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Erster Eindruck: Samsungs Galaxy Book S Lakefield ist da - Dank Outdoor-Mode fast 75 % heller

Samsung Galaxy Book S Intel Lakefield
Samsung Galaxy Book S Intel Lakefield
Nach dem Galaxy Book S mit dem Snapdragon-ARM-Prozessor ist Samsungs kompakter Laptop nun auch mit Intels Lakefield Hybrid-Prozessor bei uns eingetroffen. Neben dem Prozessor gibt es aber noch weitere Veränderungen, unter anderem ein deutlich helleres Display. Hier sind unsere ersten Eindrücke.

Die Intel Version des Samsung Galaxy Book S kostet 1.129 Euro und damit geringfügig mehr als die kürzlich getestete ARM-Version (1.099 Euro). Auf den ersten Blick beschränken sich die Unterschiede auf den Prozessor, doch im Detail gibt es noch weitere Veränderungen und einige Dinge hätten wir auch gerne beim Galaxy Book S mit dem ARM-Prozessor gesehen. 

Mit 940 Gramm ist die Intel-Version des Galaxy Book S noch einmal minimal leichter, doch diesen Unterschied bemerkt man auch im direkten Vergleich nicht. Auf dem Intel-Modell gibt es allerdings die Samsung-Settings-App, die einige praktische Einstellungen bietet. Dazu gehört beispielsweise die Beschränkung der Akkuladung, wenn man das Gerät hauptsächlich mit angeschlossenem Netzteil betreiben möchte oder auch der Outdoor-Modus für den Touchscreen. Prinzipiell handelt es sich beim Display um den gleichen 1080p-Touchscreen von BOE und auch die Helligkeit ist mit 380 cd/m² in der Bildmitte vergleichbar, doch sobald man den Outdoor-Modus aktiviert (entweder via App oder Fn+O), steigt die maximale Helligkeit um fast 75 % auf 655 cd/m². Gerade in Verbindung mit der glänzenden Bildschirmoberfläche kann das im Freien schon einen deutlichen Unterschied machen. Natürlich wird sich das auch auf die Akkulaufzeit auswirken, was wir aber noch testen müssen.

Intel Lakefield Hybrid-Prozessor

Die technischen Daten und die Leistung des neuen Lakefield-Prozessors haben wir uns bereits im Detail angesehen, im Vergleich zum Snapdragon-8cx-Prozessor des ARM-Modells fällt die CPU-Leistung etwas besser aus, die Grafikleistung ist allerdings fast auf dem gleichen Niveau. Allerdings ist der x86-Prozessor im Alltag deutlich praktischer, da auch 64-Bit-Anwendungen funktionieren. Während man bei der ARM-Version also im Vorfeld schauen muss, ob es geeignete Versionen gibt, lässt sich das Intel Galaxy Book S wie ein ganz normaler Laptop verwenden.

Der subjektive Leistungseindruck ist für die alltägliche Nutzung sehr gut. Bei unseren Tests und den Installationen der Benchmarks gab es keinerlei Einschränkungen durch Hänger oder Verzögerungen bei der Eingabe. Auch der Intel-Prozessor ist komplett passiv gekühlt, einen störenden Lüfter gibt es also nicht.

Der Intel-Prozessor bringt auch ein schnelleres Wi-Fi-6-Modul (AX200) mit sich, allerdings verzichtet Samsung auf die Implementierung eines LTE-Modems, obwohl Intels XMM 7560 vom Lakefield-Prozessor unterstützt wird. Gerade bei einem derart mobilen Gerät fällt dadurch ein großer Vorteil weg, was für uns unverständlich ist.

Tastaturbeleuchtung und Akkulaufzeit

Die Kritik der Tastaturbeleuchtung (die in diesem Fall Weiß anstatt Grün ist) gilt auch für das Intel Modell. Beim Intel-Modell haben wir den Helligkeitssensor (der ausschließlich für die Tastaturbeleuchtung zuständig ist) im unteren rechten Bildschirmrahmen gefunden. Das grundlegende Problem bleibt aber, denn man kann den Sensor nicht deaktivieren und bei wenig Restlicht wird die Beleuchtung einfach nicht aktiviert bzw. geht sofort wieder aus, sobald man die Intensität verändert. Zumindest lässt sich in der Settings-App nun einstellen, nach welchem Zeitraum die Beleuchtung automatisch ausgehen soll. Hier müsste es auch eine Option geben, die Helligkeit manuell zu steuern und nicht nur über den Sensor.

Das Intel-Modell benötigt laut unseren Messungen in fast allen Situationen etwas mehr Strom, was sich auch bei der Akkulaufzeit bemerkbar macht. Wie von Samsung selbst beworben sind unsere bisherigen Ergebnisse geringer: Unter Last ist nach knapp 4 Stunden Schluss (ohne Outdoor-Modus), also rund 2 Stunden weniger als beim ARM-Modell. Der WLAN-Test bei 150 cd/m² läuft gerade noch, dürfte aber bei etwa 11-12 Stunden liegen und damit deutlich unter den 16 Stunden des ARM-Modells.

Erster Eindruck - Im Alltag praktischer, aber der Verzicht auf LTE macht wenig Sinn

Da der neue Lakefield-Prozessor von Intel ein normaler x86-Prozessor ist, werden auch 64-Bit-Anwendungen unterstützt. Dadurch kann man einfach Programme installieren, ohne sich vorher Gedanken über die Kompatibilität machen zu müssen. Der subjektive Leistungseindruck geht in Ordnung und die Implementierung eines Wi-Fi-6-Moduls ist sicherlich gut, doch den Verzicht auf das LTE-Modem können wir nicht nachvollziehen. Damit fällt ein wichtiger Vorteil des Galaxy Book S ARM weg. Der Outdoor-Modus für das Display ist ebenfalls sehr willkommen und wir wissen ehrlich gesagt nicht, warum das ARM-Modell diesen Modus nicht bekommt, da es sich anscheinend um das identische 1080p-Panel handelt.

In den kommenden Tagen werden wir unsere üblichen Benchmarks und Messungen durchführen. Neben der Leistung des neuen Prozessors interessiert uns vor allem die Effizienz und damit die Akkulaufzeiten. Auch die Auswirkungen des Outdoor-Modus werden wir uns ansehen.

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Autor: Andreas Osthoff, 26.06.2020 (Update: 26.06.2020)
Andreas Osthoff
Andreas Osthoff - Managing Editor Business Notebooks
Ich bin mit Computern und moderner Unterhaltungselektronik aufgewachsen. Seit meinem ersten Computer, einem Commodore C64, habe ich mich für die Technik interessiert und angefangen, meine eigenen Computer zu bauen. Bei Notebookcheck kümmere ich mich schwerpunktmäßig um die Business-Geräte sowie die mobilen Workstations, doch ich mache auch gerne Abstecher in den mobilen Bereich. Es ist immer wieder eine tolle Erfahrung, neueste Geräte zu testen und miteinander zu vergleichen. Den passenden Ausgleich schafft der Sport, im Sommer vor allem mit dem Rad.