

Als direkter Mitbewerber bietet sich das HP Elitebook x360 für einen Vergleich natürlich an. Weiterhin nehmen wir das Dell XPS 13 2-in-1 als einen Konkurrenten aus dem Privatkundenumfeld in den Vergleich mit auf sowie das X1 Carbon (2017), das X1 Yoga (2016) und den direkten Vorgänger des ThinkPad Yoga 370, das ThinkPad Yoga 260.

Lenovo ThinkPad Yoga 370-20JJS00100
Hauptspeicher
8192 MB 
, DDR4-2133, 1 Slot
Bildschirm
13.3 Zoll 16:9, 1920x1080 Pixel 166 PPI, 10-Finger-Multitouch, Native Unterstützung für die Stifteingabe, Sharp LQ133M1JX15, IPS LED, spiegelnd: ja
Mainboard
Intel Kaby Lake-U Premium PCH
Massenspeicher
Toshiba NVMe THNSF5512GPUK, 512 GB 
, M.2 2280 NVMe-SSD, 450 GB verfügbar
Soundkarte
Conexant CX11771
Anschlüsse
2 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 USB 3.1 Gen2, 1 Thunderbolt, 1 HDMI, 1 DisplayPort, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: 3.5mm Audio-Combo, Card Reader: Micro-SD, 1 Fingerprint Reader, NFC, Helligkeitssensor
Netzwerk
Intel Ethernet Connection I219-V (10/100/1000MBit), Intel Dual Band Wireless-AC 8265 (a/b/g/n/ac), Bluetooth 4.2
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 18.2 x 313.5 x 222.2
Akku
51 Wh Lithium-Polymer
Betriebssystem
Microsoft Windows 10 Home 64 Bit
Kamera
Webcam: 720p
Sonstiges
Lautsprecher: Stereo-Lautsprecher, Tastatur: 6-Reihen Chiclet-Tastatur, Tastatur-Beleuchtung: ja, Mini-RJ45-zu-RJ45-Adapter, HDMI-zu-VGA-Adapter, Lenovo Settings, Lenovo Companion, Microsoft-Office-Trial, 12 Monate Garantie
Gewicht
1.409 kg, Netzteil: 359 g
Preis
1338 Euro

 

Gehäuse

Lenovo ThinkPad Yoga 370
Lenovo ThinkPad Yoga 370

Wer sich beim Anblick des ThinkPad Yoga 370 denkt: "Moment mal, das habe ich schon mal irgendwo gesehen", trifft damit voll ins Schwarze. Lenovo hat die oben beschriebene Probleme der Vorjahresmodelle im ThinkPad-Yoga-Lineup (Yoga 260: Display zu klein, Yoga 460: zu groß) nämlich ganz einfach gelöst: Das ThinkPad Yoga 370 gleicht dem Yoga 260 äußerlich nahezu zu 100 %, das Gehäuse hat dieselbe spitz-zulaufende Grundform und ist komplett in Schwarz gehalten (eine silberne Variante ist verfügbar). Natürlich hat Lenovo am Design auch einige Modifikationen vorgenommen. Dazu gehört, dass die Displayränder beim Yoga 370 wesentlich kleiner sind als beim Vorgänger, der vergleichsweise große Ränder hatte. Lenovo verbaut im Prinzip einfach ein 13,3-Zoll-Display in das kleinere 12,5-Zoll-Gehäuse.

Wie immer bei den ThinkPads nutzt Lenovo einen Materialmix. Displaydeckel und die Unterseite des Gehäuses bestehen aus Carbon, die Handballenauflage ist aus Magnesium gefertigt. Da es sich um ein Convertible handelt, wird das Display außerdem durch eine vorgesetzte Glasscheibe verstärkt. Äußerlich merkt man haptisch nicht, welches Teil aus welchem Material gefertigt ist, denn Lenovo hat alle Oberflächen beschichtet. Die Basiseinheit und die Handballenauflage haben eine leicht gummiartige Haptik, der Displaydeckel ist eher glatt und samtig. Die Haptik kann überzeugen, das gesamte Gerät fühlt sich hochwertig an. Auch der Stabilität sind die High-Tech-Materialien zuträglich, es gibt keine Schwachstellen, an denen sich das Gehäuse übermäßig eindrücken lassen würde. Natürlich kann man sowohl das Display als auch die Basis mit Zug und Gegenzug ein wenig verwinden, das aber in einem unbedenklichen Maß. Druck auf den Displayrücken wirkt sich nicht sichtbar auf das Display aus.

Wer den Test zum Yoga 260 gelesen hat, der weiß, dass das Gehäuse sprichwörtlich eine Sollbruchstelle hatte: Der Stift-Einschub, der auf der rechten Seite sitzt. An dessen Position hat sich nichts geändert. Ob es zu diesem Problem auf lange Sicht auch beim Yoga 370 kommt, können wir nicht ausschließen. Dass es passiert, ist nicht ausgemacht, schließlich hat Lenovo die Dimensionen des Gehäuses ganz leicht verändert, denn es ist minimal breiter. Daher kann es auch sein, dass Lenovo das Problem behoben hat. Was dagegen auffällt: Der Displayrahmen knackt manchmal leise, wenn man das Display öffnet. Ein unschöner, wenn auch eventuell noch verschmerzbarer Verarbeitungsmangel, der allerdings bei einem teuren Gerät trotzdem nicht passieren sollte. Ansonsten ist das Yoga 370 rundherum perfekt verarbeitet, es gibt weder scharfe Kanten noch auffällige Grate.

Bei einem 360°-Convertible sind die Scharniere natürlich von höchster Bedeutung. Wie bei den meisten Convertible-Laptops dieser Art nutzt Lenovo zwei Scharniere, die beim Testgerät mit silbernen Metallkappen ausgerüstet sind. Die Scharniere lassen ein wenig Nachwippen zu, zum Beispiel in ruckeligeren Umgebungen oder wenn man den Touchscreen im Laptop-Modus nutzen will. In dieser Hinsicht ist die Gliederscharnier-Lösung, die Lenovo in seinem Privatkunden-Flaggschiff Yoga 910 nutzt, etwas besser. Man kann den Displaydeckel nicht mit einer Hand öffnen.

ThinkPad Logo auf dem Displaydeckel
von vorne
auf 180° geöffnet
Zelt-Modus
im Profil (von hinten)
Tablet-Modus
im Profil (seitlich)
Rückseite
Unterseite

Im direkten Vergleich mit dem ThinkPad X270 präsentiert sich das Yoga 370 dank dem dünneren Gehäuse deutlich moderner. Zudem fühlt sich wesentlich hochwertiger an und sieht auch etwas schicker aus – wobei das natürlich immer auch Geschmackssache ist. Das Yoga 370 ist vom ganzen Design her deutlich näher an einem X1 Carbon als an der klassischen X-Serie, deren Vorteil allerdings die nochmals kompakteren Abmessungen (abgesehen von der Bauhöhe) sind.

Das X270 ist kleiner, ...
Das X270 ist kleiner, ...
... aber auch dicker.
... aber auch dicker.
sehr unterschiedliche Scharnierkonstruktion
sehr unterschiedliche Scharnierkonstruktion

Im Größenvergleich ist das Consumer Convertible Dell XPS 13 2-in-1 das mit Abstand kompakteste Gerät hier, was vor allem an dem 13,3-Zoll-Display samt den schmalen Rändern liegt. Der direkte Konkurrent des Yoga 370, das HP Elitebook x360, hat quasi dieselbe Größe, und es gibt nur minimale Unterschiede. Das X1 Carbon ist fast so kompakt wie das Yoga 370, hat aber schon ein 14-Zoll-Display. Dessen Convertible-Version, das X1 Yoga, ist eine Stufe größer. Das größte Gerät im Vergleich ist das ThinkPad Yoga 460, der zweite Vorgänger des Yoga 370. Dieses ist auch deutlich am schwersten (1,8 kg), alle anderen Geräte spielen in einer Gewichtsklasse darunter (1,1 bis 1,4 kg).

Größenvergleich

Ausstattung

Analog zum X1 Carbon vollzieht Lenovo auch beim Yoga 370 den Wandel weg vom proprietären Onelink+-Port hin zu Thunderbolt 3. Abgesehen von Ethernet übernimmt der neue Anschluss dabei fast sämtliche Aufgaben des Onelink+-Anschlusses (Laden, Docking, DisplayPort). Um weiterhin natives Ethernet zu bieten, verbaut Lenovo deshalb beim Yoga 370 auch einen proprietären Mini-RJ45-Anschluss, den wir ebenfalls schon vom X1 Carbon kennen. Abgesehen von Onelink+ ist auch der miniDisplayPort im Vergleich zum Yoga 260 weggefallen.

Neben Thunderbolt 3 verfügt das Yoga 370 auch noch über Lenovos proprietären Slim-Tip-Ladeanschluss, daher ist das Testgerät hier wesentlich flexibler als das X1 Carbon: Hat man schon viele Slim-Tip-Netzteile herumliegen, dann kann man diese verwenden. Gleichzeitig kann man aber auch die Vorteile des Ladens per USB-C-Power-Delivery ausnutzen, wozu zum Beispiel gehört, dass man unterwegs nur ein Netzteil für das Notebook und ein Smartphone mit USB-Typ-C dabei haben muss.

