Notebookcheck

Test Acer Aspire 7560G (Fusion) Notebook

Florian Glaser , 23.01.2012

Preiswertes Multitalent. Acer setzt beim Aspire 7560G vornehmlich auf Komponenten von AMD. Einen vierkernigen Fusion-Prozessor und zwei Grafikchips im CrossFire-Modus bieten nur wenige Geräte. Und das Beste: Die interessante Hardware-Kombination kostet lediglich 600 Euro. Eine Alternative zu den etablierten Intel/Nvidia Notebooks?

Acer Aspire 7560G-83524G50Mnkk

Neben einem attraktiven Preis (~600 Euro) punktet das Aspire 7560G mit einer ungewöhnlichen Komponentenauswahl. Während die meisten Multimedia-Notebooks über einen Sandy-Bridge-Prozessor von Intel (Core i3/i5/i7) und eine Mittelklasse-Grafikkarte von Nvidia (wie z. B. die beliebte GeForce GT 540M) verfügen, wird das Aspire 7560G hauptsächlich von AMD-Hardware angetrieben.

Unser (aktuell nicht erhältliches) Testgerät mit der Bezeichnung 7560G-83524G50Mnkk stellt sozusagen das Topmodell dar. Die verbaute Quad-Core-CPU A8-3520M enthält einen integrierten Grafikchip namens Radeon HD 6620G und gehört zu AMDs momentan schnellsten mobilen Prozessoren. Hinzu kommt mit der Radeon HD 6650M eine dedizierte Grafikkarte der (unteren) Mittelklasse. Der Clou: Beide Grafikkarten laufen zusammen im leistungssteigernden CrossFire-Modus, den man sonst primär von teuren High-End-Geräten kennt. Im Optimalfall rechnet das System dadurch spürbar schneller als mit einer einzelnen Grafikkarte. AMD nennt die entsprechende Dual-GPU-Konfiguration Radeon HD 6740G2.

Die weitere Ausstattung gibt sich eher unauffällig. Acer hat sich für eine 500 GByte große HDD, einen konventionellen DVD-Brenner und vier GByte Arbeitsspeicher (2x 2048 MByte DDR3-RAM) entschieden. Das 17-zöllige Glare-Display löst mit 1600 x 900 Bildpunkten auf, als Betriebssystem dient Windows 7 Home Premium 64 Bit. Abgesehen vom Prozessor gleicht das Gerät dem bei mehreren Händlern geführten Aspire 7560G-8354G50Mnkk (A8-3500M statt A8-3520M).

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

matte Gehäuseoberflächen
matte Gehäuseoberflächen

Im geschlossenen Zustand wirkt das Aspire 7560G relativ schlicht. Trotz strukturierter Oberfläche gibt sich der schwarze Deckel eher unauffällig. Sobald man den Deckel anhebt, wird man von einer grauen (und ebenfalls mit einem netten Muster versehenen) Tastaturumrandung begrüßt, die einen gelungenen Kontrast zu den restlichen Oberflächen bildet.

Bei der Formgebung wagt der Hersteller keine Experimente, der Multimedianer soll eine möglichst breite Käuferbasis ansprechen. Prima: Durch das größtenteils matte Finish verschmutzt das Gehäuse nicht allzu stark. Als Material wird ausschließlich Kunststoff verwendet, was man dem Notebook deutlich anmerkt. Qualitätseindruck und Verarbeitung sind solide, lediglich der Übergang zwischen Deckel und Displayrahmen war bei unserem Testgerät etwas unsauber.

Eine hohe Stabilität dürfen Sie vom Aspire 7560G nicht erwarten. Notebooktypisch lässt sich der Deckel kräftig verbiegen. Die Baseunit offenbart sich zumindest an der Unterseite als recht stabil. Die Oberseite kann im Laufwerks- und Akkubereich dagegen merklich durchgedrückt werden. Weitere Kritik müssen die beiden Scharniere einstecken, da Untergrunderschütterungen zu einem Wackeln der Anzeige führen. Außerdem schwingt die Baseunit beim Öffnungsvorgang deutlich mit.

Obwohl  das Multimedia-Notebook unter einer Höhe von vier Zentimetern und einem Gewicht von drei Kilogramm bleibt, eignet sich der 17-Zöller nur bedingt zum häufigen Transport. Summa summarum orientiert sich die Gehäusequalität am Mittelfeld, Acer hat hier einen ordentlichen Job abgeliefert.

Ausstattung

Wie wir testen - Gehäuse

Schnittstellen

Eine üppige Anschlussausstattung kann das Multimedia-Notebook nicht vorweisen. FireWire, eSATA und ExpressCard spart sich der Hersteller komplett, selbst einen USB-3.0-Port sucht man vergebens.

Die vorhandenen Schnittstellen liegen größtenteils auf der linken Seite. Neben dem Lüfterausgang befinden sich ein Kensington Lock, ein VGA- respektive HDMI-Port, zwei Soundanschlüsse (Kopfhörer + Mikrofon) und ein USB-2.0-Port. Die rechte Seite bietet hingegen einen RJ-45 Gigabit-Lan-Port, den Stromeingang und zwei weitere USB-2.0-Ports. Auf der Vorderseite integriert Acer zudem einen 5-in-1-Kartenleser (SD, MS, MS Pro, MMC & xD).

Die Anschlussanordnung hat uns weniger gefallen. Dadurch dass die meisten Ports sehr weit vorne platziert sind, geht bei vielen angeschlossenen Kabeln eine Menge Bewegungsspielraum verloren – Stichwort Maus.

