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NVIDIA GeForce GTX 760M

NVIDIA GeForce GTX 760M

Die NVIDIA GeForce GTX 760M ist eine DirectX 11 Notebook-Grafikkarte der oberen Mittelklasse, welche Mitte 2013 vorgestellt wurde. Sie basiert auf dem GK106 Chip der Kepler-Serie und wird in 28nm bei TSMC hergestellt. Im Vergleich zur GTX 660M basiert die GTX 760M nicht mehr auf dem GK107, sondern auf dem GK106 und bietet die doppelte Anzahl an Shaderkernen. Der Kerntakt wurde jedoch auf 675 MHz (Basistakt) gesenkt. Speichertakt, 128-Bit Speicherbus und der Einsatz von schnellem GDDR5 Grafikspeicher bleiben jedoch identisch.

 

Die GeForce 700M Serie bietet als neues Feature den sogenannten GPU Boost 2.0. Damit kann sich der Grafikkern automatisch übertakten wenn genügend Kühlleistung vorhanden ist. Laut Nvidia sollen dadurch bis zu 15% mehr Performance möglich sein, wenn Applikation und Notebook genügend Spielraum bieten. 

 

Architektur

Der GK106 verfügt als Kepler-Chip über 5 Shader-Blöcke mit je 192 CUDA Cores, die vom Hersteller mit dem Kürzel SMX bezeichnet werden. Bei der 760M sind davon 4 aktiviert. Zwei SMX bilden zusammen mit zwei Polymorph Engines und einer gemeinsamen Raster Engine einen sogenannten GPC (Graphics Processing Cluster). Da die Shader keine eigene Takt-Domain mehr besitzen (Hot Clock), entspricht die Rechenleistung in etwa der Hälfte der Einheiten der Fermi-Architektur mit doppelter Taktrate. Diese Änderung ist einer der Gründe dafür, dass sich laut Nvidia die Energieeffizienz gegenüber dem Vorgänger verdoppelt hat. Auch die Tesselations-Leistung soll - speziell bei hohen Faktoren - noch einmal deutlich verbessert worden sein.

 

Leistung

Die Performance der GeForce GTX 760M liegt durch die höhere Shaderanzahl deutlich vor der alten GTX 660M. Durch den GPU Boost 2.0 ist die Leistung jedoch von Applikation und Kühlleistung des Notebooks abhängig. Nvidia gibt eine Verbesserung von 30% in eigenen Messungen an. 

In Begleitung eines Quadcore-Prozessors aus Intels Haswell-Generation positioniert sich die GTX760M in unseren Tests auf Augenhöhe mit der älteren GTX 670M oder auch der Radeon HD 8870M (3DMark Fire Strike Graphics). Damit steht die Nvidia-GPU als Einstieg in den Bereich der leistungsstärksten Spiele-GPUs und taugt für ambitionierte Laptop-Gamer. Wer ganz vorn mitspielen will, der braucht hingegen eine GeForce GTX 780M, welche im gleichen Benchmark 150 % schneller rechnet.

Ein SLI-Gespann aus zwei GeForce GT 650M kann in Verbindung mit einem Dual Core geschlagen werden (3DMark 11). Die Radeon HD 6970M liegt in den synthetischen Benchmarks zirka 10 % zurück, die Radeon HD 8870M wird aber nur um wenige Prozentpunkte abgeschlagen (Cinebench R11.5 OpenGL 64 Bit).

In anspruchsvollen Games, wie Crysis 3, BioShock Infinite oder Hitman: Absolution, sorgt die 760M in hohen Einstellungen für flüssige Frameraten und toppt dabei teilweise die alte GTX 670MX / 670M (Crysis). Für Ultra-Details (1.920 x 1.080) reicht es in derartigen Games aber nicht. AMDs 2012er Topmodell Radeon HD 7970M ist in hohen Details oftmals 20 % schneller, in Ultra-Details sogar 40 %. Hierbei kommt es jedoch auf Treiber und andere Faktoren an, so liegt die GTX 760M in Sleeping Dogs mit der HD 7970M gleichauf.