Bei der Anschlusspositionierung gibt es nicht viel zu bemängeln. Die Anschlüsse sind ziemlich gleichmäßig auf beide Seiten verteilt und auch nicht zu weit vorne platziert. Auch Blockaden untereinander sind eher nicht zu befürchten, einzig der Mini-RJ45- und der Thunderbolt-3-Anschluss sitzen ein wenig eng zusammen. Zudem könnte der Thunderbolt-Port noch etwas nach hinten verschoben sein, das ist hier aber weniger schlimm als zum Beispiel beim ThinkPad T470s.

rechts: Power Button, Stifteinschub, 3,5-mm-Audio-Kombo, SIM-Einschub, Micro-SD-Kartenleser, USB 3.0, HDMI, Kensington Lock
rechts: Power Button, Stifteinschub, 3,5-mm-Audio-Kombo, SIM-Einschub, Micro-SD-Kartenleser, USB 3.0, HDMI, Kensington Lock
links: Netzanschluss, Thunderbolt 3.0, Mini-Ethernet, USB 3.0
links: Netzanschluss, Thunderbolt 3.0, Mini-Ethernet, USB 3.0

SDCardreader

Genau wie das Yoga 260 hat auch das Yoga 370 einen Micro-SD-Kartenleser auf der rechten Seite. Damit ist dieser besser platziert als beim X1 Carbon, aber die Karten aus dem Lesegerät zu entfernen, kann trotzdem sehr hakelig sein.

In unserem Benchmark-Test, für den wir die eigentlich für Smartphones gedachte Referenzkarte Toshiba Exceria Pro M401 verwendet haben, schneidet das Testgerät etwa so gut ab wie der teurere X1 Cousin. Ebenfalls ähnlich schnell arbeitet der Micro-SD-Kartenleser im Dell XPS 13 2-in-1. Damit befindet man sich auf dem Niveau eines durchschnittlich schnellen SD-Kartenlesers.

SDCardreader Transfer Speed
average JPG Copy Test (av. of 3 runs)
Lenovo ThinkPad Yoga 370-20JJS00100
65.9 MB/s ∼100%
Dell XPS 13-9365 2-in-1
61.6 MB/s ∼93% -7%
Lenovo ThinkPad X1 Carbon 2017-20HQS03P00
61.2 MB/s ∼93% -7%
maximum AS SSD Seq Read Test (1GB)
Dell XPS 13-9365 2-in-1
87.2 MB/s ∼100% +4%
Lenovo ThinkPad Yoga 370-20JJS00100
83.9 MB/s ∼96%
Lenovo ThinkPad X1 Carbon 2017-20HQS03P00
82.88 MB/s ∼95% -1%

Kommunikation

Alle Kaby-Lake-Modelle im Vergleich haben die Intel-8265-WLAN-Karte verbaut, eine 2x2-AC-Karte und die Standardlösung für viele teure Notebooks. Im Benchmark schneiden die beiden ThinkPads am besten ab und sind etwa gleich schnell, während die Konkurrenten von Dell sowie HP in den beiden Tests etwas zurückfallen. In der normalen Nutzung arbeitete das WLAN-Modul im Testgerät sehr unauffällig und ohne störende Aussetzer.

Wenn man vom WLAN absieht, verfügt das Yoga 370 weiterhin über Bluetooth 4.2, Gigabit-Ethernet (über die erwähnte Mini-RJ45-Buchse) sowie NFC (erkennbar am Aufkleber auf der Handballenauflage). Nicht verbaut und auch nicht vorbereitet ist WWAN.

Sowohl Webcam als auch die beiden kleinen Mikrophone, die oberhalb des Displays platziert sind, liefern keine gute Leistung ab. Das Bild der Webcam ist verrauscht, und Farben werden nicht richtig dargestellt, die Aufnahmen der Mikrophone sind eher leise und dumpf.

Networking
iperf3 Client (receive) TCP 1 m 4M x10
Lenovo ThinkPad Yoga 370-20JJS00100
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
675 MBit/s ∼100%
Lenovo ThinkPad X1 Carbon 2017-20HQS03P00
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
644 MBit/s ∼95% -5%
HP EliteBook x360 1030 G2
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
613 MBit/s ∼91% -9%
Dell XPS 13-9365 2-in-1
802.11 a/b/g/n/ac
309 MBit/s ∼46% -54%
iperf3 Client (transmit) TCP 1 m 4M x10
Lenovo ThinkPad X1 Carbon 2017-20HQS03P00
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
580 MBit/s ∼100% +11%
Lenovo ThinkPad Yoga 370-20JJS00100
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
522 MBit/s ∼90%
Dell XPS 13-9365 2-in-1
802.11 a/b/g/n/ac
471 MBit/s ∼81% -10%
HP EliteBook x360 1030 G2
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
455 MBit/s ∼78% -13%

Sicherheit

Touch-Fingerabdruckleser
Touch-Fingerabdruckleser

Wie bei allen Business-Notebooks gibt es auch beim ThinkPad Yoga 370 einen stärkeren Fokus auf Sicherheits-Features. Hardwareseitig haben wir einen Kensington-Lock-Slot, einen Fingerprint Reader sowie optional einen Smartcard-Steckplatz, der bei unserem Modell allerdings nicht verbaut ist. Der Fingerprint-Sensor ist ein Touch-Sensor, der sehr schnell und zuverlässig arbeitet.

Im UEFI-BIOS lassen sich verschiedene Sicherheits-Features aktivieren, dazu gehören TPM 2.0, Computrace-Anti-Theft oder BIOS-Passwörter. Zudem gibt es einen eingebauten Sensor, der erkennt, wenn die Bodenplatte des Notebooks geöffnet wurde. Damit kann man einstellen, dass nach jeder Öffnung der Bodenplatte ein Supervisor-BIOS-Passwort abgefragt wird.

Zubehör

Mitgelieferte Adapter
Mitgelieferte Adapter

Anders als bei den meisten ThinkPads liegt dem Yoga 370 tatsächlich nennenswertes Zubehör neben dem Slim-Tip-Netzteil bei: Exakt wie beim X1 Carbon liefert Lenovo unser Thinkpad Yoga 370 mit zwei Adapter-Dongles aus: Einem HDMI-auf-VGA-Adapter sowie einem Mini-RJ45-auf-Ethernet-Adapter. Gerade dass der Ethernet-Adapter beiliegt ist sehr fair, schließlich kann man diesen Anschluss ohne den Adapter nicht nutzen.

Beim optionalen Zubehör sind insbesondere die Docking-Optionen wichtig. Natürlich kann man beim Yoga 370 jegliche USB-C- und Thunderbolt-3-Docks anschließen, schließlich ist der Standard universell, aber Lenovo bietet auch eigene Docks mit diesen Anschlüssen an: Die ThinkPad USB-C-Dock (Modellnummer 40A90090EU) sowie die ThinkPad-Thunderbolt-3-Dock (40AC0135EU). Während Erstere schon länger erhältlich ist, ist die Thunderbolt-3-Dock noch nicht lieferbar.

Wartung

Das Yoga 370 präsentiert sich sehr zugänglich, wenn es um die Wartung geht. Das ist der Konstruktion der Basiseinheit zu verdanken, denn im Gegensatz zu Geräten wie beispielsweise dem ThinkPad X270 gibt es keine störenden Plastikhaken entlang der Gehäusekanten, sondern lediglich an der Vorderkante. Doch nicht nur das: Löst man die insgesamt neun Schrauben, so öffnet sich automatisch an der Vorderkante schon ein kleiner Spalt, den man dann auch als Ansatzpunkt zum Lösen der wenigen vorhandenen Clips nutzen kann. So machen die Wartung und das Aufrüsten Spaß.

Hat man die Bodenplatte abgenommen, erhält hat man Zugriff auf fast alle Komponenten, auch auf den Lüfter. Das Yoga 370 zeigt sich sogar etwas aufrüstbarer als das X1 Carbon, das eine vergleichbare Konstruktion hat: Der RAM ist beim Yoga 370 nicht verlötet, es gibt einen einzelnen Slot für DDR4-RAM. Wobei man hier gleich einen wichtigen Hinweis hinterher schicken muss: Alle Modelle des Yoga 370 mit WWAN haben ausschließlich 8 GB RAM verlötet. Eine seltsame Entscheidung, die auch dazu führt, dass WWAN bei unserem Modell wie schon erwähnt nicht nachrüstbar ist, da die Antennen fehlen.

Lenovos Hardware Maintenance Manual zum Yoga 370 ist eine sehr gute Hilfestellung, egal welche Operation man an dem Gerät vornehmen möchte.

Blick ins Innere
Blick ins Innere

Garantie

Überraschend knausrig zeigt sich Lenovo bei der Garantie: Standardmäßig verfügt jedes Yoga 370 nur über 12 Monate Garantie mit Bring-in-Service, bei dem man das Gerät einschicken muss. Hier bleibt das Yoga deutlich hinter den Modellen der T- und X-Serien zurück, die alle standardmäßig 36 Monate mit Vor-Ort-Service bieten. Diesen Service gibt es beim Yoga 370 nur gegen Aufpreis, maximal kann man die Garantie auf bis zu 5 Jahre mit Vor-Ort-Service sowie weiteren Extras wie Unfallschutz verlängern.

