Top 10 Convertibles im Test bei Notebookcheck

Redaktion, 01.06.2014

Update Juni 2014. Hier finden Sie die aktuellen Top-Convertibles im Test bei Notebookcheck in den letzten Monaten. Unsere Top-Liste wird laufend aktualisiert, redaktionell gewartet und kommentiert und soll bei anstehenden Kaufentscheidungen Hilfestellung geben.

Convertibles, auch unter der Bezeichnung Two-in-One oder Multimode-PCs geführt, sind keine Erfindung der letzten Jahre. Im Business-Bereich sind diese Hybriden aus Notebook und Tablet schon seit Langem zu finden, fristeten bis vor Kurzem aber noch ein Nischendasein. Erst mit dem Siegeszug der Tablets erkannten Hersteller erneut die möglichen Vorteile dieser Geräte. Eine nicht unwesentliche Rolle spielte dabei vermutlich auch das Nachlassen der Nachfrage nach konventionellen Notebooks, was die Hersteller zu "Innovationen" zwang.

Waren die ersten Convertibles noch vergleichsweise schwere Kisten mit stark eingeschränkter Mobilität, ermöglicht aktuelle CPU- und Akkutechnologie nunmehr auch flache und mobile Geräte, die einerseits solide Leistungsreserven bieten und nahezu alle Anforderungen des PC-Alltags meistern können, andererseits aber auch im Tablet-Mode eine Bereicherung bei den Einsatzmöglichkeiten darstellen. Windows 8 sorgt mit der Kachel-Oberfläche für das notwendige User Interface, bietet aber gleichfalls die bekannte Desktop-Umgebung für den produktiven Einsatz.

Notebookcheck Convertible Charts, Stand Juni 2014

#Date%ModelWeightDisplayCPUOSRAMDiskPrice/Buy
101/1484%Dell XPS 11-9P331.13 kg11.6" 2560x1440 glossyIntel Core i5 4210YWindows 8 64 Bit4 GBSSDab 1.000.- via Dell
-01/1484%Lenovo ThinkPad Yoga1.6 kg12.5" 1920x1080 mattIntel Core i5 4200UWindows 8 Pro 64 Bit4 GBSSDhier ab 1.249.- kaufen
204/1483%Fujitsu Lifebook T9041.6 kg13.3" 2560x1440 glossyIntel Core i7 4600UWindows 8.1 Pro 64 Bit8 GBSSDhier ab 1.999.- kaufen



303/1482%Lenovo IdeaPad Yoga 11S (Haswell)1.37 kg11.6" 1366x768 glossyIntel Core i5 4210YWindows 8 64 Bit8 GBSSDhier ab 799.- kaufen
401/1481%Asus Transformer Book Trio TX201LA1.7 kg11.6" 1920x1080 glossyIntel Core i7 4500U / 
Intel Atom Z2560
Windows 8 64 Bit / Android 4.24 GBHDDhier ab 1.099.- kaufen
-11/1381%Samsung ATIV Tab 3 XE300TZC-K01DE0.6 kg10.1" 1366x768 glossyIntel Atom Z2760Windows 8 64 Bit2 GBSSDhier ab 499.- kaufen
5neu80%Lenovo IdeaPad Yoga 2 111.3 kg11.6" 1366x768 glossyIntel Pentium N3520Windows 8.1 64 Bit4 GBHDDhier ab 599.- kaufen
-11/1380%HP Spectre 13-h205eg x21.52 kg13.3" 1920x1080 glossyIntel Core i5 4202YWindows 8.1 64 Bit4 GBSSDab 1.080.-

-12/1380%Lenovo Yoga 2 Pro1.4 kg13.3" 3200x1800 glossyIntel Core i5 4200UWindows 8 64 Bit4 GBSSDhier ab 1.299.- kaufen
-11/1380%Toshiba Portege Z10t1.4 kg11.6" 1920x1080
matt
Intel Core i5 3339YWindows 8.1 Pro 64 Bit4 GBSSDhier ab 1627.- kaufen

Top 10 der letzten 8 Monate zum Zeitpunkt der Artikelerstellung; aktuelle Tests zuerst

