Notebookcheck

Test-Update Asus G75VW-T1040V Notebook

Florian Glaser , 07.06.2012

Reif für's Finale. Als einer der ersten Hersteller präsentierte Asus ein Gaming-Notebook mit Ivy-Bridge-Prozessor und GeForce-600-Grafikkarte. Nachdem wir vor mehreren Wochen ein dick ausgestattetes Vorserienmodell mit Nvidias 3D-Vision-Technologie näher begutachten konnten, musste sich nun ein Serienprodukt mit normalem Full-HD-Display beweisen.

Asus G75VW-T1040V

Wer ein Auge auf den neusten Gaming-Spross von Asus geworfen hat, entdeckt im europäischen Raum aktuell vier besonders interessante Modelle. Die teuerste Variante, das G75VW-91026V, ähnelt dabei unserem ersten Gerät. Kaufargumente sind unter anderem die 256 GByte große SSD und das 120 Hz-fähige (und somit 3D-taugliche) Non-Glare-Panel.

Das hier getestete G75VW-T1040V enthält zwar nur ein ordinäres 60-Hz-Panel ohne 3D-Vision-Support, kostet dafür jedoch rund 200 Euro weniger (1800 statt 2000 Euro). Nochmals knapp 200 Euro günstiger kommt man mit dem G75VW-T1115V weg. Beim 1600 Euro teuren Modell spart sich Asus nämlich das Solid State Drive und integriert nur eine 750 GByte große HDD (die erstgenannten Brüder haben zusätzlich eine 1000-GByte-HDD). Vom momentan billigsten Ableger, dem G75VW-T1124V (~1500 Euro), würden wir Gaming-Enthusiasten abraten, da statt der potenten GeForce GTX 670M die schwächere GeForce GTX 660M zum Einsatz kommt.

Gemeinsamkeiten bestehen derweil beim Prozessor, dem Arbeitsspeicher und dem Laufwerk. So können alle Modelle mit einem Quad Core aus Intels beliebter Ivy-Bridge-Generation auftrumpfen. Je nach Auslastung taktet der Core i7-3610QM zwischen 2.3 und 3.3 GHz. Apropos ordentlich: 8 GByte DDR3-RAM sollten für die nächsten Jahre locker reichen. Um Filmfans anzusprechen, wird darüber hinaus ein Blu-Ray-Combo-Laufwerk verbaut, das CDs und DVDs nicht nur wiedergeben, sondern auch brennen kann.

Insgesamt bietet Asus eine ausgewogene Produktpalette, die preislich aber so manches Budget sprengen dürfte.

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

Soft-Touch-Oberflächen
Soft-Touch-Oberflächen

Die beim Vorserienmodell angeprangerten Verarbeitungsmängel haben es zum Glück nicht in die Massenproduktion geschafft. Jegliche Elemente greifen sauber ineinander über, ein Ablösen der Laufwerksblende ließ sich nicht mehr feststellen. Das 4.3 Kilogramm schwere Gehäuse besticht mit einem einzigartigen Design, angenehmen Gummioberflächen und einer metallenen Tastaturunterlage. Im Vergleich zu anderen Gaming-Notebooks wirkt das G75 recht hochwertig. Die gute Stabilität ist ein weiterer Pluspunkt.

Ausstattung

Wie wir testen - Gehäuse

Die Anschlussausstattung bewegt sich auf einem guten, wenn auch nicht hervorragenden Niveau. Während die linke Seite zwei USB-3.0-Ports, einen Kartenleser und zwei Audio-Buchsen enthält, verfügt die rechte Seite über zwei Bildausgänge (VGA & HDMI), einen RJ-45-Gigabit-Lan-Port, einen Thunderbolt-Anschluss (?) und zwei weitere USB-3.0-Ports.