Eingabegeräte

Tastatur

Die Nutzung des Yoga-260-Gehäuses, eines 12,5-Zoll-Designs, bringt sowohl Vorteile wie die schmalen Displayränder als auch Nachteile mit sich. Zu den Nachteilen gehört, dass man eine Tastatur in verminderter Größe nutzt, genau wie beim ThinkPad X270. Aufgrund einiger verkleinerter Tasten, die aus der verringerten Breite der Tastatur resultieren, benötigt man etwas Eingewöhnungszeit.

Zum Tippgefühl der Tastatur sei gesagt, dass diese die typischen Qualitäten einer ThinkPad Tastatur wiederspiegelt. Ein angenehmer Druckpunkt geht einher mit einem großzügigen Hub, auch wenn dieser nicht ganz so großzügig ist wie bei einigen größeren Modellen oder bei älteren ThinkPads. Wenn man viel tippt, wird man an den glatten Tasten der Tastatur seine Freude haben. Wesentlich besser machen könnte man die Tastatur nur, indem man sie auf die volle Breite vergrößern würde, hier haben X1 Carbon und X1 Yoga einen kleinen Vorteil.

Alle Yoga-370-Modelle haben standardmäßig eine zweistufige, weiß-blaue LED-Hintergrundbeleuchtung verbaut. Diese lässt sich manual per FN+Leertaste aktivieren, allerdings kann man das Yoga auch so konfigurieren, dass das Backlight in dunklen Räumen oder bei Nacht automatisch aktiviert wird, denn Lenovo verbaut im Displayrahmen gut versteckt in der rechten oberen Ecke einen Helligkeitssensor.

Ein spezielles Feature der Tastatur, das ausschließlich Modellen der ThinkPad-Yoga-Linie vorbehalten ist, soll nicht unerwähnt bleiben: Das Yoga 370 verfügt über eine sogenannte "Lift and Lock"-Tastatur. Dabei wird der Tastaturrahmen zwischen den Tasten im Tablet-Modus nach oben gedrückt, womit die Tastatur verriegelt ist und sich mehr wie eine ebene Fläche anfühlt als zuvor. Das ist einerseits ein Komfort-Feature, da man das Gerät so angenehmer halten kann, andererseits werden so aber auch die Tasten im Tablet-Modus vor Beschädigung geschützt.  

Tastaturbereich
Tastaturbereich

Touchpad/Touchscreen

Was für die Tastatur gilt, gilt auch für das Touchpad: Es entspricht in etwa den Dimensionen des X270 Touchpads und ist damit recht klein für einen 13,3-Zoll-Laptop. Die Oberfläche ist etwas feiner als beim X270 und bietet somit bessere Gleitfähigkeiten. Als ClickPad hat es eine integrierte Klick-Mechanik, die satte und auch gut hörbare Klicks produziert. Wie bei allen anderen neuen ThinkPads nutzt man den Microsoft-Precision-TouchPad-Standard, was eine fast perfekte Umsetzung von Multitouch-Gesten und Genauigkeit bedeutet.

Wie immer im Gepäck ist der rote TrackPoint, der zwischen den Tasten B-G-H sitzt. Der Pointing Stick funktioniert genau so gut wie bei den anderen ThinkPads. Er bietet eine weitere Möglichkeit, die Maus sehr schnell und genau zu kontrollieren.

Als ein Convertible hat das ThinkPad Yoga 370 noch zwei weitere Eingabemöglichkeiten: einen Touchscreen sowie einen Digitizer-Stift. Der 10-Punkt-Touchscreen funktioniert einwandfrei, dasselbe kann man auch über den Stift sagen, dessen Technik von Wacom stammt (Wacom AES). Um dessen Energieversorgung muss man sich keine größeren Sorgen machen: Er wird im Stift-Einschub geladen, was sehr schnell vonstatten geht. Er bietet 2048 Druckstufen und zwei Tasten, die vielleicht ein bisschen zu flach sind. Ein Radierer am oberen Ende des Stifts ist nicht vorhanden, aber eine der Tasten ist standardmäßig der Radiererfunktion zugewiesen. Der Digitizer-Stift funktioniert insgesamt sehr gut, man kann damit sehr genau zeichnen, Probleme früherer Tablet-PCs wie zum Beispiel Ungenauigkeiten am Rand hat das Yoga 370 nicht. Auch die Handballenerkennung funktioniert sehr gut, wenn man den Handballen auf den Touchscreen legt, wird trotzdem nur der Stift erkannt, sodass man ohne Störung zeichnen kann.

Wacom-AES-Digitzer
Wacom-AES-Digitzer
Digitizer-Test mit Onenote
Digitizer-Test mit Onenote

Display

Pixelraster Sharp LQ133M1JX15
Pixelraster Sharp LQ133M1JX15
kaum Backlight Bleeding
kaum Backlight Bleeding

Für die Käufer gibt es keine große Wahl beim Yoga 370, wenn es um das Display geht: Es gibt nur eine Display-Option, ein 13,3 Zoll großes 16:9-Full-HD (1.920 x 1.080) LED-IPS-Display. Bei unserem Modell ist ein Panel von Sharp mit der Modellnummer LQ133M1JX15 verbaut, ob es noch andere Panels gibt, ist zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt. Das Display im Yoga 370 ist immer glossy, eine semi-matte Option wie bei früheren ThinkPad-Yoga-Modellen gibt es nicht.

Lenovo gibt für das Yoga 370 eine Helligkeit von 300 cd/m² an. Das ThinkPad X270 und das ThinkPad X1 Carbon hatten die selbe Helligkeitsangabe, doch beide konnten die 300-cd/m²-Marke bei der durchschnittlichen Helligkeit nicht erreichen. Ganz anders das Yoga 370, das die Marke erfreulicherweise nach oben hin deutlich überschreitet: Mit einer durchschnittlichen Helligkeit von 356 cd/m² liegt das Yoga 370 im Testfeld eindeutig vorne. Der direkte Konkurrent von HP, das Elitebook x360, hat ein Display mit genau 100 cd/m² weniger. Die Beleuchtung ist mit 87 % ausreichend gut, auch lässt sich kein auffälliges Backlight Bleeding feststellen. Leider hat das Display ab 50 % Helligkeit und weniger PWM. Die Frequenz von 217 Hz ist dabei ziemlich niedrig.

Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)

Eine günstige Methode um die Helligkeit eines Bildschirms zu steuern, ist die Beleuchtung periodisch ein- und auszuschalten. Dies nennt sich PWM (Pulsweitenmodulation) Diese Umschaltung sollte mit einer hohen Frequenz stattfinden damit das menschliche Auge kein Flimmern wahrnimmt. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, kann dies zu Ermüdungserscheinungen, Augenbrennen, Kopfweh und auch sichtbaren Flackern führen.
Flackern / PWM festgestellt 217.4 Hz50 % Helligkeit

Das Display flackert mit 217.4 Hz (höchstwahrscheinlich durch Pulsweitenmodulation PWM) bei einer eingestellten Helligkeit von 50 % und darunter. Darüber sollte es zu keinem Flackern kommen.

Die Frequenz von 217.4 Hz ist relativ gering und daher sollte es bei sensiblen Personen zu Problemen wie Flackern oder Augenbeschwerden führen.

Im Vergleich: 57 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 6272 (Minimum 43, Maximum 142900) Hz.

