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Benchmarkcheck: Dirt Showdown

Florian Glaser, Martina Osztovits, 24.05.2012

Dreckiger denn je. Rennspiel-Experte Codemasters tritt mit Dirt Showdown in die Fußstapfen der actiongeladenen Flatout-Reihe. Klassische Rallys sind vorerst passé, der Entwickler konzentriert sich auf knallige Demolition-Derbys. Ob der Titel auch mobile Grafikkarten an ihre Grenzen treibt, erfahren Sie hier.

Dirt Showdown (Artwork: Codemasters)

Bei der Dirt-Serie stand in der Vergangenheit besonders der Rally-Aspekt im Mittelpunkt. Dank der gelungenen Mischung aus Arcade und Simulation kamen nicht nur Action-Liebhaber (Need for Speed, Burnout...), sondern auch Realismus-Fans einigermaßen auf ihre Kosten. Neben dem Fahrmodell und dem Streckendesign überzeugten vor allem die Atmosphäre und die Technik.

Grafik

erstklassige Technik
erstklassige Technik

Letzteres gilt natürlich auch für den neusten Ableger. Die Screenshots zeigen eindrücklich, dass Dirt Showdown eine herausragende Optik bietet. Derart knackige Texturen, authentische Spiegelungen und feine Schatten können nur wenige Konkurrenten vorweisen. Am meisten hat uns die stimmige Beleuchtung beeindruckt - je nach Tageszeit erstrahlen die Levels in einem anderen Licht. Man möchte bisweilen direkt in den Monitor eintauchen. Abgerundet wir das Paket von netten Details wie jubelnden Zuschauern.

Lob gebührt dem Entwickler darüber hinaus für die stilvollen Menüs, die zwar wieder einen recht verschachtelten Eindruck machen, vom Design aber ideal zum »Destruction«-Motto passen.

Im Vergleich zu Dirt 3 sind die Hardware-Anforderungen etwas gestiegen. Bei identischer Hardware und identischen Settings läuft der aktuelle Teil mitunter spürbar langsamer.

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Benchmark

coole Menüs
coole Menüs

Für unsere Benchmarks nutzen wir die eingeschränkte Demoversion, die kostenlos bei der Online-Plattform Steam heruntergeladen werden kann. Unter »Showdown Tour« »Spy+ Pro« entdeckt man ein 8-Ball-Rennen, das im sonnigen San Francisco stattfindet.

Wir warten den Ladevorgang und das Introvideo ab und starten die Aufzeichnung mit dem Tool Fraps erst dann, wenn das User-Interface (Position, Gesundheit etc.) erscheint. Nach genau einer Runde wird der Benchmark auf Höhe der Ziellinie wieder beendet.

Settings

Die Grafikoptionen tummeln sich in einem übersichtlichen Menü. Neben Auflösung, Kantenglättung (Codemasters setzt auf MSAA) und Bildmodus kann man auch die Wiederholfrequenz und das Seitenverhältnis ändern. Damit der Titel nicht von störenden Zeilenverschiebungen geplagt wird, sollte man unbedingt VSync aktivieren (wegen der FPS-Grenze wurden die Benchmarks ohne VSync durchgeführt). Der Detailgrad lässt sich automatisch, manuell oder über fünf Presets regulieren.

Prima: Dirt Showdown übernimmt jegliche Änderungen direkt im laufenden Spiel. Im Gegensatz zu anderen Titeln ist beim Wechsel der Einstellungen also kein Rennabbruch bzw. Neustart nötig. Hier unsere vier Test-Settings:

Ultra Setting: 1920 x 1080, Ultra Preset, 4x MSAA
Ultra Setting: 1920 x 1080, Ultra Preset, 4x MSAA
High Setting: 1366 x 768, High Preset, 2x MSAA
High Setting: 1366 x 768, High Preset, 2x MSAA
Medium Setting: 1366 x 768, Medium Preset
Medium Setting: 1366 x 768, Medium Preset
Low Setting: 1024 x 768, Ultra Low Preset
Low Setting: 1024 x 768, Ultra Low Preset

Erwartungsgemäß unterscheiden sich die Presets »Ultra« und »High« nicht sonderlich viel. Mit Ausnahme des gröberen Schattenwurfs (vergleiche Bild I und II) kann man selbst bei genauerem Hinsehen keine nennenswerten Abweichungen erkennen. Texturqualität, Beleuchtung und Reflexionen bewegen sich auf einem sehr hohen Niveau.