Moment, Thunderbolt? War beim letzten Test nicht von einem DisplayPort die Rede? Asus gibt auf seiner Homepage zwar einen Mini-DisplayPort an, das Anschlusssymbol (ein Blitz) erinnert jedoch stark an das Thunderbolt-Logo. Wie Asus eben auf der Computex durchklingen ließ, soll Thunderbolt wohl aber erst ab Herbst in die G75/G55 Gamer Einzug finden (wir berichteten). Wir klären die Thematik noch mit dem Hersteller ab.

Dank des Seriengerätes konnten wir nun endlich den Lieferumfang beurteilen. Wie die meisten Konkurrenten verzichtet Asus auf eine Recovery-DVD und stattet das G75VW lediglich mit einer Treiber- & Tool-DVD, einem kleinen Handbuch, einer Garantiekarte und ein paar Kabelbindern aus. Am WLAN-Modul (Atheros AR9485WB-EG) und der übertriebenen Programm-Installation (Bloatware!) hat sich seit der letzten Kontrolle nichts geändert.

Komisch: Externe USB-Geräte wurden teilweise erst nach dem zweiten oder dritten Einstecken erkannt. 

linke Seite: 2x USB 3.0, optisches Laufwerk, Kartenleser, Mikrofon, Kopfhörer
linke Seite: 2x USB 3.0, optisches Laufwerk, Kartenleser, Mikrofon, Kopfhörer
rechte Seite: 2x USB 3.0, Thunderbolt, HDMI, RJ-45 Gigabit-Lan, VGA, Stromeingang
rechte Seite: 2x USB 3.0, Thunderbolt, HDMI, RJ-45 Gigabit-Lan, VGA, Stromeingang

Eingabegeräte

Wie wir testen - Eingabegeräte

Die deutsche Tastatur hält kaum Überraschungen parat. Wie die englische bzw. US-amerikanische Variante (siehe Bericht) bietet auch das hiesige Modell ein durchdachtes Layout, das eine schnelle Eingewöhnung garantiert, lediglich die kombinierte Einfg/Entf-Taste stört etwas. Absolutes Highlight ist die weiße, regelbare Beleuchtung.

Display

Wie wir testen - Display

Im Gegensatz zur teureren Variante kann der Monitor des G75VW-T1040V nicht mit einer 3D-Tauglichkeit aufwarten. Dass Spiele und Filme auch ohne 3D-Vision-Support (benötigt ein 120-Hz-Display) adäquat zur Geltung kommen können, stellt Asus eindrucksvoll unter Beweis.

Das 17.3-zöllige Chi Mei N173HGE-Panel (CMO1720) wird aufgrund seiner guten Bildqualität auch bei anderen Gaming-Notebooks wie dem MSI GT70 verbaut. Zwar erweist sich die matte Oberfläche als etwas körnig, die »inneren« Werte lassen dieses Manko jedoch schnell vergessen.

282
cd/m²
262
cd/m²
240
cd/m²
268
cd/m²
272
cd/m²
230
cd/m²
282
cd/m²
274
cd/m²
248
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Infos
Gossen Mavo-Monitor
Maximal: 282 cd/m²
Durchschnitt: 262 cd/m²
Ausleuchtung: 82 %
Helligkeit Akku: 272 cd/m²
Schwarzwert: 0.34 cd/m²
Kontrast: 800:1

Obwohl die Helligkeit mit rund 260 cd/m² nicht ansatzweise an das LGD02C5-Panel des 3D-Modells heranreicht, liegt die Luminanz über dem Notebook-Durchschnitt. Auch an helleren Tagen ist der Bildschirminhalt ordentlich erkennbar. Subjektiv war das Panel gleichmäßig ausgeleuchtet, der ermittelte Wert betrug knapp über 80 %.

Die im Vergleich zur 3D-Variante geringere Leuchtkraft hat sogar einen entscheidenden Vorteil: Der Schwarzwert ist erfreulich niedrig (0.34 vs. 0.61 cd/m²). Je geringer der Schwarzwert, umso weniger gräulich erscheinen dunkle Elemente (merkt man besonders nachts in düsteren Video- oder Spielszenen).