354
cd/m²
382
cd/m²
369
cd/m²
346
cd/m²
374
cd/m²
362
cd/m²
343
cd/m²
345
cd/m²
332
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 382 cd/m² Durchschnitt: 356.3 cd/m² Minimum: 4.3 cd/m²
Ausleuchtung: 87 %
Helligkeit Akku: 373 cd/m²
Kontrast: 1133:1 (Schwarzwert: 0.33 cd/m²)
ΔE Color 4.7 | - Ø
ΔE Greyscale 6.5 | - Ø
97.2% sRGB (Argyll) 63.1% AdobeRGB 1998 (Argyll)
Gamma: 2.19
Lenovo ThinkPad Yoga 370-20JJS00100
Sharp LQ133M1JX15, , 1920x1080, 13.3
Lenovo ThinkPad Yoga 260 20FD001XGE
LEN40E6 N125HCE-GN1, , 1920x1080, 12.5
Lenovo Thinkpad X1 Yoga 20FQ-000QUS
VVX14T058J10, , 2560x1440, 14
Lenovo ThinkPad X1 Carbon 2017-20HQS03P00
B140HAN03_1, , 1920x1080, 14
HP EliteBook x360 1030 G2
CMN1374, , 1920x1080, 13.3
Dell XPS 13-9365 2-in-1
1920x1080, 13.3
Response Times
-22%
6%
3%
-7%
122%
Response Time Grey 50% / Grey 80% *
42 (21.2, 20.8)
64 (30, 34)
-52%
38 (15.2, 22.8)
10%
41.6 (20.4, 21.2)
1%
55.2 (21.2, 34)
-31%
48 (16.4, 31.6)
-14%
Response Time Black / White *
32.8 (19.2, 13.6)
30 (5, 25, Nano Seconds ns)
9%
30.4 (6, 24.4)
7%
31.6 (18.8, 12.8)
4%
27.2 (7.6, 19.6)
17%
32.8 (7.6, 25.2)
-0%
PWM Frequency
217.4 (50)
219 (99)
1%
1042 (29)
379%
Bildschirm
-22%
-11%
-2%
-5%
-8%
Brightness
356
335
-6%
272
-24%
288
-19%
256
-28%
306
-14%
Brightness Distribution
87
84
-3%
89
2%
85
-2%
83
-5%
91
5%
Schwarzwert *
0.33
0.29
12%
0.383
-16%
0.24
27%
0.25
24%
0.19
42%
Kontrast
1133
1279
13%
743
-34%
1296
14%
1048
-8%
1698
50%
DeltaE Colorchecker *
4.7
8.51
-81%
5.24
-11%
5.5
-17%
5.13
-9%
7.7
-64%
DeltaE Graustufen *
6.5
9.23
-42%
7.32
-13%
6.2
5%
6.23
4%
7.9
-22%
Gamma
2.19 110%
2.24 107%
2.22 108%
2.02 119%
2.45 98%
2.88 83%
CCT
7086 92%
6759 96%
6277 104%
5950 109%
6413 101%
7044 92%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
63.1
41
-35%
70.17
11%
55.96
-11%
57.84
-8%
44.1
-30%
Color Space (Percent of sRGB)
97.2
62
-36%
94.68
-3%
85.77
-12%
88.57
-9%
69.9
-28%
Durchschnitt gesamt (Programm / Settings)
-22% / -22%
-3% / -6%
1% / -1%
-6% / -5%
57% / 28%

* ... kleinere Werte sind besser

Farben
Farben
Sättigung
Sättigung
Grauwerte
Grauwerte
Farben (kalibriert)
Farben (kalibriert)
Sättigung (kalibriert)
Sättigung (kalibriert)
Grauwerte (kalibriert)
Grauwerte (kalibriert)

Mit einem Kontrast von 1133:1 und einem Schwarzwert von 0,33 cd/m² liegt das Display auf dem Niveau eines guten IPS-Displays. Ab Werk hat das Display einen leichten Grünstich, ein Phänomen, das man oft bei unkalibrierten IPS-Displays hat. Mit der Anwendung des von uns erstellen ICC-Profils, das wie immer kostenlos zum Download zur Verfügung gestellt wird, lässt sich diese Abweichung korrigieren.

Beim sRGB-Farbraum erreicht das Panel eine Abdeckung von 97 %, damit setzt sich das ThinkPad Yoga 370 auch in der Kategorie Farbraumabdeckung an die Spitze des Testfelds. Das Display eignet sich durchaus für semi-professionelle Bildbearbeitung. Die Farben werden vom Panel sehr natürlich dargestellt. Insgesamt kann das Display bei der Bildqualität rundherum überzeugen, die Farben wirken lebendig, und alle Inhalte sind scharf.

sRGB: 97 %
sRGB: 97 %
AdobeRGB: 63 %
AdobeRGB: 63 %

Glossy-Displays und Outdoor-Nutzung sind zwei Dinge, die für gewöhnlich nicht recht zusammenpassen. Dank der hohen Helligkeit kann man das Yoga 370 aber trotz spiegelnder Oberfläche im Freien nutzen, zumindest so lange man sich im Schatten aufhält. Um gegen direkte Sonneneinstrahlung bestehen zu können, müsste das Display nochmal deutlich heller sein, hier wären 400 oder besser 500 cd/m² nötig, damit man wirklich produktiv arbeiten kann. Allerdings muss man auch anmerken, dass das schwarze Gehäuse im direkten Sonnenlicht recht warm wird, was bedeutet, dass es sowieso besser ist, sich einen schattigen Platz zu suchen.

outdoor: Schatten
outdoor: Schatten
outdoor: Sonne
outdoor: Sonne

Reaktionszeiten (Response Times) des Displays

Die Reaktionszeiten (Response Times) beschreiben wie schnell zwischen zwei Farben eines Pixels umgeschaltet werden kann. Langsame Response Times können zu einer verschwommenen Darstellung, Schlieren und Geisterbilder führen. Besonders bei schnellen 3D-Spielen sind kurze Umschaltzeiten wichtig.
       Reaktionszeiten Schwarz zu Weiss
32.8 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 19.2 ms steigend
↘ 13.6 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.8 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 83 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten schlechter als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (26.7 ms).
       Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau
42 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 21.2 ms steigend
↘ 20.8 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.9 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 52 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten durchschnittlich (42.8 ms).

Sehr gut ist die Blickwinkelstabilität des verbauten Panels. Das IPS-Display weist bei Positionsveränderungen nur einen leichten Helligkeitsabfall auf, ansonsten bleibt die Darstellung gleich. Nur wegen der spiegelnden Oberfläche kann es insbesondere in hellen Umgebungen vorkommen, dass man bei extremeren Blickwinkeln nichts erkennt.

Externe Monitore und Projektoren können über HDMI oder Thunderbolt 3 angeschlossen werden. Beide Anschlüsse liefern ein gestochen scharfes Bild.  

Blickwinkel Sharp LQ133M1JX15
Blickwinkel Sharp LQ133M1JX15

Leistung

Sieben verschiedene Ausstattungsvarianten des Yoga 370 sind momentan in Deutschland auf dem Markt. Zwei davon, darunter auch unser Testgerät, sind Sondermodelle, die ausschließlich im Campus-Programm von Lenovo erhältlich sind. Die anderen Modelle gibt es sowohl regulär als auch preisreduziert im Campus-Programm. Insgesamt deckt das Yoga 370 einen Preisbereich von 1.369 Euro bis 1.788 Euro ab. Damit ist es etwas günstiger als das HP Elitebook x360 (1.628-2.336 Euro) und deutlich günstiger als das X1 Yoga, (1.979-3.268 Euro), wobei es sich bei Letzterem noch um das letztjährige Modell handelt. Das XPS 13 2-in-1 spielt dagegen in derselben Liga (1.399-1.899 Euro).

Zu den wichtigsten Unterschieden zwischen den einzelnen Modellen gehört die CPU, wahlweise gibt es den Core i5-7200U oder den Core i7-7500U. Dann natürlich die SSD, bei der es ebenfalls zwei Optionen gibt: Eine 256-GB-SSD oder eine 512-GB-SSD. Was den RAM angeht, gibt es hier die schon erwähnte Unterscheidung zwischen Modellen mit LTE und ohne LTE. Modelle mit LTE enthalten immer 8-GB-DDR4-2133-RAM (verlötet). Modelle ohne LTE, wie unser Testgerät, gibt es wahlweise mit 16 GB oder 8 GB RAM, wobei der Arbeitsspeicher dank dem SODIMM-Steckplatz auch aufrüstbar ist.

Ein weiteres Ausstattungsmerkmal, das zur Differenzierung zwischen den Modellen beiträgt, ist die Farbe. Sechs von sieben Modellen sind schwarz, eins ist silber. Weiterhin das Betriebssystem: Bei den regulären Modellen ist in jedem Fall Windows 10 Pro vorinstalliert. Bei unserem günstigeren Campus-Modell verwendet Lenovo stattdessen Windows 10 Home, während das zweite exklusive Campus-Modell ganz ohne Betriebssystem geliefert wird.

HWInfo
HWInfo
CPUZ
CPUZ
CPUZ-Caches
CPUZ-Caches
CPUZ-Memory
CPUZ-Memory
CPUZ-Mainboard
CPUZ-Mainboard
CPUZ-SPD
CPUZ-SPD
GPUZ
GPUZ
LatencyMon
LatencyMon

Prozessor

Einer der am häufigsten bei aktuellen Notebooks verbauten Prozessoren ist der Intel Core i5-7200U, der auch in unserem ThinkPad Yoga 370 steckt. Diese CPU ist ein Dual-Core-Prozessor in Intels U-Serie, die mit einer TDP von 15 W für Ultrabooks entwickelt wurde. Alle für den Vergleich gewählten Notebooks verwenden CPUs dieser Klasse, mit Ausnahme des Dell XPS 13 2-in-1, welches die noch stromsparenderen Y-CPUs verbaut hat, die für sehr dünne Ultrabooks und Tablets gedacht sind. Eine Übersicht über viele Prozessoren findet sich in unserer CPU-Benchmark-Liste.

Der i5-7200U kann maximal mit 3,1 GHz takten, der Grundtakt beträgt 2,5 GHz. Wenn das System mit dem Cinebench Multi-Core Benchmark belastet wird, kann die CPU diesen Turbo-Takt nicht ganz erreichen, mit 2,9 GHz bleibt der Prozessor ein wenig hinter seinen Möglichkeiten zurück. Ursächlich dafür sind nicht die Temperaturen, sondern eine TDP-Begrenzung. So erreicht das Testgerät auch im Cinebench-Multicore-Loop-Test, der 30 Minuten dauert, niemals die maximale Performance, welche beim Core i5-7200U so bei um die 330 Punkte liegt. Zum Ende des Tests bricht die Leistung sogar etwas ein, wobei das vermutlich an einem Hintergrund-Task liegt und nicht an einer weitergehenden Leistungslimitierung.