Die mittlere Einstellung sieht ebenfalls gut aus, wobei einige Randobjekte (man beachte das Publikum im dritten Bild) keinen Schatten mehr werfen. Mit minimalen Grafikoptionen gibt es schließlich fast überhaupt keine Schatten und Spiegelungen mehr. Die fehlenden Zuschauer wirken sich ebenfalls negativ auf die Atmosphäre aus (Bild IV).

Ultra
Ultra
High
High
Medium
Medium
Ultra Low
Ultra Low

Resultate

Wer Dirt Showdown in seiner ganzen Pracht genießen will, muss zu einem Notebook mit High-End-Grafikkarte greifen. Ultra-Details, 1920 x 1080 Bildpunkte und vierfache Kantenglättung werden erst von einem Topmodell wie der Radeon HD 6990M oder der GeForce GTX 675M adäquat dargestellt. Für hohe Details und zweifaches Antialiasing sollte zumindest ein Vertreter der oberen Mittelklasse (z. B. die GeForce GT 640M) unter der Notebook-Haube werkeln.

Typische Multimedia-Grafikkarten auf dem Level der GeForce GT 630M können in höheren Auflösungen lediglich das mittlere Preset ruckelfrei wiedergeben. Minimale Settings werden derweil auch von integrierten GPUs wie der HD Graphics 3000 ordentlich gestemmt (gilt nur für niedrige Auflösungen).

Wenn man einmal das Ultra-Preset ausklammert, hat der Prozessor in Dirt Showdown überraschend viel Einfluss. Unsere Benchmark-Tabelle belegt, dass Notebooks mit schwächeren Grafikkarten oft an Notebooks mit stärkeren GPU-Modellen vorbeiziehen - je nachdem, welche CPU verbaut ist.

Benchmark-Tabelle Dirt Showdown
Benchmark-Tabelle Dirt Showdown

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Testsysteme

Ein Teil der Ergebnisse stammt von Geräten der Firma Schenker Notebooks (mysn.de):

  • XMG P501 (Core i7-2630QM, GeForce GTX 560M, GTX 580M, Radeon HD 6970M & HD 6990M, 8 GB RAM)
  • XMG A501 (Core i7-2630QM, HD Graphics 3000 & GeForce GT 555M, 8 GB RAM)
  • Xesia M501 (Core i7-2630QM, GeForce GT 630M, 4 GB RAM)

Herzlichen Dank für die tolle Unterstützung!

von links nach rechts: Schenker XMG A501, Xesia M501 & XMG P501
von links nach rechts: Schenker XMG A501, Xesia M501 & XMG P501

Es folgt eine Liste mit allen bisher angefertigten Benchmarks.