Beim Kontrast liefern die beiden Panels eine ähnliche Vorstellung ab, das G75VW-T1040V kommt hier auf sehr gute 800:1. Der Farbraum offenbart sich ebenfalls als anständig - das Bild erweckt einen recht kräftigen Eindruck.

Asus G75VW-T1040V vs. sRGB (Gitter)
Asus G75VW-T1040V vs. sRGB (Gitter)
Asus G75VW-T1040V vs. AdobeRGB (Gitter)
Asus G75VW-T1040V vs. AdobeRGB (Gitter)
Asus G75VW-T1040V vs. Asus G75VW 3D (Gitter)
Asus G75VW-T1040V vs. Asus G75VW 3D (Gitter)

Wer will, kann das Gaming-Notebook auch im Außenbereich verwenden. Die matte Displayoberfläche und die brauchbare Leuchtkraft sorgen dafür, dass sich unangenehme Spiegelungen einigermaßen in Grenzen halten. Wir begrüßen den aktuellen Non-Glare-Trend.

Außeneinsatz
Außeneinsatz
Outdoor-Einsatz Asus G75VW-T1040V

Die Blickwinkel sind deutlich besser als bei einem minderwertigen 08/15-Panel. Eine etwas schrägere Sitzposition beeinflusst die Bildwiedergabe nur geringfügig  (vertikal) bis überhaupt nicht (horizontal). Farb- oder Helligkeitsänderungen treten erst bei größeren Abweichungen auf.

Blickwinkel Asus G75VW-T1040V
Blickwinkel Asus G75VW-T1040V

Prozessor

Ivy Bridge
Ivy Bridge

Wie eingangs erwähnt, handelt es sich beim Core i7-3610QM um einen Quad Core, der aus Intels aktueller Ivy-Bridge-Generation stammt. Die im 22-nm-Verfahren hergestellte High-End-CPU ist mit 1.4 Milliarden Transistoren, sechs Mbyte L3-Cache und einem Grafikchip namens HD Graphics 4000 bestückt. Da Asus keine Grafikumschaltung integriert hat, bleibt letztere jedoch inaktiv - schade.

Wer Anwendungen im professionellen Umfeld betreibt, dürfte sich derweil über die sogenannte Hyper-Threading-Technologie freuen, die jedem realen Kern ein virtuelles Pendant zur Seite stellt. Der Quad Core kann dadurch acht Threads parallel bearbeiten.

Systeminfo CPUZ CPU
Systeminfo CrystalDiskMark (HDD)
Systeminfo CrystalDiskMark (SSD)
Systeminfo HWiNFO
Systeminfo GPUZ
Systeminfo CPUZ RAM SPD
Systeminfo CPUZ RAM
Systeminfo CPUZ Mainboard
Systeminfo CPUZ Cache
DPC Latenzen: Hohe Werte bei (De-)Aktivierung des Wlan
Systeminformationen Asus G75VW-T1040V

Turbo Boost

Dank der Turbo-Boost-Technik wird der Standardtakt von 2.3 GHz auf maximal 3.3 GHz angehoben. Im Test mit dem Cinebench R10 lief der Core i7-3610QM stets über 3000 MHz – egal ob Single- oder Multi-Core-Benchmark. Asus hat beim Kühlsystem anscheinend ganze Arbeit geleistet.

Single-Core-Belastung
Single-Core-Belastung
Multi-Core-Belastung
Multi-Core-Belastung

Leistung CPU

Die Performance des Core i7-3610QM kann sich durchweg blicken lassen. Zwar rechnet der Vierkerner etwa 10 % langsamer als der teurere Bruder Core i7-3720QM (6.15 vs. 6.8 Punkte im Cinebench R11.5), für aktuelle und kommende Spielekracher sind aber genügend Reserven vorhanden.

Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
4437
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
17217
Cinebench R10 Shading 32Bit
6043
Cinebench R10 Rendering Single CPUs 64Bit
5598 Points
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 64Bit
20914 Points
Cinebench R10 Shading 64Bit
6051 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
44.75 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
6.15 Points
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Grafikkarte

GPU-Infos
GPU-Infos

Der Grafikkarte dürfte in den nächsten Jahren schon eher die Puste ausgehen. Die DirectX 11 fähige GeForce GTX 670M basiert nämlich nicht auf Nvidias frischer Kepler-Architektur (28 nm), sondern - wie die GeForce-500-Reihe - noch auf der alten Fermi-Technik (40 nm). Die Midrange-Modelle GT 640M (Acer Aspire M3-581TG) und GT 650M (One M73-2O) haben bereits eindrücklich gezeigt, was alles in der neuen Architektur steckt. Gerade bei der Energieeffizienz macht Nvidia einen deutlichen Schritt nach vorne.

Doch zurück zum Thema: Asus integriert ein Modell mit 3072 MByte GDDR5-VRAM, das auf 336 Shadereinheiten (CUDA-Cores), 1950 Millionen Transistoren und ein 192 Bit breites Speicherinterface zurückgreifen kann. Der Kern rechnet mit 620 MHz, der Speichertakt liegt bei 1500 MHz.

7.4
Windows 7 Leistungsindex
Prozessor
Berechnungen pro Sekunde
7.6
Speicher (RAM)
Speichervorgänge pro Sekunde
7.8
Grafik
Desktopleistung für Windows Aero
7.4
Grafik (Spiele)
3D-Business und Gaminggrafikleistung
7.4
Primäre Festplatte
Datentransferrate
7.9

Leistung GPU

Im Vergleich zu AMDs derzeitigem Flagschiff, der Radeon HD 7970M, tut sich die GTX 670M ungemein schwer. Während das Nvidia-Modell im Unigine Heaven-Benchmark (1280 x 1024) gute 39.0 fps erreicht, schafft der AMD-Konkurrent etwa doppelt so hohe 80.1 fps (Alienware M17x R4).

Im 3DMark 11 (1280 x 720, GPU-Score) ist der Abstand ebenfalls ernorm: Mit 2703 zu 5514 Punkten fällt die GTX 670M über 50 % zurück. Der teureren GTX 675M ergeht es mit 47.2 fps respektive 3272 Punkten kaum besser (Schenker XMG P702 PRO).

3D Mark
3DMark 0527372 Punkte
3DMark 06
 1280x1024
19666 Punkte
3DMark Vantage12670 Punkte
3DMark 113005 Punkte
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Massenspeicher

AS SSD Benchmark
AS SSD Benchmark

Das Solid State Drive entspricht 1:1 dem Vorseriengerät. Asus hat sich mit dem LAT-256M3S für ein recht unbekanntes Produkt der Firma Lite-On entschieden. Eine tolle Wahl, wie unsere Benchmarks belegen.

Mit einer sequentiellen Leserate von 471 MB/Sek und einer sequentiellen Schreibrate von 316 MB/Sek (AS SSD Benchmark) orientiert sich das Lite-On-Modell an Samsungs potenter SSD 830 (vergleiche hierzu das Schenker XMG P702 PRO). Auch bei kleinen Dateien macht das Gaming-Notebook eine überaus gute Figur. Die niedrigen Zugriffszeiten (0.12 ms beim Lesen & 0.08 ms beim Schreiben) verdienen ebenfalls Lob.

Abgerundet wird das Paket von einer 1000 GByte großen HDD. Trotz lediglich 5400 U/Min bringt es die Samsung Spinpoint M8 auf relativ hohe Werte. Im CrystalDiskMark erzielte das Laufwerk rund 123 MB/Sek.