Drahtlose Kommunikation

Natürlich enthält das Aspire 7560G auch ein Funkmodul zur drahtlosen Kommunikation. Das Broadcom-Modell beherrscht Wlan, jedoch kein Bluetooth.

linke Seite: Kensington Lock, VGA, HDMI, USB 2.0, Mikrofon, Kopfhörer
linke Seite: Kensington Lock, VGA, HDMI, USB 2.0, Mikrofon, Kopfhörer
rechte Seite: 2x USB 2.0, optisches Laufwerk, RJ-45 Gigabit-Lan, DC-in
rechte Seite: 2x USB 2.0, optisches Laufwerk, RJ-45 Gigabit-Lan, DC-in
vorinstallierte Software
vorinstallierte Software

Softwareausstattung

Nervig: Acer installiert mit rund 50 Programmen und Treibern mal wieder übertrieben viel Software. Zahlreiche Bestandteile sind mehr als unnötig und verlangsamen nur den Windows-Alltag (Boot-Dauer, Reaktionsgeschwindigkeit etc.). Nach einer gepflegten Aufräumaktion wollte der 17-Zöller trotzdem nicht richtig in Fahrt kommen. Schuld daran ist primär die lahme HDD.

Lieferumfang

Zum Lieferumfang passt das Adjektiv „mager“. Neben einem halbwegs kompakten 90-Watt-Netzeil und einem langen 6-Zellen-Akku findet man lediglich eine Kurzanleitung und einen Garantiepass im Karton.

Garantie

Apropos Garantie: Acer kümmert sich nach dem Kauf zwei Jahre um eventuelle Defekte. 12 Monate gilt die Garantie sogar international.

Eingabegeräte

Wie wir testen - Eingabegeräte

Tastatur

Die Tastatur ist vom Tippgefühl definitiv Geschmackssache. So empfand der Autor die 16 x 16 Millimeter großen Tasten als ziemlich wackelig. Im Vergleich zu anderen Multimedia-Geräten wie dem Schenker XMG A501 macht das Auslöseverhalten einen recht undefinierten Eindruck. Die kleinen Pfeiltasten und das nicht gerade leise Tippgeräusch müssen wir ebenfalls bemängeln.

Der dedizierte Nummernblock, das durchdachte Layout und die intelligent angeordneten Fn-Funktionen retten die Tastatur vor einer schlechteren Wertung. Acer hätte lieber auf sein neues Tastaturmodell vertrauen sollen, das beispielsweise beim Aspire 5755G zum Einsatz kommt.

Touchpad

Das abgesenkte und mit 86 x 45 Millimetern ordentlich dimensionierte Touchpad gibt weniger Grund zur Kritik. Auf der positiven Seite hätten wir unter anderem die Multi-Touch-Unterstützung, welche diverse Zwei-Finger-Gesten wie Zoomen, Drehen oder Scrollen erlaubt. Dank der relativ glatten Oberfläche lässt es sich anständig über das Touchpad gleiten.

Im Test agierte das Touchpad weitgehend präzise, auch die Gesten wurden fast immer korrekt erkannt. Die gekennzeichnete Scrollleiste am rechten Touchpad-Rand verdient ebenfalls Lob. Einzig die billig wirkenden Maustasten sind unserer Ansicht nach verbesserungswürdig.

Tastatur
Tastatur
Touchpad
Touchpad

Display

Wie wir testen - Display

Bei der Displayauflösung hat Acer mit 1600 x 900 eine gute Wahl getroffen. Zwar wären 1920 x 1080 Bildpunkte optimaler für einen 17-Zöller und würden für mehr Arbeitsfläche sorgen, allerdings hätte die Radeon HD 6740G2 in modernen Spielen dann arg zu kämpfen. Wie beinahe alle neuen Geräte geht das Aspire 7560G mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung und einem Seitenverhältnis von 16:9 ins Rennen.

167
cd/m²
188
cd/m²
185
cd/m²
183
cd/m²
195
cd/m²
191
cd/m²
175
cd/m²
198
cd/m²
185
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Infos
Gossen Mavo-Monitor
Maximal: 198 cd/m²
Durchschnitt: 185.2 cd/m²
Ausleuchtung: 84 %
Helligkeit Akku: 195 cd/m²
Schwarzwert: 0.98 cd/m²
Kontrast: 199:1

Erwartungsgemäß verwendet der Hersteller nur ein billiges 08/15-Panel (LG LP173WD1-TLA4). Angefangen bei der Helligkeit, die sich mit 185 cd/m² etwas unter dem Notebook-Durchschnitt bewegt. Zumindest in Innenräumen kommen jegliche Medien halbwegs zur Geltung. Der Kontrast bleibt mit knapp 200:1 ebenfalls hinter den Möglichkeiten zurück. Gute Panels schaffen hier das Drei- bis Fünffache (siehe z. B. das Asus N75SF-V2G-TZ117V).

Aufgrund des hohen Schwarzwertes (~1.0 cd/m²) werden dunkle Spiel- und Videopassagen relativ gräulich dargestellt. Die Farben gewinnen auch keine Preise, es reicht nicht einmal für den sRGB-Farbraum. Die glänzende Oberfläche kann die genannten Mängel immerhin etwas kaschieren. Doch aufgepasst: Die Mehrzahl der Konkurrenten schlägt sich bei den Displaywerten kaum besser.

Acer Aspire 7560G vs. sRGB (Gitter)
Acer Aspire 7560G vs. sRGB (Gitter)
Acer Aspire 7560G vs. AdobeRGB (Gitter)
Acer Aspire 7560G vs. AdobeRGB (Gitter)
Acer Aspire 7560G vs. Asus N75SF (Gitter)
Acer Aspire 7560G vs. Asus N75SF (Gitter)

Die mäßige Helligkeit rächt sich spätestens beim Outdoor-Einsatz. In Kombination mit der glänzenden Oberfläche bereitet das Notebook im Außenbereich keine Freude. Wie man auf den nachfolgenden Bildern sehen kann, treten tagsüber störende Reflexionen auf, welche einen augenschonenden Betrieb unmöglich machen. Im schlimmsten Fall ist der Bildinhalt kaum noch erkennbar. Wer sein Notebook öfters draußen benutzen will, sollte unbedingt ein Gerät mit mattem Display nehmen.

