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Test Google Pixel 2 Smartphone

Erster Eindruck. Das kleine Pixel 2 kommt im klassischen 16:9-Format und besitzt ein 5 Zoll großes Display. Dies stellt jedoch auch schon den einzigen Unterschied zum großen Schwestermodell dar. Der Einstiegspreis ist zudem niedriger. Vor allem die Kamera hinterlässt einen tollen Eindruck, aber der Akku scheint etwas knapp bemessen.

Mit dem Google Pixel 2 bleibt der Hersteller der Linie des Vorgängers treu und setzt weiterhin auf ein 5-Zoll-Display (12,7 cm), welches im klassischen Seitenverhältnis 16:9 daherkommt. Ebenso wenig wurde an der Auflösung des Panels geschraubt und auch die Akkugröße ist mit 2.700 mAh identisch. Dafür gibt es nun mehr Speicher in der Grundausstattung, eine neue Kamera sowie einen flotten Snapdragon 835. Auch die Kommunikationsmodule bewegen sich mit ac-WLAN und LTE Cat. 15 auf einem aktuellen Niveau. Google hält wie im Vorjahr daran fest, keine Speichererweiterung mittels microSD-Karte zu verbauen. Neu sind die beiden Frontlautsprecher, welche vor allem im Querformat für ein verbessertes Audioerlebnis sorgen sollen. Das kleine Pixel 2 startet in der 64 GB-Version mit 799 Euro. Wer lieber etwas mehr Speicher haben möchte, muss für eine Verdopplung happige 110 Euro hinblättern. Wie auch beim Vorgänger gilt, dass mit dem Pixel aufgenommene Fotos und Videos in voller Pracht auf den Google Drive ausgelagert werden können, jedoch ist dies nun zeitlich begrenzt. Das größere Pixel 2 XL unterscheidet sich tatsächlich lediglich in puncto Display und Akku, die technische Grundausstattung ist jedoch identisch.

Das kleinere Highend-Smartphone von Google muss sich der versammelten Konkurrenz stellen. Dazu zählen unter anderem das Samsung Galaxy S8, Huawei P10, Apple iPhone 8, LG G6, Sony Xperia XZ sowie Xiaomi Mi 6.

Während des Launch-Events konnten wir in Berlin einen ersten Blick auf die neuen Modelle erhaschen. Wir werden schnellstmöglich einen vollständigen Test nachreichen.

Google Pixel 2 (Pixel Serie)
Hauptspeicher
4096 MB 
, LPDDR4x
Bildschirm
5 Zoll 16:9, 1920x1080 Pixel 441 PPI, kapazitiv, AMOLED, Corning Gorilla Glass 5, spiegelnd: ja
Massenspeicher
64 GB eMMC Flash, 64 GB 
Anschlüsse
1 USB 3.0 / 3.1 Gen1, Audio Anschlüsse: USB, 1 Fingerprint Reader, NFC, Helligkeitssensor, Sensoren: Active Edge, Nährungs-, Halleffekt-, Beschleunigungs-, Android- und G-Sensoren, Barometer, Magnetometer, , Wifi Direct, BeiDou, Galileo, eSIM
Netzwerk
802.11 a/b/g/n/ac (a/b/g/n/ac), Bluetooth 5.0, GSM/GPRS/Edge (850, 900, 1.800 und 1.900 MHz), CDMA EVDO Rev A ( BC0/BC1/BC10), UMTS/HSPA+ (Band 1, 2, 4, 5 und 8), LTE Cat. 15 (Band 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 20, 25, 26, 28, 29, 30, 32, 66 (FDD); 38, 40, 41 (TDD)), LTE, GPS
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 7.8 x 145.7 x 69.7
Akku
2700 mAh Lithium-Ion
Betriebssystem
Android 8.0 Oreo
Kamera
Primary Camera: 12.2 MPix (1,4 μm, f/1.8, OIS und EIS, Autofokus mit Laser und Dual-Pixel-Phasenerkennung, 2160p-Video)
Secondary Camera: 8 MPix (Fixfokus, 1,4 μm, f/2.4, 1080p-Video, EIS)
Sonstiges
Lautsprecher: Frontstereolautsprecher, Tastatur: virtuell, Netzteil, Quick-Switch, Kopfhöreradapter für USB-C zu 3,5-mm-Klinke, Kurzanleitung, Google Lens, USB Type-C, IP67-zertifiziert, aptX HD, unbegrenzter Onlinespeicherplatz für Fotos und Videos, Lüfterlos
Gewicht
143 g
Preis
799 Euro

 

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Gehäuse

Das Google Pixel 2 ist mit seinen gerade mal 5 Zoll schon fast ungewohnt klein und kompakt. Zudem wiegt es lediglich 143 Gramm und ist damit das leichteste Smartphone im Vergleichsfeld. Das Gehäuse besteht aus einer Aluminiumlegierung, lediglich ein Teil der Rückseite ist mit Glas bedeckt. Die Front wird vollständig von Corning Gorilla Glass 5 geschützt.

