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Erste Gaming-Benchmarks zeigen das Potential von Apples M1-ARM-SoC

Der Grafikchip im Apple M1 kann die iGPUs von Intel und AMD auch beim Gaming übertreffen. (Bild: Apple)
Der Grafikchip im Apple M1 kann die iGPUs von Intel und AMD auch beim Gaming übertreffen. (Bild: Apple)
Der M1-Chip, der beim neuen MacBook Air, beim MacBook Pro und beim Mac Mini zum Einsatz kommt, konnte bereits in mehreren Benchmarks glänzen, nun zeigt ein ausführlicher Test endlich, mit welcher Gaming-Leistung Käufer der neuen Macs rechnen dürfen. Das Ergebnis ist spannend, nicht zuletzt, weil bislang kaum Mac-Spiele für ARM-SoCs optimiert wurden.
Hannes Brecher,

Nachdem Apples M1-Chip kürzlich bereits bei GFXBench eine beachtliche Grafik-Performance beweisen konnte gibt es dank des Mac Mini-Tests von AnandTech nun endlich ein echtes Gaming-Benchmark, das zeigt, wie gut Spiele auf dem ARM-SoC laufen werden. Dabei wurde die Benchmark-Sequenz von Rise of the Tomb Raider getestet, wobei das Spiel ARM-Chips nicht nativ unterstützt, sodass die Performance durch die Emulation per Rosetta 2 etwas schlechter ausfallen dürfte als bei Titeln, die für Apples neueste Macs optimiert wurden.

Bei einer Auflösung von 1.366 x 768 Pixel bei mittleren Details konnte der Mac Mini mit dem M1-SoC immerhin 73,1 Bilder pro Sekunde darstellen. Zum Vergleich: Ein Acer Swift 3 mit einem AMD Ryzen 7 4700U mit einer Radeon RX Vega 7 kommt im selben Benchmark auf gerade einmal 40 fps, ein Microsoft Surface Laptop 3 mit einem Intel Core i7-1065G7 und einer Intel Iris Plus Graphics G7 schafft sogar nur 25 fps. Das 15 Zoll MacBook Pro aus dem Jahr 2017 mit der AMD Radeon Pro 560X liegt mit 54,4 fps ebenfalls weit zurück, während ein Acer Nitro 5 mit einer Nvidia GeForce GTX 1650 mit 95 fps nochmals ein Stück schneller ist.

Bei einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel und hohen Details zeigt sich ein ähnliches Bild, der M1 erzielt hier 39,6 fps, während das Acer Nitro 5 mit der GTX 1650 58,6 fps erreicht. Einer dedizierten Mittelklasse-Grafikkarte kann Apple noch nicht das Wasser reichen, die iGPU-Konkurrenz wird aber mit recht großem Abstand übertroffen – das ist durchaus beeindruckend für Apples ersten ARM-Chip für Macs. Es bleibt spannend, wie gut sich die leistungsstärkeren SoCs schlagen werden, die vermutlich nächstes Jahr im 16 Zoll MacBook Pro und im iMac auf den Markt kommen werden.

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Autor: Hannes Brecher, 17.11.2020 (Update: 17.11.2020)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.