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Cinebench R15 CPU Multi 64 Bit

Aufgrund des nicht vollständig ausgenutzten Turbo-Boosts schneidet das Yoga 370 in der Gegenüberstellung mit den anderen Geräten nicht sonderlich gut ab, im Single-Core-Test liegt es sogar hinter dem eigenen Vorgänger. Im Multicore-Test ordnet es sich zwar vor den Geräten mit Skylake ein, allerdings deutlich hinter dem HP Elitebook x360 (+11 %) und dem ThinkPad X1 Carbon (+15 %). Beide sind zwar mit stärkeren CPUs ausgestattet; könnte der i5-7200U aber sein volles Potenzial ausnutzen, dann wäre der Abstand hier deutlich kleiner.

Die Leistung wird im Akkumodus nicht reduziert.

Cinebench R15
CPU Single 64Bit
HP EliteBook x360 1030 G2
Intel Core i5-7300U
144 Points ∼74% +14%
Lenovo ThinkPad X1 Carbon 2017-20HQS03P00
Intel Core i7-7500U
143 Points ∼73% +13%
Dell XPS 13-9365 2-in-1
Intel Core i7-7Y75
130 Points ∼67% +3%
Lenovo ThinkPad Yoga 260 20FD001XGE
Intel Core i7-6500U
128 Points ∼66% +2%
Lenovo Thinkpad X1 Yoga 20FQ-000QUS
Intel Core i7-6500U
128 Points ∼66% +2%
Lenovo ThinkPad Yoga 370-20JJS00100
Intel Core i5-7200U
126 Points ∼65%
CPU Multi 64Bit
Lenovo ThinkPad X1 Carbon 2017-20HQS03P00
Intel Core i7-7500U
360 Points ∼17% +15%
HP EliteBook x360 1030 G2
Intel Core i5-7300U
346 Points ∼16% +11%
Lenovo ThinkPad Yoga 370-20JJS00100
Intel Core i5-7200U
312 Points ∼15%
Lenovo Thinkpad X1 Yoga 20FQ-000QUS
Intel Core i7-6500U
307 Points ∼14% -2%
Lenovo ThinkPad Yoga 260 20FD001XGE
Intel Core i7-6500U
264 Points ∼12% -15%
Dell XPS 13-9365 2-in-1
Intel Core i7-7Y75
258 Points ∼12% -17%
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
37.15 fps
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
97.7 %
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
312 Points
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
126 Points
Hilfe

System Performance

Quasi ein Spiegelbild des CPU-Vergleiches ergibt sich im PCMark Test: In einem Test liegt das Yoga 370 im Mittelfeld, im anderen eher am Ende. Verantwortlich dafür sind vermutlich der Single-Channel-RAM sowie die nicht optimale CPU-Performance, wobei sich die Auswirkungen dieses Ergebnisses im Alltag in Grenzen halten. Das ganze System läuft sehr flüssig und ohne längere Gedankenpausen, was auch an der schnellen SSD liegt.

PCMark 8
Work Score Accelerated v2
Lenovo ThinkPad X1 Carbon 2017-20HQS03P00
HD Graphics 620, 7500U, Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP
4978 Points ∼76% +15%
HP EliteBook x360 1030 G2
HD Graphics 620, 7300U, Sandisk SD8TN8U-256G-1006
4803 Points ∼74% +11%
Dell XPS 13-9365 2-in-1
HD Graphics 615, 7Y75, Toshiba NVMe THNSN5256GPUK
4674 Points ∼72% +8%
Lenovo ThinkPad Yoga 260 20FD001XGE
HD Graphics 520, 6500U, Samsung SSD PM871 MZNLN256HCHP
4368 Points ∼67% +1%
Lenovo ThinkPad Yoga 370-20JJS00100
HD Graphics 620, 7200U, Toshiba NVMe THNSF5512GPUK
4314 Points ∼66%
Lenovo Thinkpad X1 Yoga 20FQ-000QUS
HD Graphics 520, 6500U, Samsung SSD PM871 MZNLN512HCJH
3986 Points ∼61% -8%
Home Score Accelerated v2
Lenovo ThinkPad X1 Carbon 2017-20HQS03P00
HD Graphics 620, 7500U, Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP
4025 Points ∼67% +14%
HP EliteBook x360 1030 G2
HD Graphics 620, 7300U, Sandisk SD8TN8U-256G-1006
3774 Points ∼63% +7%
Lenovo ThinkPad Yoga 370-20JJS00100
HD Graphics 620, 7200U, Toshiba NVMe THNSF5512GPUK
3539 Points ∼59%
Lenovo ThinkPad Yoga 260 20FD001XGE
HD Graphics 520, 6500U, Samsung SSD PM871 MZNLN256HCHP
3263 Points ∼55% -8%
Lenovo Thinkpad X1 Yoga 20FQ-000QUS
HD Graphics 520, 6500U, Samsung SSD PM871 MZNLN512HCJH
3137 Points ∼53% -11%
Dell XPS 13-9365 2-in-1
HD Graphics 615, 7Y75, Toshiba NVMe THNSN5256GPUK
3134 Points ∼52% -11%
PCMark 8 Home Score Accelerated v2
3539 Punkte
PCMark 8 Creative Score Accelerated v2
4504 Punkte
PCMark 8 Work Score Accelerated v2
4314 Punkte
Hilfe

Massenspeicher

Im Testgerät ist die gleiche SSD wie im ThinkPad X270 verbaut. Es handelt sich um eine 512-GB-NVMe-PCIe-SSD von Toshiba mit der Modellnummer THNSF5512GPUK. Die SSD hat das M.2-2280-Format, 2,5-Zoll-Laufwerke kann man nicht im Yoga 370 verbauen.

In den Testergebnissen mit AS-SSD und CrystalDiskMark kann man sehen, dass es sich um eine mittelmäßig schnelle NVMe-SSD handelt. Die Samsung PM961 im X1 Carbon ist beispielsweise deutlich schneller, aber natürlich auch teurer. SSDs mit SATA-III-Geschwindigkeit werden aber übertroffen. Die SanDisk-SSD im Elitebook x360 ist zum Beispiel etwa 35 % langsamer. Wobei man auch sagen muss: Im bedeutsamen CrystalDiskMark-4K-Read-Test fallen die Unterschiede zwischen allen Vergleichsgeräten sehr gering aus, nur das X1 Carbon kann sich hier vom Feld absetzen.

Möchte man mehr Benchmark-Vergleiche mit aktuellen oder älteren SSDs und Festplatten anstellen, so ist das wie immer mit unserem SSD-/HDD-Benchmark-Tool möglich.

Lenovo ThinkPad Yoga 370-20JJS00100
Toshiba NVMe THNSF5512GPUK
Lenovo ThinkPad Yoga 260 20FD001XGE
Samsung SSD PM871 MZNLN256HCHP
Lenovo Thinkpad X1 Yoga 20FQ-000QUS
Samsung SSD PM871 MZNLN512HCJH
Lenovo ThinkPad X1 Carbon 2017-20HQS03P00
Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP
HP EliteBook x360 1030 G2
Sandisk SD8TN8U-256G-1006
Dell XPS 13-9365 2-in-1
Toshiba NVMe THNSN5256GPUK
CrystalDiskMark 3.0
-35%
-30%
74%
-35%
3%
Write 4k QD32
414.5
136.6
-67%
189.2
-54%
495.6
20%
225.2
-46%
250.2
-40%
Read 4k QD32
460.8
398.3
-14%
327.4
-29%
601.2
30%
311.3
-32%
411
-11%
Write 4k
127.3
85.06
-33%
81.89
-36%
172.2
35%
56.48
-56%
121.2
-5%
Read 4k
30.55
33.11
8%
33.99
11%
60.97
100%
29.43
-4%
32.93
8%
Write 512
483.1
297.1
-39%
377.8
-22%
1098
127%
372.5
-23%
410.7
-15%
Read 512
679.9
397.9
-41%
363.1
-47%
814
20%
312.3
-54%
966.3
42%
Write Seq
484.5
297.3
-39%
443.8
-8%
1383
185%
443.6
-8%
629.4
30%
Read Seq
1070
468.9
-56%
512.3
-52%
1827
71%
467.1
-56%
1206
13%
Toshiba NVMe THNSF5512GPUK
Sequential Read: 1070 MB/s
Sequential Write: 484.5 MB/s
512K Read: 679.9 MB/s
512K Write: 483.1 MB/s
4K Read: 30.55 MB/s
4K Write: 127.3 MB/s
4K QD32 Read: 460.8 MB/s
4K QD32 Write: 414.5 MB/s

Grafikkarte

Wenn eine GPU fast schon keine Vorstellung nötig haben sollte, dann ist es die Intel HD Graphics 620, da wir diese integrierte Prozessorgrafik bereits sehr oft getestet haben. Als iGPU müssen ihre 24 Ausführungseinheiten (EUs) auf den Hauptspeicher zurückgreifen, da die GPU keinen eigenen Speicher zur Seite gestellt bekommt.