Außeneinsatz
Außeneinsatz
Outdoor-Einsatz Acer Aspire 7560G-83524G50Mnkk

Auch die Blickwinkel sind keineswegs hitverdächtig. Vertikal verändert sich die Beleuchtung bereits bei minimalen Abweichungen, was ein häufiges Nachjustieren notwendig macht. Mehreren Personen ein akzeptables Bild zu garantieren, fällt wegen der dürftigen horizontalen Blickwinkel schwer.

Blickwinkel Acer Aspire 7560G-83524G50Mnkk
Blickwinkel Acer Aspire 7560G-83524G50Mnkk

Prozessor: AMD Fusion A8-3520M

Im Gegensatz zu den meisten Multimedia-Geräten ist das Aspire 7560G nicht mit einer CPU von Intel, sondern mit einem Prozessor von AMD bestückt. Beim A8-3520M (Codename Llano, Sockel F1) handelt es sich um einen Ableger der Fusion-Familie, der mehrere Prozessorkerne, einen Grafikkern und weitere Hardwarebeschleuniger auf einem Die vereint. Dieses (auch APU genannte) Konzept macht aus der CPU eine Allzweckwaffe, die den Nutzer für jede Aufgabe wappnen soll.

Die vier Kerne des A8-3520M laufen normalerweise mit 1.6 GHz, können dank der Turbo-Core-Technik (Intels Turbo Boost lässt grüßen) jedoch auf bis zu 2.5 GHz übertaktet werden. Ein Pendant zu Intels Hyper-Threading-Technologie (simuliert virtuelle Kerne) fehlt der Fusion-Familie hingegen. Mehr als vier parallele Threads sind somit nicht möglich. Die Thermal Design Power gleicht mit 35 Watt derweil Intels Core i3- bzw. Core i5-Modellen (ebenfalls 32-nm-Strukturbreite). Mit einem L3-Cache kann die aktuelle Fusion-Generation nicht aufwarten, der L2-Cache des A8-3520M ist immerhin vier MByte groß.

Systeminfo CPUZ CPU
DPC Latenzen: Nur hohe Werte bei Regelung der Displayhelligkeit
Systeminfo CrystalDiskMark
Systeminfo HDTune
Systeminfo CCC Software
Systeminfo CCC Hardware (HD 6650M)
Systeminfo CCC Hardware (HD 6620G)
Systeminfo GPUZ (HD 6650M)
Systeminfo GPUZ (HD 6620G)
Systeminfo CPUZ RAM SPD
Systeminfo CPUZ RAM
Systeminfo CPUZ Mainboard
Systeminfo CPUZ Cache
Systeminfo HWiNFO
Systeminformationen Acer Aspire 7560G-83524G50Mnkk

Automatische Übertaktung

Die Turbo-Core-Technologie enttäuschte in der Praxis auf ganzer Linie. Sowohl bei der Belastung eines einzelnen Kerns, als auch bei der Belastung aller Kerne taktete der Prozessor lediglich mit 1.6 GHz. Die maximalen 2.5 GHz wurden nur kurzzeitig erreicht. Kein Vergleich zu einem typischen Intel Notebook, das unter Last gewöhnlich mehrere 100 MHz zulegt.

1.6 GHz @ Single-Core-Rendering Cinebench R10
1.6 GHz @ Single-Core-Rendering Cinebench R10
1.6 GHz @ Multi-Core-Rendering Cinebench R10
1.6 GHz @ Multi-Core-Rendering Cinebench R10

Leistung CPU

Obwohl der A8-3520M über vier Kerne verfügt, muss der Nutzer mit einer unterdurchschnittlichen Leistung Vorlieb nehmen. Im Single-Core-Rendering des Cinebench R10 hat der Prozessor keine Chance gegen Intels zweikernigen Core i3-2310M, der beispielsweise im ähnlich teuren Sony Vaio VPC-EH1M1E/W.G4 verbaut wird. Nicht zuletzt wegen der höheren Taktrate (2.1 GHz, kein Turbo) geht der Core i3-2310M über 50 % in Führung (3452 vs. 2284 Punkte).

Das Multi-Core-Rendering mundet der Fusion-APU deutlich besser: Mit 7454 Punkten rechnet der A8-3520M etwa so schnell wie der direkte Intel Konkurrent (7573 Punkte). Insgesamt reicht die Performance dennoch nur für die Einstiegsklasse. Um Missverständnissen vorzubeugen: Standardaufgaben wie Office, Internet oder Video (UVD3-Decoder) bewältigt der Quad-Core problemlos.

Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
1769
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
5769
Cinebench R10 Shading 32Bit
3956
Cinebench R10 Rendering Single CPUs 64Bit
2284 Points
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 64Bit
7454 Points
Cinebench R10 Shading 64Bit
4108 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
23.59 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
2.07 Points
Hilfe
CrossFire
CrossFire
Switchable Graphics
Switchable Graphics

Grafikkarte: AMD Radeon HD 6740G2

Unter der Radeon HD 6740G2 versteht AMD eine Kombination aus im Prozessor integrierter HD 6620G und dedizierter HD 6650M. Während erstere aufgrund des fehlenden Videospeichers zum Low-End-Segment gehört, siedelt sich die zweite Grafikkarte dank ihrem 1024 MByte großen DDR3-VRAM (900 MHz) in der Mittelklasse an. Shaderanzahl und Kerntakt weichen ebenfalls ab. Statt 480 Stream-Prozessoren sind es bei der HD 6620G „nur“ 400 Shadereinheiten. Der Kerntakt beträgt indes 444 statt 600 MHz. Anmerkung: Da sich die Radeon HD 6620G beim Hauptspeicher bedient, sollte dieser möglichst hoch takten und im Dual-Channel-Modus eingerichtet sein (= zwei Module).

Aber warum nennt AMD das ganze Paket überhaupt HD 6740G2, wenn inzwischen doch diverse Notebooks mit zwei Grafikchips existieren – oftmals inklusive GPU-Umschaltung? Hier wird es spannend: HD 6620G und HD 6650M laufen – wie eingangs erwähnt – nämlich als CrossFire-Verbund. Dabei werden die Bilder abwechselnd von beiden Grafikkarten berechnet. Vorteil: Sofern der GPU-Treiber und das entsprechende Programm mitspielen, stellt sich eine deutliche Leistungsverbesserung ein.