#Date%ModelWeightDisplayCPUOSRAMDiskPrice/Buy
neu05/1471%HP Pavilion 11-n070eg x3601.5 kg11.6" 1366x768 glossyIntel Celeron N2820Windows 8.1 64 Bit4 GBHDDhier ab 399.- kaufen

Weitere Tests im jeweiligen Monat

Kommentar der Redaktion

Platz 1: Dell XPS 11-9P33
Platz 1: Dell XPS 11-9P33
Platz 1: Lenovo ThinkPad Yoga
Platz 1: Lenovo ThinkPad Yoga
Fujitsu Lifebook T904
Fujitsu Lifebook T904
Lenovo IdeaPad Yoga 11S (Haswell)
Lenovo IdeaPad Yoga 11S (Haswell)
Asus Transformer Book Trio TX201LA
Asus Transformer Book Trio TX201LA
Lenovo IdeaPad Yoga 2 11
Lenovo IdeaPad Yoga 2 11
HP Spectre 13-h205eg x2
HP Spectre 13-h205eg x2
Lenovo Yoga 2 Pro
Lenovo Yoga 2 Pro
Toshibas Portégé Z10t
Toshibas Portégé Z10t

Dells XPS 11-9P33 belegt Platz Eins. Der leichte 11,6-Zoller (1,13 Kilogramm) hat wie die Yoga Modelle bei Lenovo 360-Grad-Scharniere. Dell baut als einer der ersten Hersteller eine Touch-Tastatur in ein konventionelles Chassis. Das geringe Feedback wird nicht jedermanns Sache sein: Die Tasten haben keinen Hubweg, sind aber haptisch deutlich erfassbar. Der Tester lobt die Vielseitigkeit sowie die erstklassige Verarbeitung des XPS 11. Beeindruckend ist das scharfe, helle und blickwinkelstabile Display mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln. Die Akkulaufzeiten liegen bei sechs bis zehn Stunden. Der Prozessor drosselt jedoch bereits bei relativ unkritischen Temperaturen. Normale Anwender werden von dem auf Grund einer pfeilschnellen SSD aber nichts bemerken.

Lenovos ThinkPad Yoga ist 12,5 Zoll groß und vereint das 360-Grad-Konzept des Consumer Yoga mit den geschäftlichen Qualitäten eines ThinkPad. Sehr gute Verarbeitung und Eingabegeräte sind dabei unabdingbar. Das Yoga ThinkPad besitzt stabile Metallgelenke und eine versenkbare Tastatur. Letztere sorgt im Tablet-Einsatz für eine fast glatte Unterseite ohne störenden Tastenhub. Die Akkulaufzeit ist mit 7:35 Stunden sehr lang (gilt für die i5 Variante). Das sehr helle, blickwinkelstabile IPS-Panel ist ein weiterer Vorzug. Die Touch-Anzeige löst in Full-HD auf und wurde leicht entspiegelt. Das schafft die nahezu perfekte Outdoor-Nutzbarkeit. Der Preis ist abhängig von der Konfiguration, mit Core i5 und 256-GB-SSD ist das Yoga ab 1.249 Euro zu haben (günstigste Konfiguration). Die einzige Schwachstelle sind die wenigen Anschlüsse (kein Ethernet), hier kann aber mit Lenovos Netzteil-Docking-Lösung Abhilfe geschaffen werden. Für die gelungene Kombination aus (fast) mattem Touchpanel, stabiler Hardware und starker Laufzeit vergaben wir den Editors Choice Award im Januar 2014 an das ThinkPad Yoga.

Wie das ThinkPad Yoga zielt Fujitsu mit seinem Lifebook T904 auf die kaufkräftige Business-Kundschaft. Statt 360-Grad-Gelenk setzt der Hersteller jedoch klassisch auf ein einzelnes Dreh-Kipp-Scharnier, das mittig sitzt. Für 1.800 Euro dürfen die Ansprüche hoch gesteckt sein, weshalb Fujitsu sein T904 mit Core i7, großer SSD, IGZO-Panel (2.560 x 1.440) und Sierra Wireless AirPrime voll ausrüstet. Der mobile Geschäftsführer darf auf guten Eingabegeräten tippen, die jedoch nicht an das perfekte Feedback von EliteBooks oder T-Serien-ThinkPads herankommen. Das Panel mit seinem extrem hohen Kontrast und gestochen scharfen Details ist nicht rundherum perfekt: Die Helligkeit könnte höher sein (Outdoor-Einsatz) und die Blickwinkel breiter.