Lite-On LAT-256M3S
Sequential Read: 453 MB/s
Sequential Write: 340.8 MB/s
512K Read: 351.9 MB/s
512K Write: 357.8 MB/s
4K Read: 27.03 MB/s
4K Write: 53.1 MB/s
4K QD32 Read: 290.7 MB/s
4K QD32 Write: 272.6 MB/s

System Performance

Dank Quad-Core-Prozessor, High-End-Grafikkarte und Solid State Drive ist man ideal für den Alltag gerüstet. Systembenchmarks wie der PCMark Vantage verdeutlichen die exzellente Allround-Leistung. 20075 Punkte repräsentieren einen Platz im Gaming-Olymp. Durch die höhere Speichermenge (16 statt 8 GByte) und die kräftigere CPU (3720QM statt 3610QM) war unser erstes Testgerät noch etwas flotter unterwegs (20517 Punkte). 

PC Mark
PCMark Vantage20075 Punkte
PCMark 74788 Punkte
Hilfe

Gaming Performance

hohe Details werden fast immer ruckelfrei dargestellt
hohe Details werden fast immer ruckelfrei dargestellt

Wer es nicht mit der Kantenglättung übertreibt, kann die meisten Spiele auch in der nativen Full-HD-Auflösung mit hohen oder maximalen Details genießen. Das G75 stemmt selbst aktuelle Blockbuster wie Diablo III, Max Payne 3 und Dirt Showdown ordentlich. Ein Herunterregeln der Grafikoptionen ist eher selten nötig (z. B. in Battlefield 3). Weitere Gaming-Benchmarks entnehmen Sie dem alten Test.

min. mittelhoch max.
Batman: Arkham City (2011) 6629fps
Battlefield 3 (2011) 47.620.1fps
Risen 2: Dark Waters (2012) 47.822.7fps
Diablo III (2012) 80.859fps
Dirt Showdown (2012) 73.429.8fps
Max Payne 3 (2012) 75.27127.922.8fps

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Geräuschemissionen

Obwohl das G75 im 3D-Betrieb nicht mehr ganz so ruhig wie seine Vorgänger G73 und G74 ist, verhält sich der 17-Zöller erheblich leiser als ein Großteil der Konkurrenz. Während die meisten High-End-Notebooks im 3DMark 06 locker die 40-dB-Marke überschreiten, drehen die Lüfter des G75 mit völlig akzeptablen 36-38 dB (Entfernung: 15 cm). Erst unter Volllast offenbart der Gamer einen deutlich hörbaren Pegel.

Im Idle-Betrieb und bei simplen Tätigkeiten hält sich die Lüftung angenehm zurück, man vernimmt lediglich das Rauschen der HDD. Der Blu-ray-Player tritt derweil nur beim Vor- und Zurückspulen negativ in Erscheinung.

Lautstärkediagramm

Idle 29.9 / 30.9 / 31.2 dB(A)
HDD 30.9 dB(A)
DVD 35.5 / dB(A)
Last 37.3 / 42.8 dB(A)
 
    30 dB
leise
40 dB
deutlich hörbar
50 dB
störend
 
min: , med: , max:    Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Stresstest
Stresstest (Furmark & Prime)

Die moderaten Temperaturen sind ein weiterer Kaufgrund. Auch bei stärkerer Belastung werden die Gehäuseoberflächen nicht übermäßig warm; eine Stunde Stresstest mit den Tools Furmark und Prime führte zu durchschnittlich 33 °C. Im Leerlauf-Betrieb bleibt das Notebook mit rund 28 °C nochmals eine Spur kühler.

Interessanter war für uns allerdings die Frage, ob das G75 unter Volllast throttelt. Beim Vorserienmodell sank der CPU-Takt nach einer Weile nämlich auf 1.2 GHz. Um es kurz zu machen: Das Throttling gehört der Vergangenheit an. Wie das rechte Bild zeigt, lief der Core i7-3610QM mit etwa 3.1 GHz. Trotz der hohen Taktraten erreichen die Komponenten keine kritischen Werte. Maximal 85 °C bei Prozessor und Grafikkarte (CPUID Hardware Monitor) gehen absolut in Ordnung.