Nachteil: Durch das angewandte AFR-Verfahren (Alternate Frame Rendering) kommt es besonders im Bereich unter 30 fps zu sichtbaren Mikrorucklern. So fühlen sich 25 fps beispielsweise ruckeliger an als 20 fps auf einem anderen System. Nvidias SLI-Pendant sieht sich mit dem gleichen Problem konfrontiert. Manche Spiele werden mit zwei Grafikkarten sogar grundsätzlich langsamer dargestellt. Bei unseren Benchmarks war CrossFire jedenfalls immer aktiviert (Profil: Höchstleistung).

5.3
Windows 7 Leistungsindex
Prozessor
Berechnungen pro Sekunde
6.8
Speicher (RAM)
Speichervorgänge pro Sekunde
5.9
Grafik
Desktopleistung für Windows Aero
5.3
Grafik (Spiele)
3D-Business und Gaminggrafikleistung
6.1
Primäre Festplatte
Datentransferrate
5.9

Leistung GPU

In modernen DirectX-10- und DirectX-11-Benchmarks entfaltet die Radeon HD 6740G2 ihr ganzes Potenzial. Da hätten wir zum Beispiel den 3DMark 11 (1280 x 720, Performance-Preset, GPU-Score), wo der CrossFire-Verbund mit 1597 zu 1013 Punkten knapp 50 % über der Radeon HD 6650M liegt (Packard Bell EasyNote LS11-HR-050GE).

Im Unigine Heaven 2.1-Benchmark (1280 x 1024, High, Tessellation normal) tritt mit 17.8 zu 11.9 fps ein ähnlich großer Unterschied zutage. Selbst die potente Radeon HD 6770M, ein Modell der oberen Mittelklasse, kann in diesen beiden Fällen nicht mithalten (3DMark 11: ~1300 Punkte, Unigine Heaven: ~17 fps). Bei den DirectX-9-Benchmarks wendet sich das Blatt: Die Leistung der Dual-GPU entspricht ungefähr der HD 6650M.

3D Mark
3DMark 0320104 Punkte
3DMark 0510949 Punkte
3DMark 06
 1280x1024
7095 Punkte
3DMark Vantage5239 Punkte
3DMark 111602 Punkte
Hilfe

Leistung HDD

Die Festplatte lieferte keine gute Vorstellung ab. Toshibas 500 GByte große MK5059GSXP zählt zu den langsameren 5400er-HDDs. Während flotte 7200er-Modelle bei HDTune eine durchschnittliche Übertragungsrate von über 80 MB/Sek erreichen (siehe z. B. das HP Pavilion dv7-6b02eg), schafft die Toshiba-HDD lediglich 60 MB/Sek. Im CrystalDiskMark waren die Werte auch nicht berauschend, die sequentielle Lese- und Schreibrate betrug magere 70 MB/Sek. Das System fühlte sich oft recht träge an, Multitasking zwang das Notebook schnell in die Knie.

Obwohl das Gerät einen zweiten Festplattenslot enthält, kann man den Speicherplatz nur über Umwege erweitern. Eine sekundäre HDD (bzw. SSD) steht nämlich leicht über, was eine bestimmte Bodenabdeckung notwendig macht.

Toshiba MK5059GSXP
Minimale Transferrate: 34.6 MB/s
Maximale Transferrate: 79.2 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 61.4 MB/s
Zugriffszeit: 17.9 ms
Burst-Rate: 84.6 MB/s

Leistung System

Die System-Performance kann leider nicht mit einem Intel-Notebook konkurrieren. 4231 Punkte im PCMark Vantage sind vergleichsweise wenig, ähnlich teure Multimedia-Geräte wie das Packard Bell EasyNote TS13HR-197GE (Core i5-2450M & GeForce GT 630M) kommen auf wesentlich höhere Ergebnisse (6437 Punkte). Weniger anspruchsvolle Nutzer werden mit der gebotenen Power aber zufrieden sein.

PC Mark
PCMark Vantage4231 Punkte
PCMark 71554 Punkte
Hilfe

Gaming Performance

Um die Leistung der Radeon HD 6740G2 besser mit anderen Grafikkarten vergleichen zu können, haben wir die Gaming-Benchmarks auf einem externen Monitor in der Auflösung 1366 x 768 durchgeführt. Der GPU-Treiber wurde nicht geupdatet, die Resultate stammen vom vorinstallierten 8.901.3.0. Mehr Benchmarks finden Sie beim kleineren Bruder Aspire 5560G.

Anno 2070: 1366 x 768, High Preset

Anno 2070

Die momentane Aufbaustrategie-Referenz verlangt der Radeon HD 6740G2 so einiges ab. Im Intro der ersten Singleplayer-Mission konnten wir beim Einsatz von hohen Details und 1366 x 768 Bildpunkten heftige Ruckler beobachten. Mit durchschnittlich 26.6 fps positioniert sich das Dual-GPU-Gespann trotzdem deutlich vor anderen Mittelklasse-Grafikkarten wie der GeForce GT 630M (17.5 fps @ Acer TravelMate 5760G-2454G50Mnsk). Die ansonsten oftmals stärkere Radeon HD 6770M erzielt in Anno 2070 eine vergleichbare Bildwiederholrate (27 fps @ Apple MacBook Pro 15). Mittlere Details stellen bei der Radeon HD 6740G2 einen guten Kompromiss aus Leistung und Grafikqualität dar.