Die Verarbeitung des Google Pixel 2 liegt auf einem hohen Niveau. Es zeigt sich sehr verwindungssteif und aufgrund der verwendeten OLED-Technologie kann Druck auf das Panel zu keinerlei Wellenbildung führen. Die Spaltmaße sind passgenau und sehr enganliegend. Das Alu liegt gut in der Hand. Es ist jedoch etwas schade, dass Google hier ein so schlechtes Display-Oberflächen-Verhältnis bietet, anders als in der XL-Version.

Der SIM-Slot schließt bündig mit dem übrigen Gehäuse ab und kann eine Nano-SIM-Karte aufnehmen. Das Smartphone ist zudem gemäß IP67 gegen das Eindringen von Staub und Wasser geschützt, was bedeutet, dass es für eine halbe Stunde, in bis zu 1,5 Metern Tiefe in Süßwasser untertauchen kann, ohne Schaden zu nehmen. Der Akku ist entsprechend fest verbaut und lässt sich nicht durch den Nutzer wechseln.

Das Google Pixel 2 kommt in den Farben Schwarz, Weiß und Blau. Bei letzterem ist der Power-Button in Türkis gefärbt. Diese akzentuierte Farbsetzung kennen wir bereits vom Huawei P10 und ist sicherlich Geschmackssache, gefällt uns aber sehr gut. 

Größenvergleich

Ausstattung

Als kabelgebundene Schnittstelle kommt im Google Pixel 2x USB 3.1 (Gen. 1, Type-C) zum Einsatz. NFC und Bluetooth 5.0 sind ebenfalls an Bord. Letzteres unterstützt auch aptX und aptX HD für hochauflösende Musikinhalte.

Außerdem wird es wieder möglich sein, die mit dem Smartphone aufgenommenen Fotos und Videos in voller Größe kostenlos in Google Drive speichern zu können. Eine Speicherbegrenzung gibt es dafür bis zum 15. Januar 2021 nicht. Über dieses Datum hinaus wird das Angebot auf Fotos in hoher Qualität beschränkt. Dies soll laut Google eine Speichererweiterung mittels microSD-Karte überflüssig machen, weshalb erst gar kein entsprechender Slot verbaut wird.

Auf einen Infrarotsender, einen Radio-Empfänger oder die Möglichkeit das Smartphone kabellos zu laden, wurde ebenfalls verzichtet.

Software

Das Google Pixel 2 wird mit purem Android 8.0 Oreo ausgeliefert und soll zudem bis Oktober 2020 Software- und Sicherheitsupdates erhalten.

Außerdem ist in dem Smartphone bereits das neue Google Lens enthalten, welches zunächst exklusiv für die Pixel 2-Modelle bereitgestellt und erst später anderen Geräten zugänglich gemacht wird. Mit Lens wird auf Wunsch ein aufgenommenes Foto von Google analysiert und so können Gebäude, Landschaften, Kunstwerke, Bücher und CD-Cover erkannt werden und Google stellt entsprechende Informationen über den Google Assistant zur Verfügung. Zusätzlich können so auch Mailadressen, Adressdaten oder Telefonnummern einfach von Flyern übernommen werden.

Zusätzlich hört das Pixel-Smartphone mit und zeigt auf dem Always-On-Display Interpret und Titel an, wenn Musik erkannt wird. Diese Funktion lässt sich gegebenenfalls deaktivieren. Generell soll der Google Assistant stärker in die Welt des Nutzers integriert werden und lässt sich auch durch ein einfaches Drücken des Smartphones starten, ähnlich wie es bereits im HTC U11 möglich ist.

Kameras

Die Kameraausstattung der beiden Pixel-Modelle ist identisch. An der Front findet eine 8 MP-Knipse Platz, welche mit einem Fixfokus und einer elektronischen Bildstabilisierung ausgestattet ist. Die nominelle Blendenzahl f/2.4 ist recht typisch für diese Kameras, verspricht durch ihre 1,4 μm großen Pixel jedoch dennoch eine gute Lichtempfindlichkeit, welche sich während des Events durchaus bestätigte. Erfreulicherweise steht der Portrait-Modus, welcher den Hintergrund in ein weiches Bokeh taucht, auch für Selfies zur Verfügung.

Die Hauptkamera auf der Rückseite wird von Google als beste Kamera in einem Smartphone bezeichnet. Sie bietet 12,2 MP, eine f/1.8-Blende sowie 1,4 μm große Pixel. Neben einem Laser-Autofokus gibt es eine Dual-Pixel-Phasenerkennung. Letztere sorgt nicht nur für eine schnelle Fokussierung, sondern ermöglicht im Zusammenspiel mit Googles speziellen Machine-Learning-Algorithmus, dass der Portrait-Modus auch ohne zweite Kamera funktioniert.