Diese Eigenschaft führt beim Yoga 370 zu einer gewissen Limitierung der Grafikleistung, denn wie schon weiter oben beschrieben hat unser Testgerät nur einen RAM-Slot. Dadurch kann die GPU nur auf Speicher in Single-Channel-Geschwindigkeit zurückgreifen, was eine reduzierte Performance bedeutet. Umgehen kann man das nur, indem man ein Yoga 370 mit WWAN ab Werk und damit verlötetem RAM nimmt, denn der verlötete RAM läuft vermutlich im Dual-Channel-Modus. Allerdings bedeutet dass auch, dass man den RAM nicht aufrüsten kann und dass man auf 8 GB limitiert ist. 16 GB Arbeitsspeicher und WWAN lassen sich beim Yoga 370 nicht kombinieren.

Bei dem ersten Durchlauf einiger Grafik-Benchmarks zeigte das Testgerät eine auffällig schwache Leistung. Nach etwas Suchen im BIOS war die Ursache schnell gefunden: Ab Werk ist die Option "Total Graphics Memory" auf 256 MB eingestellt. Wenn man diese Option auf 512 MB umstellt, dann steigt die Performance in manchen Benchmarks deutlich an. Während wir mit Werkseinstellungen lediglich 873 Punkte im 3DMark11 erreichten, waren es nach der Umstellung 1.337, ein Ergebnis, das deutlich näher am normalen Niveau der HD 620 liegt.

Insgesamt schneidet das ThinkPad Yoga 370 bei der GPU-Performance aber vergleichsweise schwach ab, es fällt sogar hinter die Intel HD Graphics 615 im Dell XPS 13 2-in-1 zurück. Nur der eigene Vorgänger ist noch langsamer. Zumindest ist auch im Akkubetrieb die volle GPU-Leistung abrufbar.

Für weitere GPU-Vergleiche gibt es die GPU-Benchmark-Liste.

3DMark 11 - 1280x720 Performance GPU
Lenovo ThinkPad X1 Carbon 2017-20HQS03P00
Intel HD Graphics 620, Intel Core i7-7500U
1641 Points ∼100% +23%
HP EliteBook x360 1030 G2
Intel HD Graphics 620, Intel Core i5-7300U
1476 Points ∼90% +10%
Lenovo Thinkpad X1 Yoga 20FQ-000QUS
Intel HD Graphics 520, Intel Core i7-6500U
1374 Points ∼84% +3%
Dell XPS 13-9365 2-in-1
Intel HD Graphics 615, Intel Core i7-7Y75
1370 Points ∼83% +2%
Lenovo ThinkPad Yoga 370-20JJS00100
Intel HD Graphics 620, Intel Core i5-7200U
1338 Points ∼82%
Lenovo ThinkPad Yoga 260 20FD001XGE
Intel HD Graphics 520, Intel Core i7-6500U
1197 Points ∼73% -11%
3DMark
1920x1080 Fire Strike Graphics
Lenovo ThinkPad X1 Carbon 2017-20HQS03P00
Intel HD Graphics 620, Intel Core i7-7500U
1093 Points ∼100% +32%
HP EliteBook x360 1030 G2
Intel HD Graphics 620, Intel Core i5-7300U
972 Points ∼89% +18%
Dell XPS 13-9365 2-in-1
Intel HD Graphics 615, Intel Core i7-7Y75
917 Points ∼84% +11%
Lenovo ThinkPad Yoga 370-20JJS00100
Intel HD Graphics 620, Intel Core i5-7200U
827 Points ∼76%
Lenovo ThinkPad Yoga 260 20FD001XGE
Intel HD Graphics 520, Intel Core i7-6500U
776 Points ∼71% -6%
1280x720 Cloud Gate Standard Graphics
Lenovo ThinkPad X1 Carbon 2017-20HQS03P00
Intel HD Graphics 620, Intel Core i7-7500U
8971 Points ∼100% +27%
HP EliteBook x360 1030 G2
Intel HD Graphics 620, Intel Core i5-7300U
8220 Points ∼92% +16%
Dell XPS 13-9365 2-in-1
Intel HD Graphics 615, Intel Core i7-7Y75
7839 Points ∼87% +11%
Lenovo Thinkpad X1 Yoga 20FQ-000QUS
Intel HD Graphics 520, Intel Core i7-6500U
7114 Points ∼79% +1%
Lenovo ThinkPad Yoga 370-20JJS00100
Intel HD Graphics 620, Intel Core i5-7200U
7059 Points ∼79%
Lenovo ThinkPad Yoga 260 20FD001XGE
Intel HD Graphics 520, Intel Core i7-6500U
6759 Points ∼75% -4%
3DMark 11 Performance
1439 Punkte
3DMark Ice Storm Standard Score
51316 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
5704 Punkte
3DMark Fire Strike Score
773 Punkte
Hilfe

Gaming Performance

Im Angesicht des schwachen Abschneidens in den Grafik-Benchmarks verwundert es kaum, dass das Testgerät bei Spielen kaum zu gebrauchen ist. Von allen getesteten Spielen lässt sich lediglich Bioshock Infinite in minimalen Details spielbar darstellen, aber dieses Spiel hat ja auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Wie immer bei der HD 620 gilt: Ältere Spiele in reduzierten Details ja, aktuelle Spiele nein. Selbst Civilization VI ist nicht spielbar.

An dieser Stelle ist es angebracht zu erwähnen, dass der zweite Vorgänger des Yoga 370, das ThinkPad Yoga 460, optional auch mit Nvidia GeForce 940MX erhältlich war. Diese Option hat das Yoga 370 nicht, was bedeutet, dass Lenovo das ThinkPad Yoga mit mehr GPU-Performance ersatzlos gestrichen hat. Für Nutzer, die sich wegen der GPU-Performance für das Yoga 460 interessiert haben, ist das mit Sicherheit eine Enttäuschung.

min. mittel hoch max.
BioShock Infinite (2013) 37.623.96fps
Company of Heroes 2 (2013) 18.6fps
The Witcher 3 (2015) 12.6fps
Rise of the Tomb Raider (2016) 16.4fps
Civilization VI (2016) 24.89.6fps

Emissionen

Geräuschemissionen

Kühlsystem
Kühlsystem

Der Lüfter steht im Idle still, was bei Geräten mit 15-W-CPUs normal ist. Im Idle nutzt man das Gerät aber selbstverständlich nicht, im normalen Surf- und Office-Betrieb springt der Lüfter durchaus auch öfter mal an. Ganz lautlos arbeiten kann man mit dem Yoga 370 also nicht. Unter Last ist der Lüfter deutlich hörbar und minimal lauter im Vergleich mit dem Elitebook x360, wobei der Unterschied wirklich sehr gering ist. Um noch einmal den Vergleich mit dem X270 zu bemühen: Im Yoga 370 läuft der Lüfter deutlich angenehmer, vor allem weniger hochfrequent und auch etwas leiser. Damit schneidet es in diesem Bereich zwar nicht ideal ab, aber wirklich problematisch ist der Lüfter nicht.

Andere Geräusche wie Transistor-Fiepen oder Ähnliches konnten wir während des Tests nicht vernehmen. Da das Yoga 370 keine HDDs aufnehmen kann, gibt es diese Geräuschquelle auch nicht.

Lautstärkediagramm

Idle
28.6 / 28.6 / 31.2 dB(A)
Last
33.7 / 36.7 dB(A)
 
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   Audix TM1, Arta (aus 15 cm gemessen)   Umgebungsgeräusche: 28.6 dB(A)
dB(A) 0102030405060708090Deep BassMiddle BassHigh BassLower RangeMidsHigher MidsLower HighsMid HighsUpper HighsSuper Highs2035.335.534.5332536.934.934.634.23135.73231.630.74031.929.929.330.55028.529.827.428.46328.224.725.226.18028.726.127.226.910027.626.126.427.612526.323.624.725.516023.921.523.32420023.922.221.524.425022.821.922.623.33152220.420.922.340020.619.619.721.850020.41918.821.663021.11917.623.180019.618.417.221.6100020.918.316.323.7125020.5191623160020.819.215.724200021.919.915.425.2250023.420.715.127.8315024.321.715.328.3400024.919.115.326.9500018.716.615.623.3630017.316.215.820.7800016.61615.9191000016.316.115.918.41250016.416.11618.21600016.816.315.818.8SPL33.731.228.636.7N1.91.51.12.4median 20.9Lenovo ThinkPad Yoga 370-20JJS00100median 19.1median 16median 23.3Delta2.42.42.31.530.732.830.232.531.230.132.131.340.14030.129.228.127.935.735.734.534.225.42428.325.227.724.430.422.727.421.825.520.723.920.224.61925.918.624.418.924.418.624.718.923.818.722.518.522.2192219.920.319.519.819.320.420.1202119.620.23632.12.61.7median 24.4HP EliteBook x360 1030 G2median 20.12.72.7hearing rangehide median Fan Noise

Temperatur

Stresstest (Prime95 + FurMark)
Stresstest (Prime95 + FurMark)

Im Idle wird das Gehäuse des Testgeräts nicht warm, wie bei der sparsamen Hardware auch zu erwarten war. Unter Last sieht es da schon anders aus, auch wenn wir noch ein gutes Stück von der sehr schlechten Leistung des X270 entfernt sind. 52,4 °C ist das Maximum, das wir am buchstäblichen Hotspot der Unterseite im Bereich der Lüfteröffnung messen. Damit ist das Gerät spürbar heiß, und auf Dauer wird der Hautkontakt eher unangenehm.