Anno 2070
 AuflösungEinstellungenWert
 1366x768High Preset, on AA, 2xAF26.6 fps
 1366x768Medium Preset, on AA39.4 fps
 1024x768Low Preset94.2 fps
Skyrim: 1366 x 768, High Preset

The Elder Scrolls V: Skyrim

Hohe Details und 1366 x 768 Pixel überfordern den 17-Zöller in Skyrim. 19.9 fps, die wir bei der einführenden Kutschfahrt ermittelten, stehen für einen äußerst ruckeligen Bildaufbau. Nvidias beliebtes Mittelklasse-Modell GeForce GT 540M muss sich mit rund 21 fps (Asus U46SV-WX036V) nicht hinter der Radeon HD 6740G2 verstecken. AMDs hauseigene Radeon HD 6770M kann über derlei Resultate nur müde lächeln (30.4 fps @ HP Pavilion dv7-6b02eg). Wie bei Anno 2070 würden wir Ihnen die mittlere Detailstufe empfehlen.

The Elder Scrolls V: Skyrim
 AuflösungEinstellungenWert
 1366x768High Preset, 8xAA, 8xAF19.9 fps
 1366x768Medium Preset, 4xAA24.9 fps
 1280x720Low Preset26.4 fps
Battlefield 3: 1366 x 768, High Preset

Battlefield 3

Die deftigen Hardware-Anforderungen von Battlefield 3 machen sich gerade bei Einsteiger- und Mittelklasse-Notebooks bemerkbar. Unsere anspruchsvolle Benchmark-Sequenz (Beginn der Einzelspieler-Mission „Operation Swordbreaker“) läuft mit 1366 x 768 Pixeln und dem Preset High selbst auf guten Notebook-Grafikkarten wie der GeForce GT 555M (24.5 fps @ Asus N75SF) nicht komplett flüssig. Gleiches gilt für die Radeon HD 6740G2, welche im Test nur auf 24.4 fps kam. Da normale Midrange-GPUs unter 20 fps bleiben, gebührt dem Aspire 7560G dennoch Respekt. Wegen der Mikroruckler sollten Sie in der Praxis die mittlere Voreinstellung nehmen.

Battlefield 3
 AuflösungEinstellungenWert
 1366x768high, -AA, 16xAF24.4 fps
 1366x768medium, -AA, 4xAF28.9 fps
 1024x768low, -AA, 2xAF37.2 fps
Fifa 12: 1366 x 768, High Preset, 2x AA

Fifa 12

Den aktuellen Fifa-Spross bewältigt die Radeon HD 6740G2 dagegen mühelos. 1366 x 768 Bildpunkte, hohe Details und zweifache Kantenglättung führten in der Demo zu butterweichen 69.5 fps. Während eine Radeon HD 6770M dieses Ergebnis um knapp 35 % übertrumpft (93.7 fps @ HP Pavilion dv7-6b02eg), sprintet eine GeForce GT 555M mehr als 100 % vorbei (158.4 fps @ Asus N75SF-V2G-TZ117V). Kein Wunder, liebt die Fußballsimulation doch Nvidia-Grafikkarten.

Fifa 12
 AuflösungEinstellungenWert
 1360x768high, 2xAA69.5 fps
 1024x768medium88.7 fps
 800x600low135.9 fps
F1 2011: 1366 x 768, High Preset, 2x AA, DX11

F1 2011

Der integrierte Benchmark von F1 2011 eignet sich prima zum Leistungsvergleich. Schade: Eine Kombination aus 1366 x 768 Bildpunkten, hohen Details (DX11) und zweifachem Anti-Aliasing wurde vom Multimedia-Notebook nicht optimal wiedergegeben. Mit 26 fps reiht sich der CrossFire-Verbund hinter den meisten Mittelklasse-Grafikkarten ein. Selbst Nvidias Einsteigervariante GeForce GT 520M rechnet in F1 2011 kaum langsamer (24 fps @ Dell XPS 14z). Gegen die GeForce GT 555M sieht die Radeon HD 6740G2 gleich völlig alt aus (53 fps @ Asus N75SF-V2G-TZ117V). Eventuell war der Fenstermodus für die schlechte Leistung verantwortlich. Im Vollbildmodus kam es beim Testgerät leider zu Bildfehlern. Bis ein neuerer Treiber Abhilfe schafft, sollte man sich mit der mittleren Detailstufe (DX9) begnügen.

F1 2011
 AuflösungEinstellungenWert
 1366x768High Preset DX11, 2xMSAA26 fps
 1024x768Medium Preset DX931 fps
 800x600Ultra Low Preset DX947 fps
Crysis 2: 1366 x 768, Very High Preset, DX9

Crysis 2

In Crysis 2 war die Radeon HD 6740G2 zum Glück nicht unerwartet lahm. Die U-Boot-Fahrt zu Beginn des Single-Players machte dem Aspire 7560G mit 1366 x 768 Bildpunkten und dem Preset Very High (DX9) dennoch zu schaffen - 25.8 fps sind für einen Ego-Shooter zu wenig. Für diese Settings bedarf es mindestens einer Grafikkarte der oberen Mittelklasse. Beispiel gefällig? Das mit einer Radeon HD 6770M ausgestattete HP Pavilion dv7-6101eg absolvierte die Benchmark-Sequenz mit 40.8 fps. Die Framerate der Radeon HD 6740G2 orientiert sich eher an weniger potenten Modellen wie der GeForce GT 630M (27.1 fps @ Acer Aspire 5755G-2678G1TMtks). Hohe Details und eine moderate Auflösung packt das Notebook derweil anständig.

Crysis 2
 AuflösungEinstellungenWert
 1366x768Very High25.8 fps
 1024x768High34.5 fps
 800x600High51 fps

Fazit Spieleleistung

Eigentlich ist die Radeon HD 6740G2 zu schwach für 1600 x 900 Bildpunkte. Bereits mit 1366 x 768 Pixeln (wird vom Display nicht unterstützt) ruckeln hohe Details in  aktuellen Blockbustern gerne. Zudem schwankt die Leistung je nach Titel enorm. Während die Bildwiederholrate manchmal an die Radeon HD 6770M bzw. GeForce GT 555M heranreicht, muss sich das Dual-GPU-Gespann bisweilen von Mittelklasse-Modellen wie der GeForce GT 630M geschlagen geben. In den meisten Fällen ähnelt die Performance der Radeon HD 6650M. Wenn AMD weitere Optimierungen vornimmt, sollte noch Spielraum nach oben sein.