Max. Last
 34.9 °C37.2 °C36.7 °C 
 32.2 °C35.6 °C35.7 °C 
 27.2 °C30.4 °C29.4 °C 
Maximal: 37.2 °C
Durchschnitt: 33.3 °C
39.8 °C37.9 °C38.9 °C
37.2 °C36.7 °C27.0 °C
28.6 °C28.3 °C26.0 °C
Maximal: 39.8 °C
Durchschnitt: 33.4 °C
Netzteil (max.)  58.5 °C | Raumtemperatur 24 °C | Voltcraft IR-550

Lautsprecher

Das integrierte 2.1-Soundsystem haut uns auch weiterhin nicht vom Hocker. So sorgt der auf dem Gehäuseboden angebrachte Subwoofer zwar für einen halbwegs anständigen Bass, tiefe Töne werden jedoch etwas dumpf wiedergegeben. Die beiden Lautsprecher sind derweil recht höhenlastig und fransen bei bestimmten Tönen aus. Im Vergleich zu einer externen Anlage wirkt der Klang zudem relativ blechern. Asus macht hier eher einen Schritt zurück; die alten Modelle lieferten eine bessere Akustik.

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Energieaufnahme

Der Stromverbrauch ist für ein Gaming-Notebook weder extrem hoch noch besonders niedrig. Im Idle-Betrieb genehmigt sich das G75 mit 21-35 Watt deutlich mehr Energie als ähnlich flotte Konkurrenten, die über Nvidias Optimus-Technologie verfügen. Das ebenfalls mit einem Core i7-3610QM und einer GeForce GTX 670M ausgestattete MSI GT70 kam zum Beispiel nur auf 12-23 Watt. 101-113 Watt im 3DMark 06 liegen dagegen unter dem High-End-Durchschnitt. Ein Maximalwert von 187 Watt ist angesichts der Leistung vertretbar.

Stromverbrauch

Aus / Standby 0.4 / 0.6 Watt
Idle 21.2 / 30.9 / 34.6 Watt
Last 107.5 / 187 Watt
 
Legende: min: , med: , max:         Voltcraft VC 940

Akkulaufzeit

Readers Test
Maximale Akkulaufzeit (Readers Test)
Classic Test
Minimale Laufzeit  (Classic Test)

Durch die geringere Leuchtkraft bekommt man bei den »normalen« G75-Varianten eine etwas höhere Akkulaufzeit geboten. Während das Modell mit 120-Hz-Panel nach spätestens drei Stunden aufgibt, schaffen die 60-Hz-Vertreter unter idealen Bedingungen (Leerlauf, niedrigste Helligkeitsstufe) knapp vier Stunden. Zwei Stunden Filmwiedergabe und 2.5 Stunden Websurfen sind für ein Gaming-Notebook ebenfalls ordentlich (gute bis maximale Helligkeit).

Als mobile Spiele-Plattform eignet sich der 17-Zöller kaum: Der rechenintensive Classic Test von  Battery Eater brach bereits nach 75 Minuten ab. Trotz der hin und wieder auftretenden Probleme (siehe Max Payne 3) würden wir uns für den Nachfolger eine Grafikumschaltung wünschen.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
3h 49min
Surfen über WLAN
2h 32min
DVD
2h 01min
Last (volle Helligkeit)
1h 15min

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Asus G75VW
Asus G75VW

Unser ursprüngliches Fazit gilt größtenteils auch für das Serienprodukt. Mit dem G75VW-T1040V hat Asus ein gelungenes und durchdachtes Gaming-Notebook auf die Beine gestellt, das sich – abgesehen vom Gewicht – keine eklatanten Schnitzer erlaubt.