Im Stresstest steht quasi schon ab dem Start nicht die volle Leistung zur Verfügung. Circa 28 Sekunden lang kann die CPU ihren Maximaltakt halten, dann bricht der Takt auf etwa 2,3-2,5 GHz ein, wo er schwankend verbleibt. Nach etwa 6 Minuten bricht der Takt weiter ein, dann taktet die CPU mit etwa 1,5-1,7 GHz. Die GPU hingegen kann ihren Maximaltakt von etwa 1.000 MHz fast durchgehend konstant halten. Das vorgefundene Throttling kommt nicht aufgrund der Temperatur zustande bzw. höchstens indirekt (maximale Temperatur: 81 °C). Der direkte Grund ist die TDP; anders als bei Modellen wie dem X270 oder dem T470s hat Lenovo die TDP beim Yoga 370 nicht auf 25 W angehoben. Für die ersten 28 Sekunden darf das System 17 W für CPU und GPU aufwenden, aber dann tritt die Beschränkung auf 15 W in Kraft. Die zweite Verringerung des Taktes geht mit einer Verringerung der TDP auf etwa 12 W einher. Hier muss man vermuten, dass Lenovo eine künstliche Schranke gesetzt hat, damit das System nicht komplett überhitzt, wie das zum Beispiel beim X270 der Fall ist. 

Ein direkt nach dem Stresstest ausgeführter 3DMark11 Benchmark brachte ein Ergebnis auf dem normalen Niveau, für den Alltag ist das Ergebnis des Stresstests also nicht von allzu großer Bedeutung.

Oberseite (Idle)
Oberseite (Idle)
Unterseite (Idle)
Unterseite (Idle)
Oberseite (Last)
Oberseite (Last)
Unterseite (Last)
Unterseite (Last)
Max. Last
 41.2 °C42 °C36.4 °C 
 39.4 °C38.4 °C32.9 °C 
 31.1 °C28.8 °C26.4 °C 
Maximal: 42 °C
Durchschnitt: 35.2 °C
28.1 °C45.3 °C48 °C
27.8 °C39 °C40.8 °C
23.8 °C24.6 °C24.7 °C
Maximal: 48 °C
Durchschnitt: 33.6 °C
Netzteil (max.)  33.6 °C | Raumtemperatur 21.7 °C | Voltcraft IR-900

Lautsprecher

Dolby-Einstellungen
Dolby-Einstellungen

Das Yoga 370 hat zwei kleine Stereo-Lautsprecher, die man auf den ersten Blick nicht findet. Tatsächlich sind sie auf der Oberseite zwischen der Tastatur, den Scharnieren und dem Bildschirm versteckt. Das bedeutet, dass der Sound im Notebook-Modus ohne Beeinträchtigung durch den Untergrund abgespielt wird. Für die unterschiedlichen Yoga-Modi hat die Platzierung teilweise Vor- und Nachteile: Im Tablet-Modus strahlen die Lautsprecher nach hinten ab, im Zelt-Modus ebenso, nur im Stand-Modus stahlen sie den Untergrund an. Für diesen letzten Modus wäre eine Platzierung auf der Unterseite wie beim ThinkPad X1 Yoga vorteilhaft, ansonsten scheint die Position beim ThinkPad Yoga 370 besser gewählt.

Die Lautsprecher liefern typischen Notebook-Sound: bassarm und insgesamt etwas matschig. Wenigstens sind die Lautsprecher nicht zu leise, allerdings neigen sie bei hoher Lautstärke zum Verzerren. Das, was die Lautsprecher dann tun, könnte man als "Plärren" bezeichnen. Ab Werk aktiviert ist Dolby-Audio, was sich über die vorinstallierte Lenovo-Settings-App regeln lässt. Dadurch kann man die Lautstärke noch etwas erhöhen. Besser wird der Sound aber nicht, eher schlechter, denn alle verschiedenen Presets der Dolby-Software verfälschen den Sound etwas.

Wie immer ermöglicht die 3,5-mm-Kombo-Buchse deutlich besseren Sound, wenn man externe Lautsprecher oder Kopfhörer nutzt. Sie gibt klaren und vollen Sound wieder.

dB(A) 0102030405060708090Deep BassMiddle BassHigh BassLower RangeMidsHigher MidsLower HighsMid HighsUpper HighsSuper Highs2031.433.331.42534.233.934.23134.430.634.44031.929.731.95029.82829.86331.126.431.18032.926.532.91003325.83312534.223.634.216035.122.435.120037.121.237.125041.720.741.731550.819.450.84006018.46050062.917.962.963062.217.262.280067.316.567.3100066.516.366.5125066.615.466.6160070.214.970.2200072.715.472.7250068.11568.1315069.215.369.2400066.716.366.7500064.715.664.7630062.416.262.4800059.416.859.41000052.716.252.71250050.91650.91600044.11744.1SPL79.428.479.4N42.11.142.1median 62.2Lenovo ThinkPad Yoga 370-20JJS00100median 16.5median 62.2Delta10.7210.73641.837.137.74535.835.347.750.746.655.659.5596056.562.668.973.870.277.375.873.478.27774.672.169.767.8626086.363.8median 67.8HP EliteBook x360 1030 G28.4hearing rangehide median Pink Noise
Lenovo ThinkPad Yoga 370-20JJS00100 Audio Analyse

(±) | Mittelmäßig laut spielende Lautsprecher (79.4 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(-) | kaum Bass - 23.5% niedriger als der Median
(+) | lineare Bass-Wiedergabe (6.5% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(+) | ausgeglichene Mitten, vom Median nur 4.4% abweichend
(+) | lineare Mitten (6.8% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(+) | ausgeglichene Hochtöne, vom Median nur 4.6% abweichend
(+) | sehr lineare Hochtöne (6.9% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(±) | hörbarer Bereich ist durchschnittlich linear (22.7% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 53% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 6% vergleichbar, 41% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 11%, durchschnittlich ist 23%, das schlechteste Gerät hat 53%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 55% aller getesteten Geräte waren besser, 7% vergleichbar, 38% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 22%, das schlechteste Gerät hat 53%

HP EliteBook x360 1030 G2 Audio Analyse

(+) | Die Lautsprecher können relativ laut spielen (86.3 dB)
Analysis not possible as minimum curve is missing or too high

Frequenzdiagramm im Vergleich (Checkboxen oben an-/abwählbar!)

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Eher mittelmäßig schneidet das Yoga 370 beim Stromverbrauch ab. Interessanterweise ist der eigene Vorgänger hier besser, womit wir noch eine Parallele zum X270 haben. Auch das Elitebook x360 schlägt das ThinkPad Yoga 370 beim Stromverbrauch klar, vor allem dank der niedrigen Werte im Idle. Nur das X1 Yoga und das X1 Carbon benötigen mehr Strom als das Yoga 370, während das XPS 13 2-in-1, vermutlich dank der Y-CPUs, den Vergleich gewinnt.

Lenovo liefert ein 45-W-Slim-Tip-Netzteil mit dem Yoga 370 aus. Damit ist es mehr als ausreichend dimensioniert, denn der Stromverbrauch kommt selbst unter Last nicht mal in die Nähe von 40 Watt.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.37 / 0.46 Watt
Idledarkmidlight 3.6 / 7.2 / 8.4 Watt
Last midlight 29.9 / 32.2 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Metrahit Energy
Lenovo ThinkPad Yoga 370-20JJS00100
7200U, HD Graphics 620, Toshiba NVMe THNSF5512GPUK, IPS LED, 1920x1080, 13.3
Lenovo ThinkPad Yoga 260 20FD001XGE
6500U, HD Graphics 520, Samsung SSD PM871 MZNLN256HCHP, IPS, 1920x1080, 12.5
Lenovo Thinkpad X1 Yoga 20FQ-000QUS
6500U, HD Graphics 520, Samsung SSD PM871 MZNLN512HCJH, IPS, 2560x1440, 14
Lenovo ThinkPad X1 Carbon 2017-20HQS03P00
7500U, HD Graphics 620, Samsung PM961 NVMe MZVLW512HMJP, IPS, 1920x1080, 14
HP EliteBook x360 1030 G2
7300U, HD Graphics 620, Sandisk SD8TN8U-256G-1006, IPS, 1920x1080, 13.3
Dell XPS 13-9365 2-in-1
7Y75, HD Graphics 615, Toshiba NVMe THNSN5256GPUK, IPS, 1920x1080, 13.3
Stromverbrauch
12%
-43%
-18%
6%
29%
Idle min *
3.6
3.6
-0%
6.82
-89%
3.84
-7%
3.2
11%
3.1
14%
Idle avg *
7.2
6.3
12%
8.21
-14%
6.3
12%
5.5
24%
4.3
40%
Idle max *
8.4
7.6
10%
17.55
-109%
8.6
-2%
6.5
23%
4.9
42%
Last avg *
29.9
27.2
9%
28.81
4%
41.9
-40%
29.7
1%
24.3
19%
Last max *
32.2
22.8
29%
34.07
-6%
48.7
-51%
41.3
-28%
22.8
29%

* ... kleinere Werte sind besser

Akkulaufzeit

integrierter 51-Wh-Akku
integrierter 51-Wh-Akku

Beim Akku hat Lenovo gegenüber dem ThinkPad Yoga 260 etwas nachgebessert. Dieses hatte noch einen 44-Wh-Akku, während das ThinkPad Yoga 370 einen größeren 51-Wh-Lithium-Polymer-Akku verwendet. 