Weniger anspruchsvolle bzw. ältere Games, wie Dead Space 3, Battlefield 2 & 3, Modern Warfare 3, Deus Ex Human Revolution oder Dirt 3, sind problemlos in höchstens Details auf Full-HD spielbar. Das schaffen die HD 8870M oder die ältere GeForce GTX 675M nicht (Battlefield 3).

Dadurch eignet sich die GTX 760M bei anspruchsvollen Spielen meistens für mittlere Auflösungen wie 1366x768 und hohen Detailsettings.

 

Features

Das Featureset entspricht den Keplerkarten der GeForce GTX 600M Serie wie der GTX 670MX. Bis zu 4 aktive Displays (mit Optimus u.U. weniger) können mit der GTX 760M betrieben werden, die mit einer maximalen Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln zum Beispiel über DisplayPort 1.2 oder HDMI 1.4a angebunden werden können. HD-Audio-Formate wie Dolby True HD und DTS-HD lassen sich als Bitstream an einen geeigneten Receiver senden. Wie in der Vergangenheit kann jedoch auch weiterhin 3D Vision nicht mit Optimus-Unterstützung kombiniert werden.

Der PureVideo HD Videoprozessor der fünften Generation (VP5) kann die Formate MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4, H.264 und VC1/WMV9 bis zu einer Auflösung von 4k decodieren und somit den Prozessor entlasten. Auch zwei parallele Streams, beispielsweise für Picture-in-Picture bei einer Blu-Ray, sind möglich. Eine weitere Neuerung ist die Integration eines dedizierten Videoencoders ähnlich Intels Quick Sync, der über die NVENC-API angesprochen werden kann.

 

Die Leistungsaufnahme der GeForce GTX 760M sollte ähnlich ausfallen wie bei der GTX 660M (50 Watt laut Gerüchten). Dadurch eignet sich die Grafikkarte für Notebooks im Bereich 15-17 Zoll. Bei geringer Last helfen zusätzliche Taktstufen dabei, Energie einzusparen, im Leerlauf kann die GPU mit Hilfe der Optimus-Technologie zugunsten eines IGP auch vollständig deaktiviert werden.

HerstellerNVIDIA
GeForce GTX 700M Serie
GeForce GTX 780M SLI (compare) 3072 @ 823 MHz2x 256 Bit @ 5000 MHz
GeForce GTX 770M SLI (compare) 1920 @ 811 MHz2x 192 Bit @ 4000 MHz
GeForce GTX 780M (compare) 1536 @ 823 MHz256 Bit @ 5000 MHz
GeForce GTX 765M SLI (compare) 1536 @ 850 MHz2x 128 Bit @ 4000 MHz
GeForce GTX 775M (compare) 1344 @ 719 MHz256 Bit @ 3600 MHz
GeForce GTX 770M (compare) 960 @ 811 MHz192 Bit @ 4000 MHz
GeForce GTX 765M (compare) 768 @ 850 MHz128 Bit @ 4000 MHz
GeForce GTX 760M 768 @ 657 MHz128 Bit @ 4000 MHz
CodenameN14E-GL
ArchitekturKepler
Pipelines768 - unified
Kerntakt657 MHz
Speichertakt4000 MHz
Speicherbandbreite128 Bit
SpeichertypGDDR5
Max. Speichergröße2048 MB
Shared Memorynein
DirectXDirectX 11, Shader 5.0
Transistoren2540 Millionen
Herstellungsprozess28 nm
FeaturesOptimus, SLI, PhysX, Verde Drivers, CUDA, 3D Vision, 3DTV Play
Notebookgrößegroß (17" z.B.)
Erscheinungsdatum30.05.2013