Einschränkungen anzeigen
      Modell
Dirt Showdown
 Dirt Showdown (2012)
low
1024x768
Ultra Low Preset
med.
1366x768
Medium Preset
high
1366x768
High Preset
2xMSAA
ultra
1920x1080
Ultra Preset
4xMSAA
NVIDIA GeForce GTX 680
102
77
75
75
AMD Radeon HD 7970
87.3
73.1
69.2
61.2
NVIDIA GeForce GTX 880M
103.1
95.1
90.5
77.9
NVIDIA GeForce GTX 660 Ti
90.9
72.9
71.7
62.1
NVIDIA GeForce GTX 780M
112.9
87.8
88
66n3
AMD Radeon HD 7870
87.3
71.2
68.8
53.9
NVIDIA GeForce GTX 965M
98.1
90.6
65.9
AMD Radeon HD 8970M
115.1
85.3
59.25n2
44.6n2
NVIDIA GeForce GTX 680M
101.1
81.3
75.5n2
53.4n3
AMD Radeon HD 7970M
97.7
81.1
78.3
48.7n3
NVIDIA GeForce GTX 770M
109.9
85.3
84.9
45.2
NVIDIA GeForce GTX 860M
96.9
91.6
48.4
NVIDIA GeForce GTX 675MX
80.3
84.5
39.4
NVIDIA GeForce GTX 850M
61.9
39
AMD Radeon HD 6870
42
NVIDIA GeForce GTX 765M
122
90.45n2
81.6n3
33.6n3
ATI Radeon HD 5850
85.8
75.6
74.4
42.7
NVIDIA GeForce GTX 675M
115.61
93.01
82.7
34.02
NVIDIA GeForce GTX 580M
79.6
62.6
61.4
34.3
      Modell
Dirt Showdown
lowmed.highultra
AMD Radeon HD 6990M
81.4
62.7
60.1
35.7
AMD Radeon HD 7770
94
71
67.9
33.2
NVIDIA GeForce GT 650M SLI
104.7
74.05n2
51.35n2
19.2n2
NVIDIA GeForce GTX 670MX
93.7
73.3
76.1n2
31.6n2
NVIDIA GeForce GTX 760M
81.35n2
55.25n2
50.9n2
30.1
NVIDIA GeForce GTX 670M
101
77
73.2n2
29.4n2
AMD Radeon HD 6970M
76.6
64.2
59.5
30.3
AMD Radeon HD 8870M
72.9n2
47.2n2
37.4n2
24.5n2
NVIDIA GeForce GT 755M
74.3
62.5
57.8
25.8
NVIDIA GeForce GTX 660M
81.55n2
65.8n2
50.7n4
23.4n3
AMD Radeon HD 8850M
70
46.7
31.9
AMD Radeon R9 M265X
92.9
74.5
68.9
21.8
AMD Radeon HD 8790M
82
47
27
19
NVIDIA GeForce GT 750M
108.2
81.8
59
21.2
NVIDIA GeForce GT 650M
91n7
61.05n8
53.9n11
18.15n10
NVIDIA GeForce GT 745M
90.65n2
69.7n2
51.3n2
19.7
NVIDIA GeForce GTX 560M
67.8
63
60.5
23
NVIDIA GeForce GT 740M
64.3n5
48.8n5
32.9n5
17.9n3
NVIDIA GeForce GT 735M
57.5
40.9
14.8
NVIDIA GeForce GT 730M
51
32.4
19.7
      Modell
Dirt Showdown
lowmed.highultra
NVIDIA GeForce GT 645M
74.6n2
53.6n3
39.6n3
17.2
AMD Radeon HD 8750M
71.3
44.3
35.1
15.9
NVIDIA GeForce GT 640M
75n3
43.8n3
39n3
15.6n2
AMD Radeon HD 7730M
74
45
33
15
NVIDIA GeForce GT 640M LE
73.8
55.1
36.1
13.4
AMD Radeon HD 8730M
55.2
37.5
33
14.8
NVIDIA GeForce GT 555M
66.6
61.4
37.1
12.9
AMD Radeon HD 8670M
62
35
22
9
AMD Radeon HD 7670M
60.35n4
41.1n4
29.6n4
11.9n2
NVIDIA GeForce GT 630M
76.6n5
49.15n6
30.55n6
12n3
NVIDIA GeForce 820M
48
31.6
27.6
NVIDIA GeForce GT 720M
38
31.6
22
AMD Radeon HD 8570M
59.4
29.4
13.6
7
Intel HD Graphics 6000
57
36
23
10
AMD Radeon HD 8550M
16.5
11.5
10.4
Intel HD Graphics 4600
49.9
26.6
Intel HD Graphics 5500
51.4
30
21.9
AMD Radeon HD 7660G
41
27
25
9.9
AMD Radeon HD 7650M
58.8
38
32.9
AMD Radeon HD 7570M
57
38
16
      Modell
Dirt Showdown
lowmed.highultra
ATI Mobility Radeon HD 5650
55.2
40.2
30.3
10.4
NVIDIA GeForce GT 620M
48.55n2
33.1n2
25.3n2
AMD Radeon HD 7640G
30.2
Intel HD Graphics 4400
41.05n2
24.8n2
17
5
AMD Radeon HD 7550M
65.4
39.6
25.9
Intel HD Graphics 4000
52.65n6
27.8n6
17.2n5
6n5
AMD Radeon R4 (Beema)
29.2
21.1
16.4
AMD Radeon R3 (Mullins/Beema)
31.2
21.3
17
Intel HD Graphics 4200
34.5
18.9
12.6
4.9
AMD Radeon HD 6450 GDDR5
74n2
32.5n2
22n2
6.5n2
AMD Radeon HD 8450G
25
14.7
AMD Radeon HD 7520G
27.3
15.7
13.3
AMD Radeon HD 8330
27.7
20.7
16.2
Intel HD Graphics (Haswell)
31
18.8
11.7
AMD Radeon HD 8250
15.9
12.6
11.5
Intel HD Graphics 3000
31.1n5
17.2n5
9.5n5
NVIDIA GeForce G210M
32
20
10
Intel HD Graphics (Ivy Bridge)
35.65n2
13.35n2
Intel HD Graphics (Sandy Bridge)
27
13.4
8.6
5
Intel HD Graphics (Bay Trail)
28
      Modell
Dirt Showdown
lowmed.highultra
Intel Graphics Media Accelerator (GMA) 4500MHD
9
(-) * Geringere Werte sind besser. / n123 Number of benchmarks for this median value / * Geschätzte Position