Angesichts des günstigen Notebook-Preises fällt es jedenfalls schwer, über die Leistung zu meckern. Wer keine Lust darauf hat, sich ständig um den GPU-Treiber und dessen Einstellungen zu kümmern, sollte trotzdem lieber ein anderes Gerät wählen. Konventionelle Notebooks mit nur einer aktiven Grafikkarte sind stressfreier und bieten eine konstantere Leistung. Für 600 Euro gibt es einige Alternativen, die ebenfalls über eine spieletaugliche Midrange-GPU verfügen (wie z. B. das Packard Bell EasyNote TS13HR-197GE). Passionierte Gamer werden erst mit High-End-Grafikkarten auf Niveau der GeForce GTX 560M glücklich.

min. mittelhoch max.
Metro 2033 (2010) 52.433.4fps
StarCraft 2 (2010) 101.24129.5fps
Crysis 2 (2011) 5134.525.8fps
F1 2011 (2011) 473126fps
Fifa 12 (2011) 135.988.769.5fps
Battlefield 3 (2011) 37.228.924.4fps
The Elder Scrolls V: Skyrim (2011) 26.424.919.9fps
Anno 2070 (2011) 94.239.426.6fps
Star Wars: The Old Republic (2011) 33.422.1fps

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Geräuschemissionen

Dank der geringen Komponentenabwärme hat das Kühlsystem recht wenig zu tun. Im Idle-Betrieb vernimmt man hauptsächlich die Festplatte, die konstant, aber keineswegs unangenehm vor sich hin rauscht. Da der Lüfter bei einfachen Aufgaben wie Office oder Web eher selten aktiv ist, bleibt der Geräuschpegel meist erfreulich niedrig. Klasse: Bei stärkerer Belastung erhöht sich die Lüfterdrehzahl nur leicht auf ein völlig akzeptables Niveau. Selbst ruhigere Spiele werden nicht übertönt, was bei gaming-tauglichen Notebooks keine Selbstverständlichkeit ist.

Am deutlichsten hört man noch das optische Laufwerk, das die DVD-Wiedergabe mit einem erträglichen Surren begleitet. Einige Nutzer könnten sich allerdings daran stören, dass der DVD-Brenner zwischenzeitlich auftourt. Insgesamt verhält sich das Aspire 7560G jedoch überraschend ruhig. Empfindliche Naturen dürfen bedenkenlos zuschlagen.

Lautstärkediagramm

Idle 32.1 / 32.6 / 32.6 dB(A)
HDD 32.6 dB(A)
DVD 36.4 / dB(A)
Last 33.8 / 35.5 dB(A)
 
    30 dB
leise
40 dB
deutlich hörbar
50 dB
störend
 
min: , med: , max:    Voltcraft SL-320 (aus 15 cm gemessen)
Stresstest
Stresstest (Prime & Unigine Heaven)

Temperatur

Eine der größten Stärken der AMD Komponenten ist die moderate Temperaturentwicklung. Während CPU und GPU bei Intel basierten Notebooks gerne auf über 80 oder sogar 90 °C kommen (vergleiche z. B. das Acer Aspire 5755G-2678G1TMtks), verweilen die Komponenten des Aspire 7560G stets unter 65 °C – Respekt. Entsprechend trat im Stresstest (volle Auslastung durch Prime und den Unigine Heaven Benchmark) kein Throttling auf, der A8-3520M taktete immer mit mindestens 1.6 GHz.

Die Temperaturen der Gehäuseoberflächen gehen ebenfalls in Ordnung. So erhitzte sich die Baseunit im Idle-Betrieb lediglich auf 27 °C. Unter Last werden die Hände nur geringfügig erwärmt, im Stresstest waren es durchschnittlich 32 °C. Stundenlanges Arbeiten ist mit dem 17-Zöller kein Problem.

Max. Last
 34.9 °C36.0 °C29.1 °C 
 33.7 °C36.1 °C30.0 °C 
 28.1 °C32.6 °C32.1 °C 
Maximal: 36.1 °C
Durchschnitt: 32.5 °C
27.8 °C35.8 °C37.5 °C
28.3 °C36.8 °C33.1 °C
29.2 °C30.9 °C27.5 °C
Maximal: 37.5 °C
Durchschnitt: 31.9 °C
Netzteil (max.)  46.8 °C | Raumtemperatur 19.3 °C | Voltcraft IR-360

Lautsprecher

Die Soundqualität würden wir als ordentlich bezeichnen. Zwar mangelt es den beiden über der Tastatur angebrachten Lautsprechern an Bass, dank der Dolby-Technologie (bietet mit Film, Musik & Spiel drei voreingestellte Szenarien) kann aber zumindest die Maximallautstärke überzeugen. Da der Klang bei genauerem Hinhören etwas blechern und unpräzise wirkt, sollte man nach Möglichkeit trotzdem Kopfhörer oder eine externe Anlage verwenden. Für unterwegs sind die Lautsprecher jedoch brauchbar. Das Asus N75SF und das Dell XPS 17 können mit einer erheblich besseren Soundqualität aufwarten.

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Acer hat das Multimedia-Notebook ganz auf Sparsamkeit getrimmt. Rund 10-15 Watt im Idle-Betrieb und 40-50 Watt unter Last sind hervorragend. Damit verbraucht der 17-Zöller nicht mehr Energie als kleinere und mit ULV-Prozessoren bestückte Office-Geräte wie das Acer TravelMate 8481TG (Core i5-2467M & GeForce GT 630M). Der niedrige Strombedarf weist auf ein gutes Energie-Management seitens AMD hin.