Das Haswell Upgrade von Lenovos IdeaPad Yoga 11S bringt deutlich längere Akkulaufzeiten, aber keinen spürbarer Performance-Schub. Nach wie vor ist das Gerät im Tablet-Modus klobig und schwer und die Tastatur bietet nur schwaches Feedback. Dafür ist das Scharnierdesign clever, die Verarbeitung stabil und der Bildschirm blickwinkelstabil (IPS).

Der 11,6-Zoller Transformer Book Trio TX201LA kombiniert „das beste beider Welten“: Im Tablet arbeitet ein Intel Atom Android 4.2, in der Tasten-Dock werkelt ein schneller Core i7 für Windows 8. Die Einheiten können separat betrieben werden: Wenn das Tablet auf Reisen geht, verbleibt die kleine PC-Station zum Betrieb mit einem externen TFT. Asus hat aber nicht nur auf die praxistaugliche Dateninteraktion zwischen den Betriebssystemen gedacht. Das wertige Aluminiumgehäuse bereitet ebenso Freude wie die gelungene Tastatur (deutliches Feedback). Die Emissionen sind gering und die Konnektivität kann sich mit Micro-HDMI und Mini-DisplayPort sehen lassen. Der Speicherplatz für Windows wird von einer 500-GB-Festplatte gesponsert, diese mindert leider die Gesamtperformance. Das Transformer Book Trio ist das einzige Convertible der Topliste mit HDD (eMMC im Tablet).

Samsungs ATIV Tab 3 XE300TZC-K01DE befindet sich auf Grund langer Akkulaufzeiten, eines sehr guten Displays mit S-Pen Stifteingabe und Andock-Tastatur für Vielschreiber immer noch in den Top 10. Technisch ist der 10-Zoller mit Intel Atom Z2760 längst von Bay Trail überholt. Weil die Nachfolge-SoC deutlich mehr Rechenleistung bietet und meistens weniger kostet, können wir das ATIV Tab 3 nur bedingt zum Kauf empfehlen.

Lenovo versucht sich an einem handlichen Convertible für den kleinen Geldbeutel. Heraus kommt das IdeaPad Yoga 2 11, ein 11,6-Zoller mit sparsamer und günstiger Bay-Trail-Plattform, Festplatte (Ultrathin) und IPS-Panel in normaler HD-Auflösung. Wie alle Yoga kann das Panel um 360 Grad aufgeklappt werden, die Tasten liegen bei Tablet-Nutzung dann unten und stören ein wenig den haptischen Eindruck. Eine Versenk-Mechanik wie beim ThinkPad Yoga gibt es in dieser Preisklasse nicht. Dafür massive Metallscharniere, ein stabiles Gehäuse und helles IPS-Display mit gutem Kontrast. Diese Punkte gefallen uns. Zu Gunsten des Preises aber auch des Speicherplatzes setzt Lenovo eine HDD und keine SSD ein. Dies ist der Anwendungsleistung abträglich. Positiv können wir die passive Kühlung hervorheben. Das ideale Windows Tablet für unterwegs und daheim? Nicht ganz: Die federnde Tastatur und das knappe Schnittstellenangebot behindern den Workflow unter Umständen beträchtlich.

HPs Spectre 13-h205eg x2 mit Windows 8.1 bringt ein hochauflösendes und kontraststarkes IPS-Display, eine knackige Tastatur, einen schnellen WLAN-Adapter und eine High-End-SSD. Hier scheint der Hersteller ein rundes Paket geschnürt zu haben. Es wurde sogar auf die unscheinbaren Dinge geachtet: Das relativ schwere Alu-Chassis kommt ohne Lüfter aus! Der Intel Core wird passiv gekühlt, hierfür wird aber die 3D-Leistung beschnitten. Die Verarbeitung ist sehr gelungen, und selbst Vielschreiber werden an der knackigen Tastatur ihre Freude haben.

