Top 10 Convertibles im Test bei Notebookcheck

Redaktion, 13.03.2014

Update März 2014. Hier finden Sie die aktuellen Top-Convertibles im Test bei Notebookcheck in den letzten Monaten. Unsere Top-Liste wird laufend aktualisiert, redaktionell gewartet und kommentiert und soll bei anstehenden Kaufentscheidungen Hilfestellung geben.

Convertibles, auch unter der Bezeichnung Two-in-One oder Multimode-PCs geführt, sind keine Erfindung der letzten Jahre. Im Business-Bereich sind diese Hybriden aus Notebook und Tablet schon seit langem zu finden, fristeten bis vor kurzem aber noch ein Nischendasein. Erst mit dem Siegeszug der Tablets erkannten Hersteller erneut die möglichen Vorteile dieser Geräte. Eine nicht unwesentliche Rolle spielte dabei vermutlich auch das Nachlassen der Nachfrage nach konventionellen Notebooks, was die Hersteller zu "Innovationen" zwang.

Waren die ersten Convertibles noch vergleichsweise schwere Kisten mit stark eingeschränkter Mobilität, ermöglicht aktuelle CPU- und Akkutechnologie nunmehr auch flache und mobile Geräte, die einerseits solide Leistungsreserven bieten und nahezu alle Anforderungen des PC-Alltags meistern können, andererseits aber auch im Tablet-Mode eine Bereicherung bei den Einsatzmöglichkeiten darstellen. Windows 8 sorgt mit der Kachel-Oberfläche für das notwendige User Interface, bietet aber gleichfalls die bekannte Desktop-Umgebung für den produktiven Einsatz.

Notebookcheck Convertible Charts, Stand März 2014

#Date%ModelWeightDisplayCPUOSRAMDiskPrice/Buy
101/1389%Lenovo ThinkPad Yoga1.6 kg12.5" 1920x1080 mattIntel Core i5 4200UWindows 8 Pro 64 Bit4 GBSSDhier ab 1.399.- kaufen
-07/1389%Sony Vaio Duo 131.33 kg13.3" 1920x1080 glossyIntel Core i5 4200UWindows 8 64 Bit4 GBSSDhier ab 1.420.- kaufen
202/1388%Asus Transformer Book Trio TX201LA1.7 kg11.6" 1920x1080 glossyIntel Core i7 4500U / 
Intel Atom Z2560
Windows 8 64 Bit / Android 4.24 GBHDDhier ab 949.- kaufen
-09/1388%HP EliteBook Revolve 8101.35 kg11.6" 1366x768 glossyIntel Core i5 3437UWindows 8 64 Bit4 GBSSDhier ab 1.549.- kaufen
302/1387%Dell XPS 11-9P331.13 kg11.6" 2560x1440 glossyIntel Core i5 4210YWindows 8 64 Bit4 GBSSDab 1.000.- via Dell
-09/1387%Dell XPS 12 ULT1.52 kg12.5" 1920x1080 glossyIntel Core i7 4650UWindows 8 64 Bit8 GBSSDhier ab 1.399.- kaufen

-11/1387%HP Spectre 13-h205eg x21.52 kg13.3" 1920x1080 glossyIntel Core i5 4202YWindows 8.1 64 Bit4 GB SSDab 1.080.-

412/1386%Lenovo Yoga 2 Pro1.4 kg13.3" 3200x1800 glossyIntel Core i5 4200UWindows 8 64 Bit4 GBSSDhier ab 1.299.- kaufen
-08/1386%Panasonic Toughbook CF-AX21.13 kg11.6" 1920x1080 mattIntel Core i5 3427UWindows 8 Pro 64 Bit4 GBSSDab 2099.-
-06/1386%Lenovo ThinkPad Helix1.67 kg11.6" 1920x1080 glossyIntel Core i5 3317UWindows 8 Pro 64 Bit4 GBSSDhier ab 1.572.- kaufen

Top 10 der letzten 8 Monate zum Zeitpunkt der Artikelerstellung; aktuelle Tests zuerst