 

Legende
5ruckelt - Das Spiel wird in dieser Detailstufe wahrscheinlich nicht flüssig mit dieser Grafikkarte laufen. Mindestens ein Benchmarkwert ist kleiner als 25fps
könnte ruckeln - Interpolierte Information. Bei einer langsameren Grafikkarte wurde dieses Spiel als ruckelnd klassifiziert und daher wird dies auch bei dieser angenommen, da keine Benchmarkwerte eingetragen sind.
30flüssig - Dieses Spiel sollte in den betroffenen Einstellungen flüssig laufen, da kein Benchmarkwert eingetragen wird, der die Grenze unterschreitet: 25fps
40flüssig - Dieses Spiel sollte in den betroffenen Einstellungen flüssig laufen, da kein Benchmarkwert eingetragen wird, der die Grenze unterschreitet: 35fps
könnte flüssig laufen - Eine langsamere Grafikkarte wurde als schnell genug klassifiziert und daher wird dies auch für diese geschätzt (da keine Benchmarkwerte eingetragen sind).
123unsicher - Zwei mögliche Fälle: Der kleinste gefundene Benchmarkwert ist zwar unter dem Grenzwert für eine flüssige Darstellung, jedoch ist der Durchschnitt darüber. Zweiter Fall, der Benchmarkwert ist unter der Grenze, jedoch ist die nächst-langsamere Karte als flüssig eingestuft.
unsicher vererbt - Die nächst-langsamere Karte ist als "unsicher" eingestuft und daher wird dieser Wert auch an schnellere Karten vererbt, die keine Benchmarkwerte haben.
Der Wert in den einzelnen Feldern beziffert die durchschnittlichen Bilder pro Sekunde. Bewegen Sie den Mauszeiger auf diesen Wert um eine detaillierte Auflistung aller Benchmarks zu sehen.
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Autor: Florian Glaser, 24.05.2012 (Update:  5.03.2016)
Florian Glaser
Florian Glaser - Managing Editor Gaming
In den frühen 90er-Jahren mit MS-DOS und Windows 3.1 aufgewachsen entdeckte ich schon im Kindesalter mein Interesse für den Bereich Computer. Speziell Computerspiele strahlten bereits damals eine große Faszination auf mich aus. Von Monkey Island über Lands of Lore bis hin zu Doom wurde alles gezockt, was man so unter die Finger bekam. Für Notebookcheck bin ich seit 2009 tätig mit Schwerpunkt auf leistungsstarke Gaming-Notebooks.