Die Qualität und vor allem die Geschwindigkeit der Aufnahmen ist nach einer ersten Einschätzung sehr gut. Selbst im Schummerlicht des Events zeigten die Fotos eine knackige Schärfe und die Auslöseverzögerung war sehr schnell. Das Bokeh im Portrait-Modus ist gut, dürfte aber gerne etwas unschärfer sein. Schade ist zudem, dass Google nicht nachzieht und Videoaufnahmen nur in Ultra HD mit 30 Bildern pro Sekunde ermöglicht. Im Gegenzug gibt es sowohl eine optische als auch elektronische Bildstabilisierung, welche vor allem bei Kamerafahrten für die nötige Ruhe im Bild sorgen soll.

Display

Das Display des Google Pixel 2 misst in der Diagonale 5,0 Zoll (12,7 cm) und löst mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auf. Bildinhalte werden darauf gestochen scharf dargestellt. Die technischen Werte ähneln sehr stark denen des Vorgängers, weshalb es gut möglich ist, dass hier das gleiche OLED-Panel zum Einsatz kommt.

Der erste Eindruck konnte überzeugen. Bei flachen Betrachtungswinkeln waren keine Farbschleier zu erkennen und die Farben wirkten nicht zu stark gesättigt. Das Kontrastverhältnis war erwartungsgemäß hervorragend, jedoch wird auch bei diesen Displays Pulsweitenmodulation (PWM) zum Einsatz kommen.

Für den Einsatz im Freien wird zudem das polarisierte Glas vom Vorteil sein da, dies einen besonders niedrigen Reflexionsgrad verspricht.

Leistung

Im Google Pixel 2 kommt das aktuelle Highend-SoC von Qualcomm zum Einsatz: der Snapdragon 835. Ihm werden 4 GB LPDDR4x-Arbeitsspeicher zur Seite gestellt. Das Smartphone ist sowohl mit 64 als auch 128 GB internem Speicher erhältlich. Die Grafikberechnungen werden von der Qualcomm Adreno 540 übernommen.

Benchmarks können wir an dieser Stelle leider noch nicht bieten, aber die Leistung wird ähnlich ausfallen wie bei anderen Smartphones mit diesem Chipsatz. Spannend wird der Vergleich bei der Systemperformance sein, gefühlt lief Android 8.0 Oreo sehr flüssig.

Akkulaufzeit

Der Akku des Google Pixel 2 liefert wie beim Vorgänger 2.700 mAh. Da sich technisch wenig verändert hat und nun ein effizienterer Prozessor verbaut wurde, sollten die Laufzeiten etwas besser ausfallen.

Die Schnellladetechnik wurde verbessert und mit nur 15 Minuten am Netzteil sollen sieben Stunden Nutzung möglich sein. Was dies letztendlich in der Praxis bedeutet, wird der kommende ausführliche Test zeigen. Leider gibt es keine Möglichkeit, das Smartphone kabellos zu laden.

vorläufiges Fazit

Im Test: Google Pixel 2.
Im Test: Google Pixel 2.

Google wurde nicht müde, zu predigen, dass die beste Kombination aus Hardware, Software und künstlicher Intelligenz in den neuen Smartphones steckt. Das Google Pixel 2 hinterlässt auch tatsächlich einen sehr positiven ersten Eindruck und vor allem die Kamera weiß zu gefallen und auch das neue Google Lens-Feature funktioniert bereits sehr gut.

Der Formfaktor wirkt mittlerweile jedoch etwas altbacken, vor allem im direkten Vergleich mit dem Pixel 2 XL, welches ein erheblich besseres Display-Oberflächen-Verhältnis besitzt. Ansonsten unterscheiden sich die beiden Geräte technisch nicht und bieten eine starke Ausstattung auf dem aktuellen Highend-Niveau. Lediglich Freunde des kabellosen Ladens werden enttäuscht.

Etwas abschreckend ist der vergleichsweise hohe Einführungspreis. Ab 799 Euro ist das Pixel 2 zu haben, 909 Euro werden fällig, wenn es die 128 GB-Version sein soll. Zu dem Preis hätten es auch gerne 256 GB sein dürfen, da tröstet auch der unlimitierte Cloudspeicher nicht drüber hinweg. Vorbesteller erhalten zudem einen Google Home Mini kostenlos dazu.

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Autor: Daniel Schmidt,  6.10.2017 (Update:  9.10.2017)
Daniel Schmidt
Daniel Schmidt - Managing Editor Mobile - @Tellheim
Bereits als kleiner Zwerg fesselte mich mein Commodore 16 und entfachte meinen Enthusiasmus für Computer. Mit meinem ersten Modem surfte ich im Btx und später auch im World Wide Web. Die neuesten Techniktrends haben mich von jeher gefesselt und das gilt vor allem auch für mobile Geräte, wie Smartphones und Tablets. Für Notebookcheck bin ich seit 2013 am Ball und freue mich auf die Neuerungen, die noch kommen und wir für Sie auf Herz und Nieren testen werden.