#Date%ModelWeightDisplayCPUOSRAMDiskPrice/Buy
neu02/1482%Sony Vaio Fit 11A multi-flip SV-F11N1L2E/S1.2 kg11.6" 1920x1080 glossyIntel Celeron N2920Windows 8.1 64 Bit4 GBSSDhier ab 725.- kaufen
neu02/1479%Sony Vaio Fit 15A multi-flip SV-F15N1Z2E/B2.3 kg15.5" 2880x1620 glossyIntel Core i7 4500UWindows 8 64 Bit12 GBHDDhier ab 1429.- kaufen

Weitere Tests im jeweiligen Monat

Kommentar der Redaktion

Platz 1: Lenovo ThinkPad Yoga
Platz 1: Lenovo ThinkPad Yoga
Platz 1: Sony Vaio Duo 13
Platz 1: Sony Vaio Duo 13
Platz 2: Asus Transformer Book Trio TX201LA
Platz 2: Asus Transformer Book Trio TX201LA
Platz 2: HP EliteBook Revolve 810
Platz 2: HP EliteBook Revolve 810
Platz 3: Dell XPS 11-9P33
Platz 3: Dell XPS 11-9P33
Platz 3: HP Spectre 13-h205eg x2
Platz 3: HP Spectre 13-h205eg x2
Platz 4: Lenovo Yoga 2 Pro
Platz 4: Lenovo Yoga 2 Pro

Lenovos ThinkPad Yoga stellt sich an die Seite des Sony Vaio Duo 13, das mit gleicher 89-%-Wertung aus unserem Test ging. Das ThinkPad Yoga ist mit 12,5 Zoll etwas kleiner als das Vaio, es wird aber mit dem gleichen Prozessor betrieben, einem Core i5 4200U. Das ThinkPad vereint das 360-Grad-Konzept des Consumer Yoga mit den geschäftlichen Qualitäten eines ThinkPad. Sehr gute Verarbeitung und Eingabegeräte sind dabei unabdingbar. Das Yoga ThinkPad besitzt stabile Metallgelenke und eine versenkbare Tastatur. Letztere sorgt im Tablet-Einsatz für eine fast glatte Unterseite ohne störenden Tastenhub. Die Akkulaufzeit ist mit 7:35 Stunden sehr lang (gilt für die i5 Variante). Das sehr helle, blickwinkelstabile IPS-Panel ist ein weiterer Vorzug. Die Touch-Anzeige löst in Full-HD auf und wurde leicht entspiegelt. Das schafft die nahezu perfekte Outdoor-Nutzbarkeit. Der Preis ist abhängig von der Konfiguration, mit Core i5 und 256-GB-SSD ist das Yoga ab 1.249 Euro zu haben (günstigste Konfiguration). Die einzige Schwachstelle sind die wenigen Anschlüsse (kein Ethernet), hier kann aber mit Lenovos Netzteil-Dockinglösung Abhilfe geschaffen werden. Für die gelungene Kombination aus (fast) mattem Touchpanel, stabiler Hardware und starker Laufzeit vergaben wir den Editors Choice Award im Januar 2014 an das ThinkPad Yoga.

Das Sony Vaio Duo 13 bietet ein hochwertiges Triluminos Display und eine solide Rechenleistung dank aktueller Intel-Haswell-Prozessortechnologie. Mit einem Gewicht von rund 1,3 kg und einer Akkulaufzeit von mehr als 7 Stunden im praxisnahen Einsatz kommt auch die Mobilität nicht zu kurz. Direkt dahinter reiht sich HPs EliteBook Revolve 810 ein. Der Edel-Convertible aus Magnesium setzt auf eine Ultrabook-Basis wie die Consumer. Das Dreh-Kipp-Scharnier orientiert sich jedoch am klassischen Ansatz. Die Anschlüsse fallen recht üppig aus (Docking Port, DisplayPort), die Eingabegeräte sind gelungen und die mobile Konnektivität ist mit einem WWAN-Modem auf Gobi-Basis exzellent. Das IPS-Panel hat sehr gute Farben und Blickwinkel, mancher Nutzer hätte sich aber lieber FHD statt HD gewünscht. Auffällig ist leider der hohe Preis von 1.800 bis 2.300 Euro je nach Konfiguration.