Dadurch fallen die Akkulaufzeiten nun wesentlich besser aus. Im praxisrelevanten WLAN-Test, bei dem ein Script läuft, das automatisch eine vorgegebene Abfolge verschiedener Webseiten lädt, läuft das Yoga 370 mehr als zwei Stunden länger als der eigene Vorgänger. Damit liegt das Testgerät etwa auf dem Niveau des aktuellen X1 Carbon und liefert gute, wenn auch nicht herausragende Laufzeitwerte. Die kann man eher dem Elitebook x360 bescheinigen, das im WLAN-Test nochmal weitere zwei Stunden mehr durchhält. Hier zahlt sich wohl dessen niedrigerer Stromverbrauch und der nochmal größere 57-Wh-Akku aus.

Das Aufladen geht beim ThinkPad Yoga 370 verhältnismäßig schnell, nach 50 Minuten hat der Akku 80 % erreicht.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
19h 23min
Surfen über WLAN v1.3 (Edge 38.14393.0.0)
8h 08min
Big Buck Bunny H.264 1080p
9h 36min
Last (volle Helligkeit)
2h 07min
Lenovo ThinkPad Yoga 370-20JJS00100
7200U, HD Graphics 620, 51 Wh
Lenovo ThinkPad Yoga 260 20FD001XGE
6500U, HD Graphics 520, 44 Wh
Lenovo Thinkpad X1 Yoga 20FQ-000QUS
6500U, HD Graphics 520, 52 Wh
Lenovo ThinkPad X1 Carbon 2017-20HQS03P00
7500U, HD Graphics 620, 57 Wh
HP EliteBook x360 1030 G2
7300U, HD Graphics 620, 57 Wh
Dell XPS 13-9365 2-in-1
7Y75, HD Graphics 615, 46 Wh
Akkulaufzeit
-25%
-18%
5%
39%
21%
Idle
1163
943
-19%
922
-21%
1252
8%
1387
19%
971
-17%
H.264
576
711
23%
659
14%
WLAN
488
346
-29%
356
-27%
496
2%
630
29%
686
41%
Last
127
92
-28%
120
-6%
110
-13%
244
92%
175
38%

Fazit

Pro

+ hochwertiges und wartbares Gehäuse
+ ThinkPad-Eingabegeräte
+ gute Ausstattung
+ helles und farbstarkes Display
+ lange Akkulaufzeit

Contra

- relativ teuer
- knappe Standardgarantie
- Kühlsystem verbesserungswürdig
- Potenzial der CPU wird nicht ganz ausgenutzt
- PWM bei geringer Helligkeit
- 16 GB RAM und WWAN nicht kombinierbar
- MicroSD- statt SD-Kartenleser
im Test: Lenovo ThinkPad Yoga 370. Testgerät zur Verfügung gestellt von:
im Test: Lenovo ThinkPad Yoga 370. Testgerät zur Verfügung gestellt von:

Für die Kunden macht es Lenovo dieses Jahr etwas einfacher: Statt zwischen 12,5 Zoll und 14 Zoll wählen zu müssen, bietet der Hersteller einfach nur noch ein 13,3-Zoll-ThinkPad-Yoga-Modell an. Wir meinen: Gut so - statt zweier eher unbefriedigender Produkte hat Lenovo nun ein einzelnes Produkt mit einer guten Balance zwischen Displaygröße und Mobilität. Das ThinkPad Yoga 370 macht vieles gut: Die Tastatur und die Eingabegeräte inklusive des Stylus machen wie immer einen sehr guten Eindruck. Das Gehäuse ist, bis auf eine leichte Verarbeitungsschwäche am Displayrahmen, die wir grade so als Qualitätsschwankung durchgehen lassen, sehr gut verarbeitet, stabil und sehr einfach zu warten. Die Ausstattung mit Anschlüssen ist großzügig, wobei ein SD-Kartenleser in der vollen Größe schön wäre. Weiterhin ist die Akkulaufzeit gegenüber dem Yoga 260 stark verbessert worden. Zuletzt ist das Display Lenovo bei diesem Gerät mal sehr gut gelungen und ebenfalls eine Verbesserung gegenüber Yoga 260 und Yoga 460.

Leider weist das Display PWM bei niedriger Helligkeit auf, was für einige Nutzer sicherlich störend sein wird. Das größte Verbesserungspotenzial beim Yoga 370 besteht am Kühlsystem: Lautstärke und Temperaturen sind verbesserungswürdig, wenn auch nicht dramatisch schlecht wie beim ThinkPad X270. Leider kann das Gerät aber auch nicht ganz sein mögliches Performance-Potential ausnutzen, hier bleibt das Testgerät hinter den Erwartungen zurück. Auch sind die Beschränkungen bei der RAM-Bestückung etwas seltsam (maximal 8 GB mit WWAN). Das alles sind ärgerliche Punkte, aber größere Negativpunkte sind der Preis sowie die kurze Standardgarantie – zwei Dinge, die mit Hardware an sich wenig zu tun haben.

Gelungen: Das ThinkPad Yoga 370 überzeugt in vielen Punkten und ist das bisher bestbewertete Gerät der ThinkPad-Yoga-Serie außerhalb des teuren X1 Yogas.

Das ThinkPad Yoga 370 ist im Ganzen gesehen ein sehr gutes Convertible, das auf die Produktivarbeit ausgelegt ist und bekommt eine Empfehlung ausgesprochen. Der direkte Konkurrent, das HP Elitebook x360, hat auch seine Vorzüge, hier sei vor allem die bessere Akkulaufzeit genannt. Allerdings ist dieses auch nochmal teurer und hat ein deutlich dunkleres Display. Das Dell XPS 13 2-in-1 kann vor allem für Privatkunden interessant sein, die etwas geringere Anforderungen an Leistung und Ausstattung stellen und gerne ein passiv-gekühltes Gerät haben möchten. Für Firmen fehlen ihm aber die Business Features. Was die hauseigene Konkurrenz angeht: Das ThinkPad X1 Yoga, dessen 2017er-Version wir noch nicht im Test hatten, kann eine Alternative sein, wenn man ein größeres Budget zur Verfügung hat. Vorteil ist hier das phänomenale OLED-Display, allerdings sind diese Modelle auch immens teuer. Etwas günstiger als das X1 Yoga ist das ThinkPad X1 Carbon, das ein sehr starker Konkurrent zum ThinkPad Yoga 370 ist, wenn man auf die Convertible-Features verzichten kann und ein mattes Display möchte.

Hinweis: Aufgrund der Einstufung als Convertible verpasst das ThinkPad Yoga 370 knapp die Note "Sehr gut". Bei einer Einstufung als Office-Notebook hätte es einen Score von 89 % (Sehr gut) erreicht.

Lenovo ThinkPad Yoga 370-20JJS00100 - 06.04.2017 v6
Benjamin Herzig

Gehäuse
87 / 98 → 89%
Tastatur
92%
Pointing Device
94%
Konnektivität
69 / 80 → 86%
Gewicht
70 / 78 → 82%
Akkulaufzeit
91%
Display
84%
Leistung Spiele
55 / 68 → 81%
Leistung Anwendungen
86 / 87 → 99%
Temperatur
90%
Lautstärke
93%
Audio
50 / 91 → 55%
Kamera
45 / 85 → 53%
Durchschnitt
77%
87%
Convertible - gewichteter Durchschnitt
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Autor: Benjamin Herzig,  8.04.2017 (Update: 24.04.2017)
Benjamin Herzig
Benjamin Herzig - Editor
Ab 2010 habe ich mich mehr und mehr mit Technologie beschäftigt, insbesondere Notebooks haben es mir seitdem angetan. Klar, dass ich sehr schnell auf die detaillierten Tests von Notebookcheck stieß. Mit der Zeit habe ich mehr und mehr über Notebooks gelernt und angefangen, in Foren und Blog-Seiten kleine Reviews zu Notebooks zu schreiben. Um während des Studiums Geld dazu zu verdienen habe ich mein Hobby dann zum Beruf gemacht und stieß 2016 zum Team von Notebookcheck hinzu, mein persönliches Interesse liegt insbesondere bei Business-Notebooks.