Stromverbrauch

Aus / Standby 0.4 / 0.7 Watt
Idle 9.5 / 15.6 / 15.8 Watt
Last 39.6 / 52.4 Watt
 
Legende: min: , med: , max:         Voltcraft VC-940
Readers Test
maximale Akkulaufzeit (Readers Test)
Classic Test
minimale Laufzeit (Classic Test)

Perfekte Voraussetzungen für eine hohe Akkulaufzeit? Theoretisch ja, würde Acer dem Notebook nicht einen schwachbrüstigen 6-Zellen-Akku verpassen (48 Wh, 4400 mAh). Mit minimaler Helligkeit und deaktiviertem CrossFire hält der 17-Zöller zumindest im Idle-Betrieb relativ lange ohne Netzteil durch; im Readers Test von Battery Eater kamen wir auf knapp 6.5 Stunden.

Rechenintensivere Aufgaben und die maximale Helligkeitsstufe (CrossFire aktiv) halbieren die Akkulaufzeit etwa – rund drei Stunden Filmwiedergabe dürften wohl niemanden vom Hocker hauen. Im schlimmsten Fall geht dem Multimedianer bereits nach einer Stunde die Puste aus (starke Last).

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
6h 28min
Surfen über WLAN
3h 24min
DVD
2h 52min
Last (volle Helligkeit)
1h 10min

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Acer Aspire 7560G
Acer Aspire 7560G

Mit dem Aspire 7560G hat Acer ein spannendes Multimedia-Notebook veröffentlicht. Statt die tausendste Intel/Nvidia Kombo auf den Markt zu werfen, traut sich der Hersteller an die AMD Plattform.

Die Performance-Beurteilung fällt dabei eher zwiespältig aus. Der vierkernige Fusion-Prozessor A8-3520M wird bei der reinen CPU-Leistung zwar schon von Intels günstigem Core i3-2310M übertrumpft, der integrierte Grafikchip HD 6620G lehrt dem Intel Pendant HD Graphics 3000 aber das Fürchten. In Kombination mit der dedizierten Midrange-GPU Radeon HD 6650M (= HD 6740G2) ergibt sich – gerade im Hinblick auf den Notebook-Preis - eine recht beachtliche 3D-Performance. Mehr Spieleleistung ist bei einem 600-Euro-Gerät derzeit kaum möglich.

Die beiden Grafikkarten kommen aber nur dann richtig zur Entfaltung, wenn sich der Nutzer entsprechend um das Notebook kümmert und den GPU-Treiber auf dem neusten Stand hält. Im Test funktionierte der CrossFire-Modus leider nicht optimal. Positiv ist derweil die geringe Temperatur- und Geräuschentwicklung hervorzuheben. Komponenten und Gehäuseoberflächen werden auch unter Last nicht allzu warm. Zudem arbeitet der Multimedianer selbst im Gaming-Betrieb angenehm ruhig. Der niedrige Energieverbrauch garantiert überdies ordentliche Akkulaufzeiten.

Warum wir trotzdem keine höhere Wertung vergeben? Nun ja, einige Kritikpunkte gibt es dann doch: Zum einen offenbart sich die Schnittstellenvielfalt als recht dürftig. Neben fehlenden Anschlüssen (eSATA, FireWire & ExpressCard) stört vor allem die Abwesenheit eines USB-3.0-Ports. Hinzu gesellen sich eine lahme HDD, eine zweitklassige Tastatur und ein minderwertiges Glare-Panel. Der hohe Schwarzwert, die mageren Blickwinkel und der geringe Kontrast wecken schnell das Bedürfnis nach einem externen Monitor.

Preisbewusste Gelegenheitsspieler, die für 600 Euro das Maximum an Gaming-Performance herausholen wollen, dürften am Aspire 7560G jedoch Gefallen finden.

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Im Test: Acer Aspire 7560G-83524G50Mnkk
Im Test: Acer Aspire 7560G-83524G50Mnkk

Datenblatt

Acer Aspire 7560G-83524G50Mnkk

:: Prozessor
:: Mainboard
AMD Hudson-2
:: Speicher
4096 MB, 2x 2048 MB SO-DIMM DDR3-SDRAM (1333 MHz), 2 Steckplätze, max. 8 GB
:: Grafikkarte
AMD Radeon HD 6740G2 - 1024 MB, Kerntakt: 600 MHz, Speichertakt: 900 MHz, DDR3-VRAM, Dual Graphics: Radeon HD 6620G + Radeon HD 6650M, 8.901.3.0
:: Bildschirm
17.3 Zoll 16:9, 1600x900 Pixel, LG LP173WD1-TLA4, HD+, LED-Backlight, spiegelnd: ja
:: Festplatte
Toshiba MK5059GSXP , 500 GB 5400 U/Min
:: Soundkarte
Realtek ALC269 @ AMD Hudson-2 FCH - High Definition Audio Controller
:: Anschlüsse
3 USB 2.0, 1 VGA, 1 HDMI, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: Kopfhörer, Mikrofon, Card Reader: SD, MS, MS Pro, MMC, xD,
:: Netzwerkverbindungen
Atheros AR8151 PCI-E Gigabit Ethernet Controller (NDIS 6.20) (10MBit), Broadcom 802.11n (a b g n )
:: Optisches Laufwerk
Slimtype DVD A DS8A5SH
:: Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 37 x 415 x 275
:: Gewicht
2.888 kg Netzteil: 0.36 kg
:: Akku
48 Wh Lithium-Ion, 4400 mAh, 6 Zellen, 0.304 kg
:: Preis
600 Euro
:: Betriebssystem
Microsoft Windows 7 Home Premium 64 Bit
:: Sonstiges
Webcam: 1.3 Megapixel, Netzteil: 90 Watt, Kurzanleitung, Garantiepass, Microsoft Office Starter 2010, 24 Monate Garantie

 