Der 11,6-Zoller Transformer Book Trio TX201LA kombiniert „das beste beider Welten“: Im Tablet treibt ein Intel Atom Android 4.2 an, in der Tasten-Dock werkelt ein schneller Core i7 für Windows 8. Die Einheiten können separat betrieben werden: Wenn das Tablet auf Reisen geht, verbleibt die kleine PC-Station zum Betrieb mit einem externen TFT. Asus hat aber nicht nur auf die praxistaugliche Dateninteraktion zwischen den Betriebssystemen gedacht. Das wertige Aluminiumgehäuse bereitet ebenso Freude wie die gelungene Tastatur (deutliches Feedback). Die Emissionen sind gering und die Konnektivität kann sich mit Micro-HDMI und Mini-DisplayPort sehen lassen. Der Speicherplatz für Windows wird von einer 500-GB-Festplatte gesponsert, diese mindert leider die Gesamtperformance. Das Transformer Book Trio ist das einzige Convertible der Topliste mit HDD (eMMC im Tablet). 

Dells XPS 11-9P33 belegt Platz drei. Der leichte 11,6-Zoller (1,13 Kilogramm) hat wie die Yoga Modelle bei Lenovo 360-Grad-Scharniere. Dell baut als einer der ersten Hersteller eine Touch-Tastatur in ein konventionelles Chassis. Das geringe Feedback wird nicht jedermanns Sache sein: Die Tasten haben keinen Hubweg, sind aber haptisch deutlich erfassbar. Der Tester lobt die Vielseitigkeit, sowie die erstklassige Verarbeitung des XPS 11. Beeindruckend ist das scharfe, helle und blickwinkelstabile Display mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln. Die Akkulaufzeiten liegen bei sechs bis zehn Stunden. Der Prozessor drosselt jedoch bereits bei relativ unkritischen Temperaturen. Normale Anwender werden von dem auf Grund einer pfeilschnellen SSD aber nichts bemerken. 

Dells XPS 12 ULT als Haswell-Test-Update ersetzt das erste Dell XPS 12, das wir bereits im Oktober 2012 mit 86 % getestet und für gut befunden hatten. Das FHD-Panel ist nach wie vor eine Augenweide, und das stabile Alu-Finish mit dem alltagstauglichen Kipp-Panel macht wie gehabt einen wertigen Eindruck. Eine bessere Benotung kann die Haswell Version auf Grund längerer Laufzeiten und geringerer Wärmeabgabe erringen. Eine kleine Besonderheit ist die seltene HD Graphics 5000 (keine Iris Pro), welche gegenüber einer HD 4400 allerdings kaum einen Vorteil einfährt (nutzt ihren Turbo kaum aus).

HPs Spectre 13-h205eg x2 mit Windows 8.1 bringt ein hochauflösendes und kontraststarkes IPS-Display, eine knackige Tastatur, einen schnellen WLAN-Adapter und eine High-End-SSD. Hier scheint der Hersteller ein rundes Paket geschnürt zu haben. Es wurde sogar auf die unscheinbaren Dinge geachtet: Das relativ schwere Alu-Chassis kommt ohne Lüfter aus! Der Intel Core wird passiv gekühlt, hierfür wird aber die 3D-Leistung beschnitten. Die Verarbeitung ist sehr gelungen und selbst Vielschreiber werden an der knackigen Tastatur ihre Freude haben. 

Noch ein Yoga? Die zweite Generation von Lenovos Consumer Yoga, das Yoga 2 Pro, holte sich 86 %. Der 13,3-Zoller mit Core i5 4200U ist sehr schlank, allerdings komplett aus Kunststoff. Uns gefällt der beeindruckende IPS-Bildschirm mit seiner QHD+-Auflösung von 3.200 x 1.800 Pixeln. Damit müssen Programme aber auch klarkommen. Es klappt mit einem passend nachjustierten Windows 8, doch bei vielen Programmen oder Spielen treten Scaling-Probleme auf. Positiv ist weiterhin das komfortable Gewicht und die gute Systemleistung (128-GB-SSD). Bei der Akkulaufzeit kann das Yoga 2 Pro nicht mit dem Schwestermodell ThinkPad Yoga mithalten (5:35 statt 7:35 Stunden, WLAN-Test) und es gibt auch keine Möglichkeit zum Anschluss einer echten Dockingstation. Für derzeit 1.300 Euro bekommen Kunden ein ambitioniertes Convertible, mit dem Mann oder Frau Eindruck schinden kann. 