Neben der hochwertigen Verarbeitung, den guten Eingabegeräten und der unspektakulären Temperatur- respektive Geräuschentwicklung wäre auf der positiven Seite das matte Full-HD-Panel zu nennen. Spieler und Filmliebhaber werden nicht nur vom niedrigen Schwarzwert, sondern auch vom tollen Kontrast begeistert sein.

Die Komponentenauswahl erscheint uns ebenfalls recht intelligent, wobei es der Grafikkarte auf lange Sicht wohl etwas an Power mangelt. Bei einem Gesamtpreis von 1800 Euro dürften sich viele Gamer den Kauf zweimal überlegen. Wem die Lautstärke egal ist, erhält bei der Konkurrenz günstigere und/oder schnellere Produkte.

Doch Zukunftssicherheit hin oder her: Das G75VW-T1040V ist ohne Zweifel eines der besten High-End-Notebooks, das man momentan erwerben kann. 

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Im Test: Asus G75VW-T1040V
Im Test: Asus G75VW-T1040V

Datenblatt

Asus G75VW-T1040V
Grafikkarte
NVIDIA GeForce GTX 670M - 3072 MB, Kerntakt: 620 MHz, Speichertakt: 1500 MHz, GDDR5, ForceWare 296.44
Speicher
8192 MB 
, 2x 4096 MB PC3-12800 SO-DIMM DDR3-SDRAM (1600 MHz), 4 Slots, max. 16 GB
Bildschirm
17.3 Zoll 16:9, 1920x1080 Pixel, Chi Mei N173HGE (CMO1720), Full HD, spiegelnd: nein
Festplatte
Lite-On LAT-256M3S, 256 GB 
+ Samsung Spinpoint M8 (HN-M101MBB), 1000 GB, 5400 U/Min
Soundkarte
VIA VT1802P @ Intel Panther Point PCH - High Definition Audio Controller
Anschlüsse
4 USB 3.0, 1 VGA, 1 HDMI, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: Mikrofon, Kopfhörer, Card Reader: SD, MS, MMC, 1 Thunderbolt
Netzwerkverbindungen
Atheros AR8151 PCI-E Gigabit Ethernet Controller (NDIS 6.20) (10MBit), Atheros AR9485WB-EG Wireless Network Adapter (b g n ), 4.0 Bluetooth
Optisches Laufwerk
Slimtype BD E DS6E2SH
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 52 x 415 x 320
Gewicht
4.282 kg Netzteil: 862 g
Akku
74 Wh Lithium-Ion, 5200 mAh, 8 Zellen, 0.416 kg
Preis
1800 Euro
Betriebssystem
Microsoft Windows 7 Home Premium 64 Bit
Sonstiges
Webcam: HD, Netzteil: 180 Watt, Treiber- & Tool-DVD, Handbuch, Garantiekarte, Kabelbinder, 24 Monate Garantie

 

