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Microsoft zeigt die Surface-Zukunft Teil 1: Dual-Display Surface Neo mit Windows 10X

Microsoft stellt mit Surface Duo die Zukunft der Surface-Serie vor, das Dual-Display-Notebook wird zum flexibelsten Surface aller Zeiten.
Microsoft stellt mit Surface Duo die Zukunft der Surface-Serie vor, das Dual-Display-Notebook wird zum flexibelsten Surface aller Zeiten.
(Update: Alle Informationen, Videos und Bilder integriert) Microsoft hat gerade die Zukunft der Surface-Reihe vorab selbst angeteasert. Im Rahmen des Surface Events zeigte Panos Panay und sein Team erstmals das vorab bereits gemunkelte Dual-Display-Surface-Convertible namens Surface Neo. Basierend auf einem speziell für Dual-Display-Geräte optimierten Windows 10X wird Surface Neo wohl zum flexibelsten und spannendsten Surface aller Zeiten.
Alexander Fagot,

Microsoft hat mit dem Surface Neo am 2. Oktober 2019 einen Paukenschlag geliefert. Das erste Dual-Display-Surface-Produkt soll zwar erst im Herbst 2020 zu haben sein, schon 1 Jahr zuvor gewährt uns das Microsoft Hardware-Team aber bereits einen Einblick in die Zukunft der Surface-Reihe, womit wir Microsoft das recht altbacken wirkende Surface Pro 7 der Gegenwart, verzeihen wollen. Insbesondere Entwickler sollen ins Boot geholt werden, was wohl der wahre Grund für den frühen Teaser in die Microsoft-Zukunft ist.

Update 19:00 

Wir haben jetzt alle Informationen integriert, die offiziellen Renderbilder verlinkt und das Promo-Video eingebettet. Die gesamte Pressekonferenz ist ganz unten eingebettet, Surface-Boss Panoy Panay beginnt bei Minute 1:05:20 über die Zukunft der Surface-Reihe zu sprechen und wird im Anschluss nicht nur das neue Surface Neo sondern auch das "Surface Phone" namens Surface Duo vorstellen, über das ihr hier weiterlesen könnt.

Besser als faltbare Alternativen?

Sowohl mit dem Surface Neo als auch mit dem Mini-Formfaktor auf Android-Basis begibt sich Microsoft in Konkurrenz zu den Foldables, den faltbaren Geräten, die sich nicht nur im Smartphone-Bereich sondern auch bei den PCs ankündigen, etwa mit dem Lenovo Konzept, das wir bereits in diesem Jahr als Prototyp sehen durften. Im Gegensatz zu Foldables erspart sich Microsoft allerdings die ganzen Probleme mit der Widerstandsfähigkeit flexibler Displays, die auf der Pressekonferenz gezeigten Prototypen wirkten dennoch, aufgrund der vergleichsweise geringen Ränder, modern. 

Sprechen wir ein wenig über die geplanten Specs, allzu viele Details hat Microsoft heute noch nicht verraten, was aber verständlich ist, immerhin wird das Surface Neo erst Ende 2020 zu haben sein. Mit 650 Gramm Gewicht ist das Dual-Display-Surface-Notizbuch in jedem Fall sehr leicht und mi etwa 5,4 mm Kantenhöhe auch sehr dünn. Panos erwähnte einmal 5,6 und einmal 5,4 mm, möglicherweise ist dieses Detail also noch nicht endgültig fixiert. Nicht erwähnt hat Microsoft Details zu den Displays, etwa Größe und Auflösung, auf jeden Fall werden sie mit Gorilla Glas überzogen sein.

Lakefield-Prozessor im 10 nm-Verfahren

In Bezug auf die Interna gab sich Microsoft noch sehr verschwiegen, fix ist allerdings, dass hier ein Intel Lakefield-Prozessor zum Einsatz kommen wird, der mit einer Gen 11-GPU bestückt wird. Zu diesem künftigen SoC hat Intel bereits ein Video veröffentlicht (siehe unten). Verbaut ist ein High-Performance 10 nm Sunny Cove-Core und vier energiesparende 10 nm Tremont-Cores übereinander gestapelt mit anderen Komponenten wie etwa dem Arbeitsspeicher für ein möglichst kompaktes Rechenzentrum. (Update 03.10.2019: Text geändert, danke an unseren aufmerksamen Leser) 

Das Hardware-Team weiß natürlich, dass ein Dual-Display-Gerät ohne Tastatur nicht allzu nützlich ist, auch wenn man eines davon natürlich als virtuelles Keyboard verwenden könnte. Im Lieferumfang enthalten ist daher wohl auch eine magnetisch haftende und kabellos ladende Tastatur, die etwa die Hälfte eines Displays bedecken kann und parallel dazu aus dem restlichen Display die von Microsoft "Wonderbar" getaufte Displayleiste macht. Hier verstecken sich etwa Emojis, man kann hier mit einem Surface Pen malen oder die restliche Fläche auch als Trackpad verwenden. 

Windows 10X optimiert für Dual-Display-Notebooks

Was wir im Video oben beziehungsweise in der Präsentation unten sehen können, funktioniert natürlich nicht nur mit innovativer Hardware, die Software ist mindestens ebenso wichtig. Abgesehen von Apps, die den Umgang mit einem zweiten Display künftig besser unterstützen sollen, spielt das Betriebssystem die zentrale Rolle in diesem ambitionierten Unterfangen. Mit dem regulären Windows 10 ist das offenbar nicht zu machen und somit hat Microsoft heute gleich auch einen Ausblick auf die Vorteile von Windows 10X gegeben. Das für Dual-Display-Geräte optimierte Windows beherrscht einige Tricks, beispielsweise das Aufziehen einer App auf beide Displays (was Microsoft Spanning nennt).

Beim Klicken oder Drücken auf einen Link öffnet sich eine neue Anwendung gleich parallel am Zweitdisplay, was die Arbeit mit Emails beispielsweise erleichtert und die Produktivität erhöht. Natürlich beherrscht Windows 10X auch Autorotate, das tolle an dem neuen Display-Duo ist ja das je nach Lust und Laune flexible Halten im Quer- oder Hochformat, man kann das Surface Neo auch einfach wie ein Buch aufstellen und mit der Tastatur so arbeiten als hätte man ein Multi-Monitor-Setup um 650 Gramm. Auch zu Windows 10X sind Details aktuell noch rar, vermutlich werden klassische Desktop-Anwendungen hier aber weiterhin unterstützt und in "Containern" funktionieren. Wir werden wohl insbesondere bei der nächsten Microsoft-Entwicklerkonferenz Build eine Menge an Informationen zu Windows 10X erhalten. Unten nun noch die Bilder von der Pressekonferenz, sowie die gesamte Aufzeichnung zum Nachsehen.

Bilder von der Pressekonferenz

Quelle(n)

Microsoft (Pressekonferenz am 2. Oktober 2019)

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Autor: Alexander Fagot,  2.10.2019 (Update:  3.10.2019)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Managing Editor News
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.