Zu den Profi-Geräten zählt das Toughbook CF-AX2, das sich mit einem stolzen Preis von über 2.000 Euro, aber auch mit einem sehr geringen Gewicht von den dicken Business-Convertibles abhebt. Die reinrassigen Business-Geräte sind typischerweise mit Windows 7 ausgerüstet, selbst Panasonic bietet seiner Business-Klientel ein Windows-7-Downgrade an. Lenovos Helix funktioniert nach sehr ähnlichem Prinzip wie HPs Spectre 13-h205eg x2, lässt aber zudem noch einen Einsatz im Präsentationsmodus zu (Display verkehrt herum an die Base-Unit gedockt). Ausgestattet mit Digitizer Pen und Windows 8 Pro wird auch hier die professionelle Kundschaft umworben. 

Sie haben es nicht in die Top 10 geschafft

Top 10 verpasst: Vaio Fit 11A multi-flip
Top 10 verpasst: Vaio Fit 11A multi-flip
Top 10 verpasst: Vaio Fit 15A multi-flip
Top 10 verpasst: Vaio Fit 15A multi-flip

Die beiden Neuzugänge im Februar haben mit ihrer Benotung keine Chance auf einen Einzug in die Topliste. Dies heißt aber nicht, dass Sony Vaio Fit 11A und Fit 15A schlechte Geräte wären. Sony hat sich zwar aus dem Notebook-Geschäft zurückgezogen, hinterlässt mit den Klapp-Fix-Notebooks aber eine der wohl interessantesten Möglichkeiten, um aus einem Notebook ein Tablet zu machen. Eine echte Nische dürfte das beim 15-Zoller Fit 15A sein, der gefaltet mit seinen 2,3 Kilogramm wohl kaum noch klassisch als mobiles Tablet genutzt werden wird. Mit Core i7 4500U, dem extrem hochauflösenden Bildschirm (2.880 x 1.620 Pixel), Stylus (inklusive), dem exzellenten Panel (Farben, Kontrast), sowie dem guten Sound ist der 15-Zoller eine echte Option für Bildschirmarbeiter. Die Nachteile sind konstruktiver Natur: Hohes Gewicht, teilweise instabile Base, stark spiegelnder Bildschirm, unterdurchschnittliche Tastatur und ein aufdringlicher, sehr oft laufender Lüfter. Diese Punkte sind zwar Details, sie kosten das Vaio Fit 15A in Summe aber den Einstieg in die Topliste.

Das kleine 11,6-Zoller Vaio Fit 11A funktioniert mit gleichem Falt-Mechanismus, wie das Fit 15A multi-flip. Es ist nur 1,2 Kilogramm schwer und setzt auf einen sparsamen Intel Celeron N2920 (Baytrail). Der Preis von 600 Euro wird durch ein sehr gutes FHD-IPS-Touchpanel und durch eine echte 128-GB-SSD von Samsung gerechtfertigt (keine langsame eMMC). Die Gehäusestabilität ist leider nur passabel, der Helligkeitsabfall im Akkubetrieb behindert den Einsatz in der Sonne und der schwache Akku erlaubt nur knapp 5 Stunden Mobilität (WLAN-Test). Wer ein kleines  Convertible sucht, das sich auch mit einem Digitizer-Pen verträgt (optional) und im Alltag leise bleibt, der sollte sich den Fit 11A genauer anschauen.

Awards dieser Kategorie der vergangenen Monate

Editors Choice November 2013: kein Held der Top 10, dennoch ein rundes Arbeitskonzept, das ein Subnotebook ersetzen kann
Microsoft Surface Pro: Best Value Award Oktober 2013 - günstig, seitdem es einen Nachfolger gibt
Asus Transformer Book T100TA-C1-GR: Best Value Award im Dezember 2013
Editors Choice für das gelungene Gesamtwerk: Lenovo ThinkPad Yoga
Best Value Award für das Medion Akoya P2211T im Februar 2014

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Autor: Redaktion, 13.03.2014 (Update: 13.03.2014)