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Deckel und Handballenauflage punkten mit einem hübschen Muster.
Deckel und Handballenauflage punkten mit einem hübschen Muster.
Mit der Standard-Bodenklappe kann man keine zweite HDD einbauen.
Mit der Standard-Bodenklappe kann man keine zweite HDD einbauen.
Der 6-Zellen-Akku ist ungewöhnlich breit.
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Die Kapazität liegt dennoch nur im Mittelfeld.
Die Kapazität liegt dennoch nur im Mittelfeld.
Acer integriert eine 1.3-Megapixel-Webcam.
Acer integriert eine 1.3-Megapixel-Webcam.
Die wackeligen Tasten kippen zur Seite hin weg.
Die wackeligen Tasten kippen zur Seite hin weg.
Dolby Advanced Audio peppt die Soundwiedergabe auf.
Dolby Advanced Audio peppt die Soundwiedergabe auf.
Acer typisch sind die Pfeiltasten viel zu klein.
Acer-typisch sind die Pfeiltasten viel zu klein.
AMD Prozessoren entdeckt man primär im Einsteigersegment.
AMD-Prozessoren entdeckt man primär im Einsteiger-Segment.
Für anspruchslosere Nutzer reicht die Hardware locker.
Für anspruchslosere Nutzer reicht die Hardware locker.
Das abgesenkte Touchpad unterstützt mehrere Gesten.
Das abgesenkte Touchpad unterstützt mehrere Gesten.
Die Vorderseite enthält einen 5-in-1-Kartenleser.
Die Vorderseite enthält einen 5-in-1-Kartenleser.
Auf USB 3.0 muss der Käufer verzichten.
Auf USB 3.0 muss der Käufer verzichten.
Acer beschränkt sich auf die wichtigsten Schnittstellen.
Acer beschränkt sich auf die wichtigsten Schnittstellen.
Die Anschlussanordnung überzeugt nur teilweise.
Die Anschlussanordnung überzeugt nur teilweise.
Dank VGA und HDMI ist der Betrieb von externen Monitoren möglich.
Dank VGA und HDMI ist der Betrieb von externen Monitoren möglich.
Das kompakte 90-Watt-Netzteil wiegt rund 360 Gramm.
Das kompakte 90-Watt-Netzteil wiegt rund 360 Gramm.
Beide Speicherbänke sind bereits belegt.
Beide Speicherbänke sind bereits belegt.
Acer verbaut eine ziemlich lahme HDD.
Acer verbaut eine ziemlich lahme HDD.
Die graue Tastaturumrandung bildet einen schönen Farbakzent.
Die graue Tastaturumrandung bildet einen schönen Farbakzent.
Durch das matte Finish sind die Oberflächen recht unempfindlich.
Durch das matte Finish sind die Oberflächen recht unempfindlich.
Fünf Gummifüße garantieren eine gute Rutschfestigkeit.
Fünf Gummifüße garantieren eine gute Rutschfestigkeit.
Zum Aufklappen sollte man beide Hände verwenden.
Zum Aufklappen sollte man beide Hände verwenden.
Das Notebook ist weniger als vier Zentimeter hoch.
Das Notebook ist weniger als vier Zentimeter hoch.
Der maximale Öffnungswinkel beträgt rund 150°.
Der maximale Öffnungswinkel beträgt rund 150°.
Von außen macht der Multimedianer einen schlichten Eindruck.
Von außen macht der Multimedianer einen schlichten Eindruck.
Eine Tastaturbeleuchtung ist leider nicht vorhanden.
Eine Tastaturbeleuchtung ist leider nicht vorhanden.
2.9 Kilogramm gehen für einen 17-Zöller in Ordnung.
2.9 Kilogramm gehen für einen 17-Zöller in Ordnung.
Wie üblich kann vom Boden eine Abdeckung entfernt werden.
Wie üblich kann vom Boden eine Abdeckung entfernt werden.
Das glänzende Display spiegelt tagsüber kräftig.
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Mit knapp 600 Euro gehört das Aspire 7560G zu den günstigeren Multimedia-Modellen.
Mit knapp 600 Euro gehört das Aspire 7560G zu den günstigeren Multimedia-Modellen.
Der Lüfterausgang befindet sich auf der linken Seite.
Der Lüfterausgang befindet sich auf der linken Seite.
Das optische Laufwerk sitzt rechts.
Das optische Laufwerk sitzt rechts.
Die Wartungsklappe wird von drei Schrauben gehalten.
Die Wartungsklappe wird von drei Schrauben gehalten.
Der Lüfter lässt sich nicht ohne Weiteres reinigen.
Der Lüfter lässt sich nicht ohne weiteres reinigen.
Das Notebook wird in einem weiß-blauen Karton geliefert.
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Pro

+Moderate Geräuschentwicklung
+Ordentliche 3D-Performance
+Geringer Stromverbrauch
+Nette Gehäusetextur
+Kühle Komponenten
+Attraktiver Preis
 

Contra

-Magere Anschlussausstattung (kein USB 3.0)
-Minderwertiges Display
-Wackelige Tasten
-Lahme HDD

Shortcut

Was uns gefällt

Das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis.

Was wir vermissen

Eine flotte HDD und ein gutes Display.

Was uns verblüfft

Das Notebook ist sparsam, kühl UND relativ leise.

Die Konkurrenz

Unter 1000 Euro teure Allrounder mit ordentlicher Grafikkarte wie das Acer TravelMate 5760G (15"), das HP Pavilion dv6 (15") respektive Pavilion dv7 (17"), das Lenovo G770 (17"), das Packard Bell EasyNote TS13HR (15") oder das Samsung RC 530 (15") bzw. RC730 (17").

Bewertung

Acer Aspire 7560G-83524G50Mnkk
23.01.2012 v2
Florian Glaser

Gehäuse
80%
Tastatur
77%
Pointing Device
80%
Konnektivität
64%
Gewicht
75%
Akkulaufzeit
79%
Display
67%
Leistung Spiele
80%
Leistung Anwendungen
81%
Temperatur
86%
Lautstärke
88%
Auf- / Abwertung
80%
Durchschnitt
78%
78%
Multimedia *
gewichteter Durchschnitt

Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: Florian Glaser (Update: 11.02.2014)