Noch ein Yoga? Die zweite Generation von Lenovos Consumer Yoga, das Yoga 2 Pro, holte sich 80 %. Der 13,3-Zoller mit Core i5 4200U ist sehr schlank, allerdings komplett aus Kunststoff. Uns gefällt der beeindruckende IPS-Bildschirm mit seiner QHD+-Auflösung von 3.200 x 1.800 Pixeln. Damit müssen Programme aber auch klarkommen. Es klappt mit einem passend nachjustierten Windows 8, doch bei vielen Programmen oder Spielen treten Scaling-Probleme auf. Positiv ist weiterhin das komfortable Gewicht und die gute Systemleistung (128-GB-SSD). Bei der Akkulaufzeit kann das Yoga 2 Pro nicht mit dem Schwestermodell ThinkPad Yoga mithalten (5:35 statt 7:35 Stunden, WLAN-Test) und es gibt auch keine Möglichkeit zum Anschluss einer echten Dockingstation. Für derzeit 1.300 Euro bekommen Kunden ein ambitioniertes Convertible, mit dem Mann oder Frau Eindruck schinden kann.

Toshibas Portégé Z10t ist ein teures Business-Convertible. Für 1.700 Euro bringt der 11,6-Zoller genug Performance und Konnektivität, um ein Subnotebook komplett zu ersetzen. Zu diesem Zweck setzt der Hersteller auf eine stabile, hochwertige Tastatur-Dock (Beleuchtung), auf ein LTE-Modem, auf eine entspiegelte IPS-FHD-Anzeige und auf zwei Digitizer-Stifte.  Die Laufzeiten von fünf Stunden (WLAN-Test) könnten besser sein. Der Pferdefuß am Portégé Z10t schlägt jedoch aus einer anderen Richtung: Der Öffnungswinkel der Anzeige, in der Dock sitzend, ist mit 100 Grad zu klein geraten. Wie konnte Toshiba diese Fehlkonstruktion übersehen, zumal keine konstruktive Notwendigkeit dafür besteht?

Sie haben es nicht in die Top 10 geschafft

HP Pavilion 11-n070eg x360
HP Pavilion 11-n070eg x360

Während Lenovo für sein IdeaPad Yoga 2 11 600 Euro haben möchte, positioniert HP sein Pavilion 11-n070eg x360 bei lediglich 399 Euro (mit OS). Der 11,6-Zoller bringt bei sehr ähnlicher Hardware (Bay Trail, Celeron N2820) ebenfalls ein 360-Grad-Gelenk mit. Dieses funktioniert mechanisch etwas anders, wirkt aber grundheraus solide und langlebig. Das matte Gehäuse ist trotz hohem Plastikanteil ausreichend wertig (wirkt wie ein Spielzeug, aber nett) und es macht Spaß, damit zu hantieren. Kaum Freude hatten wir jedoch am Display: Die HD-Anzeige vom Typ TN hat nur schwache Blickwinkel und die Luminanz ist sehr gering. Im Sonnenschein ist das Pavilion x360 daher nicht benutzbar. Weiterhin stört uns der langsame Prozessor. Der Pentium im IdeaPad Yoga 2 11 rechnet in Summe 127 % schneller (Cinebench CPU-Tests). Diese Nachteile kosten dem Yoga 2 11 viele Punkte, ganz schlimm kommt es aber bei der Webcam. Diese ist nicht einmal für Schnappschüsse zu gebrauchen, zu stark sind Rauschen und Unschärfe.

Awards dieser Kategorie der vergangenen Monate

Editor's Choice November 2013: kein Held der Top 10, dennoch ein rundes Arbeitskonzept, das ein Subnotebook ersetzen kann
Microsoft Surface Pro: Best Value Award Oktober 2013 - günstig, seitdem es einen Nachfolger gibt
Asus Transformer Book T100TA-C1-GR: Best Value Award im Dezember 2013
Editors Choice für das gelungene Gesamtwerk: Lenovo ThinkPad Yoga
Best Value Award für das Medion Akoya P2211T im Februar 2014

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Autor: Redaktion,  1.06.2014 (Update:  3.06.2014)