Benchmarks

3DMark - Cloud Gate Standard Score 1280x720
min: 11171     avg: 11746.3     median: 11727 (20%)     max: 12313 Points
3DMark - Cloud Gate Standard Graphics 1280x720
min: 15495     avg: 16064     median: 15900 (9%)     max: 16739 Points
3DMark - Fire Strike Score 1920x1080
min: 1971     avg: 2146.2     median: 2172.5 (8%)     max: 2319 Points
3DMark - Fire Strike Graphics 1920x1080
min: 2060     avg: 2254.4     median: 2271 (6%)     max: 2395 Points
3DMark - Ice Storm Standard Graphics 1280x720
min: 74223     avg: 104995     median: 114082 (15%)     max: 118662 Points
3DMark 11 - Performance 1280x720
min: 3453     avg: 3601.1     median: 3554 (11%)     max: 3914 points
3DMark 11 - Performance GPU 1280x720
min: 3244     avg: 3392.3     median: 3369 (7%)     max: 3675 points
3DMark Vantage
P Result 1280x1024 +
P GPU no PhysX 1280x1024 +
3DMark 06 Standard 1280x1024 +
Unigine Heaven 3.0 - DX 11, Normal Tessellation, High Shaders 1920x1080
min: 31.4     avg: 32.8     median: 32.8 (12%)     max: 34.1 fps
Unigine Heaven 2.1 - high, Tesselation (normal), DirectX11 1280x1024
min: 41.1     avg: 44     median: 44 (20%)     max: 46.8 fps
SPECviewperf 11
Siemens NX 1920x1080 +
Tcvis 1920x1080 +
SolidWorks 1920x1080 +
Pro/ENGINEER 1920x1080 +
Maya 1920x1080 +
Lightwave 1920x1080 +
Ensight 1920x1080 +
Catia 1920x1080 +
Cinebench R10 Shading 32Bit +
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit +
Cinebench R15
OpenGL 64Bit +
Ref. Match 64Bit +
- Bereich der Benchmarkergebnisse für diese Grafikkarte
- Durchschnittliche Benchmarkergebnisse für diese Grafikkarte
* Smaller numbers mean a higher performance

Spiele Benchmarks

Die folgenden Benchmarks basieren auf unseren Spieletests mit Testnotebooks. Die Performance dieser Grafikkarte bei den gelisteten Spielen ist abhängig von der verwendeten CPU, Speicherausstattung, Treiber und auch Betriebssystem. Dadurch müssen die untenstehenden Werte nicht representativ sein. Detailierte Informationen über das verwendete System sehen Sie nach einem Klick auf den fps Wert.

min. 1024x768
57.1  fps    + Vergleich
mittel 1366x768
50.5  fps    + Vergleich
hoch 1366x768
32  fps    + Vergleich
max. 1920x1080
16.4  fps    + Vergleich
» In Detailstufe mittel mit allen getesteten Notebooks spielbar
min. 1024x768
30  fps    + Vergleich
mittel 1366x768
30  fps    + Vergleich
hoch 1366x768
30  fps    + Vergleich
max. 1920x1080
29.3  fps    + Vergleich
» Mit den meisten getesteten Laptops in den getesteten Detailstufen nicht flüssig spielbar.
min. 1024x768
78.5 83.4 ~ 81 fps    + Vergleich
mittel 1366x768
59 72.4 ~ 66 fps    + Vergleich
hoch 1366x768
37.2 41.2 ~ 39 fps    + Vergleich
max. 1920x1080
18.8 20.5 ~ 20 fps    + Vergleich
» In Detailstufe hoch mit allen getesteten Notebooks spielbar
min. 1024x768
96.1 105.6 ~ 101 fps    + Vergleich
mittel 1366x768
65.8 71.6 ~ 69 fps    + Vergleich
hoch 1366x768
46.4 47.1 ~ 47 fps    + Vergleich
max. 1920x1080
18.7 18.9 ~ 19 fps    + Vergleich
» In Detailstufe hoch mit allen getesteten Notebooks spielbar
F1 2013

F1 2013

2013
min. 1024x768
119  fps    + Vergleich
mittel 1366x768
111  fps    + Vergleich
hoch 1366x768
102 108 ~ 105 fps    + Vergleich
max. 1920x1080
64 64 ~ 64 fps    + Vergleich
» In Detailstufe max. mit allen getesteten Notebooks spielbar