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Samsung Galaxy Book S mit dem Lakefield-Prozessor ist zu teuer

Mit dem Lakefield-Prozessor wir das Galaxy Book S zu einem "normalen" Laptop, der bei der Leistung aber deutlich hinter der Konkurrenz liegt. Der einzige Vorteil ist die passive Kühlung, aber das rechtfertigt kaum den Preis von rund 1.100 Euro.

Nach dem Galaxy Book S mit dem ARM-Prozessor, konnten wir Samsungs kompakten Laptop nun auch mit dem neuen Intel Lakefield-Hybrid-Prozessor testen. Obwohl die beiden Versionen praktisch gleich teuer sind (1.099 vs. 1.129 Euro für das Intel-Modell), gibt es doch deutliche Unterschiede. Das fängt mit dem Display an, denn obwohl beide Versionen mit sehr ähnlichen 1080p-Touchscreens ausgestattet sind, bietet lediglich das Intel-Modell einen speziellen Outdoor+-Modus, mit dem man die Helligkeit um etwa 75 % erhöhen kann. Das wirkst sich natürlich auf den Stromverbrauch aus, allerdings sehen wir hier keinen vernünftigen Grund, warum nicht auch das ARM-Modell diesen Modus erhalten hat. Ein weiteres Ärgernis, zumindest für deutsche Kunden, ist der Wegfall des LTE-Modems bei der Intel-Version.

Während der ARM-Prozessor noch Probleme mit der Ausführung von 64-Bit-Anwendungen hatte, ist der Intel Lakefield-Prozessor ein ganz normaler x86-Prozessor und kann daher mit allen gängigen Apps umgehen, weshalb man das Intel basierte Galaxy Book S wie einen "ganz normalen" Laptop verwenden kann. Der Lakefield-Prozessor selbst ist ein Hybrid-Chip, der vier langsame Atom-Kerne mit einem schnellen Sunny-Cove-Kern (auch im Einsatz bei Ice-Lake-CPUs) verbindet. In der Praxis sind die Leistunsgwerte aber unterschiedlich, denn die Anwendungen muss solch einen Hybrid-Prozessor auch unterstützen. Im schlimmsten Fall entspricht die Leistung also einen Quad-Core Atom-Prozessor, was für einen Preispunkt für über 1.100 Euro schon schwer zu rechtfertigen ist. Zudem benötigt das Lakefield Galaxy Book S mehr Strom, was auch zu deutlich geringeren Akkulaufzeiten führt.

Das größte Problem ist allerdings die sehr gute Konkurrenz in diesem Preisbereich. Diese sind zwar etwas schwerer, bieten dafür aber einfach auch deutlich mehr Leistung und haben sogar noch Vorteile bei der Akkulaufzeit. Sie besitzen zwar eine aktive Kühlung, aber hier muss auch klar sagen, dass die meisten modernen Laptops bei einfachen Aufgaben sowieso lautlos bleiben. In den nächsten wird man den Leistungsunterschied sicherlich deutlicher merken, auch wenn auch das Lakefield-Notebook derzeit für die meisten Aufgaben ausreichend Leistung bietet.

Für weitere Informationen stehen unsere beiden ausführlichen Testberichte zur Verfügung:

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Autor: Andreas Osthoff, 13.07.2020 (Update: 11.07.2020)
Andreas Osthoff
Andreas Osthoff - Managing Editor Business Notebooks
Ich bin mit Computern und moderner Unterhaltungselektronik aufgewachsen. Seit meinem ersten Computer, einem Commodore C64, habe ich mich für die Technik interessiert und angefangen, meine eigenen Computer zu bauen. Bei Notebookcheck kümmere ich mich schwerpunktmäßig um die Business-Geräte sowie die mobilen Workstations, doch ich mache auch gerne Abstecher in den mobilen Bereich. Es ist immer wieder eine tolle Erfahrung, neueste Geräte zu testen und miteinander zu vergleichen. Den passenden Ausgleich schafft der Sport, im Sommer vor allem mit dem Rad.