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Der Apple M1-SoC übertrifft die iGPU-Konkurrenz in einem neuen Benchmark-Ergebnis mühelos

Apples M1-SoC könnte eine solide Gaming-Performance bieten, zumindest verglichen mit anderen iGPUs. (Bild: Apple)
Apples M1-SoC könnte eine solide Gaming-Performance bieten, zumindest verglichen mit anderen iGPUs. (Bild: Apple)
Nachdem der Prozessor von Apples M1-Chip in mehreren Benchmark-Ergebnissen bereits überzeugen konnte gibt ein GFXBench-Eintrag endlich Aufschluss über den integrierten Grafikchip, und auch da kann Apple eine beeindruckende Performance liefern, welche die iGPUs von Intel Tiger Lake und AMD Ryzen Renoir mühelos übertrifft und sogar mit dedizierten Mittelklasse-Grafikchips konkurrieren kann.
Hannes Brecher,

Apples M1-SoC kommt im neuen Mac Mini, im MacBook Air und im 13 Zoll MacBook Pro zum Einsatz, und da hat sich Apple bei der Präsentation nicht mit Performance-Versprechungen zurückgehalten, konkrete Zahlen wollte das Unternehmen aber nicht nennen. Das ist aber kein Problem, denn nachdem Geekbench dem ARM-Chip bereits eine eindrucksvolle Prozessorleistung bescheinigt hat zeigt ein neuer Eintrag bei GFXBench 5.0, wie sich der integrierte Grafikchip gegen die Konkurrenz schlagen kann.

In der unten eingebetteten Tabelle sind die Resultate im Vergleich zu einigen Konkurrenten zu sehen, wobei Apple vor allem im Vergleich zur Intel Iris Xe G7 und zu AMDs Radeon RX Vega iGPUs massive Vorteile zeigen kann. Intel hat mit Tiger Lake bereits bewiesen, dass sich gute Benchmark-Ergebnisse nicht zwangsläufig in einer besseren Gaming-Performance manifestieren müssen, derzeit deutet aber alles darauf, dass der M1-Chip eine ordentliche Gaming-Leistung bei 1.080p-Auflösung bieten wird, selbst bei neueren Titeln könnten mittlere Details problemlos möglich sein, abhängig davon, wie gut der jeweilige Titel für den Chip und für macOS 11 Big Sur optimiert ist.

Im Vergleich zur Nvidia GeForce GTX 1050 Ti Max-Q ist die GPU des M1 rund 30 Prozent schneller – und der Nvidia-Grafikchip mit seiner TGP von 40 – 46 Watt kann immerhin Battlefield V auf 1.080p-Auflösung mit maximalen Details mit durchschnittlich 45 Bildern pro Sekunde abspielen. Spannend ist auch der Vergleich zur AMD Radeon Pro 5600M, dem schnellsten Grafikchip, der im 16 Zoll MacBook Pro (ca. 2.350 Euro auf Amazon) verbaut werden kann – das Modell mit dieser GPU kostet allerdings auch mehr als 3.500 Euro. Der AMD-Grafikchip übertrifft den M1 zwar, je nach Test ist der Vorsprung aber kleiner als 30 Prozent – nicht schlecht für einen SoC mit einer TDP von 10 Watt.

GPUAztec Ruins Normal Tier (fps)Aztec Ruins High Tier (fps)Car Chase (fps)1.440p Manhattan 3.11 Offscreen (fps)T-Rex (fps)Texturing (MTexels/s)
Apple M1205,877,9178,9131,1670,071.341
Intel Iris Xe G7 (Tiger Lake)85,431,685,564,3262,639.141
AMD Radeon RX Vega 11 (AMD Ryzen)47,319,944,834,5172,118.706
Nvidia GeForce GTX 1050 Ti Max-Q141,757,5136,5121,9549,754.694
AMD Radeon Pro 5600M299,2133,1245,4258,91.036,997.133

 

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Autor: Hannes Brecher, 16.11.2020 (Update: 16.11.2020)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.