[+] compare
Die meisten Bilder haben wir von der mehr oder weniger identischen Vorserie übernommen.
Die meisten Bilder haben wir von der mehr oder weniger identischen Vorserie übernommen.
Den 3D-Sensor gibt es natürlich nur bei der 3D-Vision-Variante mit 120-Hz-Display.
Den 3D-Sensor gibt es natürlich nur bei der 3D-Vision-Variante mit 120-Hz-Display.
Unter dem Gitter verbergen sich zwei Lautsprecher.
Unter dem Gitter verbergen sich zwei Lautsprecher.
Dank der Tastaturbeleuchtung kann man auch nachts problemlos zocken.
Dank der Tastaturbeleuchtung kann man auch nachts problemlos zocken.
Der 17-Zöller enthält einen vollwertigen Nummernblock.
Der 17-Zöller enthält einen vollwertigen Nummernblock.
Die glatte Touchpadoberfläche ist sehr angenehm.
Die glatte Touchpadoberfläche ist sehr angenehm.
Man kann das G75 bereits an den Lüfteröffnungen erkennen.
Man kann das G75 bereits an den Lüfteröffnungen erkennen.
Insgesamt sind vier USB-3.0-Ports vorhanden.
Insgesamt sind vier USB-3.0-Ports vorhanden.
Die meisten Schnittstellen befinden sich rechts.
Die meisten Schnittstellen befinden sich rechts.
Ein paar mehr Audio-Buchsen hätten es für 1800 Euro schon sein dürfen.
Ein paar mehr Audio-Buchsen hätten es für 1800 Euro schon sein dürfen.
Wegen der fehlenden Optimus-Technologie sind die Laufzeiten nicht gerade toll.
Wegen der fehlenden Optimus-Technologie sind die Laufzeiten nicht gerade toll.
Die Festplatten bieten eine Gesamtkapazität von 1256 GByte.
Die Festplatten bieten eine Gesamtkapazität von 1256 GByte.
Nvidias GeForce GTX 670M ist eine Grafikkarte der Oberklasse.
Nvidias GeForce GTX 670M ist eine Grafikkarte der Oberklasse.
Das Notebook wirkt deutlich farbenfroher als die alten Modelle.
Das Notebook wirkt deutlich farbenfroher als die alten Modelle.
Kaum ein 17-Zöller ist derart wuchtig.
Kaum ein 17-Zöller ist derart wuchtig.
Asus verwendet ausschließlich matte Oberflächen.
Asus verwendet ausschließlich matte Oberflächen.
Einen Blu-ray-Player sieht man im High-End-Bereich immer öfter.
Einen Blu-ray-Player sieht man im High-End-Bereich immer öfter.
Über die Anschlussanordnung dürfte nicht jeder glücklich sein.
Über die Anschlussanordnung dürfte nicht jeder glücklich sein.
Die beiden Wartungsklappen lassen sich sehr schnell entfernen.
Die beiden Wartungsklappen lassen sich sehr schnell entfernen.
Bei den Varianten mit 8 GByte sind die unteren RAM-Bänke frei.
Bei den Varianten mit 8 GByte sind die unteren RAM-Bänke frei.
Nur wenige Gamer arbeiten unter Last ähnlich ruhig.
Nur wenige Gamer arbeiten unter Last ähnlich ruhig.
Die Soundqualität würden wir als ordentlich bezeichnen.
Die Soundqualität würden wir als ordentlich bezeichnen.
Das 180-Watt-Netzteil wiegt knapp ein Kilogramm.
Das 180-Watt-Netzteil wiegt knapp ein Kilogramm.

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Pro

+Mattes Full-HD-Display mit guten Werten
+Relativ leise für einen Gamer
+Prima Anschlussausstattung
+Unempfindliche Oberflächen
+Flottes Solid State Drive
+Moderate Temperaturen
+Angenehmes Touchpad
+Tastaturbeleuchtung
+Sehr hohe Leistung
+Blu-ray-Laufwerk
+Kein Throttling
 

Contra

-Wuchtiges und schweres Gehäuse
-Keine Optimus-Technologie

Shortcut

Was uns gefällt

Das G75 leistet sich keine dicken Patzer.

Was wir vermissen

Eine Grafikumschaltung für bessere Akkulaufzeiten.

Was uns verblüfft

Die meisten Konkurrenten werden deutlich lauter.

Die Konkurrenz

17-zöllige Premium-Notebooks. Allen voran das Alienware M17x R4.

Bewertung

Asus G75VW-T1040V
06.06.2012 v3
Florian Glaser

Gehäuse
89%
Tastatur
85%
Pointing Device
87%
Konnektivität
80%
Gewicht
53%
Akkulaufzeit
73%
Display
88%
Leistung Spiele
95%
Leistung Anwendungen
98%
Temperatur
86%
Lautstärke
86%
Auf- / Abwertung
89%
Durchschnitt
84%
88%
Gaming *
gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.
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Autor: Florian Glaser (Update: 11.02.2014)